Raina : Drachenreiterin : Weiblich

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Carni
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Raina : Drachenreiterin : Weiblich

#1 Beitragvon Carni » Sa 24 Jan, 2009 19:06

((Gleich vorweg - die Beschreibung der Persönlichkeit sagt irgendwie weniger über Raina aus als ihre Geschichte... ^^' ))


Raina


Charakter Nummer: 3

Spitzname: Rain', R'na

Alter: 18 Umläufe (letztes Update: 8tes Erscheinen, 5ter Umlauf, Sommer - Zeitversetzung Ker angeglichen)

Geschlecht: Weiblich

Äußere Erscheinung:
Zu dem Zeitpunkt als Raina in Gestalt eines kleinen, zerlumpten Mädchens in Evergen Weyr eintraf hatte sie jungenhaft kurzes Haar, aber inzwischen sind die mitternachtschwarzen Strähnen zu stattlicher Länge gewachsen, gerade kurz genug um nicht unpraktisch zu sein. Der Blick ihrer grünen Augen ist längst nicht mehr erfüllt von kindlicher Neugier, ihr Blick ist stechend, misstrauisch, ein Blick der bis auf die Knochen dringt, tief hinein in jedes dunkle Geheimnis. Viele lassen sich von Rainas geringer Körpergröße täuschen und ignorieren die Warnung ihrer Augen – wer würde sich auch vor einem kaum 1,60 m großen Mädchen fürchten? Aber Raina ist schon lange kein Mädchen mehr und die fehlenden Rundungen sind weniger ihrem Alter als vielmehr ernsthaftem Krafttraining zuzuschreiben. Im Vergleich zu ihrer Größe sind ihre Schultern erstaunlich breit und kräftig, bepackt mit Muskeln die auch einen Mann das fürchten lehren können, geschult in langen Umläufen des harten Arbeitens im Freien. Auch wenn viele dazu neigen diese Tatsache einfach zu übersehen, Rainas kleine Gestalt kann mitunter recht eindrucksvoll wirken und ihre Stimme ist mehr als ausreichend um jeden aufmüpfigen Weyrling in Grund und Boden zu schreien. Ein wütendes Aufflackern ihrer grünen Augen ist selten Warnung genug... eine körperliche Auseinandersetzung mit ihr könnte allerdings übel enden...

Persönlichkeit:
Genau wie ihr Äußeres, so hat sich auch Rainas Charakter in den letzten Umläufen drastisch verändert. Ihre einst neugierige und weltoffene Art schien für lange Zeit verloren, begraben unter Schmerz, Zorn und Bitterkeit und erst seit einigen Monaten tauchen wieder Zeichen von Freundlichkeit auf. Raina hat eine Stimme wie ein Peitschenhieb, schneidend und bitterkalt, wohlwissend eingesetzt um zu verletzen und zu schockieren. Sie scheint zumeist einfach chronisch verstimmt, voller Welthass und Ärger. Etwas zu tun, was sie zufrieden stellt scheint schwer bis unmöglich und sie neigt dazu lieber zu früh denn zu spät ihrem Jähzorn freien Lauf zu lassen. Welche Schicksalsschläge zu ihrem verbitterten und verschlossenen Charakter geführt haben können nur wenige nachvollziehen und diejenigen die es können... nun, viele davon ziehen es vor ihre Nähe zu meiden aus Furcht vor ihrer instabilen Persönlichkeit. Es gibt einfach Tage, an denen ist Raina jede Ausrede recht um aus zurasten, sehr zu K'ryans Leidwesen. K'ryan scheint dafür allerdings auch einer der wenigen zu sein, die in der Lage sind beruhigenden Einfluss auf sie zu nehmen. Meistens jedenfalls. Dafür ist er auch meist das Ziel ihres grundlosen Zorns, vielleicht einfach weil er im Gegensatz zu den meisten anderen nicht die Flucht ergreift, wenn Raina anfängt zu brüllen. Vielleicht ist es aber auch einfach nur ihre Art ihre Liebe auszudrücken...?
Wir wollen es nicht hoffen, um K'ryans Willen.
In letzter Zeit haben sich allerdings leichte Veränderungen in Rainas wutschnaubende Art eingeschlichen – beinahe unsichtbar nach außen, so zeigen sich doch immer häufiger in Momenten stiller Abgeschiedenheit Ansätze von echter Ruhe und Ausgeglichenheit. So rar diese Momente auch gesät zu sein scheinen, ist es Raina wohl gelungen in Ansätzen zu einem etwas milderen Selbst zurückzukehren. Sie neigt immer noch dazu aus zurasten, aber auch diese Gelegenheiten werden weniger. Ihr Blick ist noch immer schneidend, ihre Gedanken mörderisch aber immerhin scheint die Grüne Reiterin endlich zu dem Schluss gekommen zu sein, dass es wenig Sinn hat jeden umzubringen der in ihre Nähe kommt. Vielleicht war es K'ryans Beharrlichkeit. Vielleicht aber auch die Geburt ihrer Kinder... was auch immer diesen vagen Wandel ausgelöst hat, Raina ist ein bisschen erträglicher geworden und sofern sie nicht ein weiterer Schicksalsschlag ereilt wird es wohl auch zunehmend besser werden.
Eines steht jedoch fest. Aus K'ryans Tod würde sie niemals mit geistiger Gesundheit hervorgehen. So sehr sie ihn auch herum scheucht und anschreit, ihre Liebe ist unverbrüchlig, härter noch als jede Gnadenlosigkeit die Raina sonst zu zeigen bereit ist.
Es ist beinahe ein Wunder, dass sie noch niemanden ernsthaft verletzt hat... Sollte jemand den Fehler machen ihre Familie anzugreifen... Gnade ihm Faranth...

