Die See-Route von Burg Tillek zum West Weyr

Wie der Titel schon sagt, hier wird alles was auf dem Meer passiert gespielt. Solltet ihr also mit dem Boot unterwegs sein gehört hier der Thread mit einer ungefähren Ortsangabe hin.
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Die See-Route von Burg Tillek zum West Weyr

#1 Beitragvon Silverdrak » Mi 26 Jan, 2011 04:43

[*tick* *tack* *tick* *tack* *tick* *tack* ... [urlb=http://agora.silverdrak.de/viewtopic.php?p=30336#p30336]was bisher geschah...[/urlb]]

Vielleicht solltest du dich mit irgendetwas ablenken... brummte Nemesyth fürsorglich, wenn auch etwas genervt über die aktuelle Situation.
Oh ich bin nicht sicher ob das hilft... gab Akara zurück, sie wollte sich auch lieber nicht zu weit von der Reling weg bewegen. Ihr war so schlecht. Sie waren eigentlich noch gar nicht so lange unterwegs und schon war sie seekrank. Mittlerweile war sie gar nicht mehr sicher ob es von ihr oder von Nemesyth kam. Wie dem auch sei, eigentlich hatte sie erwartet, dass sie sowas als Drachenreiter nicht treffen konnte. Bei reiten auf einem Drachen gab es auch ein stetiges auf und ab, hin und her ... Sie hoffte nur das sich ihr Körper bald an den Wellengang gewöhnte. Es würde nur auf ihre Königin überschlagen und eine gereizte Golddrachin konnten sie an Bord nicht gebrauchen.
Sie gab ein erbärmliches Bild für eine Weyrherrin ab. Einige Matrosen hatte sie schon witzeln hören.
Ich werfe sie über Bord wenn sie es noch mal wagen. Die Goldene reckte ihren Hals zu ihrer Reiterin. Sie fühlte sich nicht viel besser. Ihre Haut bekam bereits einen Grau-Touch.
Tut mir leid das ich dich damit anstecke...
Nemesyth summte leise in der Hoffnung das sie damit ihre Gefährtin und vorallem ihren Magen beruhigen konnte. Bei Drachen funktionierte das sehr gut ob es dann in dieser Situation auch funktionierte?
Ich werde Ambreth bitten dich auf seinem Rücken mit zu nehmen. Sie mochte ihre Reiterin zwar ungern einem anderen Drachen anvertrauen aber wenn es ihr dann besser ging sollte es ihr recht sein.
Nein... Nein ich will hier bei dir bleiben. Bestand Akara, wenn es gar nicht ging, konnten sie immer noch darauf zurück greifen. Aber fürs erste wollte sie bei ihrer Drachin bleiben. Jemand musste schließlich ein Auge auf sie haben.
Wenn ihr nur nicht so schlecht wäre...
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#2 Beitragvon Ragnorena » Do 27 Jan, 2011 16:27

... kommt von hier.

Mit dem Ellbogen schob Emerah die Tür nach draussen auf das Deck auf. In den Händen hielt sie ein Tablett mit dampfendem Tee. Ihr war zu Ohren gekommen, dass der zukünftigen Weyrherrin die Reise auf See nicht sonderlich zu behagen schien. Es war nicht schwierig, das Drachenreiterpaar auf dem Deck auszumachen. Die goldene Drachin war unübersehbar und Akara stand direkt neben ihr an der Reling. Wenn Emerah es nicht besser gewusst hätte, hätte sie meinen können, die Goldreiterin bewundere lediglich den Ausblick aufs Meer. Ihr bleiches Gesicht und die etwas unsichere Haltung sagten jedoch alles.

Emerah seufzte und machte sich auf den Weg. Die Matrosen setzten wegen des leicht drehenden Windes gerade die Segel neu, sodass sie niemand aufhielt oder überhaupt erst ansprach. Sie war einen kurzen Blick nach Westen, wo die Sonne langsam Anstalten machte, unterzugehen. Einige harmlose Wolken verschleierten den Himmel am Horizont. Emerahs Blick blieb einen Moment an der Amelia hängen, welche nur wenige Schiffslängen neben ihnen hersegelte. Auch wenn es deutlich kleiner als die Meridian war, fand Emerah, dass das Schiff mit seinen geblähten Segeln nicht weniger eindrucksvoll anzusehen war.
Während Emerah das Deck überquerte, erinnerte sie sich an das erstes Mal, bei dem ihr auf einem Schiff übel geworden war. Sie konnte Akara gut nachfühlen. Es war nicht nur unangenehm, es war auch peinlich. Gerade für eine autoritäre und selbstsichere Person wie Akara es vermutlich war musste es besonders erniedrigend sein, seine Schwäche so offen zeigen zu müssen. Aber merkwürdig war es schon. Müsste die Drachenreiterin durch die wilden Ritte auf ihrem Drachen nicht etwas abgehärtet sein?
Bevor sie sich jedoch weiter deswegen den Kopf zerbrechen konnte, hatte sie die beiden erreicht. Sie verbeugte sich erst vor der Goldenen. Sie stutzte einen Moment. Hatte die Haut der Drachin vor der Abreise nicht in einem wunderschönen Goldton geglänzt? Jetzt wirkte sie stumpf und irgendwie ausgewaschen. Ob der Goldenen genau so unwohl war wie ihrer Reiterin? Emerah wollte sich lieber nicht vorstellen, wie es wohl sein würde, wenn die Drachin sich würde übergeben müssen... und noch weniger, wer dann würde aufwischen dürfen, falls sie es nicht bis zur Reling schaffte....
Akara schien ihr Kommen nicht bemerkt zu haben, denn sie drehte sich nicht zu ihr um und gab auch sonst nicht zu erkennen, dass sie Emerah bemerkt hatte. Mit einer weiteren Verbeugung sagte Emerah:
"Goldreiterin Akara, ich bringe euch etwas Tee."
Sie stellte das Tablett neben ihr auf der Reling ab, goss die heisse Flüssigkeit in einen kleinen Becher und reichte ihn Akara.
"Er ist aus einer Wurzel gebraut, die bekannt für ihre positive, lindernde Wirkung bei Seekrankheit ist."
Emerah wartete gespannt, ob die Weyrherrin ihre Geste erwiedern und ihr den Becher abnehmen würde. Inständig hoffte sie, nicht gleich wieder von ihr weggeschickt oder zurück in die Küche gepfiffen zu werden. Vielleicht schaffte sie es, mit der Drachenreiterin ein interessantes Gespräch aufzubauen...
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#3 Beitragvon Silverdrak » Sa 05 Feb, 2011 05:52

