Auf dem Burghof

Der Burghof auf dem unter anderem Drachen landen können.
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Silverdrak
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Auf dem Burghof

#1 Beitragvon Silverdrak » So 01 Jan, 2012 21:01

[Charaktere kommen von [urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=30469#p30469]da[/urlb].]

Auf dem Burghof herrschte schon wieder rege Betriebsamkeit. Ein paar Drachen waren dort, darunter auch ein Bronzener. Den dazuehörigen Reiter sah Ryn zusammen mit ein zwei anderen Reitern bei einem anderen Mann stehen und debatieren. Wenn man nach der schicken Kleidung ging, war es wohl der Burgherr. Ein unangenehmer Phosphor-Geruch lag in der Luft. Unweit der debattierenden Männer sammelten sich die Bodentrupps mit ihren Flammenwerfern, die den Boden des Burglandes nach eingedrungenen Fäden absuchen würde. Sie schienen sich noch zu sortieren, gelegentlich rief der Burgherr ihnen was zu. Er wirkte langsam etwas gereizt. Männer rannten herum. Alles wirkte etwas chaotisch.

"Oh man... ob das heute noch was wird?" brummte jemand unweit von ihr. Ryn sah zu der Russverschmierten Person rüber.
"Wie ist es denn gelaufen, Drachenreiter?" neugierig gesellte sie sich zu dem Mann.
"Ganz gut eigentlich. Ich glaub uns sind nicht viele entwischt diesmal.", meinte der Reiter, allerdings mit keinem sonderlich begeistertem Ton.
"Das ist doch super. Warum also der Unmut?"
Der Reiter seufzt. "Solange die Bodentrupps nicht zurück sind und bestättigen, dass alles okay ist, müssen wir hier warten. Das Problem ist die Trupps sind bis jetzt immer noch nicht unterwegs. Wenn sie nicht in die Pötte kommen, müssen wir wieder ganze Fädennester ausgraben und ausräuchern. Bis wir dann fertig sind...." er seufzte bloss und streckte die schmerzenden Muskeln. "Dabei könnte ich jetzt ein angenehmes warmes Bad gebrauchen."
"Und ob.", stimmte Ryn naserümpfend zu.
Der Reiter sah kurz zu ihr rüber und lachte. "Um den Geruch kommt man nicht drum herum wenn man Fäden verbrennt." Er schwieg einen Moment und sah noch mal zu ihr rüber, musterte sie.
"Hey wart mal. Bist du nicht... " Sein Blick wanderte über ihr Messer-Sortiment. "Doch natürlich! Du bist die Messerwerferin von der Freak Show, nicht war?" Er stieß sie an. "Jetzt sag schon, dass es stimmt." Dann drehte er sich zu seinem Kollegen. "Hey M'kar, schau mal wer hier ist."
Der angesprochene blaue Reiter sah rüber.
"Beim ersten Ei! Ryn! Was machst du denn hier?"
"Na, ich schaue mir den neuen Kontinent an."
"Ist die Freak Show auch hier?"
"Nein, ich bin alleine hier. Ich denke die Reise hier her wäre für ein paar von ihnen auch zu beschwerlich."
"Verstehe.... was ist das?" M'kar hatte Jarynjask entdeckt.
"Wonach sieht es denn aus?"
"Ein Wher?", es klang nicht sonderlich begeistert. "Was willst du denn damit?"
"Die Farbe ist sonderbar." , bemerkte der andere Reiter.
"Wieso passt doch zur Freak Show.", meinte M'kar. "Im Weyr haben wir eine Feuerechse mit ähnlicher Farbe."

