Daria : Kandidatin (W) : Weiblich

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Kezune
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Daria : Kandidatin (W) : Weiblich

#1 Beitragvon Kezune » So 15 Jan, 2012 12:55

Daria


Charakter Nummer: 2

Spitzname: keinen, den sie gerne hört...

Alter: 15

Geschlecht: Weiblich

Äußere Erscheinung: Normal groß für ihr Alter, braune, stets aufmerksam blickende braune Augen. Da sie SEHR oft draußen ist, ist sie eigentlich immer schmutzig und sieht etwas verwahrlost aus. Dazu tragen auch die zwei Narben auf ihrer rechten Gesichtshälfte bei, die sie bei einem ihrer ersten Ausflüge von einem schlecht gelaunten Wherrie bekommen hat, dessen Nest sie zu nahe gekommen war. Daria hat schwarzes Haar, das meistens irgendwie in Strähnen in ihrem Gesicht hängt, da sie sich
nicht viel darum schert, es ordentlich zurecht zu machen und überhaupt, wie andere Leute auf sie reagieren. Meistens trägt sie eine, inzwischen recht zerschlissene Weste mit vielen Taschen, in denen sie alle möglichen Mitbringsel verstaut, hat fast immer eine lederne Umhängetasche mit Futter für ihre Schätzchen drin dabei. Auch zu erwähen ist die kleine metallene Pfeife, die sie an einem Lederband befestigt immer um den Hals trägt.

Persönlichkeit: Daria ist wegen ihrer Affinität zu so ziemlich allen Tieren oft als verrückt bezeichnet worden, daher ein Außenseiter und hält sich deshalb eher von anderen Leuten, besonders von großen Menschenmassen, fern. Sie ist relativ schüchtern und zurückhaltend und leicht von anderen aus der Fassung zu bringen.
Meist hält sie sich draußen auf, liebt Herausforderungen und ist ziemlich neugierig. So schwer sie sich auch tut auf andere Menschen zuzugehen, so hervorragend kann sie mit Tieren umgehen.
Normalerweise ist sie sehr geduldig, aber wenn man es mal wirklich zu weit treibt kann sie regelrecht zur Furie werden.

Fertigkeiten: Daria hat ein Händchen für Tiere, kann sie sehr gut einschätzen und sich mit ihnen anfreunden und scheint im Umkehrschluss auch auf sie eine Art 'magische Anziehungskraft' auszuwirken. Da sie fast immer draußen ist, kennt sie sich mit (Heil-)Pflanzen aus und ist auch geschickt, wenn es darum geht auf Bäumen oder ähnlichem herumzuklettern. Immer mit dabei hat sie ein Skizzenbuch, indem
Daria fast alles Interessantes abzeichnet, was ihr über den Weg läuft bzw. lange genug still hält. Von einem Bekannten hat sie eine kleine Harfe geschenkt bekommen die sie geschickt spielen kann und immer mit sich herumträgt, da Daria herausgefunden hat, dass die Musik einen beruhigenden Einfluss auf fast alle Tiere hat, die ihr bisher begegnet sind.
Im Gegensatz dazu steht die kleine Pfeife, die einen (für Menschen unhörbaren) schrillen Pfeifton abgibt und für das empfindliche Gehör der meisten Tiere sehr schmerzhaft ist. Deshalb nutzt Daria die Pfeife als Selbstverteidigung, wenn sie sich mal mit der Stimmung eines Tieres verschätzt hat (kommt aber nicht allzu oft vor).

Biographie: Schon seit sie denken konnte, fand sie ihr Zuhause irgendwie beklemmend und lief oft von dort weg, um sich stattdessen im Wald herumzutreiben, auch um alle ihre Tierchen, die sie nicht mit nach Hause nehmen konnte/durfte zu besuchen. Vor allem ihr brummiger Vater Harad hatte schon recht bald die Nase voll von all den Tieren, die Daria immer wieder mitbrachte. Er meinte, sie sollte sich 'damenhafter' verhalten, statt die ganze Zeit im Wald herumzurennen und sich mehr in der heimischen
Weberei beteiligen. So wie ihr älterer Bruder. Aber je mehr er versuchte, Daria zum Daheimbleiben zu bewegen, desto öfter riss sie von dort wieder aus.

