Ryn : Wherführerin : Weiblich

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Silverdrak
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Ryn : Wherführerin : Weiblich

#1 Beitragvon Silverdrak » Fr 11 Nov, 2011 04:37

Ryn (eigentlich Jarynja, aber sie stellt sich jedem nur als Ryn vor, daher kennt niemand ihren vollen Namen)


Charakter Nummer: 9

Spitzname: ehm... glaub ich muss mir nen Künstlernamen oder so ausdenken.

Alter: 21 Umläufe

Geschlecht: Weiblich


Äußere Erscheinung: Ryn sieht eigentlich ganz normal aus. Sie ist 1,70m groß und eher schlank dabei aber leicht muskulös da sie sich fit hält. Ihr schwarzes Haar ist lang allerdings ändert sie ihren Haarstil gelegenlich schon mal. Was bedeutet dass sie spontan beschließt, dass ihr kurze Haare besser gefallen und sie dann einfach mal eben auf Maß schneidet. Dennoch bevorzugt sie im normal Fall langes Haar. Mal ist es zurückgebunden und mal offen ganz wie ihr der Sinn steht an dem Tag.

Bevorzugt trägt sie unscheinbare Kleidung, meist in blau, grau und schwarz Tönen. Auch wenn sie Aufmerksamkeit mag, bleibt sie lieber im Hintergrund. Das ist besser für ihre dunklen Aktivitäten auch wenn sie heutzutage nicht mehr so viel stiehlt wie früher. Während der Show trägt sie schwarze und rote Kleidung die sie ein wenig gefährlich erscheinen lässt.

Immer mit dabei ist eine große Kollektion von Messern. Wenn man sie bitten würde all ihre Waffen abzulegen würde das definitiv eine ganze Weile dauern bis sie fertig ist. Zu ihrer Sammlung zählt unter anderem eine lange Klinge, nicht lang genug um als Schwert bezeichnet werden zu können, aber sie kommt schon recht nah heran. Sie ist für den Nahkampf gedacht, auch wenn sie bislang kaum Anwendung gefunden hat. Ryn kämpft nicht, wenn sie es vermeiden kann und bleibt andernfalls eher auf Distanz. Drachenzahn, so nennt sie die Klinge, hat einen festen Platz zu ihrer linken am Gürtel. Eisenklaue, ein typisches Gürtel Messer, findet man zu ihrer Rechten. Stiller und Schneller Tod befinden sich jeweils in ihren Stiefeln. Der Feuerechsen-Schwarm Gürtel (Flitt Fair Belt klingt irgendwie besser...) trägt sie lose etwas diagonal hängend über ihrem anderen Gürtel. Er wird eigentlich nur von Drachenzahn an Position gehalten. Dieser Gürtel hält zahlreiche kleine Klingen, die nur zum werfen verwendet werden. Sie bestehen ausschließlich aus Metall und haben keinen Griff.
Das ist bloss die Basis-Ausstattung. Oft sind Unmengen weitere Messer und Klingen unter oder auch in ihrer Kleidung versteckt. Ihre Sammlung wächst stetig weiter.
Für ihren Auftritt hat sie einen weiteren Gürtel mit größeren Wurfmessern. Außerhalb der Show sind sie in einem Rucksack verstaut. Sie hat nicht viel Gepäck, sie reist gerne so leicht wie möglich.

Wenn ihre Affinität für Messer nicht reichen sollte um sie im Gedächnis zu behalten, wird man sich sicher wegen etwas anderem an sie erinnern: Ihr kastanienbraunes (links (auf auf dem Bild das linke)) und das tief-grüne (rechts) Auge machen ihnen kessen Blick noch markanter. Zu dem verläufte eine Brandnarbe über ihre rechte Wange und entstellt sie etwas. Doch meist ziehen ihre Augen alle Aufmerksamkeit von der Narbe weg. An ihrem Körper sind noch weitere Narben. Einige von ihrer Arbeit mit den Messern, ein paar aus ihrer Kindheit und der Rest von der Zeit dazwischen. Die meisten sind klein und unscheinbar, dennoch sind da auch lange dabei wie jene an ihrem Rücken. Die meiste Zeit wird man sie aber nicht sehen, da sie fürgewöhnlich unter ihrer Kleidung versteckt bleiben.


