Psycho-Dragons Reisen

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Cyber Zipclaw
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#76 Beitragvon Cyber Zipclaw » So 12 Aug, 2007 21:49

Zeenpha war überrascht, daß noch ein Drache auf ihn zu kam. Und irgendwie auch beunruhigte. Denn solch eine Präsenz von anderen Wesen auf seinen Planeten bedeutete nichts gutes. Nur zu gut erinnerte er sich an das letzte mal, als mehrere fremde Drachen seinen Planeten aufsuchten. Sie richteten ein Massaker unter der Bevölkerung Terrans an und er brauchte mehrere Jahre, diese Biester wieder loszuwerden und er wäre selbst bei drauf gegangen. Nur mit Mühe konnte er sie damals in seine Portalfalle locken, die sie geradewegs in die Korona eines weit entfernten Sterns beförderte. Auf diese Falle war er besonders stolz gewesen. Doch er hoffte, diese List nie wieder anwenden zu müssen. Seitdem war er mißtrauisch anderen portalreisenden Wesen gegenüber, die auf Terran kamen.

Aber diese Drachen waren anders, das spürte und wußte er. Schließlich hatten einige von ihnen vor einigen Jahren das Universum gerettet. Er erwiderte Silverdraks Gruß mit einem Nicken. Er sah nochmal zu Magan, dann nochmal hoch zu Silverdrak. "Äh..." stammelte er und ihm wurde plötzlich klar, daß er Magan mit Silvi verwechselt hatte. "... Ihr beide seid nicht zufällig verwandt, oder soetwas in der Art?" fragte er Magan. Nickend begrüßte er noch Luarcis, als er plötzlich von einem Energiestrahl getroffen wurde. Verwirrt wollte er sich schon kampfbereit machen, doch dann bemerkte er, daß diese Energie seltsam warm und wohltuend war. Er konnte praktisch dabei zusehen, wie seine Wunden sich schlossen. Vortex sah sich das mit gemischten Gefühlen an. *Na, wunderbar! Hab ich mal wieder ein Glück!* knurrte Vortex leise. Zeenpha sah hoch, wo der Energiestrahl herkam. "Da-danke!" rief er zu Silvi hoch. Ihm fiel der Name der silbernen immer noch nicht wieder ein.

Zeenpha war überrascht darüber, daß Seriva "allergisch" auf das Amulett reagierte. War das ein gutes oder schlechtes Zeichen? "Es ist mir egal, wer's nun nimmt", er blickte scharf zu Vortex. "Hauptsache es kommt von meinem Planeten runter!"

"Ein Artefakt? Was... für ein Artefakt?" fragte Zeenpha. Ihm wurde immer mulmiger und so langsam kamen in ihm Zweifel, ob seine bisherige Lebensweise noch Sinn macht, wenn sich so vieles ereignete und er nur dann Notiz davon nahm, wenn er mal nicht jahrelang schläft? Doch auf eine Antwort auf seine Frage mußte er wohl noch warten. Denn plötzlich geschah wieder etwas merkwürdiges. "Was...?" Er sah in die Richtung, von wo der plötzliche Angriff kam.

Vortex gefiel es nicht sonderlich, daß Seriva und die anderen ihn mit Zeenpha allein ließen. Er warf dem Wächter einen verächtlichen Blick entgegen. *Dieb!* zischte er verschanzte sich hinter einen Felsen. Zeenpha dagegen war mit etwas anderem beschäftigt und ignorierte Vortex' Provokation.

"Das ist mein Planet..." murmelte er die anderen beim Kampf gegen das Wesen beobachtend. Er wußte zwar nicht, was das für ein Vieh war, gegen das sie kämpften, aber es kam ihm bekannt vor. Vor einigen tausend Jahren experimentierte er mal mit neuen Techniken Portale zu anderen Welten zu erschaffen. Dabei gelang es ihm auch, einen Korridor zu einen sehr weit entfernten Planeten herzustellen, der ganz anders war, als die Planeten die er kannte. Die Atmosphäre schimmerte seltsam grünlich und die Luft brannte beim Atmen in seinen Lungen. Obwohl er sich nur sehr kurz aufhielt, wurde er von einem Wesen angegriffen, das genauso aussah, wie das da oben in der Luft. Bei einem kurzem Kampf gegen das Wesen wurde er schwer verwundet und mußte durch das noch offene Portal zurückkehren. Etwas komisch fand er es schon, daß das Wesen nach diesem Kampf spurlos verschwunden war. Tja, nun wußte er auch wohin. Aber wieso hatte er es nie auf Terran bemerkt? Vielleicht war es selbst schwer verwundet worden und brauchte diese lange Zeit um sich zu regenieren?

"NEIN!" brüllte er schließlich, erhob sich in die Luft und schoß auf das Wesen zu, ohne darauf zu achten, was die anderen gerade taten. Im direkten Anflog richtete er seine Federgeschosse auf das Wesen und feuerte mehrere Stahlfedern auf das Wesen ab, dessen grünes Blut aufspritzte und mit einem furchterregenden Schrei zu Boden ging. Noch wie es durch das Blätterdach fiel, stürzte sich Zeenpha auf das Wesen, verhackte seine Krallen in die Haut und verbiß sich in eines der Gliedmaßen. Beide fielen durch das Blätterdach, Äste brachen, die betroffenen Bäume heulten auf. Dann landeten beide hart auf dem Boden. Das Wesen wußte nicht so recht, was tun sollte und wollte sich aus Zeenpha Griff befreien. Doch dieser hielt das Wesen am Boden fest. "Dieses Mal nicht!" fauchte Zeenpha, mittlerweile mit dem grünen Blut vollbespritzt. "DIESES MAL NICHT!"

Vortex schaute hinter seinem Felsen hervor und konnte nicht glauben, was er da sah. "Wow..." brachte er nur heraus, wie er Zeenpha das Wesen angreifen sah. Wenn der Wächter schon im leicht geschwächten Zustand so kraftvoll war, so hatte Vortex niemals auch nur die geringste Chance gehabt. Sowie beide aus seiner Sicht verschwanden, lief er in die Richtung los, wo sie heruntergekommen waren.

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Silverdrak
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#77 Beitragvon Silverdrak » So 19 Aug, 2007 22:22

Mit einem Poltern bohrte sich ein dunkles Portal aus dem Boden. Firnor grinste und musterte das "alte Dingen", wie er es ab und an nannte. Es war fein verzieht, überwiegend mit dämonischen Abbildungen aus dunkelgrauem fast schwarzem Marmor.
'Was ist das und was soll das hier?' fragte der gefangene Planetenwächter.
"Deine Kreaturen hier sind zu schwach und nicht zahlreich genug um eine effektive Arme zu bilden.", antwortete der inzwischen schwarze ziemlich stachelige Drache. "Ich brauche was besseres. Naja mal sehen vielleicht kann ich deinen lahmen Haufen irgendwann verbessern... aber ich weis noch nicht ob ich Lust dazu habe."
'Verbessern??'
"Jaa..." Es war ein unheilvolles "Jaa...".
Mittlerweile hatte Firnor den Körper des Wächters in seinen eigenen umformen können. Auch seine Festung war um ein Magie-Labor, Verließe und einige andere Räumlichkeiten so wie zwei Türme erweitert worden. Der finstere Drache war recht zufrieden damit. Fürs erste jedenfalls.
Jetzt brauche er eine Armee. Er schloss die Augen um sich zu konzentrieren und sprach dann die magischen Worte die das Portal öffneten. Man konnte Horden von Dämonen auf der anderen Seite sehen. Dunkle Felsen ragten aus sandig braunem Boden und hielten Magmarflüsse in ihrem Bett. Der Himmel war rot. Firnor musterte die Dämonenebene aufmerksam. Sie hatte ich ein wenig verändert aber sie hielt immer noch zahlreiche Dämonen. Dies war eine besondere Ebene, sie war ein Dämonen-Sammelbecken. Manche Dämonen starben nicht wenn man sie tötet. Anstatt zu Asche zu werden, wurden sich auf eine solche Ebene zurück geschickt. Überlicherweise war die die Heimatebene dieser Dämonen. Dort mussten sie dann als niedere Dämonen von vorne beginnen ihre Kräfte neu aufbauen und sammeln und darauf warten das sie irgendwie wieder aus dieser Ebene entkommen konnten. Dies ging zum einen durch Portale oder in dem man sie mittels eines Zaubers herausruft oder in dem sie selbst mächtig genug wurden um sich an andere Orte zu teleportieren. Letzteres dauerte üblicherweise sehr sehr lange, während zweiteres wohl ein einfacherer Weg wäre wenn da nicht der Nachtteil wäre das ein Dämon dann oft unter dem Befehl eines Zauberers stand und je nach Zauber anschließend wieder zurück geschickt wurde. Und Portale? Portale mussten offen sein was üblicherweise nicht der Fall war und zum öffnen musste man entweder einiges anstellen oder aber magiebegabt sein und sowieso ließen sich manche Portale nur von außerhalb öffnen oder hatten sonst welche tücken. So konnte man als nahezu unsterblicher Dämon auf solch einer Ebene ziemlich lange sitzen bleiben. Ein Dämon dieser Art ließ ich meist nur durch magie, bestimmte Waffen oder andere Dämonen töten.
So fand Firnor dass "seine" Dämonen über die Jahre doch recht gut aussahen. Natürlich waren es nicht seine eigenen Dämonen aber er war der jenige oder einer der jenigen der das Tor zu dieser Ebene gefunden hatte und er nutzte es gerne um von dort seine Armeen zu beziehen. Es war ein spezielles Portal wie erwähnt eins mit Tücken.
Man konnte immer rein nur raus war so eine Sache. War man derjenige der das Portal öffnete hatte man kein Problem war man jemand anderes kam man ohne Erlaubnis des Öffners nicht mehr raus. Dies diente als Sicherheitsmechanismus damit die Dämonen auf der Ebene blieben. Man kann sich sicher vorstellen wie gerne die da raus wollen.
Der schwarze Drache schob seinen Kopf durch das Portal. "LAROK!!!", brüllte er und trat einige Schritte zurück, weg vom Portal.
Sein Ruf hallte immer noch über die Ebene. Es dauerte eine Weile dann stand ein ziemlich großer orange-brauner Dämon mit langen schwarzen Hörnern, einer imposanten, ganz sicher stabilen Rüstung und einem seiner größe entsprechenden Schwert beim Portal. Er musste sich ducken um hindurch zu gehen. Seine Augen fixierten den schwarzen Drachen eine Weile. Kurz zuckten die Brauen nach oben, dann zog er sein Schwert. Die klinge schimmerte bläulich. Firnor kannte das Schwert. Es war ein Drachentöter, gefertigt aus extra stabilem metall, geschmiedet in Feuern heißer als der Odem eines Drachens und abgekühlt mit dem Blut eines Drachens. Der legende nach soll es ein mächtiger blauer Drache gewesen sein, der dafür sein Leben hatte lassen müssen und der Klinge die blaue Färbung verlieh.
Der Drache rümpfte die Nase und sprach machtvoll: "Chaossss...." das zischen des s zog sich durch die ganze umgebung. Die Luft begann zu flimmern. Der Tag wurde zur Nacht (zumindest soweit wie sein Machtbereich ist).
Der Dämon fackelte auch nicht lange und rannte auf den finsteren Drachen zu und setzte einen Schnitt noch ehe der Drache Gelegenheit zum reagieren hatte. Doch anders als normal hinterließ es keine klaffende Verletzung die von sekunde zu sekunde schlimmer wurde sich entzündete und schließlich irgendwann zum tot des Drachen führte, wenn die verletzung nicht schnell genug behandelt wurde. Nein sie verschloss sich einfach sofort wieder. Noch während der Dämon in bewegung war und nach der Wirkung seiner Waffe ausschau hielt machte Firnor eine schnelle drehung und hämmerte ihn ziemlich brutal mit seinem Schwanz auf den Boden. Firnor hatte nicht vor sich zurück zu halten. Der Dämon auch nicht.
...