Auf und Ab... und Auf und Ab... Der Horizont bewegte sich, das Schiff, die Wellen... alles bewegte sich. Akara schlug die Hände vors Gesicht. Nicht gut. Gar nicht gut. Angestrengt versuchte sie ihr widerspenstiges Organ in den Griff zu bekommen, aber es sträubte sich... Warum musste ihr sowas passieren? Am liebsten würde sie sich jetzt in einem tiefen dunklen nicht schwankenden Weyr verkriechen.
Die Hektik um sie herum bekam sie auch dann nicht mit als sie ihre Hände wieder auf die Reling legte und ihre Augen wieder über das Wasser schweifen ließ. Ob es Unterdeck besser wäre? Einen Moment überlegte sie. Nein, nein, die Reling war ein guter Platz.

Nemesyth summte immer noch leise. Ihr Blick verfolgte aber die plötzlich so eifrigen Matrosen und brachte ihr Schwanzende in Sicherheit, das bis dahin unruhig quer über das Deck gewandert war. Auch Emerah entging ihrem aufmerksamem Blick nicht. Immerhin, ein Mensch der sich zu benehmen wusste. Die Matrosen liefen zu meist, wenn sie nicht angestarrt wurde, einfach nur an ihr vorbei. Einen Moment überlegte sie. Das Mädchen hatte sie doch schon mal gesehen... richtig, sie hatte sie zum Hafen mit genommen. Grade wollte sie Akara informieren, doch es war schon zu spät.

Die Goldreiterin schrack aus ihren Gedanken hoch als sie plötzlich jemand ansprach. Einen Moment musterte sie Emerah irritiert, doch dann besann sie sich ihrer guten Manieren.
"Ich danke dir, ... Em.. Emerah, richtig?" Als Goldreiterin musste man sich so viele Namen merken. Im Gegensatz zu ihrer Goldenen erkannte sie ihren ehemaligen Reitgast aber ansonsten sofort.
Vorsichtig betrachtete sie den Tee der in seinem Becher hin und her schwappte. Oje, vielleicht sollte sie besser nicht hinsehen. Sie räusperte sich und zog den Becher näher zu sich während ihr Blick zu dem Mädchen wanderte.
"Und du meinst der bleibt wo er hin soll?" Ihr Frühstück und das spärliche Mittagessen an dem sie sich vor einer Weile versucht hatte, befand sich jedenfalls bei den Fischen.
Nichts desto trotz nippte sie an dem Getränk, sie wollte es vorsichtig angehen. Es wäre ihr doch etwas unangenehm sich vor Publikum zu übergeben. Die Mannschaft und die Reiter in der Luft hatten schon genug gesehen. Man würde noch in Planetenumläufen über die Weyrherrrin lachen der Seekrank wurde. Vielleicht würde sie später auch darüber lachen können. Doch im Moment war ihr gar nicht wohl bei dem Gedanken.
"Ich wusste gar nicht dass du auch an Bord bist. Hab dich gar nicht rumwuseln sehn." Ihr Blick wanderte kurz zu den Matrosen, die noch mit den Segeln beschäfftigt waren. Ein Seil hatte sich gelöst und verhädert und musste erst entwirrt und wieder an Position gebracht werden bevor auch das letzte Segel in Position gebracht werden konnte. "Diese Krankheit muss mich doch sehr von dem ganzen Geschehen ablenken. Ich hoffe das geht bald vorbei oder wird es die ganze Fahrt über bleiben?" Der Gedanke gefiel ihr gar nicht. Sie wandte sich lieber wieder der Reling zu. Ihrem Magen war immer noch ganz flau. Eilig nippte sie weiter an ihrem Becher.
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#4 Beitragvon Ragnorena » Do 10 Mär, 2011 14:44