Persönlichkeit: Ryn liebt ihre Freiheit und würde kämpfen um sie zu behalten. Sie ist überall und nirgendwo. Kommt und geht wie es ihr gefällt und bleibt nie lange an einem Ort. So hat sie viele Orte gesehen und kennt nahezu überall irgendwen. Nicht jeder mag sie. Überraschend oft reist sie mit einem Zirkus. Eigentlich ist es mehr eine Freak Show bestehend aus Menschen, die in irgendeiner Form anders sind als normale Menschen. Übermäßig beharrt, sehr groß, sehr knochig, sehr voluminös, am ganzen Körper Tattowiert und gepiect, Menschen mit sonderbarer Haut, auch siamesiche Zwillinge sind dabei. Als Abartige ausgestoßen aus der Gesellschaft reisen sie umher und verdienen mit dieser Show ihr Geld. Ryn mag sie und mit der Zeit sind sie sowas wie ihre Familie geworden. Dennoch geht sie auch weiterhin ihre eigenen Wege. Sie sorgt aber dafür, dass sie die Wege der Show oft genug kreuzt. Wenn sie alleine reist verbreitet sie oft, dass die Freak Show bald vorbei kommt und verfolgt stets wo die Show gerade ist.
Wie auch immer... Fakt ist, dass je mehr jemand versucht sie zum bleiben zu bewegen, desto mehr wird sie versuchen bald zu verschwinden. Sie ist ziemlich stur und sorgt schon dafür, dass sie bekommt was sie will. Meist reicht schon ihr Charm aus um ihr Ziel zu erreichen.

Da sie ziemlich neugierig ist, neigt sie dazu in seltsame Situationen hineinzugeraten. Sie mag das Unbekannte und probiert alles aus auch wenn es nicht immer zu ihrem Vorteil ist. Sie liebt Spaß und Action. Das Leben ist einfach zu kurz um nichts zu erleben. Das hat sie sehr früh in ihrer Kindheit schon gelernt als sie von der Burg weglief in der sie lebte. Der Dschungel ist kein Kinder-freundlicher Ort aber sie lernte dort zu überleben und hatte stets Spaß an ihrem Leben, denn jeder Tag konnte der Letzte sein. Wenn man sie nach ihrer Vorliebe für Messer fragt, erzählt sie vielleicht von einem jungen Mädchen allein im Dschungel, dass nur mit einem rostigen alten Messer auf eine wilden Wher traf. Es war unglaublich viel Glück und ein Zufallstreffer mit dem alten Messer, dass sie vor dem sicheren Tod bewahrte. Fürgewöhnlich glaubt ihr niemand die Geschichte, aber das stört sie nicht weiter, immerhin kennt sie die Wahrheit. Ein paar ihrer längeren Narben stammen von dem Vorfall und von dem Tage an trainierte sie gezielt ihre Fähigkeiten mit dem Messer, da es ihr Leben retten konnte. Allerdings nutzt sie ihr Können niemals um anderen zu schaden, außer man zwingt sie dazu. Sie würde nicht zögern ihre Klingen zu nutzen um sich oder ihre Freunde zu verteidigen.

Was sie nicht mag sind Fragen über ihr Äußeres. Wenn es zu ihren Narben oder den verschiednen Augenfarben ist, wird sie einem nur einen kalten Blick zuwerfen. Wenn man weiter mit ihr reden möchte, sollte man besser schnell das Thema wechseln. Sie mag nicht an ihre Vergangenheit erinnert werden. Auch weis sie dass ihre Augen anders sind als die der meisten Menschen, aber deshalb fühlt sie sich nicht als etwas anderes, auch wenn man sie nicht selten so behandelt und ansieht. Vielleicht ist das auch der Grund warum sie gerne bei den Leuten der Freak Show ist. Sie stört ihre eher geringe Abnormalität nicht im geringsten und gehen ganz anders mit ihr um.

Abgesehen vom Messer-aller-Art-Sammeln, hat Ryn noch die Angewohnhiet Marken zu horten. Man weis schließlich nie wann man sie mal brauchte... Sie kann ziemlich kniepig sein was das angeht und würde einen eher zu Tode handeln als mehr her zugeben als sie denkt das das Gut wert ist. Wenn man nach ihrem Equipment geht, hat sie doch einige Marken zusammen getragen, es weis nur niemand wo sie ihre Schätze versteckt. Klar ist nur, dass sie sie nicht mit sich rumschleppt. Da sie gut mit sowas ist, ist sie auch Schatzmeister der Freak Show auch wenn so mancher seine Schwierigkeiten mit ihrer Kniepigkeit hat. Diebe möchte an dieser Stelle gewarnt sein, auch wenn sie niemanden absichtlich verletzen würde, würde sie dennoch jedem ein Ohr abschneiden der es auch nur wagt "ihrem" Schatz zu nah zu kommen.