Das Wesen schien nicht gewillt zu sein ihr den Ring zu geben. Etwas schwerfällig wich sie den Geschoßen aus wobei sie dem letzteren nur knapp entging was sie doch sehr wütend machte. Die Energie pulsierte durch ihren ganze Körper und ihre Sicht verschwamm wurde rot. Erschrocken schüttelte sie den Kopf als es bemerkte. Seit Firnor nicht mehr da war hate sie sich irgendwie weniger unter Kontrolle. Sie schwebte etwas weg um die anderen nicht in Gefahr zu bringen und lies um die 5 Blitznoven in ziemlich schneller Frequenz hintereinander los um ihren Energie-Level zu reduzieren. Man sah nur noch Blitze um sie herum springen, weg fliegen und sich in nährer Umgebung auflösen. Es war zwar Energie Verschwendung aber sie wusste auch das sie in Kürze sich nicht mehr unter Kontrolle hatte wenn sie nichts unternahm. Abschließend versuchte sie sich zu beruhigen. "Fail sollte ich die anderen Angreifen, halte mich auf, okay?"
"Ookaay...", Feil wusste zwar nicht warum Silvi so etwas tun sollte und ihm gefiel auch der gedanke nicht gegen eine gute Freundin kämpfen zu müssen, aber er würde ihr dann helfen das zu verhindern.
Wie hielten sich nur die anderen Luftdrachen unter kontrolle, fragte sich Silvi. Ihr war schon vorher aufgefallen, dass sie neuerdings recht schnell die Fassung zu verlieren schien.
Ihre Sicht klärte sich langsam wieder. Aus der Distanz beobachtete sie schließlich amüsiert den Zauber der Traumdrachin. Damit konnte sie Firnor Konkurrenz machen. Silvi grinste vor sich hin. Bis sie Zeenpha auf auf das Monster zurennen sah. "Oje das geht schief.", murmelte sie und sah zu den anderen Feuerechsen. "Sky!"

Die drei Feuerechsen hatten das angebot der Greifin gerne angenommen und flauschten nun auf ihrem Fell rum.
Sky blickte auf zu Silvi um heraus zu finden worum es ging, dann zu Flir. "Flir!" Sky brauchte nix weiter sagen die Feendrachin hatte das Geschehen beobachtet. Sie blickte zu Sky dann zu Tsiaeris die anderen nachahmend. "Tsi!"
Die kleine goldene Drachin hob irritiert den Kopf und zirpte fragend.
Flir kicherte. "Joke!" meine sie grinend und tätschelte beschwichtigend deren Kopf. Tsi seuftze beruhigt und ringelte sich wieder zusammen.
Mit einem zwinkern war die Feendrachin verschwunden und stand nun neben Tarar auf dem Boden. Keine Zeitverschwendend konzentrierte sich die Drachin auf den magischen Strom den die Traumdrachin zu dem Monster schickte um den Zauber aufrecht zu erhalten. Sie ließ ihn als einen Faden in der Luft erscheinen eben so wie eine große Schere. Dann grinste sie grimmig und stampfte mit dem rechten Fuss auf. Die Schere schnappte zu und zerschnitt den Faden, der Energiefluss stoppte grade rechtzeitig für Zeenphas Angriff. Flir verharrte angestreng in der Haltung. Es war nicht die Illusion die den Zauber stoppte. Im eigentlichen war dieser immer noch da. Flir blockierte lediglich den Strom mit ihrer eigenen Energie. Die Blockade bestand aus einer Mischung aus Psy und Magie. Ihre Energie floss über ihr rechtes Bein zu der Stelle wo er Tarar Strom kreuzte. Um einen Strom durch einen anderen zu schicken brauchte man etwas Schwung drum das Aufstampfen. "Du musst aufhören.", meinte Flir ächtzend zu Tarar. Sie war erschöpft und brauchte eigentlich eine Pause.

Silvi atmete auf, als sie erkannte das Tarars Zauber verschwunden war und war doch recht beeindruckt vom Angriff des Planetenwächter. Angestrengt überlegte sie wie sie helfen konnte doch fiel ihr nichts ein. Ein Blitz angriff auf das Wesen würde auch den Wächter treffen und zaubern wollte sie lieber nicht wagen. Sie wusste ja wie "gut" sie darin war. Davon abgesehen fiel ihr auch keiner an der in dieser Situation helfen könnte und sie musste sich eingestehen das sie Firnor in solchen Situationen doch irgendwie vermisste. Der hätte in diesem Fall sicher irgendwas parat gehabt. Silvi schaufte und beschloss einfach das geschehen im Auge zu behalten und wenn möglich irgendwie zu helfen. Vielleicht konnten die anderen etwas tun. Die Silberdrachin blickte zu zu jedem einzelnen bis ihr Blick bei der pelzigen Drachin hängen blieb. Ragnaroek war ihr Name wenn sie sich recht erinnerte. Kurz sah sie zu Zeenpha runter, aber der schien alles im Griff zu haben. So flog sie zu der Dimar Drachin und begutachtete den Arrallin. Hier konnte Silvi vielleicht was machen. Sie formte einen neuen Heilblitz und sandte ihn zu Layos. Mehr konnte sie nicht für ihn tun.

[Hoffe das ist okay so. Rechtschreibung prüfe ich später. *braucht Pause* Nochmal zur Erinnerung, weis ja nicht wie gut ihr Silvis Fähigkeiten kennt, der Heilblitz schließt lediglich Verletzungen. Mehr als das kann er nicht.]

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Luarcis
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#78 Beitragvon Luarcis » Di 21 Aug, 2007 16:11