Arath, M'kars Blauer, hatte sich angenähert und beobachtete die Gruppe neugierig.
M'kars Blick wirkte kurz abwesend und sah dann zu Nyala. "Wer ist deine Begleitung?", fragte er plötzlich etwas unerwartet.
Ryn sah zu Nyala. "Das ist Nyala. Wir sind uns auf dem Weg zur Burg begegnet."
"Freut mich dich kennen zulernen Nyala.", wandte sich der Drachenreiter dem Mädchen zu. "Ich bin M'kar und das ist Arath mein Drache. Wir würden dich gerne mit zum Weyr nehmen. ..."
"M'kar!" rief Ryn etwas empört aber mit neckischem Unterton. "Ist sie nicht etwas zu jung für dich?"
"Ja, du gehst ganz schön ran heute.", stimmte der andere Reiter mit ein.
M'kar rollte die Augen. Als Suchreiter hatte mans manchmal nicht leicht... "Ich bin nicht so einer.", brummt er die anderen an.
"Ignorier die Bitte. Arath meint du hättest gute Chancen einen Drachen für dich zu gewinnen. Daher wollte ich dich fragen ob wir dich deswegen mit in den Weyr nehmen dürfen.", erklärte er und funkelten die anderen finster an, weil sie ihm die Arbeit erschwerten. Was sollte das Mädchen denn jetzt von ihm denken?
"Also mich hast du sowas nie gefragt." meinte Ryn etwas beleidigt.
"Du bist ja auch zu alt.", kam die prompte Antwort des Blauenreiters worauf er aber flink verschinden musste weil Ryn ein Messer zückte.
"Arath, versteck mich!" Sogleich schob der Blaue seinen Flügel schützend zwischen ihn und die anderen. Der andere Reiter brach derweil in Gelächter aus.
"Feigling...", Ryn steckte ihr Messer wieder weg, sie hatte es ja nicht ernst gemeint und einen Drachen hatte sie auch nie in Betracht gezogen.
"Nein, nein du bist mir zu treffsicher."
Nach einer Weile faltete Arath den Flügel wieder zusammen.
"Du musst dich nicht jetzt entscheiden."wandte sich M'kar wieder Nyala zu. "Bis zur nächsten Gegenüberstellung ist noch Zeit. Sprich einfach einen von uns Drachenreitern an, solltest du dich für ein Leben im Weyr entscheiden. Garantieren kann ich natürlich für nichts. Aber Arath war mit seiner Prognose bislang immer recht treffsicher."
Der Blaue schnaubte wie zur Bestätigung. Natürlich wusste er wovon er sprach.
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#2 Beitragvon Kezune » Mo 02 Jan, 2012 18:28

[Ja Meister! Unwissender, ahnungsloser Schüler ist bereit für weitere Unterrichtsstunde ;) ... Wenns so weitergeht renn ich blind vor Unwissenheit in mein Verderben ;) Omg Omg Omg -.-' ]

Nyala dankte der Vorsehung, die Ryn und ihren Wher zu ihr gebrach hatte. Vermutlich hätte sie sich sonst nicht mal mehr rechtzeitig vor den Fäden verstecken können. Als ob das alte, zerlumpte Zelt Schutz geboten hätte. Aber dennoch war sie so nachlässig und unvorsichtig gewesen. Und jetzt war sie mitten in einer Burg voller Drachenreiter, und weil sie ja nicht unbedingt auf der 'richtigen' Seite des Gesetzes stand, war ihr nicht wohl dabei.
Obwohl die sicherlich Besseres zu tun hatten als sich mit einer unbedeutenden Taschendiebin auseinanderzusetzen. Als sich Ryn mit den Drachenreitern unterhielt, blieb sie ein Stück Abseits stehen und hörte nur mit einem Ohr zu, gleichzeitig riskierte sie immer wieder Blicke zu allen Seiten. Falls sich doch jemand an sie erinnerte. Da! Dort hinten, in der Nähe des Tors, war gerade der Händler vorbeigelaufen. Er schien sie noch nicht bemerkt zu haben, dennoch war jetzt der einzige Fluchtweg versperrt.
Hastig drehte sich Nyala weg und blickte unvermittelt in die Augen des blauen Drachen. Vor Schreck erstarrt musste sie feststellen, dass sich nun alle Gesprächsteinehmer ebenfalls zu ihr gedreht hatten. Hatten sie was gemerkt? Als der Reiter des Blauen nun auch noch mit ihr sprach, verlor ihr Gesicht auch noch den letzten Rest an Farbe. Zitternd und völlig baff hörte ihm weiter zu, dabei die neckischen Bemerkungen der anderen ignorierend.