Fertigkeiten: Besonders geschickt im Umgang mit Messern. Sehr zielsicher. Sie weis wie man alleine in der Wildnis überlebt. Ist eine wandelnde Landkarte.


Status: Wherführerin und Messerwerferin in der Freak Show

Unterkunft: Irgendwo im Nirgendwo

Haustiere: keine

Wher: der silberne Jarynjask (in Ermangelung an Stahlwheren in diesem Weyr)


Erstmals erschienen in: noch nirgendwo seit Iayla


Biographie: (Ein Hinweis vorweg: Ryn stammt aus dem Iayla Weyr (RPG-Forum). Der nachfolgende Text ist leicht für den West Weyr angepasst. (hoffe ich denke an alles) ... Und ja alle meine Iayla Charaktere haben eine sonderbare/extreme Geschichte.... ^^')

Ryn kennt ihre wahren Eltern nicht. Sie wurde als Baby weggegeben und ihr wurde nie gesagt wer sie waren oder warum sie weggegeben wurde. Es gab eine Zeit wo sie versuchte das herauszufinden aber ihre Stiefmutter sagte immer nur das sie sich um sowas nicht kümmern müsse, da es eh nichts ändere. Ryn hatte nie ein gute Beziehung zu ihr, da sie ihr immer wieder vor Augen hielt, dass sie keines ihrer eigenen Kinder war. Sie hatte sieben eigene Kinder während Ryn und sechs weitere adoptiert waren. Ihr Mann nahm Kinder auf und schickte sie zur Arbeit sobald sie alt genug für einfache Dinge waren.
Ryn hat nie viel von den Marken gesehen, die sie zu der Zeit verdient hatte. Da sie stets gesagt bekam dass die mit ihrem Aussehen froh sein sollte dass ihr überhaupt jemand Essen und ein Zuhause gab, wagte sie auch nie danach zu fragen. Die wenigen Marken und Dinge die sie besaß, versteckte sie wie einen Schatz in einem kleinen Kästchen, das sie in einer schmalen Spalte in den Felsen nahe der Burg, in der sie arbeitete und lebte, verbarg.

Da sie wusste, dass ihre Eltern ihr nicht alles erzählten, behielt sie bei der Arbeit immer alle Augen und Ohren für Interessantes und Neues offen.
Sie wollte niemals eine Magd sein. Sie mochte es nicht die ganze Zeit herumgeschubst zu werden, von einer Seite der Burg zu anderen und wieder zurück geschickt zu werden. Manchmal glaubte sie dass sie das nur zum Spaß machten um sie zu ärgern. Sie war immer froh wenn der Burg-Koch darauf bestand, dass er sie in der Küche brauchte. Er hatte irgendwann herausgefunden, dass sie ziemlich geschickt mit dem Messer umging wodurch sie zu seinem bevorzugten Gemüse-Schnippler wurde. Kochen ebenso wie den ganzen Morgen und Abend Dinge zu schneiden war eigentlich auch nicht so ihr Ding aber wenigsten war sie dort vor den Schickanen der anderen sicher und konnte wieder etwas zur Ruhe kommen.

Als sie etwa 10 Umläufe alt war, passierten ziemlich kurz aufeinanderfolgend eine Serie von schlimmen Unfällen in der Burg, bei denen einige Menschen verletzt wurden und sogar starben. Da Ryn immer schon neugierig war und auch helfen wollte, war sie stets in der Nähe dieser Orte. Das zog die Aufmerksamkeit von ein paar abergläubischen Leuten auf sie. Bald begannen sie zu glauben, dass sie die Quelle des ganzen Unglücks war. So lauerte ihr eines Abend eine Gruppe von ihnen auf dem nach Hauseweg auf und umzingelten sie schließlich. Sie sollte für das Übel, das sie über sie gebracht hatte, bezahlen. Sie hörten erst auf sie zu schlagen und zu treten als sie regungslos und blutend am Boden lag. Ryn nahm da nach nicht mehr viel wahr. Da war nur Schmerz und eine entsetzliche Schwäche, die versuchte sie in die Finsternis zu ziehen. Das einzige woran sie sich noch erinnern konnte war, dass einer von ihnen die Idee bekam das Böse aus ihren Augen zu brennen. Sie war zu schwach um zu fliehen und wurde ohnmächtig als einer mit einem Schürhaken näher kam.