Als Luarcis in aller Eile Bekanntschaft mit Zeenpha machen musste, spürte er, wie plötzlich etwas nach seinem Geist tastete. Er sah, wie Seriva ihn anblickte und wusste, dass sie versuchte, in seine Gedanken einzudringen. Der Weiße lies es zu, er wusste, dass sie sicher keine schlechten Absichten hatte und auch wenn er alles andere als schnell Freundschaften schließen konnte und das Alles hier noch vollkommen neu und ungewohnt für ihn war, war gegenseitiges Vertrauen vielleicht das Wichtigste, das ihnen in dieser Situation helfen konnte. Schließlich waren sie alle in Gefahr und hatten ein gemeinsames Ziel. So spürte er, wie sich ihre Gedanken für einen kurzen Moment verbanden, vielleicht würde Seriva ihm ja auf diese Weise auch Antwort auf seine Fragen geben, denn ein Gedanke konnte manchmal mehr sagen, als tausend Worte. Ein schwaches Bild flackerte vor seinem inneren Auge auf, eine Erinnerung, vermutlich aus der Zeit, als sich Seriva und Zeenpha das erste Mal begegnet waren. Einen ganz kurzen Moment sah er eine Lichtung, umgeben von einem dichten Urwald. Ein riesiges Wesen stand in der Mitte, ein gewaltiges Insekt, umgeben von einer Armee kleinerer…
Doch schon verblasste das Bild wieder, als Seriva erschrocken die geistige Verbindung zwischen ihnen löste und mit Argwohn die Ankunft des seltsamen Giftmonsters betrachtete. Luarcis wusste nicht, was er von Serivas Erinnerung halten sollte, aber es war im Grunde auch egal, sie hatten nun ganz andere Probleme.
Er suchte ein wenig Deckung hinter einem halbhohen Stein und versuchte erstmal, sich einen Überblick über das Geschehen zu verschaffen. Ernst musterte er das wütende Wesen und achtete darauf, dass ihm die Giftgeschosse nicht zu nahe kamen. Noch während er überlegte, wie er am besten gegen so ein Geschöpf kämpfen sollte, ergriff die kleine Drachin Tarar die Initiative und sprach einen seltsamen Zauber, dessen Wirkung ihm im ersten Moment nicht ganz klar war. Aber er spürte ein seltsames Gefühl in der Luft liegen und als das Wesen vergeblich versuchte, weiter anzugreifen, erkannte Luarcis die erstaunliche Wirkung des Rituals. Aber es hatte auch einen großen Nachteil, denn es blockte schließlich jeden Angriff ab, aber wenigstens hatte die Gruppe ein paar Sekunden Zeit gewonnen. So konnte Luarcis das fremde Wesen auch etwas näher in Augenschein nehmen.
Seine Aura war verworren, undurchsichtig, aber auf jeden Fall von großem Zorn und Kampfeslust durchzogen. Aber als er weiter forschte, war da noch etwas anderes: ein tiefer, gewaltiger Schmerz. Normalerweise konnte Luarcis sofort spüren, wenn in seiner Umgebung jemand oder etwas verletzt war, bei guten Freunden, Vertrauten, deren Aura er gut kannte, war das auch über große Entfernung möglich. Aber er hatte seine Sinne für den Moment größtenteils abgeschottet gehabt, als das Fluggerät abgestürzt war und die umliegenden Bäume in Brand gesteckt hatte. Er hätte bis jetzt noch den Schmerz der gequälten Bäume gespürt, wenn er es nicht getan hätte. Luarcis hatte ohnehin bezweifelt, dass es in diesem verfluchten Wald überhaupt noch etwas anderes lebendiges geben würde. Außerdem waren in so kurzer Zeit so viele neue und verwirrende Eindrücke auf ihn eingeströmt, dass er immer wieder Mühe hatte, seine Sinneswahrnehmungen zu ordnen und einen klaren Kopf zu behalten. Doch nun spürte er es genau und Magans Ausruf bestätigte ihm auch nur das, was er ebenfalls schon herausgefunden hatte.
Angestrengt dachte der Waldrache über die weiteren Schritte nach, als er plötzlich spürte, wie Serivas Aura für einen winzigen Moment flackerte, aber als er zu ihr herübersah, flog sie nur ihre Kreise um das Wesen. Er schüttelte einmal kurz verwirrt den Kopf, dachte dann aber nicht mehr daran, es schien wohl wirklich nur eine Sinnestäuschung gewesen zu sein.
Größere Sorgen macht er sich ohnehin um Silverdrak, die sich etwas von der Gruppe entfernt hatte und ihre überschüssige Energie in die Umgebung entlud. Luarcis spürte, wie aufgewühlt und zornig sie war und betrachtete sie mit ernster Miene. Er wusste, was mit ihm passieren würde, wenn er einmal wirklich die Beherrschung verlieren und wütend werden sollte. Aber er hatte zumindest schon sehr früh gelernt, seine Emotionen zu kontrollieren und dies nicht geschehen zu lassen. Silvi hatte aber wohl in dieser Hinsicht weniger Glück und er hoffte inständig, dass sie nicht die Kontrolle über sich verlieren würde. Er schnappte noch auf, was sie zu dem kleinen Fail auf ihrem Rücken sagte und schlug einen Moment lang etwas erstaunt die Augen auf. Sie schien wohl wirklich zu glauben, dass diese im Vergleich zu ihr winzige Feuerechse sie aufhalten könnte, sollte das Schlimmste passieren. Aber Luarcis hatte schließlich schon gespürt, dass in dem kleinen Kerl sicher weit mehr steckte, als man auf den ersten Blick annehmen würde und er würde sicher nicht so beschränkt denken, dass dies nicht doch möglich wäre.
Aber plötzlich wirbelte er herum, als er mit ansah, wie Zeenpha hitzig auf das Giftmonster zustürmte und es angreifen wollte.
„Nein, warte!“, wollte er ihm noch hinterher rufen, aber es war schon zu spät. Angespannt aufseufzend schaute er der impulsiven Echse nach. Luarcis wusste zwar, dass sie etwas Besonderes war, aber er bezweifelte, dass sie das Monster einfach so mit einem unüberlegten Angriff besiegen könnte, die gefiederte Echse war ohnehin immer noch geschwächt und außerdem war ja schließlich auch noch Tarars Zauber wirksam.
Doch diese Annahme musste er sogleich wiederrufen, als er mit ansah, wie neben der Traumdrachin eine von Silvis kleinen Flugechsen auftauchte und sich daran machte, ihre Magie mit einem Gegenzauber zu neutralisieren.
Kopfschüttelnd sah Luarcis dem Schauspiel zu.
Es hat doch keinen Zweck, wenn wir alle einfach unkontrolliert angreifen und uns auch noch gegenseitig behindern und unsere Energie verschwenden, weil wir gegeneinander, anstatt miteinander arbeiten!, dachte er sich laut, als er zuschaute, wie Zeenpha sich in dem Giftwesen verbiss und seine Stahlgeschosse auf ihn abfeuerte.
Wie kleine Nadelstiche fühlte Luarcis kleine Schmerzattacken auf seiner Haut, dort, wo der Planetenwächter von dem säureartigen Blut des Monsters getroffen und verwundet wurde.
Leise fluchte er kurz zischend auf, als er versuchte, wieder Ordnung in das außer Kontrolle geratene Geschehen zu bringen und Tarar das zurief, was Flir ihr auch schon einredete.
„Ja, hör auf mit deinem Zauber, es hat so keinen Wert, wir verbrauchen so doch nur unnötige Kraft! Lasst uns lieber gemeinsam vorgehen, bevor jeder auf eigene Faust handelt!“
Dann machte Luarcis sich endlich auch einmal auf, um einen Angriff zu starten. Er stellte sich auf die Hinterbeine und konzentrierte sich, um seine Energie in seinen beiden Vorderpranken zu sammeln und zu bündeln. Ein heller Schimmer umflutete seine Krallen, als er schließlich ausholte und seine Pranken dem Wesen mit offenen Handflächen entgegenschleuderte. Zwei dicke, hell bläulich strahlende Energiefäden schossen über die Lichtung auf das Giftmonster zu und wickelten sich wie leuchtende Seile um dessen Körper. Luarcis verschaffte sich einen festen Stand und umschloss die Energieseile, die direkt seinen Pranken entsprangen, noch mit seinen Klauen, um zusätzliche Stabilität zu erhalten. Dann stemmte er sich mit aller Kraft dagegen und zog das Wesen mit einem festen Ruck zu Boden. Zeenpha sprang angesichts dieser überraschenden Hilfe endlich von ihm ab und zog sich wieder etwas in Richtung der Gruppe zurück, den ersten Blutdurst gestillt und hoffentlich erst einmal bei genug Verstand, um einen wirksamen Plan zu entwerfen.
Luarcis hatte Mühe, seine Fesselung aufrecht zu erhalten. Das Monster war ein ganzes Stück größer als er und sicher alles andere als schwach. Aber er schickte über seine Verbindung zu ihm noch ein wenig zusätzliche Energie in dessen Körper, soweit er dies in seiner Konzentration entbehren konnte, um es quasi wie unter Strom zu setzen und ein wenig zu lähmen. Dennoch würde er diese Bannung nicht lange aufrechterhalten können. Aber es würde den Anderen zumindest genug Zeit verschaffen, um sich zu sammeln und zu ordnen, um eine gemeinsame Strategie zu entwerfen. Mehr konnte er für den Moment nicht tun, während er sich mit seinen Hinterläufen tief in die Erde bohrte, als das Wesen zornig schnaubend versuchte, wieder auf die Beine zu kommen…

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Ragnorena
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#79 Beitragvon Ragnorena » Sa 01 Sep, 2007 23:51

Ragnaroek fuhr herum, als sie lautes Flügelschlagen hinter sich hörte, entspannte sich aber sofort wieder, als sie die Silberdrachin erkannte.
Sie bedankte sich für die Heilung ihres Freundes, der Arrallin wachte aber nicht auf, seine Pfoten zuckten unruhig hin und her. Ragnaroek konnte im Moment nur hoffen, dass Ihr Freund stärker war als das, was ihn angriff.
"irgendeine Idee, was wir tun sollen?" Fragte sie Silverdrak.
Zeenpha hatte mittlerweile von dem Wesen abgelassen. Dort, wo er seine Krallen und Zähne versenkt hatte, sickerte bei jeder Bewegung des Wesens ein Schwall dunkelgrünes Blut hervor.
Die Dimar-drachin sah zu, wie Luarcis das Giftwesen mit einer Art Faden fesselte und dann mit einem Ruck zu Boden riss. Das Wesen schlug mit einem dumpfen Laut auf dem Boden auf und liess durch sein Gewicht den Boden erzittern. Während es fiel, leuchtete für den Bruchteil einer Sekunde zwischen den Augen des Wesens eine Art hellglrünes Symbol auf. Ein von einem Kreis umschlossenes Dreieck, wobei die Spitzen des Dreiecks über den Rand des Kreises ragten.
"Hast du das auch gesehen?" frage Ragnaroek die Silberne neben ihr.

Das Wesen auf der Lichtung schrie wütend auf. Es schlug mit seinen Armen und Beinen wild um sich und versuchte, wieder aufzustehen, doch Luarcis hielt es eisern fest. doch an seinem Gesicht war abzulesen, wie anstrengend es sein musste. Lange hielt er das nicht mehr aus...



[täusche ich mich oder brauch ich für sehr wenig post sehr viel zeit XD]
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Magan
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#80 Beitragvon Magan » Mi 05 Sep, 2007 01:49

[ot: *noch schnell postst und sich dan gleich darauf in sein nest verzieht]

Belustig schaute Magan zu Silverdrak und sagte: „Also ich glaube nicht das wir miteinander Verwand sind, auch wenn wir uns doch ganz schön ähnlich sehen“. Doch dann betrachtete er das Amulett, diese Echse, die die Silberne und die Rote Drachin wohl kannten und die wohl Vortex hieß, wollte es wohl unbedingt haben. Bevor er sich aber mit Seriva in die Lüfte erhob, schaute er Vortex an und fand diese Rasse, von der er noch nie gehört hatte immer interessanter, doch dann sagte er zu ihm: „Entschuldige, so wie ich es verstanden habe soll ich das Amulett verwahren und es dir nicht geben. Ich werde mich also daran halten“. Außerdem war sein Forschungsdrang schon geweckt worden als er das Amulett zum ersten Mal berührte und er würde bei Gelegenheit dieses Amulett, falls er es so lange haben würde, genauer untersuchen. Er entschied sich das Amulett in seiner Rückentasche zu verwahren und nachdem er das Amulett da reingelegt hatte, verschloss sein Fell die Rückentasche um ein ungewolltes Eindringen zu verhindern.
Magan versuchte so gut es ging den Energiekugeln auszuweichen, als er eine seltsame schwache Energiewelle registrierte, sein magischer Blick war ja immer noch aktiv. Er schaute in die entsprechende Richtung, doch das einzige was er sah war Seriva. Doch auf einmal schien sich ihre Position leicht verändert zu haben. Vor allem schien es ihm, als ob Seriva kurzzeitig verwirt war, jedenfalls glaubte er diese Schwingungen zu spüren, doch sicher konnte er auf keinen Fall sein. Doch dann wurde er durch was Anderes abgelenkt. Mit einem Schmerzenschrei ließ er seinen magischen Blick erlöschen. Als Silverdrak ihre Energie entlud um ihrer Raserei entgegenzukommen, doch damit sorgte sie unabsichtlich für eine Überstrapazierung von Magans Sinnen. Normalerweise regelte Magans magischer Blick seine Sensibilität von selbst, doch in dieser Umgebung waren einfach so viele Unterschiedliche Energien, das Magan die Intensität seines magischen Blickes von selber regeln musste, damit dieser ihn auch etwas brachte. Allerdings war Silverdraks Entladung, auch wenn sie weiter weg von ihm war, schon zu viel für Magan gewesen. (Kleine Hintergrundinfo: Magans Magischer Blick sorgt nicht nur dafür das er Energien in Form von Wellenströmungen wahrnehmen kann, sondern verstärkt auch seine eigentlich schwachen Sinne)
„Hättest du mich nicht vorwarnen können, Silverdrak“, schnauzte er unüberlegt Silverdrak an, während er versuchte das Pochen in seinen Kopf loszuwerden. Langsam ließ der Schmerz nach und Magan konnte wieder was sehen, auch wenn immer noch weiße Sternchen in seinem Blickfeld tanzten. Außerdem kribbele seine Haut und er hatte ein lästiges Klingeln in den Ohren, so bekam er nicht mit das Zeenpha das Wesen erkannte und mit ihm sprach. Als er wieder Herr seiner Sinne war, traute er sich noch mal den magischen Blick zu aktivieren und wandte sich zu Silvi um. „Entschuldige“, sage er traurig, „ich wollte dich nicht anschnauzen“.
Allerdings konnte er Silvis antwort nicht abwarten, denn endlich bemerkte er nun auch Zeenphas handeln und schrie ihm noch nach, dass er es sein lasen sollte. Was glaubt er eigentlich was er da macht. Er wird sich gleich vor allem hier blamieren. Taras Zauber darf man nicht unterschätzen, außerdem wird er sich noch vergiften wenn er Pech hat, dachte Magan. Er wusste ja nicht was es bedeutete ein Planetenwächter zu sein, darum konnte er sich Zeenpahs Kräfte auch nicht begreifen. Er konnte sich nicht vorstellen was so besonders an einem Planetenwächter sein sollte und es war ihm eigentlich auch egal. Darum war Magan auch ganz besonders überrascht als Zeenpah auf einmal erfolg hatte und ohne irgendeine Vergiftung das Wesen so schnell zu Boden brachte. Er muss einen natürlichen Schutz gegen das Gift haben, oder so. Also langsam frage ich mich doch schon was es mit diesen Planetenwächtern auf sich hat, dachte Magan beeindruckt. Allerdings tat Magan das Wesen leid, wusste er doch durch seine unfreiwillige Verbindung mit dem Wesen durch die Chaosanpassung, dass es eigentlich nicht so Böse war wie es tat sondern unter großen Qualen stand. Erst etwas später bemerkte er den Kleinen Feendrachen Fir neben Tarar und er begriff auch das diese kleine Feuerechse, wie Silvi diese kleinen Drachen nannte, Tarars Zauber durch einer Art Illusion beendet hatte.Ich bin wirklich mit einigen starken Wesen zusammen. Langsam glaube ich, dass ich hier der schwächste in der Gruppe bin, dachte Magan bei sich und begründete diesen Gedanken mit der Tatsache, dass er nicht mal Heilen, oder einfach so ins Dazwischen konnte