Fertigkeiten: Hervorragende Messerkämpferin, inklusive aller möglichen schmutzigen Tricks, erlernt von ihrem früheren Geschwaderführer B'rongo, erstaunlich kräftig für eine Frau, jederzeit bereit zuzuschlagen wenn jemand eine Abreibung erbettelt.



Biographie:

Raina wurde auf einer kleinen Farm in den Bergen geboren, ungefähr zwei Tagesmärsche von Burg Carcara entfernt. In der Umgebung gab es relativ wenige andere Siedlungen deswegen wuchs sie zwar glücklich aber doch eher einsam auf. Der vermutlich wichtigste Bestandteil ihres jungen Lebens war ihre liebevolle Mutter, die ihr die Grundprinzipien der Kräuter und Heilkunde näher brachte, lebenswichtig für einen derart abgeschiedenen Ort. Als sie jedoch zwölf Jahre alt war verstarb ihre Mutter bei der Geburt der jüngeren Schwester. Der nächste richtige Heiler war wenigstens einen Tagesmarsch weit entfernt und die einzige andere Heilkundige war Rainas Mutter selbst. Raina versuchte zwar ihr bestes, aber ihre mangelhaften Kenntnisse konnten ihre Mutter nicht retten. Wenige Tage später starb auch Rainas jüngere und namenlose Schwester, zu schwach ohne die Hilfe ihrer Mutter zu überleben.

Zunächst hatte Raina den schweren Schlag recht gut weg gesteckt, allerdings ließ ihr Vater sie in zunehmendem Maße allein mit der Farm und der Arbeit dort um in umliegenden Dörfern mit ihren Erzeugnissen zu handeln. Er hätte sich wohl eher einen kräftigen Sohn anstelle einer Tochter gewünscht und kaum sprach er dies laut aus, schnitt Raina sich die Haare ab und warf all ihre Röcke und Kleider weg. Sie arbeitete hart und wurde zunehmend stärker, ohne jedoch die erhoffte Anerkennung von ihrem Vater zu erhalten. Im Gegenteil, er schien sogar erbost darüber, dass sie versuchte ihm der Sohn zu sein, den er nicht besaß. Dabei hoffte Raina doch auf nichts als seine Liebe...

Wenige Tage nach ihrem vierzehnten Geburtstag fand ihr Vater eine neue Frau in die er sich verliebte. Er brachte sie mit sich nach Hause und zunächst war Raina überglücklich nicht mehr allein zu sein und nicht mehr alle Arbeit allein verrichten zu müssen, wenn ihr Vater auf Reisen war. Trauriger Weise hatte sie sich damit in der neuen Hausherrin fürchterlich getäuscht. Sie behandelte Raina bestenfalls als Dienstmädchen und dass sie überhaupt einmal etwas tat grenzte an ein Wunder. Die ganze Sache wurde noch schlimmer, als die junge Frau schließlich schwanger wurde. Sie brachte einen kleinen Sohn zur Welt, dem die ganze Liebe seines Vaters zugute kam... Während Raina allein draußen im Regen stand. Niemals zuvor hatte sie sich so allein und so nutzlos gefühlt. Niemals zuvor so verraten.