Das nächste woran sie sich erinnert, war dass sie in einem ziemlich bequemen Bett wieder zu sich kam. Eine Frau pflegte sie. Diese sprang aufgeregt auf als sie ihr Erwachen bemerkte. Sie rief etwas, aber zu dem Zeitpunkt konnte Ryn nicht verstehen was es war. Ihre Sinne waren noch nicht wach genug in dem Moment. Ihr Körper fühlte sich taub an. Zunächst war sie besorgt deswegen doch dann dämmerte ihr, das es bloss das Taubkraut war, das sie Schmerzfrei machte. Darüber war sie dann ganz froh. Die Frau erzählte ihr dann später dass jemand aus der Barons-Familie zur rechten Zeit vor Ort war und sie rettete und auch dass sie nicht sicher waren ob sie die Verletzungen überleben würde.
Es dauerte mehrere Wochen ehe Ryn aus dem Bett und wieder an die Arbeit konnte. Einige Narben, besonders die Brandnarbe in ihrem Gesicht würden sie immer an dieses Geschehnis erinnern. Die Gruppe, die ihr das angetan hatte, war bestraft worden aber dennoch fühlte sie sich in der Burg nie wieder sicher. Sie war wie ein Gefängnis, dessen Wände überall Augen hatte. Es gab immer noch Leute, die glaubten, dass sie der Burg Unglück brachte. Einmal jagte der Koch eine ganze Menschentraube aus seiner Küche als er Ryn starren Blick auf sie bemerkte, bereit zu flüchte. Oder zu kämpfen? Der Koch war nicht sicher wie er ihren Blick hatte interpretieren sollen. Er hatte etwas abschätzendes. Auch das Messer vom Gemüsen schneiden war noch in ihrer Hand gewesen. Ryn gehörte nicht zu denen die schnell aufgaben. Sie war ein Wildfang, den man an der kurzen Leine hielt und der immer wieder versuchte frei zu kommen.
Um also das Schlimmste zu vermeiden, hatte der Koch die Initiative ergriffen und jeden rausgeschmissen, der nicht in die Küche gehörte und auch gleich darauf hingewiesern, dass wenn sie ihr nächstes Mahl überleben wollten auch ja weg blieben von seinem Reich.

Es gab einige Leute, Freunde, die versuchten Ryn zu helfen aber auch sie konnten ihr nicht das Gefühl zurückgeben in der Burg sicher zu sein. Ein paar von ihnen wurden sogar selbst Opfer von Angriffen weil sie auf der Seite des Monsters waren. Ryn wollte nicht, dass jemand wegen ihr verletzt wurde. Als sie den Punkt erreichte an dem sie das alles nicht mehr ertrug entschied sie, dass sie gehen würde. Sie sagte es niemandem, plante alles aber gründlich. Sie wusste, dass sie nicht einfach in den Dschungel rausrennen konnte. Sie lebte in einer kleinen Burg in Nerats nahezu undurchdringlichem Regenwald. Es war gefährlich da draußen besonders für junge Mädchen wie sie. Daher wartete sie auf die nächste Karavane und folgte ihr in der Nacht nach dem sie die Burg wieder verlassen hatte. Der Koch schien etwas geahnt zu haben, denn als sie in die Küche schlich um etwas Proviant für die ersten Tage einzupacken, fiel ihr im Lagerraum ein Messer, das an eines der hölzernen Regale gepinnt war und einen Zettel hielt. Darauf stand geschrieben: "Vergiss mich nicht! Ich bin alt aber zuverlässig." Es bezog sich auf beide, den Koch und sein Gürtel-Messer. Es war das schärfste Messer in der Küche. Da waren ein paar rostige Stellen auf dem Metall und es war deutlich zu erkennen, das es viel genutzt wurde aber es war immer noch voll funktionstüchtig.
Aufgewachsen in den südlichen Dschungeln wusste sie um die Gefahren darin. Ein Messer war ein wichtiges Werkzeug um dort zu überleben. Ryn hatte daher auch geplant eines mit zu nehmen, aber dass sie dieses bekam... Ihr Herz wurde einen Moment schwer doch hatte sie keine Zeit jetzt sentimental zu werden, sie musste sich beeilen um schnell zu der Karavane auf zu schließen. Immerhin hatte die etwas Vorsprung.