Tarar war die ganze zeit auf das Wesen fixiert und dachte über eine mögliche friedliche Lösung des Problems nach. Sie wollte das Wesen eigentlich nicht töten, da es im Grunde nichts dafür konnte. Da sie am nahsten an diesem Wesen stand, bekam sie nicht mit was hinter ihr geschah, dafür aber wurden ihr die Qualen des Wesens umso mehr bewusst. So registrierte sie zu spät den Angriff von Zeenpha. Wütend starte sie Zeenpha an, dem er Griff dieses Wesen vollkommen unüberlegt an, es konnte doch nichts für seine Qualen. Doch auf einmal spürte sie eine seltsame Präsens neben sich und erkannte eine kleine Drachin, sie schien zu der Silberdrachin zu gehören. Interessiert beobachtete sie die Illusion von Fir wobei ihre Augen grün aufleuchteten, dazu erschien ein Blauer Kreis in ihren Augen und sie beobachtete jede Bewegung von Fir. Sie studierte Firs Zauber genau und merkte nicht mal wie Magan neben ihr Lande. Erst als Magan ihr berührte und ihr sagte, dass sie den Zauber abbrechen sollte, begriff sie Firs Worte und unterbrach Zauber, indem sie ihre Krallen aus dem Erdboden zog. „Geht es dir Gut? Ich hab dir doch nicht zu viel abverlangt?“, fragte sie die Feenfeuerechse.
Sie schaute Zeenpha ab und zu noch böse an, so das Magan nicht umhin kam dem Planetenwächter über Tarars Natur aufzuklären, den er wollte auf keinen Fall Streitigkeiten in der Gruppe. „Versteh sie nicht falsch, Traumdrachen verhalten sich oft sehr seltsam. Doch du solltest wissen, dass sie Kämpfe gar nicht mögen, sondern lieber abwarten. Sie greifen auch selten als erstes an. Im Tarars Augen war dein Angriff vorhin falsch, den das Wesen konnte sich sowieso nicht Verteidigen, aber sie wird das blad wieder vergessen haben“, erklärte Magan den Plantenwächter.

Auch wenn Ragnaroeks Worte an Silverdrak gerichtet waren, so bekam sie Magan dennoch mit. Schnell schaute er auf die Stirn des Wesens, doch sah er da nichts mehr, aber er glaubte Ragnaroek das sie da was gesehen hatte, den das würde Magan einiges erklären. Vermutlich leidet das Wesen deshalb unter solchen Schmerzen, schlussfolgerte Magan. Er landete neben Tarar und sprach kurz mit ihr. Dann schaute er zu Luarcis rüber. Er hat auch einiges zu bieten, ich muss aufpassen. Wenn ich mir dieser Drachen zu feinden mache, habe ich keine Chance, dachte Magan und schüttelte gleich darauf seine Kopf. Er verstand nicht wie er auf einmal auf diese Gedanken kommen konnte. Er schaute bewundert auf die magischen Fesseln, als er auf Laurcis zuging. „Ich glaub, ich helfe dir mal bevor du dich ganz verausgabst. Du bist auch ganz schön ausgepowert und zu zweit haben wir es sicher leichter. Ich hab Außerdem vielleicht eine Idee, die ich gerne ausprobieren wollte“, sagte Magan zu ihm. Er wollte auf keinen Fall vom Giftangriff des Wesens getroffen werden wenn Luarcis im falschen Moment die Energie ausging. Dunkelrote Blitze begangen über seinen linken Vorderarm zu Zucken. Magan hob seine Klaue vom Boden und winkelte seine Finger so an, bis es aussah als würde Magan in seiner Klaue eine Kugel halten. Die dunkelroten Blitze bewegten sich nun seinen Arm entlang und sammelten sich in seiner Klaue. Dabei bildeten sie eine dunkelrote Blitzkugel. So dann wollen wir mal. Gleich wirst du für das büssen was du uns angetan hast, dachte Magan finster während er die Blitzkugel anstarte und dann seinen Arm in Richtung des Wesens ausstreckte um es anzugreifen. Doch mitten im Angriff hielt er inne und starte verwundert und geschockt die Blitzkugel an. „Dunkelrot“, murmelte er. Magan konnte es nicht fassen, was war seit neusten nur mit ihm los. Et wollte den Wesen doch nicht wehtun, sondern es nur Bewegungsunfähig machen. Die Blitzkugel schien seinen inneren Kampf zu folgen und wechselte andauernd ihre Farbe von Dunkel- zu Hellrot und wieder zurück. Tarar würde es mir Außerdem nie verzeihen, wenn ich das Wesen verletze, dachte Magan und dieser Gedanke besiegte schlussendlich seine finsteren Gedanken. Die Blitzkugel war nun Hellrot und Magan setzte seinen Angriff fort. Als seine Klaue auf das Wesen zeigte, löste sich ein Hellroter Blitz aus der Blitzkugel und traf das Wesen. Während sich der Blitz um das Wesen Zuckte entlud sich die Blitzkugel bis nur noch ein Blitz als eine Art leuchtende Nabelschnur zwischen Magans linker Schulter und dem Wesen zuckte. Nun traute sich Magan näher an das Wesen ran zu gehen. Doch er verstärkte lieber noch die Wirkung seines Fesselblitzes um das Maul des Wesens, bevor er genau vor ihm Stand. Da Magan nun genau vor ihm stand konnte er den Zauber genau spüren, auch wenn das Runensymbol nicht mehr zu sehen war. Da Jimadra (Name von Magans Spezies) schon von Geburt aus ein angeborenes Talent als Wissenschaftler und Forscher hatten, beherrschte jeder Jimadra die Möglichkeiten Energien und Zauber genauer zu untersuchen und diese sogar bis zu einem gewissen Grad zu manipulieren. Dies hatte nun auch Magan vor.
Magan legte seine Pfote auf die Stirn des Wesens und tauchte gleich darauf in den Zauber ein. Vor seinem geistigen Auge sah er leuchtende Schriftzeichen um sich herum, die ihm vollkommen Unbekannt waren. Doch er hatte auch nicht erwartet die Runen von Morlen hier vorzufinden. So Tauchte er tiefer in den Zauber ein, um sich den Aufbau genau anzusehen. Um ihn herum sah er nun hunderte von leuchtenden Fäden, die die Energieströme des Zaubers darstellten. So wie es Magan in seiner Ausbildung gelernt hatte, untersuchte er zunächst die verschiedenen Energieströme und stellte dabei Fest das einige von ihnen in Wahrheit Gedankenströme des Wesens waren, diese Waren so stark mit dem Zauber verwachsen das man sie beinahe nicht auseinander halten konnte. Er musste also ganz besonders vorsichtig vorgehen um das Wesen nicht zu gefährden.
Nach einiger Zeit fand er dann endlich was er gesucht hatte, den Anfangspunkt des Zaubers. Für ihn sah es so aus wie ein Knäuel aus leuchtenden Fäden. Im Geiste begann Magan die Fäden mit seinen Krallen Durchzuschneiden, doch als er den letzten durchschnitt, traf ihn eine Art elektrischer Schlag und vor seinem geistigen Auge konnte Magan den Planten auf dem das Wesen wohnte sehen und er sah andere seiner Art. Ein plötzlich auftretender Schmerz in seiner Pfote holte Magan allerdings in die Realität zurück. Er riss sein Augen auf und heulte auf, seine Pfote war vom grünen Feuer umgeben. Dies musste eine Falle im Zauber gewesen sein. Schnell nahm Magan seine Pfote von der Stirn des Wesens und sah die nun sichtbare Rune stark glühen bevor sie sich gleich darauf für immer auflöste. Mit seiner gesunden Pfote schaufelte Magan Erde auf seine brennende Pfote und erstickte damit die Flammen, doch als er die Pfote wieder von der Erde befreite tat sie ihm Weh und war Schwarz. Sie bekam sogar einige Blasen. Der Gestank von verbranntem Fell stieg ihm in die Nase. Erließ sein Fell über die Verbrennungen legen, auch wenn ihn das nicht heilte, so würde er dadurch wenigstens einer Infektion entgehen Da er nicht Heilen konnte, konnte er seinen Schmerz auch nicht lindern, doch dabei kam ich eine Idee, was er mit dem Wesen anstellen konnte. Das Wesen, das ja nun von dem Zauber befreit war, hatte seine ganze Haltung verändert. Nun schaute es die Anderen ängstlich an und schien sogar zu wimmern. Magan tat es leid und er wollte es nun in die Welt die er gesehen hatte zurückschicken. Doch zu erst ließ er seinen Fesselblitz erlöschen und bat auch Laurcis darum seinen Zauber zu beenden. Dann streckte er langsam seine noch gesunde Pote aus und nahm den Ring vom Horn des Tieres. Nun konnte er sich darum kümmern das Wesen nach hause zu schicken. Er hatte durch Silverdrak erlebt wie es ist im Dazwischen zu sein und es nicht, wie Magan es bis jetzt getan hatte, nur als eine Art Zwischenstopp zu sehen. Er hatte eine Idee und die wollte er nun auch ausprobieren. Er versuchte in Gedanken mit dem Dazwischen zu reden. Zu seinem Erstaunen öffnete sich auf einmal ein Loch unter dem Tier und dieses viel jaulend da rein. Es sah nicht genau so aus wie Silverdraks Portal, denn es erschien Neblig zu sein und man konnte zwischen den schwarzen Nebel auch bläulichen Nebel erkennen. Magan war zufrieden mit sich, immerhin hatte er es geschafft ein Tor zum Dazwischen zu öffnen. Doch dann merkte er das sich die Öffnung nicht schließen wollte. „Los geh zu“, sagte er laut als er merkte das es in Gedanken nichts brachte, doch genau das Gegenteil trat ein das Loch wurde größer und auch unter den Andern bildeten sich auf einmal Löcher. Ohne es zu wollen befand sich Magan nun im Dazwischen und wurde zu einem anderen Ausgang gezogen, er brauchte sich nicht umzuschauen, um zu wissen, dass die anderen dasselbe Schicksal ereilt hatte.
Etwas unsanft viel er aus dem Dazwischen auf eine grüne Wiese und jaulte vor schmerz auf als er auf seiner verletzte Pfote landete. Als er sich umschaute, bemerkte er, dass der Ort wo sie waren eine Wiesenlandschaft war. Er bemerkt aber auch die Anderen, die mehr oder weniger sanft mit ihm angekommen waren. „Entschuldigung das wollte ich nicht. Silvi was habe ich den falsch gemacht?“, fragte er ängstlich die Silberdrachin, die sich mit so was ja auszukennen schien. Als er auf sie zuging, besser gesagt hinhumpelte, um ihr den Ring zu geben, bemerkte er auf einmal wie dieser in seiner Pfote rotierte. „Oh wir scheinen wohl zufällig auf den richtigen Planeten gelandet zu sein, ich glaub der gehört dann dir“, sagte er zu Silverdrak und hielt ihr den rotierenden Ring hin.
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Seriva Senkalora
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#81 Beitragvon Seriva Senkalora » Di 18 Sep, 2007 13:41