Irgendwann an jenem Tag suchte sie ihre Siebensachen zusammen und ließ die kleine Farm hinter sich zurück und mit ihr all die Dinge die sie lieb gewonnen hatte. Sie ließ die wenigen Erinnerungen zurück, die ihr von ihrer geliebten Mutter noch geblieben war. Sie wanderte südwärts, zunächst ohne rechtes Ziel vor Augen, bis sie schließlich entschied sich in Richtung von Evergen Weyr zu wenden. Nicht weil sie sich für einen Kandidaten für die Gegenüberstellung hielt. Es lag vielmehr daran, dass der einzige Drachenreiter den sie in ihrem jungen Leben kennen gelernt hatte, sehr freundlich und hilfsbereit gewesen war und in ihrer Vorstellung sich alle Drachenreiter so nett und hilfsbereit benahmen. Darum waren sie schließlich Drachenreiter und etwas ganz besonderes, oder nicht? Hätte sie gewusst, was sie in den nächsten Umläufen erwartete, so hätte sie vielleicht einen Augenblick gezögert, ehe sie ihren Weg fortsetzte.

Ihre Reise dauerte Wochen, sie aß all ihren Proviant und auch von ihren wenigen Marken die sie sich unterwegs erarbeitet hatte war nicht mehr viel übrig, als endlich die hohen Klippen des Weyrs in Sichtweite kamen. Evergen Weyr war in greifbare Nähe gerückt. Kaum eine Tagesreise entfernt vom Weyr traf sie schließlich auf Keryan, ein Junge der den Zehnten zum Weyr bringen sollte und von Banditen angegriffen wurde. Die Goldene Königin Isyth kam ihnen zur Hilfe und gemeinsam legten sie das letzte Stück des Weges zurück. Raina platzte beinahe vor Freude, denn die Königin hatte ihnen beiden mitgeteilt, dass sie sich durchaus als Kandidaten eignen würden. Ein Drachenreiter! Sie konnte ein Drachenreiter werden, nicht bloß eine Dienstmagd dieser freundlichen Herren! Keryan schien nicht so sehr überzeugt, er wollte lieber den Wagen schnell zu seinem Vater zurückbringen, aber Raina zwang ihn beinahe dazubleiben. Er sollte wenigstens zuschauen, während sie auf dem Sand wartete! Schon damals begann sich abzuzeichnen, wie ihre weitere Beziehung verlaufen würde. Keryan musste früh lernen, dass es Momente gab, in denen man sich besser vor Raina verbarg anstatt sich ihrem Zorn und Starrsinn auszusetzen.

Das nächste Gelege war überraschenderweise das der Goldenen Isyth und Raina sah es als gutes Zeichen. Es gab ein goldenes Ei, aber jeder Drache wäre ihr recht gewesen! Keryan war wie versprochen anwesend, als Kandidat sogar, denn Gespräche mit anderen Drachenreitern hatten ihn überzeugt, dass es wenigstens ein Versuch wert war. Und das war es wirklich! Keryan, nun K'ryan, gewann den freundlichen braunen Xantath für sich, während Raina die grüne Delsath an sich band, die vielmehr an ihrer eigenen Schönheit als an allem anderen interessiert war. Etwas, was Raina völlig abging. Andererseits konnte sie nicht umhin der Grünen zuzustimmen – sie war in der Tat die schönste Grüne die Raina jemals gesehen hatte!