Von diesem Tag an reiste sie zu jedem Ort zu dem ihre Füße sie tragen konnten. Meist hängte sie sich dabei an andere Reisende oder Karavanen. Auf diese Weise war das Reisen sicherer. Manchmal folgte sie ihnen nur in einiger Distanz, oft gesellte sie sich aber auch einfach direkt zu ihnen, das hing von den Leuten ab.
Von Menschen wie ihnen lernte sie wie man jagt und merkte dabei schnell, dass es für sie am besten funktionierte wenn sie ihr Messer nach der Beute warf da sie erstaunlich zielsicher war. So arbeitete sie an dieser Fähigkeit. Der Dschungel war ein guter aber gnadenloser Trainer. Doch irgendwie kam sie klar, lernte wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten musste und welche Gegenden man besser mied, wie zum Beispiel die Orte an denen die wilden Where lebten.
Einmal stolperte sie in einen solchen. Weglaufen half nicht wirklich, Sie wurde von seinen Klauen niedergerissen, viele der Narben auf ihrem Rücken stammen von dieser Attacke. Gerade so schaffte sie es sich noch um zudrehen und ihr Messer nach dem Wher zu werfen. Da war nich mal genug Zeit um ernsthaft zu zielen, doch hatte sie Glück und erwischte eine verwundbare Stelle. Die Kreatur gab einen sonderbaren Laut von sich und brach schließlich über ihr zusammen. Total erschöpft befreite sie sich davon und musterte es. Irgendwie hatte sie Mitleid mit ihm. Es wirkte entsetzlich abgemagert und dachte wohl es hätte leichte Beute vor sich. Ein Mann aus der Gruppe mit der sie zu dem Zeitpunkt reiste stieß später dazu und meinte dass es wohl ein Jungtier gewesen wäre. Wenn es ein ausgewachsenes Tier gewesen wäre, hätte sie vermutlich weniger Glück gehabt, denn dann wäre die Haut wesentlich dicker und widerstandsfähiger gewesen.
Für die nächste Zeit blieb Ryn daher etwas wachsamer wenn sie durchs Unterholz schlich und achtete darauf sich nicht zu weit von Leuten zu entfernen mit denen sie reiste. Auf dem nächsten Markt verkaufte sie die Haut des Whers für ein ganzen batzen Marken. Zumindest hatte sie noch nie so viel auf einmal in den Händen gehabt. Davon kaufte sie sich ein weiteres Messer. Sie waren Lebensretter, man konnte nie genug davon haben und so begann ihre Sammlung. Zu Anfang war es nur weil sie nützlich waren später auch wegen ihrem Aussehen. Sie hat ein paar ausgefallen Stücke in ihrer Sammlung.

Es dauerte einige Zeit aber sie lernte wie man auch alleine in der Wildnis überlebte. Die Natur gab ihr fast alles was sie brauchte und das was sie dort nicht bekam stahl sie oder ergaunerte sie sich über Tricks, die sie mit der Zeit lernte. Vom Hütchenspiel bis zum Vorspielen des kleinen hilflosen Mädchen kannte sie alles um an ein paar Marken zu kommen.
Einmal die Freiheit gekostet, ließ sie es sich nicht nehmen hin zu reisen wo immer sie wollte. Nie blieb sie lange an einem Ort. Auch wenn sie mit der Zeit auch alleine zurecht kam, reiste sie meist dennoch mit anderen Leuten. Es war einfach angenehmer wenn man beim wandern etwas Gesellschaft hatte. Außerdem konnte man so immer auch was neues lernen oder in Erfahrung bringen. Jeder kannte andere Geschichten. Es wurde nie langweilig.
Auf diese Weise traf sie auch auf eine Gruppe anderer sonderbarer Menschen. Menschen die noch viel mehr von einem normalen Menschen abwichen als sie selbst. Offen für alles Neue und Andersartige blieb sie bei ihnen auch wenn sie immer wieder mal verschwand.
Wenn sie mit ihnen reiste war sie Teil der Freak Show und arbeitete als Messerwerferin. Ihre Fähigkeiten haben sich über die Umläufe hinweg stark verbessert. So konnte sie die Leute überzeugen, dass das etwas war das man vorführen konnte.