Der verzeifelte Angriff des wutentbrannten Planetenwächters riß Seriva aus ihren Gedanken. Kurz durchzuckte der Schmerz des Wesens ihre Gedanken, als sie sich nicht schnell genug dagegen verschloss.
Seriva bannte alles fremde aus ihren Empfindungen und konzentrierte sich auf das Geschehen vor ihr.

In einem bunten Regen explodierte der Energiestrom vor ihr, als Zeenpha seine Kraft entlud und dem Wesen schwer zusetzte. Er kämpfte mit einer Kraft die nicht ihm allein gehörte, sondern die er aus der Umgebung zog.
Seriva konnte dies sehen, aber es blendete sie und so flog sie etwas weiter weg um wieder klar sehen zu können. Manchmal war die Energiesicht doch ein erheblicher Nachteil...

Zephir hielt sich fern von dem Kampf. Die kleine Feendrachin war verschwunden und hatte offenbar den Zauber der zuvor über dem Wesen lag aufgehoben. Sie flog etwas näher zu der felligen Drachin und beobachtete wie Silverdrak einen Heilblitz zu dem Arralin sandte.
Nie zuvor hatte Zephir solch ein Wesen gesehen, geschweige denn so viele verschiedene Drachen.

Seriva sah Luarcis zu, wie er das Wesen mit seiner Energie fesselte.
Die hellen Strahlen pulsierten und bildeten einen interessanten Kontrast zu dem Energiebündel um Zeenpha.
Kurz war sie fasziniert von der Schönheit der vielen Energieformen und -flüsse, ehe ihr wieder der Ernst der Lage in den Sinn kam und Seriva ihre Sicht ein wenig umstellte um mehr zu erkennen. *

Silvis plötzliche Entladung störte sie soweit nicht, ausser dass die Rote sich ein wenig Sorgen machte wie weit Silvi ohne Firnor zurecht kam.
Den Schwarzen vermisste Seriva irgendwie, verdrängte das aber schnell wieder, als sich unten etwas tat.

Zephir hatte es sich in einem Baum gemütlich gemacht, da ihr die Kreiserei langsam zu anstrengend wurde. Sie war in den Bergen aufgewachsen und lange Flugstrecken gehörten dort nicht zum Standard.

Seriva bewunderte Magan wie dieser den Zauber von dem wesen nahm.
Sie fragte sich wer diesen Zauber wohl ausgesprochen hatte und warum eigentlich immer in ihrer Nähe solche Dinge auftauchten.
Weiter nachdenken konnte sie aber nicht, denn das Dazwischen zeigte mal wieder deutlich wie eigenwillig es war und holte nicht nur wie Magan gewünscht hatte das Wesen, sondern auch die gesamte Truppe von diesem Planeten.

Zephir war völlig durcheinander.
Eben noch saß sie auf einem Baum, jetzt sah sie schon wieder etwas anderes. So viele verschiedene Dinge bekam man im Gürtelgebirge nicht zu sehen. Auch wenn sie im ersten Moment Angst bekommen hatte, nahm ihre Neugierde schnell Überhand, als sie erkannte, dass auch die Silberne und die Rote Drachin hier waren.

Etwas unsanft landete Seriva auf der Wiese und stolperte erstmal über die eigenen Füße. "Und wo sind wir jetzt?", fragte sie obwohl sie sich denken konnte, dass das keiner wusste.
Der rotierende Ring deutete aber an, dass sie hier auf jeden Fall richtig waren.

[hr]

* Ein wenig kompliziert zu erklären, aber Seriva kann kontrollieren wie stark sie auf die Energiesicht zurückgreift oder nicht. Von normaler Sicht bis hin zu 100% Energiesicht (wo sie nur die Schemen der Energieströme erkennen kann) ist eig. alles möglich. Macht aber natürlich irgendwann Kopfschmerzen, die Zwischensichten hält sie also nicht lange aus.
Ich denke, dass dies dem magischen Blick von Maggi recht nah kommt, nur halt nicht Magie sondern Psychokinese die Grundkraft ist.
:leu: 1. offizieller Leu-Fanclub! :seri:

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Cyber Zipclaw
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#82 Beitragvon Cyber Zipclaw » Fr 05 Okt, 2007 21:54

Vortex hockte verschanzt hinter einigen Büschen und beobachtete die Szene mit großen Interesse. Er hasste Zeenpha! Erstens, weil der Wächter ihm das Amulett nach der Rückkehr auf Terran heimtückisch gestohlen hatte und zweitens, weil er es diesem Magan gegeben hatte. Und drittens, weil Zeenpha einfach zu mächtig war. Wieso konnte ein Wesen so mächtig sein? Über solch eine übernatürliche Macht verfügen? Vortex kannte sich mit technisierten Gerätschaften aus, konnte jedes Teil seines Gewehres beim Namen nennen, war in der Lage unerkannt in Gebäude einzuschleichen, seine Aufträge ausführen und genauso schnell und beinahe unsichtbar wieder verschwinden, noch bevor sein Opfer entdeckt wurde. Aber hier war er absolut machtlos und das machte ihn wütend. Und noch wütender machte es ihn, daß er die Natur dieses Wächters nicht verstehen konnte.

*Ich verschwinde!* zischte er und drehte sich um, um diesen verfluchten Wald zu verlassen. Irgendwann würde er schon noch auf Spuren einer Zivilisation treffen, von wo er aus seine nächsten Aufträge in Empfang nehmen konnte. Aber jetzt hatte er erst einmal genug gesehen und es machte ihn nur noch wütender diese Drachen und... weiß der Teufel was das alles noch für Viecher waren, zu sehen.


Das grüne Blut war - wie Zeenpha im Nachhinein feststellen mußte - reines Gift für seine Haut. "RAARRRSCH!" schrie er auf und ließ von dem Wesen ab. Jetzt fiel ihm auch wieder ein, warum er beim letzten Kampf mit diesem Wesen den Kürzeren gezogen hatte. Nicht nur, daß er damals nicht über seine volle Kraft vefügte - denn die hat er nur auf Terran -, das Blut WAR praktisch Gift. Wütend, aber doch erleichternd, ließ er von dem Wesen ab und überließ den anderen alles weitere. Zeenpha wollte sich nicht noch mehr Verletzungen einhandeln. Kritisch beäugte er die Stellen, die vom grünen Blut des Wesens getroffen wurden und wie Verbrennungen aussahen. Aber das würde er überleben, schließlich hatte er schon viel schlimmere Verletzungen erleiden müssen und alle heilten mit der Zeit. Nur ein Bad wäre nicht schlecht, dachte er.

Eher so nebenbei bemerkte die bösen Blicke Tara's, doch das war's ihm wert. Wer ihn auf seinem eigenen Planetetn versuchte zu überrumpeln, hatte nichts anderes verdient. "Traumdrache, achja?" erwiderte Zeenpha Magan's Erklärung. "Tut mir leid, aber wenn ich sehe, daß etwas hier Ärger macht - und das tat dieses Vieh - muß ich handeln! Ich bin für diesen Planeten und dessen Bewohner, auch wenn ich einige von ihnen nicht leiden kann, verantwortlich. Da kann ich keine Rücksicht auf andere nehmen, auch wenn sie noch so pazifistisch veranlagt sind." Zeenpha sah rüber zu dem Wesen, das mittlerweile von den anderen Drachen von diesem seltsamen Zauber befreit worden ist. Die Fähigkeiten, die sie dabei zeigten, beeindruckten ihn zwar, aber er ließ es sich nicht anmerken. "Das letzte Mal, als ich dem Vieh begegnete, war es alles andere als wehrlos. Ich konnte froh sein, mit dem Leben davongekommen zu sein." er stampfte mit den letzten auf und weichte schließlich etwas zurück, um Magan Platz zu machen. Gleichzeitig hielt er nach Vortex Ausschau, der verschwunden zu sein schien.

"Wo steckt der denn nun schon wieder?" murmelte er und suchte den Velociraptoren, konnte ihn aber nirgends entdecken. Gerade als Zeenpha das nahe Unterholz absuchte, öffnete sich unter ihm plötzlich ein großes Portal, in das er unsanft hineinfiel, nur um im nächsten Moment auf einer Wiese zu landen. "Hey!" rief er, als er unsanft auf den Boden aufkam. Orientierungslos sah er sich um und sah auch die anderen auf der Wiese. "Okay... welcher Stümper ist dafür verantwortlich?" fragte er mit ernster Miene.