So auch nach einem heftigen abendlichen Streit, bei dem ihr entnervter Vater sogar handgreiflich geworden war. Schneller als je zuvor war Daria dann verschwunden, zu ihrem 'Geheimversteck', einem kleinen, von Steinen umrahmten Talkessel mitten im Wald, vermutlich einem ehemaligen Steinbruch. Die untere Ebene war nur durch einen versteckten, sehr schmalen Pfad zu erreichen. Da saß Draia also nun, an einen Stein gelehnt, traurig und wütend auf ihre Eltern und tätschelte apathisch den Kopf ihrer Katze Saphir.
Solange bis diese plötzlich zu Fauchen anfing und auf einen Baum hinaufraste. Daria zog sich weiter nach oben auf den Kessel zurück und entdeckte von oben etwas, das für sie beinahe wie ein Stich ins Herz war. Aus einer Felsspalte humpelte ein großes blaues Tier, das sich als Wher identifizieren lies. Ein Wher ohne Flügel. Scheinbar war er einem ruchlosen Händler oder aus irgend einer Burg entwischt und dann in den Felsenkessel hinuntergefallen. Fassungslos starrte Daria zu ihm herunter. So häßlich normale
Leute diese Tiere auch sahen, Daria konnte ihnen nichts schlimmes abgewinnen. Sie hatte schon merkwürdigere und noch seltsamer aussehende Tiere gefunden. Und wenn man jemand die Flügel stutzte und ihn dann in Ketten eine Burg bewachen ließ, musste man sich auch nicht über gesteigerte Aggresivität wundern. Der Blaue tat ihr Leid. Sie kroch vorsichtig an den Rand der Felsen, sodass sie von unten gut sichtbar war und warf das Stück Fleisch, dass sie noch in ihrer Tasche hatte, zu dem Wher nach untern. Gierig stürzte er
sich darauf, er schien wohl regelrecht ausgehungert zu sein. Dann blickte er zu ihr hinauf, immer noch voller Hass und Misstrauen. Daria war sich sicher auch etwas trauriges an ihm zu sehen. Sie saß noch eine Weile da und starrten sich gegenseitig an. "Ich komme wieder", murmelte sie ihm zu, als sie aufstand, um sich auf den nach Hauseweg zu machen,"ich komme wieder."

Und sie hielt Wort. Mit einem großen Stück Fleisch im Gepäck kam sie am nächsten Tag zurück, warf es dem Wher zu und spielte auf ihrer Harfe alle Melodien vor, die sie kannte. So ging das etwa zwei Siebenspannen weiter, jeden Tag versuchte Daria, ein kleines stück näher an ihn heranzurutschen. Langsam schien er sich weniger agressiv ihr gegenüber zu verhalten, was vermutlich großteils an dem Futter lag, dass sie mitbrachte. Die Flügelreste des Whers hatten sich entzündet und schienen ihm große Schmerzen zu verursachen.
So gerne Daria auch einfach hingegangen und ihm mit ihren Heilpflanzen geholfen hätte, so wusste sie auch, wie unberechenbar und gefährlich er in diesem Zustand war. Gleichzeitig schüttelte sie den Kopf über all das, was andere Menschen über Where sagten. Dass sie dumme und bösartige Wesen seinen und nichts anderes als ein Leben in Ketten verdient hätten. Diese Ignoranz lies Daria wütend werden. In gewisser Weise konnte sie das Verhalten der Where nachvollziehen. Zugleich war sie traurig drüber, an dem Zustand nichs ändern zu können.