Als das Wort umging, dass ein Kontinent im Westen entdeckt wurde, war natürlich auch Ryns Neugier geweckt. Wenig später verabschiedete sie sich von ihren Leuten, versprach aber bald wiederzukehren und zu berichten.
Da alle regulär fahrenden Schiffe maßlos überbucht waren, nutzte sie ihre dunklen Beziehungen. Sie kannte Unmengen von Menschen, darunter nicht nur rechtschaffene, auch zu einigen "Untergrund-Organisationen" hatte sie gute Beziehungen und schaffte es so auf die Mondsichel. Schmuggler-Schiff war wohl der falsche Ausdruck. Eigentlich war es ein Piratenschiff. Holz und Segel waren tief schwarz und nachts fast unsichtbar. Es war nicht sehr groß dafür aber schnell und wendig. Wenn irgendwo auf Perns Meeren Schiffe verschwanden, war sicher die Mondsichel darin verwickelt. Es blieben nie Zeugen zurück, daher wussten nur Eingeweihte von dem Schiff. Ryn hatte einiges an Überzeugungskraft und Marken aufwenden müssen um auf das Schiff zu kommen. Allerdings nahm man sie nur bis zum West Kontinent mit nicht zum eigentlichen Ziel. Die Westlichen Inseln waren den Dieben schon lange bekannt und ihnen gefiel gar nicht, dass nun die Öffentlichkeit von dem Land im Westen Wind bekam.
An Bord der Mondsichel waren auch ein paar Wher Eier. Eines Nachts schlüpften diese auf hoher See. Natürlich lies Ryn sich das Spektakel nicht entgehen. So klein sahen sie gar nicht aus als könnten sie irgendwem ein Haar krümmen. Die Praxis ihnen gleich nach dem Schlupf die Flügel zu stutzen fand sie allerdings grausam. Danach pferchte man sie in einen engen Käfig. Den letzten Schlüpfling warfen sie sofort über Bord als sie ihn und die untypische Farbe sahen. Nannten ihn gar eine Missgeburt, sehr zu Ryns Empörung. Nur weil er anders war hatte er sowas noch lange nicht verdient. Sie hatte stets für die Rechte ihrer fehlgebildeten Freunde gekämpfte und so konnte sie auch hier nicht anders und sprang hinter her. Das panisch um sein Leben paddelnde kreischende Geschöpf krallte sich gleich an ihr fest als sie in Reichweite war. Es zitterte vor Angst am ganzen Körper verhielt sich aber sonst schlagart ruhig wie als würde es wissen, dass sie sonst beide ertrinken würden. Ryn schwamm zurück zum Schiff und musste dann erst mit dem Kapitän feilschen um wieder an Bord geholt zu werden. Er wollte den Wher weder an der Backe haben noch Futter oder sonst was für ihn abzwacken. Außerdem hatte Ryn für zusätzliches "Gepäck" ja nicht gezahlt. Wenn sie also weiter mit fahren wollte, würde sie sich um die Kreatur kümmern müssen und noch ein paar Marken abdrücken müssen.
Das Wasser war eiskalt. Da sie keine andere Wahl hatte und sie den Wher jetzt erst recht nicht seinem Schicksal überlassen wollte, willigte sie widerwillig in die Bedingungen ein.
"Halsabschneider!", grollte sie als sie schließlich pitschnaß auf dem Deck stand und erstmal die ausgehandelten Marken rüberwandern lassen musste bevor man ihr überhaupt eine Decke oder Klah zum aufwärmen anbot. Die ganze Crew hatte ihren Spaß daran. Sie konnte wohl von Glück reden, dass sie Kleidung zum Wechseln dabei hatte, sonst hätte sie dafür wohl auch noch zahlen müssen. Aber sie würden schon noch sehen was sie davon hatten... sie wusste ziemlich genau wer was wo aufbewarte und beim nächsten Kartenspiel würde sie sie sicher nicht mehr schonen.
Sie verschwand schleunigst in ihrer kleinen Kajüte und verriegelte die Tür hinter sich. Sie war ganz froh dass sie einen Raum ganz allein für sich hatte. Dem Sauhaufen da draußen traute sie alles zu. Aber sie musste sich wohl glücklich schätzen, dass man sie überhaupt mitnahm. Eigentlich dürfte sie nicht mal von dem Schiff wissen, aber da sie ziemlich enge Beziehungen zu einem guten Freund des Kapitäns pflegte und sie in der Diebeswelt durchaus Rang und Namen hatte, machte man bei ihr eine Ausnahme.
Seufzend glitt sie zu Boden. Das zitternde Bündel klebte immer noch an ihr versuchte jetzt aber die verkrampften Griff von ihr zu lösen. Erst jetzt merkte sie wie kräftig der Kleine war. Im Wasser wo ihr die Kälte ohne hin jeden Atem raubte, war es ihr nicht aufgefallen, doch als er losließ bekam sie deutlich besser Luft.