Etwas abseits vom "Landeplatz" der anderen, landete Vortex hart auf seiner Schnauze und blieb für einen Moment benommen liegen. *Nicht... schon... wieder!* stöhnte er.

[OT: Tut mir leid, daß ich wieder so lange gebraucht habe. Ich hoffe, ich habe nichts übersehen.]

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#83 Beitragvon Silverdrak » Do 11 Okt, 2007 16:26

...
Der Dämon rappelte sich wieder auf, dank seiner Rüstung hatte er von Firnors Dornen und Stacheln nicht viel abbekommen. Die Luft flimmerte erneut und die Nacht wurde wieder zum Tag. Larok grinste nun wurde seine Waffe sicher Schaden anrichten, zu mindest wenn es der Drachen war, der er vorgab zu sein. Sein Schwert verhielt sich im gegenüber zwar immer noch anders als bei anderen Drachen, aber immerhin würde es ihm schon zusetzen wenn es traf. Seine Muskeln spannten sich an, dann rannte er los mit gezücktem Schwert und crashte voll gegen eine magische Barriere. Erst jetzt bemerkte er, dass er auf einem Bannsiegel stand.
„Verdammt!“, knurrte er während er von außerhalb den schwarzen Drachen hämisch lachen hörte. Er musste sich beeilen bevor der Drache einen Schritt weiter ging. So lange er hier festsaß war er eine perfekte Zielscheibe so begann er Magie für einen Bannsiegel-Brecher zusammeln.
Firnor fand auch das er eine super Zielscheibe abgab. Der finstere Drache schien sich Zeit zu lassen, schlich um den gefangenen Dämon herum ehe er stehen blieb und böse grinste.
„Klingensturm!“ Zählreiche seiner Dornen und Stacheln sprangen von seinem Körper ab und wurden zu rotierenden Klingen, die aber um ihn herum rotierend in der Luft verharrten.
Larok musterte die fliegenden Objekte beunruhigt.
Langsam färbten sich die Klingen schwarz und wurden von einem dunklen Nebel umgeben. Firnor wartete noch einen Moment dann schickte er die Klingen in die Richtung es Dämons. Dieser hatte sich grade auf seinem Gefängnis befreit und sprang hoch um den Klingen zu entgehen und gleichzeitig eine Sprungangriff zu starten. Noch in der Luft sprach der Dämon einen Zauber der den Drachen blendete und landete schließlich auf dem Rücken des Drachens um einen tödlichen Stoß zusetzen.
Firnor drehte seinen Kopf ungerührt nach hinten. Er konnte den Dämon zwar nicht sehen, aber der Säureodem den er grade quer über seinem Rücken verteilte, würde die unverschämten Kreatur, die es gewagt hatte auf ihm rum zustehen, schon treffen. Der Aufschrei des Dämons bestätigte das kurz darauf. Dummerweise war der immer noch auf seinem Rücken so holte Firnor mit seinem Schwanz aus und wollte den Dämon grade wieder zu Boden befördern als dieser von sich aus absprang um den zurückkehrenden Klingen zu entgehen, die eine nach der anderen ihren Platz an Firnors Körper als Dorn oder Stachel wieder fand.
Unglücklicherweise hing der Dämon nun in Firnors nächster Falle. Der Drache schnupperte und lauschte, wandte sich dann zielsicher dem in der Luft schwebenden Dämon zu und lachte: „Sieht so aus als hättest du den Schwerelosen Bereich gefunden.“ Die durch den Blendezauber des Dämons grauen Bewegungslosen Augen des Drachens bekamen langsam ihre gelbe Farbe zurück und begannen langsam wieder in den verschiedenen Tönen zu wirbeln. Die Haut des Dämons wirkte durch den Säure ziemlich verbrannt und verätzt. Stellenweise stiegen immer noch Dämpfe auf wo die Säure noch arbeitete. Die Haut des Dämons war recht widerstandsfähig.
„Was mache ich mit dir?“, fragte der Drache und umkreiste den Dämon gedankenverloren. Larok zappelte und versuchte aus dem Bereich herauszuschwimmen. Er war langsam ziemlich sicher, dass es der Drache war, den er vorgab zu sein.
„Du siehst schlimm aus.“, meinte der Stachelige mit einem seltsamen Beiton.
Der Dämon wollte noch widersprechen doch dann durchzuckten ihn auch schon entsetzliche Schmerzen, die von Firnors Wiederherstellungszauber herrührten. Er bekam gar nicht mit wie der Zauber des Bereiches nachließ und der zu Boden fiel.
Es war ein unglaublich gutes Gefühl als die Schmerzen die scheinbar eine Unendlichkeit angehalten hatten nachließ. Larok wusste nicht wie lange er da gelegen hatte, doch als der wieder klar denken und sich bewegen konnte und sich langsam aufrichtete, sah er den unheimlichen Drachen seelenruhig vor dem Tor sitzen und die Ebene dahinter beobachten. Der Dämon war sich sicher, dass der Drache sehr wohl bemerkt hatte, dass er wieder stand obwohl er nicht reagierte. Eine Zeit lang passierte nichts. Larok dachte nach, den Drachen unentwegt im Auge behaltend. Wenn es der Drachen von dem er dachte, dass er es war, würde er -Larok- die nächste Runde nicht überleben. Davon abgesehen konnte er anhand dessen was er gesehen und gespürt hatte ziemlich sicher sagen, dass es wirklich Firnor war. Andernfalls war das ein ziemlich glaubwürdiger Doppelgänger.
Doch eigentlich konnte es nicht Firnor sein, oder?
Zögerlich ging der wiederhergestellte Dämon in die Knie.
„Verzeiht mir Meister. Ich musste sicher sein das ihr es wirklich seid bevor ich euch erneut die Treue schwöre. Ich und viele andere haben euch sterben sehen.“, sagte der orange-braune Dämon schließlich demütig mit gesenktem Haupt.
Firnor blickte kurz über seine Schulter ehe er sich umdrehte. „Glaubst du der Tod sei ein Hindernis für mich? Meine Rückkehr hat sich etwas verzögert, da ich mit ein paar Hindernissen zu kämpfen hatte, aber jetzt bin ich wieder da. Bereit für einen neuen Versuch.“
„Ein neuer Versuch, Meister?“
„Das sagte ich doch, oder? Hast du etwas über andere Chaosdrachen meiner Art gehört?“
„Nein, Meister. Ich hatte immer nur für kurze Zeit Gelegenheit die Ebene zu verlassen. Alle Gerüchte die sich herumsprachen stellten sich als unwahr heraus oder es waren andere Chaosdrachen gemeint.“
„Andere Chaosdrachen?“
„Ja, Meister.“
„Mächtige?“
„Nein, Meister. Nicht das ich wüsste.“
„Schön.“ Die Konkurrenz hätte natürlich beseitigt werden müssen, aber wenn sie nicht gefährlich waren, waren sie im Moment uninteressant für ihn. „Wie sieht es mit meiner Armee aus? Ich habe große Pläne.“
„Wunderbar, sie wartet seit Ewigkeiten auf eure Befehle. Mein Meister.“
„Gut! Dann fang an und sammle die Truppen ich will sie in zwei Stunden hier sehen.“, sagte Firnor und schritt langsam an dem Dämon vorbei zu seiner Festung. Er wollte seine Pläne noch eine Weile überdenken.
„Wie ihr wünsch Meister.“, damit erhob sich Larok und verschwand durch das Tor wo man kurz darauf lautes Gegröle vernehmen konnte.
Firnor war sehr zufrieden mit seinem Kommandanten, der hatte nichts vergessen oder verlernt. Kurze Zeit später verschwand der Drache in seinem Magie-Labor.
...

Flir ließ sich erleichtert auf ihren Hintern plumpsen als Tarar ihren Zauber beendete. „Mir geht’s gut.“, sagte sie kurz. Wäre der Wald gesund gewesen, würde sie wesentlich mehr vor Energie strotzen doch hier waren die Pflanzen nicht ihre Freunde und so war sie nun doch sehr erschöpft. Dafür hatte sie jetzt aber Zeit die Traumdrachin aus der Nähe zu begucken.

„Nein keine Ahnung.“, beantwortete Silvi Ragnaroeks Frage. Sie wusste momentan nicht so recht was sie tun konnte. Daher beobachtete sie einfach das Geschehen von ihrer Position aus.
Kurze Zeit darauf wurden sie vom Dazwischen verschluckt und wo anders wieder ausgesetzt. Silvi landete relativ sicher. Sie hatte das schon fast kommen sehen.
„Ich denke du hast das schon sehr gut gemacht Magan.“, sagte die Drachin. „Ich glaube nicht, dass du viel falsch gemacht hast. Ein Rat: Sei immer höflich zum Dazwischen. Es hat so seinen eigenen Willen und wenn du es reizt kann es passieren, dass du wo landest wo du eigentlich nicht hin wolltest. In diesem Fall glaube ich aber, dass es in eigener Regie gehandelt hat oder aber das jemand anderes es dazu beeinflusst hat. Normalerweise hat es seine Gründe wenn es so was tut. Es hat zwar eine humorvolle Ader…“ zu mindest kam es Silvi manchmal so vor. „…aber normalerweise deplatziert es niemanden einfach so. Das kostet Energie und die verbraucht es nur ungern einfach so.“, meinte die Silberdrachin und nahm dankend den anderen Ring an sich. In den Klauen legte sie ihren Ring in die Mitte des anderen. Dann nahm sie den äußeren zwischen die Finger. Der kleinere schwebte in dessen Mitte und begann langsam sich zu drehen.
„Ich bin mir sicher, dass wir absichtlich hier gelandet sind.“, murmelte sie und testete aus in welcher Himmelsrichtung sich der Ring am schnellsten drehte.
„Also ich hab keine Ahnung wo wir sind, aber ich schlage vor das wir hier nun erst mal Rasten bevor wir uns ins nächste Abenteuer stürzen.“ Damit überblickte die Drachin kurz die Wiese bevor sie sich ein bequemes Plätzchen suchte, wo sie sich zusammenrollte.
"Kann ich noch irgendwem mit meinem Heilblitz helfen?", fragte sie schließlich und blickte zu den anderen.

„Ui!“, rief Fail begeistert über das viele grün und wollte von der Silbernen hüpfen.
„Richte hier keinen Flächenbrand an.“, brummte Silvi.
„hm… okay.“ Antwortete dieser und beschloss sich vorerst damit zu begnügen einmal die ‚Silvi-Insel’ zu umrunden und dabei die Grashalme zuzählen.

„Viel besser!“, rief Flir begeistert und schien wieder voller Energie. Sie musterte immer noch die Traumdrachin. „Was bist du?“, fragte sie schließlich. Die Feendrachin war sich sicher, dass sie so einen Drachen noch nie gesehen hatte.