Ganz langsam und vorsichtig näherte sie sich an den Blauen an. Jeden Tag ein kleines Stück näher. Irgendwann war sie unten im Kessel angekommen, zunächst nur bei hellem Tageslicht und ließ sich von der dunklen Felsspalte, in die sich der Wher zurückgezogen hatte, anstarren. Ihre Eltern hatten sie schon einige Male zusammngeschrien, da sich die Speisekammer des Hauses immer weiter leerte. Ihr Vater war ein paar mal sogar richtig ausgerastet. Einige blaue Flecken an ihren Unterarmen zeugten davon. Aber das war ihr egal.
Sie wusste, dass das Misstrauen des Whers ihr gegenüber geringer wurde. Eine halbe Ewigkeit später saß sie sogar vor der Felsspalte, spielte ihm etwas Musik vor und summte dazu. Allmählich schien er sich an ihre Anwesenheit zu gewöhnen, denn er blickte sie nur noch etwas argwöhnisch an, lange nicht mehr so voller Hass wie zu Anfang.

Irgendwann beschloss sie, alles auf eine Karte zu setzen. Sie wartete auf die Dunkelheit, stets in der Nähe ihres Fluchtwegs und die kleine Pfeife wie eine Waffe im Anschlag. Auf die empfindlichen Ohren des Whers würde sie sicher genug ausrichten, um einen Angriff abzuwehren. Ganz langsam kam er aus seinem Spalt, ganz langsam und bedächtig schritt er auf sie zu. Ein paar Meter vor ihr blieb er stehen. Darias Nerven waren bis zum Zerreißen gespannt. Jetzt durfte sie sich keinen Fehler leisten. Doch der Blaue machte keine Anstalten sie
anzugreifen. Er setzte sich ihr gegenüber hin und stieß ein erwartungsvolles Grunzen aus. Daria verstand. Sie warf ihm etwas Futter zu, packte ihre Harfe aus und spielte ihm etwas vor. Der Wher begann, beinahe rhythmisch, im Takt der Musik hin und her zu wiegen. Daria rückte wieder ein Stück näher. Er schien es gar nicht zu beachten. Sie streckte die Hand aus. Der Wher brummte. Sie zog die Hand ein Stück zurück. Er blickte sie wieder an. Sie streckte die Hand noch einmal aus und sah weg. Der Wher machte einen Schritt auf sie zu, einen Moment berührte
seine Schnauze ihre Hand. Daria sah ihn an. Der Wher machte einen Satz rückwärts und verschwand wieder in der Felsspalte. Daria sah noch einmal auf ihre Hand. Sie hatte es geschafft.

In den Tagen danach kam sie immer abends zurück, setzte sich neben den wher, der inzwischen zuließ, dass sie sich um seine Verletzungen kümmerte. Sie behandelte mit ihren Pflanzen die Entzündungen, streichelte die rauhe Haut des Blauen, summte ihm alle Melodien vor die ihr einfielen. Sie hatte es tatsächlich geschafft, sein Vertrauen zu gewinnen.

Doch eines Abends war der Wher auf einmal weg. Zuhause schnappte sie auf wie ihre Eltern miteinander sprachen, "...dass eine 'wilde Bestie' in den Wäldern von einigen Jägern erlegt worden sei"... "Geschieht den Biestern recht" hörte sie ihren Vater sagen, und irgendwas mit "die habens eh nicht anders verdient, die hässlichen Biester..."
Daria war völlig geschockt und konnte nicht glauben, was sie da eben gehört hatte. Aber tief im Innern wusste sie dass es stimmte. Tieftraurig weinte sie Saphir ins Fell. Die Katze schien zu wissen, dass sie nun gebraucht wurde, und versuchte ihr Mädchen zu trösten.
Die Eltern sparchen weiter. Obwohl sie glaubte, es könnte nicht schlimmer kommen, kam es schlimmer. Ihr Vater hatte von einem Freund eine Nachricht bekommen, in der er in den neu gegründeten Weyr auf den West Kontinent eingeladen wurde, da dort noch nach einem guten Weber gesucht würde. ... Dann kam irgendwas über irgendwelche harten Zeiten oder so. Schließlich konnte Harad seine Frau überreden, die Reise zu machen. "Aber was machen wir mit den Kindern?" hörte Daria sie sagen. "Unserem Sohn vermachen wir die Weberei. Wir nehmen mit was wir brauchen
er wird sich gut darum kümmern." "Und Daria?" "Hmmm, ich schätze wir müssen sie mitnehmen..."
Daria hatte genug gehört. So leise wie möglich schlich sie zu ihrem Bett und weinte sich in den Schlaf.