Noch am selben Tag entstanden erste Bindungen... und Konflikte. Weil sie nicht sicher wussten, welchem Raum sie zugeteilt waren verbrachten K'ryan, Raina, Xantath und Delsath ihre Nacht in der Kammer von X'ratos und der grünen Lesearth zusammen mit L'ok und Ledath, Weyrlingen aus dem selben Gelege. Irgendetwas musste an dieser Nacht besonders gewesen sein, obwohl sie nichts anderes taten als schlafen, denn die vier unternahmen fortan sehr viel miteinander. Es war beinahe, als wären an jenem Abend nicht nur zwischen den Drachen und ihren Reitern eine enge Bindung entstanden. Die Lehrstunden der Weyrlinge waren beinahe langweilig, voll gestopft mit neuem Wissen, ohne dass jedoch etwas anderes als Lernen an der Tagesordnung gewesen wäre. Aber jeden Tag mit seinem Drachenpartner zusammen zu sein war mehr als Entschädigung genug.

Es geschah mehr als einmal, dass Raina mit ihrem Weyrlingmeister aneinander geriet und es war wohl auch kein Wunder, dass Delsath noch vor dem vereinbarten Signal in die Luft sprang – hinauf zu ihrem allerersten, wunderbaren Flug! Die folgende Rüge hatte sich gewaschen und Raina befürchtete zwischenzeitlich der Weyrlingmeister sei darauf aus Delsath flugunfähig zu machen, aber in den kommenden Wochen beruhigte sich die angespannte Lage wieder etwas.

Doch irgendwann... nahm das Schicksal seinen Lauf...
X'ratos und L'ok, die Raina immer automatisch für ein Paar gehalten hatte, waren irgendwie nie dazu gekommen sich über ihre Gefühle auszusprechen und X'ratos begann irgendwann sich nach anderen Gefährten um zuschauen. Er hatte die Augen auf einen jungen Kandidaten geworfen und als L'ok das herausfand war das Drama groß. Im Grunde war es nur ein Missverständnis gewesen, aber L'ok hatte den Kuss gesehen und schlug zu. Er traf den Kandidaten, fauchte X'ratos wütend an und stürmte davon. Raina hatte das ganze verwirrt und überrascht mit angesehen und als ihre Grüne Delsath X'ratos Lesearth beruhigen wollte, gerieten die beiden Drachinnen aneinander. Ein scheinbar harmloses Wortgefecht... aber es war bereits zu spät. Raina stand vor den Scherben ihrer zerbrochenen Freundschaft. Delsath hatte nur zu helfen versucht aber ihre Schwester Lesearth hatte wütend auf diese 'Bemutterung' reagiert. L'ok war davon gestürmt... und X'ratos war wütend über Rainas Einmischung, wütend dass L'ok ihm nie seine Gefühle gestanden hatte. K'ryan hatte irgendwie das Glück dieser Katastrophe halbwegs zu entgehen.

An jenem Abend ging Raina früh ins Bett während ihre Freunde sich noch lange in ihren Betten hin und her wälzten. Am nächsten Tag würden sie erlernen in das Dazwischen zu fliegen, die wohl wichtigste aber auch gefährlichste Lektion ihres Lebens. Raina wollte ausgeschlafen und konzentriert sein für den wichtigen Tag. Ihr Flug in das Dazwischen gelang, so auch der von X'ratos und Lesearth, auch jener von K'ryan und Xantath... Doch L'ok und Ledath flogen in die Schwärze des Dazwischens und kehrten niemals zurück. X'ratos verzweifelte an dem erneuten Verlust und irgendwann in all den Gesprächen zerbrach Rainas Freundschaft zu ihm endgültig. X'ratos Hartnäckigkeit war es zu verdanken, dass Raina bereits früh das Geheimnis der Drachen entdeckte, jenes Geheimnis, dass es ihnen erlaubte nicht nur den Raum sondern auch die Zeit zu überbrücken. Doch K'ryan war bei einem Erdbeben am Kopf verletzt worden und Raina beschloss zu warten. Zu warten, bis sie alle drei aufbrechen konnten um L'ok und Ledath zu suchen, jenseits der Zeit. X'ratos wusste nichts von diesen Plänen und auch er stieß auf das Geheimnis.

Viele Fehler wurden an jenem Tag begangen... und viele davon waren auch Rainas. Delsath versuchte es noch zu verhindern, besorgt um ihre Schwester, doch X'ratos und Lesearth verschwanden im Dazwischen um durch die Zeit zu reisen und L'ok zu finden. Allein. Ohne ihre früheren Freunde. Verwirrt und geschockt, beeinflusst durch die vielen Gefühle die von Raina ausströhmten und verlockt durch die beiden Drachen die der Grünen folgten in dem Versuch sie zu beruhigen... Stieg Delsath auf, hoch über den Weyr, sang ihr Lied für die Drachen des Weyrs und rief die Männchen zum Tanz über den Wolken...