"Ich bin in der Küche eingeteilt, deshalb war ich die ganze Zeit über unten..." Verstohlen beobachtete Emerah die nach wie vor blasse Goldreiterin.
"Ja, das mit der Seekrankheit ist so eine Sache... euer Körper muss sich erst an die Bewegungen des Meeres gewöhnen. Das geht vorbei. Wenn es euch beruhigt, es gibt Matrosen, die landkrank werden, eben weil ihr Körper diesem ständigen auf und ab des Wassers nicht mehr ausgesetzt ist."
Auf Deck wurden die Laternen und Leuchtkörbe angezündet. Die Sonne sandte nochihre letzten Strahlen übers Wasser.
"Achja... der Kapitän möchte, dass ihr jeden Abend zur siebten Stunde mit ihm und den anderen Seefahrtsmeistern diniert. Vielleicht wollt ihr euch vorher noch in eurer Kabine etwas frisch machen?" Emerah war einen schnellen Blick auf das Stundenglas. Die letzten Sandkörner fielen gerade nach unten und einer der Matrosen schlug die Schiffsglocke einmal. Das hiess der Weyrherrin würde eine volle halbe Stunde Zeit bleiben, bis die Glocke das nächste mal geschlagen werden würde.*
"Wie geht es eurer Drachin? Wenn Sie hungrig ist, kann ich veranlassen, dass man ihr einige der Fische bringt, die die Männer heute gefangen haben. Im Moment befinden wir uns in fischreichen Gewässern, daher sollten wir die Schafe und Ziegen sparen, zur Sicherheit."
"Emerah!" Melea, eine weitere Gehilfin, hatte die Tür zum Deck aufgestossen und ihren Kopf hinausgestreckt.
"Du wirst in der Küche gebraucht. Beeil dich!" Damit verschwand sie wieder im Inneren des Schiffs.

"Tja, ich muss wieder gehen, ihr habt es ja gehört. Wenn ich etwas für euch tun kann, sagt mir Bescheid!" Emerah verneigte sich kurz vor dem Drachenreiterpaar und lief dann eiligen Schrittes zurück in die Küche. Kaum war sie dort angekommen drückte ihr jemand sofort Arbeit in die Hände. "Diese Äpfel müssen geschält werden, für den Nachtisch, und danach schneidest du sie in kleine Stücke und caramelisierst sie mit Zucker in einer Pfanne, und dann...." Der Schiffskoch gab ihr noch einige Anweisungen mehr und wandte sich dann wieder dem Hauptgang für heute Abend zu - gedämpfter Fisch, nach einem Spezialrezept aus Tillek. Seufzend setzte Emerah sich mit den Äpfeln und den nötigen Arbeitsutensilien in eine stille Ecke und begann zu schälen. Nachtisch gab es auf See selten, noch seltener für die ganze Besatzung. Aber heute war ein immerhin ein besonderer Tag, der erste Tag dieser ja fast schon historischen Reise. Daher musste das mit einem richtigen Abendessen gewürdigt werden. In den nächsten Tagen würde es dann nur noch einheitliche Kost für alle geben. Während sie gedankenverloren das Obst zubereitete und um sie herum die Töpfe und Werkzeuge klapperten, hörte sie wie auf Deck die Schiffsglocke erneut geschlagen wurde, diesmal zwei mal hintereinander. Der Schiffskoch sah von seinen Töpfen auf und holte einige Anrichte-Platten aus Metall hervor.
"Melea, der Fisch und das Gemüse sind gar, erkundige dich beim Kapitän, ob angerichtet werden kann, danach kannst du Ilan helfen, das Essen für die Mannschaft auszuteilen. Emerah? Emerah, bist du fertig mit den Äpfeln? Gut, fang schon mal an, hier etwas aufzuräumen..."

Müde fiel Emerah in ihre Hängematte. Gerade eben war sie damit fertig geworden, zusammen mit dem restlichen Küchenteam die letzten Pfannen und Teller sauber zu schrubben und die Küche für den nächsten Tag auf Vordermann zu bringen. Es war sehr ruhig geworden auf dem Schiff. Ein Grossteil der Besatzung schlief bereits, der Rest war für die Nachtschicht eingeteilt. Sachte hörte Emerah die Wellen gegen die Schiffswand schlagen. Das Holz knarzte leicht bei jeder Bewegung des Wassers. Wie Akara den restlichen Abend wohl überstanden hatte? Emerah war seit dem Gespräch nicht mehr aus der Küche herausgekommen, das Bedienen des Kapitäns und seinen höheren Besatzungsmitgliedern war Sache des Schiffskochs selbst. Morgen würde es hoffentlich nicht ganz so stressig werden, dachte Emerah schläfrig...

Der nächste Morgen begann ziemlich ereignislos und routinemässig. Während Sonne höher stieg nahmen alle Besatzungsmitglieder ihre gewohnten Tätigkeiten auf. Nachdem Emerah mit Melea die Matrosen mit Frühstück versorgt hatten, mussten sie auf Deck den Boden wischen. Die braunen Drachen flogen etwas hinter den beiden Schiffen nahe der Wasseroberfläche und fingen Fische. Am Morgen versammelten sie sich nahe der Wasseroberfläche. Wenn die Drachen schnell genug waren, konnten sie sich ihr Futtern einfach aus dem Wasser greifen. Ob sich jemand um die Goldene gekümmert hatte? Vielleicht hatte Akara jemand anderes gebeten. Schliesslich hatte sie seit gestern Abend keine Gelegenheit mehr gehabt, die Goldreiterin zu sehen...

>Geboleth kommuniziert mit Nemesyth<
"Nemesyth, hier spricht Geboleth, Drache von L'kan. Wir sind eben losgeflogen. Wir haben den Jungen bei uns, die Eltern haben eingewilligt. Verrate mir eure Position, damit wir zu euch kommen können."
Gespannt wartete der blaue Drache auf die Anwort der Goldenen, während er mit gemächlichen Flügelschlägen weiter Richtung Tillek flog.



