Kleine Geschichte

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Moonie
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Kleine Geschichte

#1 Beitragvon Moonie » Do 24 Sep, 2009 23:06

Eine "kurze" Geschichte, die ich vor längerer Zeit mal geschrieben habe. Sie hat zwar nichts mit Drachen zu tun, aber ich hoffe sie gefällt euch trotzdem :)

Der Strand der Zusammenkünfte

Wieder mal war die Nacht zu einer unruhigen Nacht geworden. Sie hatte schon wieder geträumt. Immer und immer wieder träumte sie nur von ein und demselben Traum. Immer wieder wiederholte sich der Traum. Was hatte das nur zu bedeuten? Was besagte ihr der Traum? Sie wusste es nicht. Diese Ratlosigkeit, wie sie die hasste. Was war bloß los mit ihr? Das hatte sie doch früher nicht. Alles drehte und wendete sich im Kreis. Seufzend setzte sie sich auf. Dunkel lag das Zimmer. Nur der helle Mondschein drang in ihr Zimmer und erhellte es ein wenig. Sie schaute sich um. Alles war so wie immer und doch hatte sich die Raumatmosphäre verändert. Sie wusste nur nicht wie und warum. Hatte nur ein komisches Gefühl. Sie fror und bekam eine Gänsehaut. Murmelte sich weiter in ihre Decke ein. Etwas fehlte in ihrem Leben. Etwas oder jemand. Ja jemand, das war es was fehlte. Jemand der sie im Arm nehmen würde, der sie liebkosen würde, doch leider gab es denjenigen noch nicht. Doch halt! Ganz vage erinnert sie sich an den Traum, den sie immer wieder träumte. War es eine Botschaft? Ein Zeichen? Sie wusste es nicht und doch etwas machte sie stutzig an diesem Traum. Immer wieder sah sie die Konturen von einem jungen Mann und einer Frau. Sie tanzten beide. Er war total liebenswürdig zu ihr. Wollte sie nie im Leben verlieren und sie ihn nicht. Diese Frau trug ein Kleid. Ein Sommerkleid. Sie sah so hübsch darin aus. Aber warum konnte sie die Frau so gut sehen und den Mann nur verschwommen? Sie wusste es nicht. Versuchte sich den Mann deutlicher hervorzuholen. Doch gelang es ihr nicht. Jetzt brannten ihre Augen wieder. Tränen lagen lose in ihnen. Traurig versank sie wieder in ihrem Kissen. Schlief ein und erwachte erst am folgenden Morgen wieder.
Sie machte sich fertig. Das Wetter draußen war warm und sonnenklar. Sie zog ihr rotes Lieblingskleid an. Richtete ihr wirres Haar. Heute war der Tag so schön, warum sollte sie nicht einen kleinen Spaziergang am Strand machen?
Sie öffnete die Tür und eine frische Brise begrüßte sie. Ein guten Morgen Gruß vom Wind. Sie schloss genießerisch die Augen und ließ den Wind in ihrem Haar herumspielen. Sie mochte es gerne wenn der Wind das machte. Dann öffnete sie die Augen wieder, schloss die Tür ab und ging hinunter zum Strand. Der Morgen war doch noch recht frisch, doch sie störte es nicht.
Am Strand rauschte das Meer ganz ruhig vor sich hin. Schaumkronen waren auf den Wellen zu sehen. Alles lag so friedlich vor ihr. Die Sonne brach in ihren Haaren. Machte ihr Haar golden glänzend. Der Wind blies ihr das Haar sachte aus dem Gesicht. Sie genoss das morgendliche Sonnenwindspiel, so wie jeden Morgen wenn sie hier war.
Sie ging ihren Weg. Barfuß, die Sandalen in der Hand baumelnd. Der Sand knirschte unter ihren Füßen. Alles war wie immer. Alles so schön wie eh und je. Sie könnte sich nicht vorstellen jemals woanders zu wohnen als hier.
Das Wasser glitzerte von der Sonne. Sie schaute hinaus auf das Meer. Ein Lächeln huschte ihr über das Gesicht. All das zu verlieren, es wäre eine Katastrophe für sie. Es war ihr Leben hier. Nie würde sie es auch nur gedenken herzugeben. Der Wind blies ihr wieder durch das anmutige Haar.
Alles was in der Nacht geschehen war, war wie vergessen. Zumindest für diesen Augenblick.
Sie setzte ihren Weg fort. Ging leichtfüßig dahin. Ließ den Wind und das sanfte kühle Nass des Meeres an sich ganz nahe heran. Das Kleid flatterte im Wind. Sie lief einfach weiter.