Sky lag immer noch auf Zephirs Rücken. Er sah sich um. Hier schien es was freundlicher zu sein als da wo sie vorhin waren. Ob er hier schon mal war? Der keine weiße Drache war sich da nicht so ganz sicher. Er war schon an so vielen Orten.

Einer fehlt! Hatte Tsi bemerkt und war losgeflogen um die Gegend ab zu suchen. Sie fand Vortex hinter einem Grashügel. Zirpend wickelte sie sich um seinen Arm und glupschte ihn an.
*Verlaufen?* fragte sie in ihrer Sprache.
*Die anderen sind da.* Sie deutete mit einem Flügel in die Richtung wo sie her gekommen war.


[Hoffe ich hab nix vergessen. ^^']

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#84 Beitragvon Luarcis » Sa 20 Okt, 2007 16:37

(OOC: So, mal wieder was längeres, viel Spaß beim Lesen *g*)

Immer noch konzentrierte sich Luarcis mit aller Kraft darauf, das Wesen mit seinen Energieseilen an den Boden zu fesseln, so dass er nur schemenhaft aus den Augenwinkeln heraus mitbekam, was Magan tat. Doch plötzlich schoss von ihm aus eine Blitzkugel auf das Monster und lähmte es augenblicklich unter einem heftigen Aufschrei.
Etwas erleichtert seufzend konnte Luarcis seinen Zug etwas verringern, da das Giftwesen erst einmal nur benommen da saß und sich nicht mehr so heftig wehrte. So konnte er gut mit ansehen, wie sich Magan der Kreatur näherte und sie untersuchte, bis er schließlich in ihren Geist eindrang. Der Weiße spürte, dass der Silberdrache sehr tief eindringen musste und dort fast nur Chaos und Dunkelheit vorfand, die Energieseile konnten in geringem Maße auch Empfindungen übertragen, da sie direkt aus Luarcis’ Körper entsprangen und fest mit ihm verbunden waren. So entging ihm auch nicht Magans plötzliches Aufbäumen und der schmerzhafte Rückstoß, der ihn auch selbst nach hinten taumeln und keuchen lies.
Langsam schaute er benommen auf, seine Energieseile waren um einiges dünner geworden und wären wegen seiner gestörten Konzentration fast gerissen, aber er wusste insgeheim, dass sie nun auch nicht mehr nötig waren. Besorgt sah er einen Moment zu Magan herüber, der fieberhaft versuchte, seine verbrannte Pranke zu versorgen, bis dieser ihn bat, seinen Zauber zu beenden. Luarcis nickte und zog mit einem Ruck seine Energiefäden nur zu gerne wieder ab, die sich kurz hin und her flatternd in seine Arme zurückzogen. Langsam lies er sich wieder auf seine Vorderbeine herab, fluchte aber kurz durch den Schmerz auf, so dass er sich lieber hinsetzte und sich abwechselnd die Schultern hielt und sie etwas massierte. Das wird morgen sicher nen Mörder Muskelkater geben…, dachte er sich schnaubend.
Nachdem er sich wieder etwas von dem Kampf erholt hatte, schaute er auf und beobachtete, wie Magan gedankenversunken irgendetwas versuchte, bis sich plötzlich ein schwarzes Portal unter dem Wesen öffnete und es verschlang. Luarcis ahnte, was da grade geschehen war, er hatte diese außergewöhnliche Technik ja schon bei der silbernen Drachin gesehen, die sie schließlich erst auf diesen Planeten verfrachtet hatte. Aber Silverdrak schien um einiges vetrauter und geübter mit diesen unheimlichen Portalen zu sein, Magans freudigen Blick betrachtend, war es für ihn aber wohl gerade das erste Mal gewesen, dass ihm dies gelungen war. Das gefiel dem Walddrachen überhaupt nicht, er verstand nicht viel von diesem Dazwischen, aber er wusste dennoch, dass man mit solchen Kräften nicht spielen und genau wissen sollte, was man tat, ihm hatte schon der letzte Trip gelangt, obwohl er schließlich durch die erprobte Silberdrachin eingeleitet worden war. Er wollte nicht herausfinden, was passieren könnte, wenn man vom Weg abkam und einfach irgendwo im Nichts oder auf einer unbekannten Welt landete…
Und als ob er es geahnt hätte, öffneten sich auch plötzlich unter den Anderen und ihm selbst Portale, die sie auf eine ungewollte Reise schickten…