[OOC: *gibt's auf Pern überhaupt ne Zeitrechnung in Stunden, Minuten etc...?]
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#5 Beitragvon Silverdrak » So 13 Mär, 2011 06:23

Akara schlürfte weiter an ihrem Tee. "Ah, Kombüsen-Arbeit. Eine verantwortungsvolle Aufgabe.", meinte die Goldreiterin. Sie wusste nicht allzu viel über die Seefahrt, aber sie hatte schon gehört, das Seeleute besonders auf ihre Ernährung achten mussten. Zwar fand man wohl auf See genug Nahrung, aber ohne Zitrusfrüchte an Board konnten die Seeleute krank werden. Naja und die Vorräte waren natürlich begrenzt. Die Köcher mussten also stets ein Auge auf diese haben.
Es beruhigte sie sehr zuhören, dass ihr aktueller Zustand wohl von nicht allzulanger Dauer sein würde. Zu mindest hoffte sie dass sich ihr Körper schnell an den Seegang gewöhnte. Am liebsten bis spätestens zum Dinner mit dem Kapitän, gerne auch schon eher.

"Danke für die Sorge um meine Drachin, aber um sie musst du dir keine Gedanken machen. In weiser Voraussicht haben wir beziehungsweise sie sich Vorgestern erst den Magen mit fetten saftigen Tillek Herdentieren vollgeschlagen. -" Mmmmh... die waren gut... "- Sofern mein Magen ihren nicht ansteckt, sollte das für sie erstmal einige Tage reichen." Im Zweifelsfall lasse ich mir einfach noch welche von den beiden da oben bringen.... Akara schielte kurz zu ihrer Drachin. Nem, keine Sauereien an Deck. So eine Drachenmahlzeit konnte schon mal recht blutig enden und sie war sich nicht sicher ob sie den Matrosen den Anblick eines Drachens, der seine Beute zerlegte, unbedingt zumuten wollte. Es war gleichermaßen faszinierend wie schauderbar. Sie wollte ja nicht das den Seeleuten schlecht wurde. Bei dem Gedanken musste sie grinsen. Sie hatte schon so manchen Weyrling und Kandidaten oder Gast bei dem Anblick umkippen sehen. Wobei es hier natürlich auch mehr oder weniger manierliche Drachen gab. Nemesyth zählte jedenfalls zu denen, die ihre Opfer gerne genüßlich in Stück zerreißen und dabei eine große Sauerei hinterließen, wenn sie ihnen nicht vorher das Blut ausgesaugt hatten. Wo sie so darüber nach dachte, fiel ihr auf dass sie ihr Steak auch lieber blutig mochte... Jetzt ein schönes saftiges Steak.... Ihr Magen knurrte leise. Ein leiser Seufzer kam über ihre Lippen.
"Geh nur, ich will dich nicht von der Arbeit abhalten. Wir werden uns sicher noch häufiger über den Weg laufen." verabschiedete sie sich von Emerah als diese in die Kombüse gerufen wurde.

Wenig später verschwand sie Unterdeck um sich auf das Kaptains-Dinner vorzubereiten. Der Tee, den Emerah ihr gebracht hatte, schien langsam zu wirken. Sie fühlte sich schon etwas besser. Dennoch nahm sie an diesem Abend lieber nur eine Kleinigkeit zu sich. Nach einer anregenden Unterhaltung am Tisch verabschiedete sie sich dann aber bald von den Seeleuten. Auch wenn sie den Großteil des Tage nur an Deck rumgestanden hatte, war der Tag dennoch irgendwie anstrengend gewesen. Sie fühlte sich erschöpft. Vielleicht hatte es mit der Seekrankheit zu tun. Außerdem hatte sie die wage Hoffnung, dass es ihrem Magen am nächsten morgen besser ging. Das Schiff schaukelte sie überraschend schnell in den Schlaf.

Am nächsten morgen erwachte sie erst spät. Warum hast du mich nicht geweckt? Die Sonne stand bereits hoch. Eilig schlüpfte sie in ihre Kleidung. Ich sah keinen Grund dich aus deinem friedlichen Schlaf zu wecken. Du hast hier keine Aufgaben oder Pflichten. Und schlafend ist mir dein Magen auch viel lieber. meinte die Goldene etwas schläfrig. Die Flügel leicht gespreizt, lies sie sich von der Sonne wärmen. Der Grau-Schimmer auf ihrer Haut war verschwunden.
Kurz darauf erschien die Goldreiterin Aufdeck, bewaffnet mit Eimer und Bürste. Von wegen keine Pflichten...
Mit einem feuchten Lappen, den sie sich besorgt hatte, reinigte sie Nemesyth Wunden über den Augen. Sie verheilten gut und damit das so blieb, sah sie täglich danach, manchmal auch öfter. Außerdem strich sie hauchdünn eine Salbe auf, die ihr der Heiler mitgegeben hatte. Sie wirkte schmerzlindernd und sollte die Heilung fördern. Anschließend schnappte sie sich die Bürste, tunkte sie vorsichtige in das Öl in dem Eimer und begann die Haut ihrer Drachin damit einzureiben. Dabei gab sie sich Mühe möglichst sparsam damit zu sein. Zwar konnte sie jederzeit neues her beordern, aber sie wollte das Deck nach Möglichkeit nicht damit fluten. Besonders wo es erst grade gewischt worden war.

Unvermittelt hob die Goldene ihren Kopf und schien in die Ferne zuspähen. "Nem?" Geboleth und L'kan. Sie sind jetzt auf dem Weg hier her. antwortete sie ihrer Reiterin kurz.
Gut, schick ihnen unsere Koordinaten. Es war unnötig ihr das zu sagen. Sie hatte sich längst ein Bild von den Braunen oben in der Luft geben lassen.
Geboleth, wir sind hier. Damit sandte sie dem Blaue ein Bild.