Es tat ihm leid. Er stubste sie an. Die Augen wirbelten aufgeregt. Auch die blutigen Stellen wo sich seine Klauen durch die Kleidung gebohrt hatten taten ihm leid. Er wollte ihr nicht schaden. Er würde sich darum kümmern. Seine Zunge schnellte eifrig über die Wunden. Das störte sie nicht weiter und begann sich umzukleiden. Ryn wunderte sich erst später darüber dass sie wusste was die kleine Kreatur dachte. Im Moment rauschte noch zu viel Adrinalin und Ärger durch ihren Körper um sowas jetzt zu bemerken.
Jarynjask! erklärte der Wher während er ihr zusah.
Die fremde Stimme in ihren Gedanken ließ sie herum schnellen. Die eigentliche Bedeutung des Wortes verstand sie nicht, noch nicht, viel mehr fragte sie sich woher der Wher ihren vollen Namen kannte. Seit ihrer Kindheit hatte sie ihn nie wieder gehört. "Kannst du meine Gedanken lesen?", fragte sie verwirrt. Woher sollte er es sonst wissen? Und Where hatten eine gewisse Ähnlichkeit mit Drachen, wenn auch entfernt. Daher schien ihr der Gedanke der einzig logische.
Der Wher legte den Kopf schräg. Jarynjask! wiederholte er gut gelaunt.
"Okay,... aber ich bin Ryn. Verstanden?"
Ryn! schien er zu zustimmen. Sie tätschelte seinen Kopf. Momentan konnte sie sich noch nicht vorstellen, dass aus diesem liebenswerten Geschöpf mal ein großer grimmiger Wher werden würde.
"Was mach ich jetzt mit dir?" Haustiere hatte sie irgendwie nie in betracht gezogen. Das hätte bedeutet das sie sich an etwas band und eigentlich blieb sie ja lieber frei. Vielleicht fand sie auf dem West Kontinent eine Lösung. Hier auf dem Schiff würde sie ihn jedenfalls nicht lassen. Sie war noch ganz in Gedanken als sie eine Berührung an ihrem Bein spürte. Essen? Die Leere in seinem Magen war unerträglich und er hatte den kleinen Raum bereits nach etwas Essbarem abgesucht aber nichts gefunden.
"hm... mal sehen wo wir was her bekommen." Vorsichtig öffnete sie die Tür doch ehe sie sich versah, hatte sich der kleine Wher bereits durch den Türspalt gezwängt und preschte hinaus auf Deck. "Hey!" Draußen brach bereits eine gewisse Aufregung los und ein paar Geräusche ließen sie los rennen. Das Geräusch von fliegenden und auftreffenden Messern kannte sie nur zu gut. Der Wher musterte die Objekte, die plötzlich neben ihm in den Planken steckten verschreckt. Ryn wehrte ein weiteres mit ihrem Arm ab. Die Kleidung die sie bei Auftritten trug war zu ihrem Schutz Eisen-verstärkt. Messer werfen konnte sie zwar sehr gut, aber sie würde nicht behaupten besonders gut im jonglieren zu sein. Dennoch fing sie das nächste Messer dass in ihre Richtung saußte geschickt ab und schickte es wieder zurück zum Absender, der etwas entsetzt wirkte als es ihn nur um Haaresbreite verfehlte. Die Messer die im Boden steckten hatte sie bereits in den Händen und visierte alle an die sonst noch ein Messer in der Hand hatten. Der kleine Wher verstand noch nicht so recht was los war und kauerte sich zwischen ihren Füßen zusammen.
"Sofort aufhören!" donnerte der Kapitän schließlich. "Ryn, du bist hier nur geduldet weil du mächtige Freunde hast."
"Entschuldigung? Aber dann halt doch deine Leute an der kurzen Leine. Ich werde nicht erlauben, dass sie mein 'Gepäck' beschädigen. Immer hin habe ich dafür bezahlt.", giftete Ryn gefährlich zurück. "Wenn sich deine Männer vor dieser gefährlichen Bestie..." sie wies auf den vielleicht Katzen-großen Wher der sich vorsichtig umsah. "... fürchten, würde ich mir aber Gedanken machen." Ihre Brauen schwangen vielsagend mit.
"Und was meinst du Kleiner? Wen hättest du gern zum Abenessen?", fragte sie den Wher ironisch.
Der Wher sah zu ihr rauf. Oh, wenn das so war... sein Blick begann nachdenklich über die Seeleute zu wandern. Sie waren alle zu groß für ihn, aber er würde teilen. und... und vielleicht konnte man was für später aufbewahren....
Ryn zog die Brauen hoch und sah zu dem Wher. "War aber schon klar das dass nicht ernst gemeint war." Die Seeleute brachen in Gelächter aus.