Aus weiter Ferne sah er sie. Schön. Anmutig. Galant. Alles passte so gut zu ihr. Schon des öfteren hatte er sie gesehen. Des öfteren wollte er sie ansprechen. Sie nach ihren Namen fragen. Sie lieben lernen. Ja er hatte sich in sie verliebt. Doch würde er nie zu ihr gelangen. Er hatte Angst sie würde ihn abweisen. Ihn ignorieren. Aber war sie wirklich so wie andere? Er wusste es nicht und doch wollte er sie näher kennen lernen. Alles war so perfekt an ihr. Ihr sanftmütiges Lächeln, das goldene Haar, einfach alles. Heute, ja heute würde er zu ihr hingehen. Sie nach ihren Namen fragen. Aber würde er das wirklich machen? Hatte er das nicht schon so oft zu sich gesagt, dass er heute zu ihr hingehen würde und sie fragen würde? Ja zu oft, doch damit sollte heute endgültig Schluss sein. Er wollte diese bezaubernde Frau endlich kennen lernen. So schwer konnte das doch nicht sein. Sein Entschluss stand fest. Er würde die Chance nutzen und zu ihr hingehen. Jetzt in diesem Moment. Langsam machte er sich auf den Weg. Ging direkt auf sie zu. Diesmal konnte er keinen Rückzieher mehr machen. Diesmal würde er es durchziehen. Er kam ihr immer näher. Sie schaute immer noch auf das Meer hinaus. Bemerkte ihn nicht. Doch! Jetzt schaute sie in seine Richtung. Sein Herz fing an schneller zu schlagen.

Eine Veränderung lag in der Luft, die sie aufschauen ließ. Ein junger Mann kam auf sie zu. Ein junger Mann, der attraktiv und sexy aussah. Er hatte dunkelbraunes, fast schwarzes Haar. Aber wollte er wirklich zu ihr? Sah so aus. Aber Moment mal! Kam ihr das nicht irgendwoher bekannt vor? Bestand ihr Traum nicht aus einen jungen Mann und einer Frau? Konnte es denn wirklich wahr sein? Sie war mehr als verwirt in nur diesem einen Moment. Und er kam immer näher auf sie zu. War schon fast bei ihr. Was sollte sie jetzt bloß machen? Sie beschloss einfach hier stehen zu bleiben und abzuwarten.

Bemerkte er nicht in ihrem Blick etwas verwirrtes? Was war los? Lag es an ihm? Oder warum blickte sie so? Er wollte schon wieder kehrt machen, als er sah, dass sich ihr Blick wieder auf ihn heftete. Und er war diesmal nicht verwirrt. Er hielt ihr stand und doch wollte er ihrem Blick ausweichen. Gleich war er bei ihr. Immer näher kam er seinem Ziel. Seine Angst wurde jetzt zur Nervosität. Und dann, ja dann stand er genau neben ihr. Grüne Augen schauten ihn an. Wunderschöne Augen. Er schmolz förmlich dahin. Sie war einfach umwerfend. Sie zog einen magisch an. Doch jetzt wo er neben ihr stand packte ihn noch dazu die Ratlosigkeit. Wie sollte er sie bloß ansprechen? Ganz normal und höflich wie immer oder wie? Als hätte sie seine Ratlosigkeit gespürt, erleichtert sie ihm den Anfang.