[align=center]Bild[/align]

[Hab das mit dem schiefen Horizont auch mal probiert. ^^ Und ehm... das zweite Schiff ist mal irgendwo weiter rechts. ^^']
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#6 Beitragvon Ragnorena » Mo 14 Mär, 2011 12:24

[ooc: hübsch gemalt :D]



...kommen von hier...

Sofort schlug ihnen die salzige Meeresluft entgegen. Das Wetter war leicht wärmer als eben noch zuvor auf dem Festland.
"Brrrr..." L'kan rieb sich die Arme, um die oberflächliche Kälte zu vertreiben. Ohne isollierende Reiterjacke war so ein Ritt durch's Dazwischen deutlich unangenehmer.
Geboleth liess derweil ein lautes Trompeten ertönen, damit auch jeder mitbekam, dass sie nun da waren.
Direkt unter ihnen flogen Ambreth und B'kar, das andere Braunreiterpaar befand sich weiter links von ihnen. Die braunen Drachen begrüssten die Neuankömmlinge ebenfalls mit lauten Rufen.
"Wir laden Tjary wie besprochen auf der Meridian ab. Wir beide werden nachher auf der Amelia stationiert sein."
"Gut. Ich melde mich derweil offiziell bei Nemesyth."

Geboleth faltete die Flügel leicht an und segelte in engen Kreisen hinunter zu den beiden Schiffen. Wenige Meter über dem höchsten Masten der Meridian blieb er verunsichert in der Luft stehen, heftig mit den Flügeln schlagend, um nicht an Höhe zu verlieren. Wo sollte er am Besten landen? Obwohl er bedeutend kleiner als die Goldene war, gab es für ihn neben ihr nicht ausreichend Platz.
"Versuch es hinter dem letzten Masten, halt dich an der Reling fest. Aber bring das Schiff nicht zu sehr zum Wanken, ja?"
Mit einem warnenden Laut machte Geboleth den Matrosen klar, dass sie aus dem Weg sollten. L'kan hatte Recht. Ein kleiner Drache würde hier notfalls landen können. Vorsichtig und langsam setzte er mit den Hinterbeinen auf, mit schnell schlagenden Flügeln noch in leichtem Schwebezustand. Als er fest mit beiden Beinen auf dem Deck stand, stellte er die Flügelbewegungen ein und liess sich mit den Vorderpranken auf das Deck fallen. Das Heck der Meridian wurde tiefer ins Wasser gedrückt und das Schiff verlor ein wenig an Geschwindigkeit.
"Okay, Tjary, da wären wir..." L'kan löste sich und den Jungen aus dem Reitgeschirr und sprang dann von seinem Drachen. Er nahm Tjary die in die Reiterjacke gewickelte Tasche ab. Während er ersteres anzog und Zweiteres auf den Boden stellte, machte sich Tjary bereit, um von Geboleth herunter zu steigen.
"War nett, dich kennen zu lernen. Tut mir leid wegen dem einen Würmchen..." sprach der Blaue Tjary zum Abschied direkt an, während er ihm sachte mit der Schnauze an die Schulter stubste.

L'kan beobachtete die Szene belustigt, hob dann Tjarys Tasche auf und gab dem Jungen einen Wink.
"Komm, wir müssen dich beim Kapitän melden. Auch wenn unsere Ankunft wohl längst bekannt sein dürfte. Formalitäten, daran wirst du dich schnell gewöhnen müssen." meinte er mit einem Augenzwinkern.
Während L'kan den Jungen über das Deck bugsierte und dabei den zum Teil verdutzt bis neugierig dreinblickenden Matrosen freundlich zunickte, musterte L'kan die Goldene. Sie sah gut aus und strahlte in einem satten Goldton. Sie sah ausserdem danach aus, als wäre sie eben frisch geölt worden.
Aber Akara musste noch warten. Der Kapitän hatte im Moment Vorrang. Die Goldreiterin würde hoffentlich Verständnis haben. Natürlich war er als Drachenreiter ihr direkt unterstellt, aber da sie sich auf einem Schiff befanden sollte der Kapitän zuerst offiziell begrüsst werden. L'kan empfand diesen ganzen formellen Kram immer wieder auf's Neue ermüdend. Er liess Akara durch Geboleth wissen, dass er zuerst den Kapitän aufsuchen wollte, rein respekthalber. Das Gespräch mit Selbigem verlief relativ ereignislos. Der Kapitän hiess Tjary und L'kan herzlichst an Bord willkommen, klärte sie kurz über die wichtigsten Regeln an Bord der beiden Schiffe auf und führte sie an Bord herum. Bei der Gelegenheit stellte er Tjary auch die wichtigsten Besatzungsmitglieder vor und zeigte ihm, wo er schlafen würde. L'kan fragte sich, ob der Kapitän von den Würmern wusste. Vielleicht hatte Akara diese Angelegenheit bereits geregelt. Er würde sich jedenfalls nicht einmischen... Glücklicherweise dauerte die ganze Prozedur nicht zu lange, ausserdem hatte der Kapitän noch zu tun.
So viele neue Gesichter und Namen. Der arme Junge musste sich vorkommen wie ein Ball, den man von einem Ende zum anderen bugsierte, dachte L'kan. Aber nun war endlich Zeit, ihn dem Goldreiterpaar vorzustellen.
"Goldreiterin Akara, dies ist der Junge, von dem ich euch erzählt habe. Sein Name ist Tjary. Tjary, das ist Goldreiterin Akara, zukünftige Weyrherrin des Westweyrs. Nun... ich denke ich sollte nicht zu lange bleiben, Geboleth und ich halten die Matrosen vom Arbeiten ab," er schielte kurz zum Heck der Meridian, wo Geboleth sich so klein wie möglich zusammengerollt hatte, um den Matrosen nicht im Weg zu stehen.
" Ich denke du bist hier in guten Händen, Tjary. So, ich muss jetzt wieder los, der Kapitän hat mich bei der Besatzung der Amelia eingeteilt, als Verstärkung der beiden Braunreiter." Mit diesen Worten verabschiedete er sich von den beiden und machte sich dann auf zu seinem Drachen. Anscheinend schienen die Matrosen ihre Scheuh vor Drachen durch die ständige Anwesenheit von Nemesyth ein wenig verloren zu haben, sodass sie ungehindert ihren Pflichten nachkamen - sofern der Platz es eben zuliess. Als L'kan sich näherte hob Geboleth den Kopf und stand auf.
"Na endlich... ich finde diese Schiffe furchbar einengend. Wie hält Nemesyth das nur den ganzen Tag aus...?
Rasch kletterte L'kan an seinen gewohnten Platz im Nacken des Drachens und schnallte sich fest.
"Das könnte jetzt ein wenig holprig werden!" rief L'kan den umstehenden Matrosen zu.
Geboleth kletterte auf die Reling, streckte seine Flügel aus und sprang mit einem Satz ins Leere. Seine Beine berührten die Wasseroberfläche. Ein Schiff war wirklich kein geeigneter Absprungplatz um zu fliegen. Es erforderte einige anstrengende Flügelschläge, um an Höhe zu gewinnen. L'kan drehte den Kopf und so scharf die Luft zwischen den Zähnen ein.
Das Heck des Schiffes wippte auf und ab. Einige der Matrosen mussten sich irgendwo festhalten, um nicht umzufallen.
"Hoppla... zugegeben nicht sehr elegant, aber anders geht es doch gar nicht."
Ich hoffe nur, die Mannschaft meutert nicht eines Tages, weil die Schiffe täglich von Drachen durchgerüttelt werden..." Nicht, dass L'kan ernsthaft etwas derartiges befürchtete.
Ich bezweifle, dass diese Art zu Reisen für Drachenreiter je in Mode kommen wird!"
Geboleth gab ein zustimmendes Brummen von sich...
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#7 Beitragvon Silverdrak » Sa 19 Mär, 2011 22:48