Der Wher ließ den Kopf hängen. Aber er hatte doch Hunger! Das war so gemein.
"Och... wir finden schon was für dich."
Der Kapitän musterte die beiden, sog scharf Luft ein und warf seinen Leuten dann einen scharfen Blick zu. "Das Vieh soll mir nur nicht vor den Füßen rum laufen."
Die Lage entspannte sich danach wieder. Wind kam auf und die Männer begannen die Segel neu auszurichten.
Ryn buchsierte den Wher aus dem Weg, nah an die Reling und seufzte. Das hätte schiefgehen können. Das waren keine aufrichtigen Männer.
Der Wher wickelte seinen Schwanz um ihr Bein. Er würde sie beschützen!
Die Messerwerferin sah zu ihm runter. Der Wher ließ seine Brust schwellen.
Sie musste lachen. "Das sah eben aber noch ganz anders aus."
Jarynjask schnaubte. Sie hatten ihn bloss überrascht... Und er war vom Hunger geschwächt....
"Dann bleib am besten immer ganz nah bei mir." Ryn schüttelte ungläubig den Kopf. Sie redete mit einem Wher. Mit einem WHER! Und das in einer Weise von der sie nicht gedacht hatte das es möglich ist.
Der Wher beobachtete gespannt die Wasseroberfläche, schien ganz aufgeregt.
"Was siehst du?"
Er schickte ihr ein sonderbares Bild. Ryn erschrak. Zum einen hatte sie mit sowas nicht gerechnet und zum anderen bestand es aus sonderbaren grellen Farben die sie zunächst nicht zuordnen konnte. Er streamte immer noch sein Sichtfeld zu ihr als er zu ihr rübersah. Er wunderte sich was nicht stimmte. Jetzt erkannte sie Umrisse. Sie sah sich. Aber die Farben waren total verschroben. Sie leuchtete förmlich in gelb bis roten Farbtönen, während das Umfeld eher blau bis lila war.
"Ist das wie du siehst?" Sie richtete sich wieder auf, versuchte sich auf ihr eigenens Sichtfeld zu konzentrieren um wieder zur Reling zu kommen. Was hatte er nun da gesehen? Der Wher blickte wieder aufs Wasser. Es war hauptsächlich schwarz doch dann waren da einige längliche bunte Flecken.
"Sind das Fische?" Wenn sie im Dunkeln auf das Wasser sah, sah sie allerhöchstens die Reflektion der Monde und der Fackeln auf den Wellen, aber er konnte unter die Wasseroberfläche sehen.
"Wie praktisch..." wisperte sie und sah dann die Seeleute scharf an die sie und den Wher mit irriteriten Blicken beobachtet hatten.
"Magst du Fisch?", fragte sie den Wher und holte ein Messer hervor. Eigentlich war es nur eine Klinge mit einer Öse an der eine lange Kordel befestigt war. Sie hatte sich einiges einfallen lassen in den letzten Jahren. Dieses Messer nutzte sie zum Angeln. In das Ende der Kordel machte sie eine Schlaufe und zog diese um ihrem Handgelenk zu. Anschließend brachte sie sich an der Reling in Position.
Jarynjask musterte sie.
"Hey, schau auf das Wasser." Der Wher sah wieder zwischen den Brettern hindurch aufs Wasser. "... und halt still."
Es brauchte ein paar Versuche, aber dann zappelte einer an der Leine. "Haha! Erwischt!", vermeldete Ryn triumphal während sie den Fisch an Bord zerrte. "Warte noch kurz ich entferne noch die..." Gerade hatte sie das Messer aus dem noch zappelnden Objekt gezogen, da glitt es ihr auch schon aus den Fingern. Jarynjask war gleich hinterher und schlang den Fisch im ganzen runter als er ihn zufassen bekam. "Nun... dann hat sich das mit den Gräten wohl erledigt. Immerhin wissen wir jetzt wie wir dich die Fahrt über ernähren können."
Der Wher brummte zufrieden. Das war viel besser.

Von dem Tag an folgte ihr der Wher auf Schritt und Tritt. Er wachte über ihren Schlaf, während sie ihn am Tage beschützte. Der West Kontinent war bald erreicht. Da der reguläre Schiffverkehr im Süden des Kontinents ablief, ließ man sie im Nord-Osten an Land. Man wollte natürlich vermeiden, dass das Piratenschiff entdeckt wurde und im Norden war kaum was los. Alle Aufmerksamkeit lag beim Aufbau des Weyrs und der Burg.
Ryn und Jarynjask wanderten die Küste entlang südwärts bis sie in Weyr-nähe waren.


[Ja, die "Gegenüberstellung" weicht vom Orginal ab. Fands so schöner. :3]
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