...und dann kehrte Lesearth mit X'ratos zurück.
In juste jenem Augenblick als Delsath zum Paarungsflug aufstieg. Und Lesearth folgte ihr, sang ihr eigenes Lied... und rief die männlichen Drachen von ihr fort, beschimpfte ihre Schwester und stahl ihr die wenigen Drachen, die Delsath bis dahin gefolgt waren. Delsath... nun, sie war nicht minder störrisch als ihr Reiter und obwohl Xantath, der treue Braune, sie niemals verließ, so saß der Verrat ihrer Schwester doch zu tief. Delsath schwang in der Luft herum und stürzte sich mit Zähnen und Klauen auf ihre Rivalin, trachtete nach dem Leben der anderen Grünen. Sie rissen sich die Haut vom Leibe, gruben ihre Fänge tief in den Körper der jeweils anderen während die verwirrten Männchen versuchten sie zu trennen. Noch nie zuvor hatten über Evergen zwei Grüne sich um ihre Verfolger gestritten. Noch nie zuvor hatten sich zwei Grüne gegenseitig so schwer verletzt. Erst als die Königinnen des Weyrs eingriffen konnten sie die beiden voneinander trennen. Schwer verletzt und kaum mehr in der Lage zu fliegen. Lesearth stürzte trotz der Rettungsversuche zu Boden, sie brach sich beide Flügel und ettliche Rippen... während Delsath durch das eisige Dazwischen in den Weyr zurückkehrte in dem sich Raina befand, noch immer bereit ihre Reiterin vor jedem Verrat, jeder Kreatur, egal ob Drache oder Mensch, zu verteidigen. Ohne diesen beeindruckenden Willen, ohne die Sturheit die ihnen beiden eigen war, hätten weder Raina noch Delsath die kommenden Siebentage überlebt.

Es waren lange Monate der Genesung. Lange Monate der Bitterkeit. Die Wunden so tief, dass auch K'ryans zurückhaltende Zuneigung, seine stumme Treue sie nicht heilen konnte. Der Reiter und sein Drache waren immer da, immer an Rainas und Delsath Seite... Aber sie hatte keine Augen für ihn, sie empfand nur Bitterkeit und Schmerz. Sie war verraten worden, von einem ihrer besten Freunde und in einer jener dunklen Nächte fasste sie einen furchtbaren Entschluss.

Sie würde X'ratos und Lesearth töten, sollte einer von beiden ihr jemals wieder zu nahe kommen.
Die Beleidungen, von Lesearth gesprochen, blieben für immer in Rainas Kopf. Geister, die sie jagten und nicht in Ruhe ließen. Und während Delsath langsam zu vergessen began, während ihre Wunden heilten, klafften noch immer Risse in Rainas Geist. Tiefe, blutende Gruben, dort wo sich einst ihre Freundschaft zu X'ratos befunden hatte. Raina konnte viele Dinge verzeihen, manches vergessen... aber der Verrat wog zu schwer.

Monate nach dem ersten, schicksalshaften Paarungsflug von Delsath stieg die Grüne ein weiteres Mal auf, ihre einstmals makellose Haut bedeckt von einem Netzwerk aus Narben. Narben, die nur von einem anderen Drachen stammen konnten. Narben von ihrem Kampf mit Lesearth. Der Gewinner des Flugs war so überraschend eindeutig, dass Raina erst in jenem Augenblick aufging, dass sie jenen Freund vergessen hatte, der schon immer an ihrer Seite gewesen zu sein schien. Still mit ihr leidend, immer dort wenn sie jemanden brauchte... und sie hatte ihn einfach ignoriert, seine Freundschaft in den Wind geschlagen. Xantath gewann Delsath' Flug und K'ryan gewann Rainas Herz...