[ Danke! :) ]

Sag Bescheid wenn sie da sind. meinte Akara geschäftig und verschwand unter einem von Nemesyth Flügeln um da weiter zu schrubben. Bei einem Drachen von Nemesyth Größe brauchte es seine Zeit bis man alle Stellen eingeölt hatte. Natürlich bekam man mit der Zeit Routine darin, aber hier hatte sie Zeit und wollte eben keine Öl-Lachen hinterlassen auf denen dann die Matrosen ausrutschten. Zufrieden stellte sie eine leichen Kupfer-Schimmer auf der Haut ihrer Drachin fest. Ein Zeichen dafür das sie schwanger war. Die halbtranspatenten Flügel* ließen genug Licht durch um ihn auszumachen. In den nächsten Tagen würde er sich sicher noch verstärken und bald schon würde die Goldene Unmengen an Futter verschlingen und dann an Volumen zulegen. Spätestens dann würden auch die Braunen, die sich in abwechselnden Schichten oben am Himmel schwebten, etwas mehr Beschäftigung erhalten. Sie bekamen hoffentlich schnell ein Gefühl für Nemesyth Futter-Vorlieben. Sie konnte manchmal unheimlich wählerisch sein.

Da sind sie. ließ die Goldene Akara kurze Zeit später wissen. Akara trat wieder ins Sonnenlicht und beobachtete den blauen Drachen beim Landen auf dem hinteren Teil des Decks. Siehst du so geht das mit dem Landen. Die Goldreiterin wusste worauf ihre Drachin anspielte. Wenn das Schiff bei einem Blauen schon dermaßen ins schaukeln gerät wie wäre das dann erst bei einer Goldenen? Gab sie zurück und war dankbar, dass es ihrem Magen an diesem Tag besser ging. Gestern hätte sie das wohl nicht so leicht überstanden wie im Moment. Du vergisst, das wir großen Drachen wesentlich geschickter und ruhiger im Tiefflug sind. Ich kann sicher viel leichter aufsetzten... bekam die Reiterin prompt zurück. Was sie aber nicht sonderlich überzeugte. Der Landeplatz war immer noch eng und die Gefahr, das Nemesyth versehendlich mit den Flügeln an das Segel stieß bestand trotzdem. Nicht das sie an den Flugkünste ihrer Drachin zweifeln würde, aber dennoch konnte ein plötzlicher Wind auf kommen oder eine Welle das Schiff überraschend ungünstig anheben. Ich weis nicht... Ich halte es dennoch nicht für eine gute Idee. gab Akara nur zurück. Werde ich gebraucht? sinnierte sie dann als die Reiter des Blauen abstiegen.
Geboleth sagt, nein. L'kan wird den Kandidaten erst dem Kapitän vorstellen. Der leicht verstimmte Unterton in Nemesyth' Worten entging der Goldreiterin nicht. Die Goldene hatte das Schiff bereits als ihr Eigentum deklariert, zu mindest den Teil zwischen mittlerem und hinterem Mast. Und natürlich gehörte es sich sie als erste zu begrüßen! Lass sie nur machen. meine Akara nur gelassen. Sie war noch lange nicht mit dem Einölen der Drachin fertig und nach ihrem Befinden musste sich nicht jeder erst bei ihr vorstellen. So verschwand sie wieder unter dem goldenen Flügel ihrer Drachin.