Alles war wie im Traum und doch so echt. Doch war sie nicht im Traum, sondern in der Wirklichkeit, im wahren Leben. Er stand direkt neben ihr. War ratlos. Sie konnte einfach keinen klaren Gedanken mehr fassen und doch begann sie mit ihm zu sprechen. Sie wollte ihn einfach nur kennen lernen. Und schon geschah es. Sie war verliebt. Verliebt in ihn. Sie begann mit ihm zu sprechen. Erfuhr seinen Namen. Er war einfach nur großartig. Und doch etwas in ihr schrie eine Warnung aus. Sollte dies nicht vielleicht doch nur ein Traum sein? Sie hoffte so sehr, dass dies keiner war und doch kamen Zweifel auf.

Ihr blick hatte sich schon wieder etwas verändert. Etwas fremdes, was er nicht zu deuten vermochte lag in ihren Augen. Was hatte sie bloß auf einmal? Fragende Blicke trafen die ihrigen. Er wollte wissen was mit ihr auf einmal los war.

Schnell schaute sie weg. Hatte er etwa gesehen, dass sie etwas plagte? Anscheinend, denn sie sah seine Sorge und die fragenden Blicke auf ihr ruhen. Also hatte er doch was gemerkt. Und er machte sich Sorgen. Ihr Herz fing noch schneller an zu schlagen. Und dann passierte etwas völlig unerwartetes, was sie völlig überraschend dreinschauen ließ.

Er wusste nicht genau was er da tat und doch machte er es. Er nahm ihr Gesicht in beide Hände. Ganz vorsichtig und sachte. Führte seinen Mund an den ihrigen und küsste sie.

Sie ließ es zu. Ließ sich von ihm küssen. Wehrte sich nicht dagegen. Wollte es auch nicht. Hier hatte sie ihren Traummann gefunden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie hatte ihn schon die ganze Zeit vor der Nase und wusste es nicht. Das war also das, was der Traum ihr sagen wollte. Sie würde jemand finden und das recht bald. Tja und das “recht bald“ war jetzt und sie war sehr froh darüber. Niemals würde sie ihn verlieren wollen. Er war einfach der tollste Mann den es nur geben konnte und sie liebte ihn von ganzen Herzen. Nun würde sie nie wieder alleine sein. Er würde bei ihr sein und sie beschützen, so dachte sie zumindest.

Er hatte sie jetzt. Seine Traumfrau. Sie war einfach nur der Traum schlechthin und nie wollte er sie verlieren. Nie sie hergeben. Sie verdrehte ihm den Kopf und doch liebte er sie so sehr, das man es kaum für möglich halten könnte. Er würde sie beschützen und vor Unheil bewahren. Und das was er versprach würde er auch halten und es auch nicht brechen. Sie schenkte ihm neue Freude am Leben und dafür war er ihr dankbar. Sie war sein kleiner Sonnenschein auf ewig...
Siehst du, wie die Flammen lecken,
züngeln und die Zungen blecken,
wie das Feuer tanzt und zuckt.
Trockene Hölzer schlingt und schluckt?

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#2 Beitragvon Tilondrion » Fr 25 Sep, 2009 08:47

Nette Liebesstory. Allerdings geht das ganze viel zu schnell für meinen Geschmack. Die beiden träumen voneinander und dann treffen sie sich am Strand, verlieben sich ineinander und küssen sich auch gleich?
:wati:
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Moonie
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#3 Beitragvon Moonie » Fr 25 Sep, 2009 16:01

Naja um ehrlich zu sein habe ich die ganze Zeit geschrieben und nach einiger Zeit so geendet, weil es sonst noch weiter gehen würde und sich in die länge gezogen hätte :lalala:
In Sache schreiben kann ich einfach nicht so schnell aufhören wenn ich damit einmal schon mal angefangen habe ^^
Siehst du, wie die Flammen lecken,
züngeln und die Zungen blecken,
wie das Feuer tanzt und zuckt.
Trockene Hölzer schlingt und schluckt?


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