Ihr Vater hatte es tatsächlich ernst gemeint. Am nächsten Tag warf er sie in aller Frühe aus dem Bett und 'erzählte' ihr von seinem Vorhaben. "Aber das Viechzeug bleibt hier!!" Sein Tonfall verriet, dass er keine Widerrede erlaubte. Saphir maunzte und strich schnurrend um seine Beine. Sie wusste genau, wie sie den alten, mürrischen Zweibeiner überzeugen konnte. "Na gut, die Katze darfst du mitnehmen. Aber der Rest bleibt hier!"
Schweren Herzens ließ Daria im Laufe des Tages all ihre Haustiere frei.

Knapp drei Tage später waren sie schon auf dem Schiff, dass sie zum West Kontinent bringen sollte. Anscheinend war schon alles im Vorraus geplant worden. Sie verabschiedete sich von ihrem Bruder und sah lange auf den Hafen zurück.
Der größte Teil der Reise verlief ereignislos. Meist blätterte sie in ihrem Skizzenbuch, bei den vielen Wher Zeichnungen die in den letzten Monaten hinzu gekommen waren, wurde sie immer wieder traurig. Hatte sie nur zu lange gezögert? Vielleicht hätte sie ihn ja irgendwie retten können...
Sie schüttelte den Kopf. Nun war sowieso alles zu spät. Aber in der Zukunft würde sie es schaffen. Dann überlegte sie, was sie alles über den West Kontinent wusste. Er sollte recht unbekannt und wild sein. Bestimmt ließen sich dort allerhand interessante Tiere beobachten. Bei dem Gedanken hellte sich ihre Mine etwas auf, doch dann dachte sie wieder an den Wher und versank in Traurigkeit...

Nach einer sehr langen Zeit, die Daria wie eine Ewigkeit vorkam, traf das Schiff schließlich an ihrem Zielort ein. Wärend sich ihre Eltern mit den Hafenangestellten auseinandersetzten, um ihr Hab und Gut in den Weyr bringen zu lassen, spähte sie sich schon den ersten Ort aus, den sie sich anschauen würde. Sobald alles angekommen und in einigermaßen ruhigen Bahnen laufen würde, würde sie wieder anfangen, die fremde Natur auszukundschaften.
Und vielleicht würde sie ja hier wieder über einen Wher stolpern... Dieses Mal würde es ihr sicher gelingen...

Unterkunft: im West Weyr (Geschichte startet hier )

Status: Kandidatin (W)

Haustiere: Daria hatte ursprünglich eine ganze Sammlung unterschiedlichster Tiere, durfte sie aber bis auf ihre Katze Saphir nicht mitnehmen. Saphir hat blaue Augen (daher der Name) und kurzes, sehr weiches, silber-weiß gestrefites Fell. Für eine Katze ungewöhnlich treu, fast wie ein Hund und meistens in Daria`s Nähe zu finden, außer wenn Saphir mal wieder damit beschäftigt
ist, bei jemandem um Futter oder Streicheleinheiten zu betteln. Sie weiß sehr gut, wie sie die Menschen beeinflussen kann, hat damit schon sehr viel Übung und ist meistens mit ihren Betteleien erfolgreich. Im Kontakt mit anderen (auch mit anderen Tieren) ist sie sehr gelassen, solange sie keiner unerlaubt anfasst.
Kurz nach der Ankunft im West Weyr sind noch drei Feuerechsen hinzugekommen. Blizzard , Nessie und Achit

Wher: Daria wünscht sich seit der Begegnung mit dem Blauen, sich wieder mit einem Wher anzufreunden. Insgeheim am liebsten mit einer Goldenen

[hoffe das passt so :) ]
RPG Anomalie

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