Doch nur wenig später standen die Neuankömmlinge vor ihr. "Ich danke dir, L'kan." Kurz verabschiedete sie den blauen Reiter mit einem Nicken und wandte sich dann dem Jungen zu. "Sei gegrüßt Tjary. ..." Sie stockte, warf einen kurz Blick zu ihrer Goldenen, die leise vor sich hin grollte, weil sie bei der Vorstellung übergangen wurde. Eigentlich hatte Akara anders weiter machen wollen... "Das hier ist meine Drachin Nemesyth. Sie ist nicht halb so grimmig wie sie grade tut." Doch das war sie. Aber Akara beruhigte dennoch. Tjary würde Nemesyth Eigenheiten sicher noch früh genug kennenlernen. "Ich hoffe du hattest eine angenehme Flug hier her." Natürlich wusste sie, dass die meisten Menschen den Sprung durchs Dazwischen nicht als angenehm, eher als Furcht einflösen und beängstigend empfanden, aber dennoch hielt sie diese höfliche Floskel für angebracht. "Ich hörte du hast ungewöhnliche Haustiere. Ich würde gerne mehr über diese Würmer erfahren. Ich hoffe auch sie haben den Flug gut überstanden. Du hast sie doch dabei oder? Vielleicht können sie uns im Westen nützlich sein." Kurz sah sie sich nach dem Blauen um als das Schiff erneut zu schaukeln begann ehe ihre Aufmerksamkeit wieder dem Jungen gehörte.



[* im ersten Buch hat ein Drachen fast transparente Flügel, weis nicht ob das für alle Drachen gilt... Bei der Furt nach Ruatha (in einem der Chroniken Bücher verdecken die Drachen ihre leuchtenden Augen mit den Flügeln um die Herdentiere nicht zu erschrecken... <_< Weis nicht wie das zusammenpasst. Jedenfalls dachte ich mal das durch die Membran zu mindest etwas Licht durch kommt.)]
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#8 Beitragvon Silverdrak » Fr 21 Okt, 2011 23:30

[Ich mache mal weiter.]

Die Hälfte der Strecke hatten sie inzwischen hinter sich, aber beide hatten jetzt schon die Nase voll. Akaras Magen hatte sich mittlerweile zwar an den Wellengang gewöhnt, aber dieses untätige rumsitzen, liegen und stehen... Vorallem die Goldreiterin brauchte stets etwas zu tun. Dem der sich diese Reise ausgedacht hatte, würde sie schon noch ihre Meinung geigen. Diese übermäßige Vorsicht war total unnötig. Ihrer Meinung nach.
Abgesehen von ein/zwei Stürmen und ein paar Fädenfällen war nicht viel passiert. Die beiden begrüßten daher jede Ablenkung. Nemesyth hielt stets die Ohren nach allem offen was interessant erschien. So unteranderem, dass B'kal Reiter des Bronzenen Tornth vorläufig Weyrführer des West Weyrs sein sollte. Dagegen hatte Akara im Grunde nichts. Der Weyr brauchte in Fädenkämpfen eine fähige Führung und B'kal war erfahren. War selbst bereits Weyrführer gewesen und wusste daher was von ihm erwartet wurde und was zu tun war. Das wiederum, befürchtete Akara, könnte eventuell auch zu einen Problem werden, für sie. Möglicherweise würde er sie nicht für vollnehmen, da sie bislang nur Junior Goldreiterin war und nie selbst die Fäden in der Hand gehabt hatte. Eventuell würde es schwer werden ein paar der Ideen, die sie hatte, umzusetzen. Aber das würde sich dann noch rausstellen. Der Bronzereiter würde ihr Temperament schon zu spüren bekommen wenn er nicht spurte. Mal sehen was er erreicht hatte bis sie im Weyr eintraffen.
B'kal wurden 29 ausgewählte erfahrene Reiter aus allen Weyrn mitgegeben. Das war bei weitem noch nicht genug, aber für den Anfang eine gute Basis und machte sie etwas weniger abhängig von den anderen Weyrn.
Außerdem meldete Nemesyth immer wieder auch Freiwillige, die zum West Weyr wechselten. 17 hatte sie bis jetzt gezählt, hauptsächlich Grüne und Blaue, aber auch ein paar Braune. Zu Akaras Überraschung waren einige bekannte und sehr begabte/geschickte Reiter dabei. Wie Kelpex. Ihr Ruf eilte ihr vorraus. Allerdings galt sie als ziemlich eigenwillig und schwer zu bändigen. Typisch Baronstochter halt. Aber ihr Können im Fädenkampf machte das wieder wett. Leute wie sie brauchte der Weyr.
Auf Z'nair wiederum hätte sie gut verzichten können. Ebenfalls eine Koryphäe im Fädenkampf, aber doch ein eher finster Gesell, der ganz bewusst immer wieder bei seinen Vorgesetzten aneckt und Duelle provozierte. Er war ein gefährlicher Gegner im Kampf Mann gegen Mann. Die wenigsten kamen mit ihm klar. Was der wohl im Westen wollte? Vermutlich hatte man ihn dorthin abgeschoben.