Etwa einen Monat später schließlich, sprachen Raina und X'ratos seit langem wieder miteinander. X'ratos, verlassen von L'ok, war dankbar für eine alte Freundin die ihm zuhörte und die ihn verstand. Auch wenn ihre alte Freundschaft nie wieder zurückkehren würde, so schlossen sie doch so etwas wie Frieden. Brüchtig und frisch, aber besser als weiterhin die alte Feindschaft zu pflegen. Raina hat ihm seitdem vergeben... ...nur vergessen konnte sie nicht. Jeden Tag von neuem blickt sie auf die Narben die Delsath trägt und errinert sich an Verrat...

Rainas Beziehung mit K'ryan war mitunter, gelinde gesagt, eine ziemliche Katastrophe. Es kam nicht selten vor, dass Raina ihn beschimpfte und allgemein wütend auf jede falsche Bewegung reagierte. Sie war launisch, missmutig und jederzeit bereit auf ihm herum zuhacken. Es war nicht weiter verwunderlich, dass K'ryan sich irgendwann verletzt zurückzog als Raina ihn verdächtigte sie mit einer blauen Reiterin – Sylvara – zu betrügen, die nur gekommen war um den Braunen Reiter zum Training abzuholen. Irgendwie überlebte ihre Beziehung jedoch auch diese beinahe-Trennung, auch wenn die beiden fortan in getrennten Weyr lebten. K'ryan hatte einfach kein leichtes Leben, solange Raina in seiner Nähe war. Nur aufgegeben, das hatte er nie. Ein treues Herz, durch und durch, ein Gefährte den Raina eigentlich nie verdient hatte, aber trotzdem war er immer da, immer zur Stelle... ...Auch als Raina zwei Kinder gebar nachdem sie standhaft versucht hatte ihre Schwangerschaft einfach weg zuleugnen. Erst als sie die beiden Winzlinge in den Armen hielt begann ihr zu dämmern, dass sie jetzt Mutter war. Wie von Raina nicht anders zu erwarten stritt sie zunächst mit K'ryan, ehe sie beschloss das sie beide eines der Kinder benennen würden. Raina nannte die Tochter Ryan und K'ryan den Sohn Raiker. Sicher, es gab schönere Namen, aber wie bei Drachenreitern üblich spiegelten beide die Namen ihrer Eltern wieder. Freunde... nun, Raina mochte die meisten von K'ryans Freunden nicht und sie selbst hatte kaum wirkliche Freunde. Sie hatte einfach die Neigung Leute gründlich vor den Kopf zu stoßen.

Allen vorran auch die Weyrherrin.
Königinnenreiterinnen hatte Raina sowieso schon immer gefressen, da war es nicht verwunderlich, dass sie mit ihrem Autoritätsproblem irgendwann auffiel. Nachdem K'ryan sich – sehr zu Rainas Ärgerniss – freiwillig gemeldet hatte beim Aufbau des West Weyr zu helfen, beschloss die junge Drachenreiterin, dass es Zeit für einen Tapentenwechsel wurde. Die Meerluft würde den Kindern ohnehin gut tun. Und K'ryan für längere Zeit aus den Augen zu verlieren passte ihr schon gar nicht in den Kram. Als sie erfuhr, dass auch Sylvara, jene blaue Reiterin die Raina schon immer verdächtigte ihrem Weyrgefährten nachzustellen, im Westen aushalf war der Entschluss gefasst. Raina würde in den West Weyr reisen – mit ihren Kindern und den beiden Feuerechsen. Und weh K'ryan sollte er in ihr den Verdacht erwecken, die Zeit ohne sie zu sehr genossen zu haben!
Die Weyrherrin von Evergen ließ sie nur zu gern ziehen, wohl hoffend, dass Raina sich etwas beruhigen würde, wenn sie nur genug zu tun hätte. Ihr konnte wohl niemand einen Vorwurf machen, sollte jemand anders sich mit dieser störrischen Frau herumplagen. Vielleicht würde ja die große Goldene aus Telgar mit ihr fertig werden?



Unterkunft: Momentan West Weyr, gemeinsamer Weyr mit Ryan, Raiker und K'ryan

Status: Drachenreiter, Kandidatenausbilder

Haustiere: Feuerechsen [urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=30373#p30373]Coax[/urlb], [urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=30374#p30374]Xara[/urlb] & [urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=30375#p30375]Raskal[/urlb]

Drache: Grün [urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=30125#p30125]Delsath[/urlb]

Kampf-Geschwader: Flickwerk
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