Meinte der das etwa ernst? Als er sich vor Ryns Messer in Sicherheit brachte, zog Ny mit zitternden Fingern das Amulett aus ihrem Gewand hervor und drückte den gelben Stein so fest, dass dessen Silbereinfassung in ihrer Hand schmerzte. Das alte Familienerbstück hatte ihr immer Glück gebracht und es da zu haben war irgendwie beruhigend. Und Glück konnte sie jetzt mehr denn je gebrauchen.
Als M'kar fertig war, hatte Ny keinen Zweifel mehr daran. Er meinte das wirklich ernst. Nyalas Bilck zuckte unruhig zwischen ihm und seinem Drachen hin und her. Sie - eine Drachenreiterin! Hatte sie sich das nicht immer gewünscht? Aber jetzt, da dieses Ziel zum Greifen nah war, zögerte sie. Warum ausgerechnet sie? Was hatte sie, was die unzähligen 'normalen' Leute nicht hatten? Bitte lass mich die richtige Entscheidung treffen. Andererseits - was hatte sie schon zu verlieren?
Diese Chance konnte sie sich doch nicht einfach ignorieren. So könnte sie endlich ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Schließlich blickte sie zu Arath hinüber. Noch nie hatte sie einen Drachen von so nah gesehen. Noch einmal suchte ihr Blick das Amulett in ihrer Hand.

Und dann hatte sie sich entschieden. So entschlossen wie seit Ewigkeiten nicht mehr. Die anfängliche Schüchternheit war wie weg geblasen. Zielsicher ging sie auf M'kar zu. "Bitte nimm mich mit. Es wäre mir eine Ehre."
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#3 Beitragvon Silverdrak » Sa 07 Jan, 2012 22:57

M'kar lächelte. "Fantastisch!" Dann wandte er sich den anderen zu. "Tja dann... man sieht sich, Leute! Wünsche euch noch viel Spaß mit den Bodentrupps."
"Was?", der andere Reiter starrte M'kar an, der ihm gut gelaunt auf die Schulter klopfte und nach dem Reitleder seines Drachen griff um sich daran hoch auf den Rücken des Blauen zu ziehen. "M'kar, du kannst hier nicht einfach verschwinden."
"Doch, ich muss diesen Kandidaten zum Weyr bringen. Ryn willst du mit? Arath sag B'kal und T'ryl Bescheid."
"Pah, das hast du dir doch eben ausgedacht nur um hier weg zu kommen. Komm da sofort wieder runter."
"Ein Drache lügt nicht, das weis du doch. Ich komme hier nur meinen Pflichten nach." Arath schnaubte den anderen Reiter an.
Ryn grinste. "Nein, danke. Ich bleib noch was hier. Hab die Stände noch nicht nach schicken Messern abgesucht."
"Hast du nicht schon genug?"
"Man kann davon nie genug haben."
"Wie du meinst..." Arath machte sich kleiner, während M'kar sich mit ausgestreckter Hand zu Nyala vorlehnte um ihr beim Aufstieg zu helfen.
Als sie auf seinem Drachen saß und er die Sicherheitsriemen befestigt hatte, ging es los. Arath holte etwas Schwung und stieß sich dann mit einem kräftigen Satz vom Boden ab. Bald darauf kreisten sie über der Burg. Eigentlich war es von hier aus nicht weit bis zum Weyr. Man konnte ihn in der Ferne sehen. Dennoch würde es einige Zeit dauern bis sie ihn im normalen Flug erreichten. Da Arath aber vom Fädenkampf erschöpft war, wollte er den Weg lieber durch das Dazwischen abkürzen.
"Hab keine Angst, wir springen gleich durchs Dazwischen zum Weyr. Es wird kalt und unheimlich sein. Atme einfach ganz ruhig weiter, dir kann nichts geschehen. Es wird nur wenige Herzschläge dauern. Zähl sie einfach.", erklärte und versicherte M'kar dem Mädchen und prüfte nochmal die Sicherheitsriemen, die das Mädchen an Position halten sollten.
Dann flog Arath einen Bogen... "Achtung!..." ... und ließ sich dann in die Tiefe fallen... "... jetzt!" ... dann war da nur noch Finsternis. Eine entsetzliche Kälte fraß sich trotz wärmender Kleidung bis in die Knochen. Um einem herum war nur Dunkelheit. Man sah nichts, man hörte nichts und man spürte nichts. M'kar nahm noch nicht mal seinen Drachen unter sich wahr. Er hörte seine Stimme lediglich beruhigend in seinen Gedanken. Das einzige das man an diesem Ort zuspüren schien war der heftige Herzschlag in der Brust. Darum riet M'kar seinen Reisegästen auch diesen zu zählen. Es lenkte von den sonstigen nicht vorhandenen Eindrücken ab. Er hatte sich an dieses finstere Nichts gewöhnt, aber wenn man das erstemal dadurch reiste, konnte es einem schon eine heiden Angst einjagen.


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