Wenn die See nicht zu aufgewühlt war, nutzte Akara die Zeit daher Listen und Dokumente vorzubereiten. Sie war nicht sicher was im Weyr schon vorhanden war, aber es schadete dennoch nicht die lästige Arbeit schon mal zu minimieren.
Heute allerdings war das anders. Heute kämpfte Telgar über Crom Fäden. Es herrschte Sturm. Zwar gehörten die beiden offiziell nicht mehr zum Telgar Weyr aber sie fühlten sich dennoch immer noch verbunden mit seinen Bewohner. So rannte Akara auf dem Deck herum wie ein aufgeschrecktes Huhn. Nemesyth gab unentwegt Verletzten Berichte durch und wie die aktuelle Lage war. In solchen Momenten wären sie beide gerne am Himmel und im Kampf dabei oder wenigstens als Unterstützung bei den Heilern. Sie fühlten sich so nutzlos auf dem Schiff. Aber das ließ sich jetzt nicht mehr ändern. Immerhin waren sie nun schon so weit gekommen.

[Und da verließ es mich... ^^']
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GPX+ - Squiby - DC-Bingo-Liste - Silvi's Lair
West Weyr Signatur
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Kelpex (TBD)
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#9 Beitragvon Dragonth » Mo 21 Okt, 2013 22:45

Tjary war aufgeregt als das Schiff in Sichtweite kam. Wie würden Sie auf ihn reagieren? L`kan nahm im die Angst jedoch mit ein paar Sprüchen bevor Sie landeten. Das Schiff schwankte ein wenig und fügte sich wieder in den Takt der Wellen. Nach einem Rundgang über das Schiff, der nicht all zu lange dauerte und einer kurzen Einweisung durch den Kapitän begrüßten Sie Akara, die zukünftige Weyrherrin. Ihr Drache war wunderschön, glänzte in einem satten Gold und Tjary hatte Mühe, sich von diesem Anblick zu lösen. Respektvoll begrüßte er Akara: "Es ist mir eine Freude euch beim Aufbau des Weyr unterstützen zu dürfen, Weyrherrin". "Gut erzogen ist er schonmal" entgegnete Sie leicht ämüsiert. L`kan verabschiedete sich von den beiden. "Nun Tjary, die Freude ist ganz meinerseits. Ich kann jede helfende Hand gebrauchen. Erzähl mir doch etwas über dich." "Nun, ehm... Ich bin auf einem Bauerhof aufgewachsen und habe meine Eltern immer Unterstützt. Meine Familie führt diesen Hof schon seit vielen Generationen. Und seit dem Tag an dem ich das erste mal einen Drachen gesehen habe, wünschte ich mir ein Drachenreiter zu werden. Ich konnte mir jedoch nicht vorstellen, dass es eines Tages tatsächlich dazu kommen würde." Akara lächelte. "Ich bin auf jeden fall froh darüber, denn wir können jede helfende Hand im Weyr gebrauchen. Mir ist auch zu Ohren gekommen, dass du Würmer als Haustiere hältst. Wie kamst du denn zu dieser Idee?" "Bei uns auf dem Hof gibt es viele von diesen Würmern. Sie leben in der Erde und mir sind Sie während der Feldarbeit aufgefallen. Es sind keine Fäden, so wie wir Sie als Schädlinge kennen. Ich denke Sie graben ebenfalls die Erde um, indem Sie Tunnel bohren. Und um das zu prüfen nehme ich einige Würmer für meine Beobachtungen mit". Akara schien trotz Tjarys recht überzeugender Antwort noch nicht sonderlich begeistert. Aber Sie wünschte ihm noch viel Erfolg für seine Forschungsarbeiten, die bei Ankunft im Weyr wahrscheinlich ein Stück zurücktreten mussten. Als erste Aufgabe schickte Sie Tjary in die Kombüse zum Kartoffeln schälen und verabschiedete sich von ihm. Bevor er jedoch mit der Arbeit begann, begab er sich in seine Kajüte um sich noch etwas einzurichten. Dort packte er zunächst den Topf mit den Würmern aus. Er hob den Deckel an und stellte erleichtert fest, das bis auf einer alle die Reise heil überstanden hatten. "So ihr kleinen", sagte er, "Den für euch gefährlichsten Teil der Reise hätten wir überstanden". Schnell packte er noch ein paar andere Sachen aus um sich dann in der Kombüse zum Kartoffelschälen zu melden.

In der Schiffsküche schnippelten schon einige Küchenhelfer Gemüse klein. Ein etwas kräftigerer Mann mit schwarzen Haaren begrüßte Tjary herzlich. Er schien der Koch zu sein und überreichte ihm sein Arbeitsmaterial. Eine Schürze, Schälmesser und ein Holzeimer gefüllt mit Wasser. Müde lächelnd nahm Tjary sein Zeug und begann sich durch den großen Haufen Kartoffeln zu schälen, den einer der Küchenhelfer neben ihm abgeladen hatte. Solch eine dumpfe Arbeit hatte er selten so lange machen müssen und schweifte mit den Gedanken zu seiner Mutter, welche schnell und präzise das Gemüse schnitt. "Bald hast du es geschafft." Sagte Tjary sich am Ende. Zum Abend gab es dann Kartoffelsuppe mit Pökelfleischeinlage. Sie schmeckte großartig und Tjarys Laune verbesserte sich wieder. Nach dem Essen zog er sich in seine Kajüte zurück wo er die zahlreichen Eindrücke in seinem Skizzenbuch festhielt. Sollte er nach Hause kommen, würde es ein großartiges Geschenk für seine Eltern werden. Er vermisste Sie jetzt schon und hoffte dass Sie alleine zurechtkommen würden. Sobald es im Weyr eine Möglichkeit gab, wollte er sich bei Ihnen melden. Müde aber auch voller Vorfreude auf den nächsten Tag schlief er ein.
http://dragonth.gmxhome.de/
Meine kleine grüne Welt entsteht ^^

Pentium4-ever


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