Keuchend flog Luarcis aus dem schwarzen Loch und purzelte prustend unsanft über den Boden, wo er im dichten Gras erst einmal benommen liegen blieb. Leise fluchend rappelte er sich schließlich auf, ihm war diese Art zu reisen ganz und gar nicht geheuer, das hatte dieses Erlebnis ihm nur noch fester untermauert, während er sich etwas Gras und Erde abklopfte. Zufrieden sah er aber, dass wenigstens auch die Anderen mit ihm hier gelandet waren und er nicht einfach irgendwo gestrandet war. Einmal sah er auch mit mürrischer Miene zu Magan, verkniff sich aber einen Kommentar, seine strengen Augen sagten wohl ohnehin mehr als Worte. Stattdessen verfolgte er nur zu gern, wie Silverdrak ihn belehrte, dachte dann aber auch über ihre Worte nach, während er das sich drehende Artefakt betrachtete. Wenigstens hatten sie nun schon ein Teil gefunden und so wie es schien, waren sie nun auch auf dem Planeten, wo sich ein weiteres befand.
Überhaupt schaute sich Luarcis nun endlich einmal um, wo sie eigentlich gelandet waren und erstarrte beim Anblick des Waldes, der sich hinter ihnen befand.
„Ist das möglich?...“, murmelte er und schnupperte prüfend in der Luft, bevor er sich etwas in die Erde krallte und kurz die Augen schloss. Als er sie wieder öffnete, wandte er sich mit freudigem Blick zu den Anderen um.
„Ja, es gibt keinen Zweifel, diese Bäume, diese Aura, dieser Duft, wir sind nicht einfach irgendwo gelandet, das hier ist meine Welt, meine Heimat! Willkommen auf Ankhumbar, Freunde!“, rief er strahlend mit einer ausladenden Bewegung.
„Ich hätte nicht zu hoffen gewagt, dass ich so schnell zurück kehren könnte, aber ich bin sehr froh darum, nach dem, was in so kurzer Zeit passiert ist. Aber es ist wohl nicht ohne Grund geschehen…“, fügte Luarcis noch „etwas“ weniger enthusiastisch hinzu, als er das wild wirbelnde Fragment betrachtete.
Plötzlich hörte er ein Geräusch und fuhr herum, als er plötzlich auf einer Anhöhe ein Stück entfernt zwei Menschen erblickte, ein jüngerer, vermutlich der Sohn, und ein älterer, dem gerade vor Schreck eine Heugabel aus der Hand gefallen war. Erst jetzt erkannte Luarcis, was für einen seltsamen und unheimlichen Anblick diese große Gruppe aus so vielen und vollkommen unterschiedlichen Drachen und anderer Wesen abgeben musste, die einfach so aus dem Nichts auf dieser Wiese gelandet waren.
Luarcis zögerte nicht lange und wandte seine ganze Aufmerksamkeit den beiden Menschen zu, denen er fest in die Augen blickte, während er eine Pranke hob und langsam vor sich an ihnen vorbei führte. „Schlaaaaaaaaaft!“, sprach er langsam und sah dann zufrieden mit an, wie sie sanft auf den Boden sanken und dort liegen blieben. Er vergewisserte sich noch einen Moment und drehte sich dann wieder zu den Anderen um.
„Sie werden sich vermutlich danach an nichts mehr erinnern können, was auch gut ist. Wir sollten etwas vorsichtig sein, um nicht zu viel Aufsehen zu erregen und damit unnötigen Ärger zu vermeiden. Die Menschen hier treten Drachen oftmals skeptisch und auch feindselig gegenüber. In den großen Städten ist das meist nicht so, dort sind die Menschen gebildet und aufgeschlossener, am Hof des Königs gibt es sogar ein paar angesehene Drachenreiter, aber auf dem einfachen Land sollten wir lieber unauffällig bleiben. Die Bauern wissen nur das, was sie sich selbst erzählen, Geschichten über Drachen, die ihnen ihre Ernte und ihr Vieh rauben, sie fürchten sich vor ihnen und aus Furcht entsteht eben nur zu leicht Argwohn und Hass. Aber mit etwas Vorsicht werdet ihr euch hier sicher wohl fühlen und meine Welt zu schätzen wissen.“, fügte er noch lächelnd an, bevor er erneut herumwirbelte, als er etwas bemerkte.
Noch ein Portal öffnete sich und bevor er sich darüber Gedanken machen konnte, woher es kam, fiel aus ihm genau das Wesen heraus, von dem er gehofft hatte, es nie wieder sehen zu müssen. Es lag erst einmal einige Momente nur benommen da, bevor es sich ängstlich zu dem sich gerade wieder schließenden Portal und dann zu der Gruppe umblickte. Luarcis betrachtete es streng und stumm, aber es schien tatsächlich beinahe von seinem bösen Zauber geheilt worden zu sein, die Giftaura war zwar noch teilweise vorhanden, aber sie zog sich immer mehr zurück und würde wohl bald ganz verschwunden sein. Auch waren seine Gefühle nicht mehr von Wut und Zorn durchsetzt, sondern eher von Furcht und Verwirrtheit. Noch ein paar Augenblicke löste der Weiße seinen Blick nicht von ihm, aber als es keine Anstalten machte, sie anzugreifen, sondern sich einfach nur schwer atmend hinkauerte, seufzte er laut auf.
„Na prima, das hat uns ja gerade noch gefehlt. Wie sagtest du, Silverdrak, das Dazwischen hat seinen eigenen Willen und oftmals auch einer humorvolle Ader? Ich amüsiere mich köstlich darüber!“, sprach er mit sarkastischem Unterton. „Was soll ich nur mit dir machen, hm?“, fragte er das Wesen, aber er wusste, dass er ja doch keine Antwort bekam. Seufzend wandte sich Luarcis ab und schaute ein paar Sekunden nachdenklich zum Waldrand herüber, bevor er leicht nickte.
„Na gut, dann sei es so, wir haben keine Zeit, um uns noch weiter mit dir zu verfassen. Du darfst bleiben, sofern du keinen Unfug anstellst!“, sagte er noch, bevor er tief Luft holte und sich konzentrierte.
Er öffnete sein Maul, um ein lautes Gebrüll aus seiner Kehle dringen zu lassen. Es war seltsam, ungewöhnlich tief, so tief, wie er nur konnte, und irgendwie auch seltsam verzerrt und von verschiedenen Tonlagen überlagert. Es blieb auch nicht dabei, sondern wurde schnell höher, bis es schließlich zu einem schrillen Kreischen wurde und irgendwann so hoch, das man es schon kaum mehr hören konnte. Dieses Brüllen deckte alle nur denkbaren Frequenzen ab und schien weit über die Baumwipfel hinweg in den Wald zu dringen. Schließlich schloss Luarcis sein Maul wieder und holte keuchend seinen Sauerstoffmangel nach, während er einfach nur dasaß und lauschend wartete, ungeachtet der Blicke der Anderen, die verwirrt dem Schauspiel folgten.
Ein paar Minuten geschah nichts, doch dann geriet der Wald langsam in Bewegung. Einen Moment später schritt ein stattlicher weißer Wolf aus dem Dickicht und schaute kritisch zu der Gruppe herüber. Gleich darauf kamen auch ein paar andere Wölfe hervor und sammelten sich hinter ihm.
„Es freut mich, dass du gekommen bist, Rotauge“, sagte Luarcis und wartete dann weiter ab, ebenso wie Rotauge, der die Gruppe immer noch musterte. Er verdankte seinen Namen seinem linken Auge, das durch einen Kampf von einem starken Bluterguss durchtränkt und somit fast komplett rot gefärbt war. Er war zwar schon alt und halb blind, aber er war immer noch unangefochtener Anführer des Rudels. Neben ihm huschten nun auch noch zahllose andere Tiere aus dem Unterholz und stellten sich am Waldrand auf. Etwas abseits brach ein großes, bärenähnliches Wesen durch das Gestrüpp und schaute brummend in die Runde. Unzählige Vögel ließen sich auf den umliegenden Bäumen nieder, nach ein paar Minuten schien der halbe Wald sich am Rand der Lichtung versammelt zu haben, es war ein einmaliges Schauspiel. Luarcis nickte zufrieden.
„Wunderbar, es freut mich, dass ihr alle so zahlreich erschienen seid, ich habe eine Bitte an euch.“, sprach er schließlich und ließ dann stumm seinen Blick langsam umherschweifen, scheinbar jedes Tier einen Moment lang betrachtend. Ein paar bewegten sich hin und wieder unruhig, manche schienen beinahe soetwas wie zu nicken. Als Luarcis schließlich am Ende angelangte, nickte auch er und die Tiere verschwanden allmählich nach und nach wieder in den Tiefen des Waldes. Dann wandte er sich zu guter Letzt dem fremden Wesen zu und blickte auch ihm einen Moment lang tief in die Augen, um ihm ein paar Gedankenbilder zu zeigen.
„Nun geh, suche dir einen Platz, wo du dich wohl fühlst, du bist hier nun willkommen.“, sprach er und schaute dann mit an, wie das Wesen sich schließlich aufmachte und langsam Richtung Wald schlurfte, in dem es letztlich verschwand.
„Es wird immer jemand ein Auge auf ihn haben, ich werde erfahren, falls es Unheil stiften sollte, aber ich hoffe, dass das nicht passieren wird.“, sagte der Walddrache schließlich zu den Anderen und sah dann zu Silverdrak, die sich einen schönen Platz suchte und sich hinlegte, um sich auszuruhen.
„Ja, ich halte das auch für die beste Idee, wir haben alle viel durchgemacht und viel Kraft verloren, lasst uns eine Weile rasten. Aber ich kann euch sagen, ihr hättet euch keinen besseren Platz zum Ausruhen aussuchen können! Der Wald ist meine Heimat, er schenkt mir Schutz und teilt auch seine Kraft mit mir, das kann er mit euch auch. Macht es euch einfach bequem und ich erledige den Rest!“, sprach Luarcis lächelnd und legte sich dann ebenfalls hin.
Dann krallte er sich ein wenig in die Erde, holte Luft, schloss die Augen und fing dann allmählich an, leise zu summen. Es war eine wunderbar harmonische Melodie, die sanft über die Lichtung wehte und den Drachen allein schon ein beruhigendes, entspannendes Gefühl verlieh. Doch nach einer Weile war da noch mehr, wenn man genau hinsah, hätte man meinen können, dass sich über dem Gras, den Pflanzen und Bäumen ein schwacher goldener Schimmer ausbreitete, der langsam auf die Gruppe zu waberte und an ihren Beinen und Bäuchen, falls sie sich hingelegt hatten, empor kroch, um sie mit einem heilenden, lindernden Gefühl zu durchströmen. So ließ Luarcis seinen wortlosen Gesang ertönen, der von überall her und doch nirgends zu stammen schien, wie in Trance leicht mit dem Kopf wippend, die Augen immer noch geschlossen. Es konnten Minuten, oder auch Stunden gewesen sein, als die Melodie schließlich verstummte und er seine Augen wieder öffnete. Genüsslich streckend richtete er sich auf und schaute dann zu den Anderen.
„Wie fühlt ihr euch? Mir zumindest geht es wieder blendend, Zu Hause ist es doch immer noch am schönsten!“, rief er lachend und wartete, bis alle wieder zusammen gekommen waren. Dann fiel sein Blick wieder auf das sich immer noch schnell drehende Artefakt und seine gute Laune verflog schnell wieder.
„Wisst ihr, ich habe nachgedacht, so wie es aussieht, muss sich auf meiner Welt auch eines der Teile befinden und ich habe eine Vermutung, wo. Im Süden befindet sich eine große Wüste, nur wenige, die sie betreten haben, sind je wieder lebend zurück gekommen. Es gibt eine Legende, dass sich in ihrem Inneren ein mächtiger Sanddämon befinden soll, der ein Artefakt mit seltsamen und außergewöhnlichen Kräften bewacht. Manche sagen sogar, er sei unsterblich. Ich habe diesen Geschichten nie sonderlich viel Beachtung geschenkt, aber nach dem, was ich schon mit euch erlebt habe, könnte das womöglich ein Hinweis sein. Die Wüste ist zumindest eines der wenigen unerforschten Gebiete, in denen sich solche Geheimnisse bewahren konnten. Das Artefakt zeigt soweit ich sehen kann zumindest genau in diese Richtung. Ich denke, es gibt ohnehin nur einen Weg, um das heraus zu finden.“, sprach Luarcis schließlich und wandte sich dann in die Richtung um, mit ernster Miene. Er hätte nicht im Traum daran gedacht, sich jemals freiwillig in die Wüste wagen zu wollen. Der Wald war sein Reich, dort gab es kaum Gefahren für ihn, er gab ihm seine Kraft und seinen Schutz. Aber so wie die dichte Vegetation ihn stärker machte, so schwächte ihn die Wüste allein durch den bloßen Aufenthalt nach und nach. An diesem Ort, wo kein Leben existierte, nur karger Fels und endloser Sand, war sicher kein guter Platz für ihn. Aber er schien keine Wahl zu haben, das Schicksal hatte ihn so weit geführt und er könnte es sich nie verzeihen, seine Gefährten einfach den unbekannten Gefahren auszuliefern. Das war seine Welt und er fühlte sich für sie verantwortlich. So drehte Luarcis sich schließlich wieder zu den Anderen um und nickte bestimmt.
„Also gut, dann lasst uns aufbrechen!“ So erhob er sich in die Luft und folgte dem Weg nach Süden…

Ein scharfer, trockener Wind umwehte den Felsvorsprung, auf dem er sich nieder gelassen hatte, während er ernst auf die weite Ebene vor ihm blickte.
„Die Wüste von Mer-Neith!“, sprach Luarcis und schaute noch einmal zurück auf das Land hinter ihm, bevor er noch einmal zu Silverdraks Artefakt schaute, das sich nun schon um einiges schneller drehte, als zuvor und sich seufzend erhob, um seinen Weg fortzusetzen.
Er wusste nicht, wie lange sie schon flogen, aber es mussten schon einige Stunden gewesen sein. Stunden, mit nichts als Sand und ein paar verstreuten Felsen im Blick. Doch plötzlich hörte er einen Ruf und sah, wie die Silberne ihm bedeutete, zu landen. Das Artefakt wirbelte heftig um sich selbst und schien sogar unregelmäßig kurz aufzuglimmen. Er nickte und sah dann nach unten, wo sich ein ungewöhnlich hoher Sandberg auftürmte, sonst aber nichts zu sehen war. Luarcis landete auf ihm und schaute sich dann um, konnte aber immer noch nichts entdecken. Ratlos sah er zu den Anderen, doch auch sie wussten nicht weiter, während Silvi nachdenklich das Artefakt musterte.
Plötzlich kam ein heftiger Wind auf, obwohl die Ebene vorher komplett ruhig und keine Wolke am Himmel war. Es war ein unnatürlicher Wind, das spürte Luarcis sofort, zumal er sich auch ganz schnell auf eine Stelle ein Stück vor ihnen konzentrierte. Der Sand wurde aufgewirbelt und drehte sich heftig im Kreis, während sich ein paar Meter weiter kein Staubkorn regte. Schon bald hatte sich vor ihnen ein großer Sandwirbelsturm aufgetürmt, der sich auf der Stelle drehte. Aber dann verdichtete er sich plötzlich und zog sich zusammen. Schon bald waren leicht die schemenhaften Umrisse einer Gestalt zu erkennen. Immer mehr verdichtete sich der Sand und umspülte den Körper des Wesens, zu dem er sich formte. Allmählich wurden die sehnigen Beine sichtbar, überzogen von einer durch die Sonne gegerbten Haut mit kurzem, nur noch in Ansätzen erhaltenes Fell. Es folgten der Oberkörper und Unterleib, der mit einer leichten, verzierten Rüstung überdeckt war. Die Arme formten sich, ausgemergelt, aber mit starken Muskeln bepackt, die in großen Pranken und scharfen Krallen endeten. Der Sand enthüllte schließlich den Kopf, eine schakalartige Miene mit langen, spitzen Ohren und einer langen Schnauze, die vom Sand scharf geschliffene und blendend weiße Zähne beherbergte, die in der Sonne blitzten. Schließlich verstummte der Sandsturm und stattdessen stand vor der Gruppe eine hochgewachsene Gestalt, die mit rot glühenden Augen zu ihnen herüber starrte, das Maul zu einer höhnischen Fratze verzogen, die schließlich mit einer überaus tiefen und boshaften Stimme redete, die einem durch Mark und Bein ging und einen selbst bei dieser Hitze einen kalten Schauer den Rücken herunter jagte.
„Wer wagt es, in mein Reich einzudringen?! Ich bin Semerkhet, Herr über den Sand und euer aller Untergang!“ Dann musterte er die Gruppe eingehend und blieb mit seinem Blick schließlich einen langen Moment an dem Artefakt hängen, das Silvi vor sich trug.
„Äußerst interessant, ihr seid Drachen, richtig? Und dann gleich noch so viele davon, ein seltener Anblick. Sonst verirren sich nur törichte Menschen und ein paar Tiere hier her, auf der Suche nach Schätzen oder einem Weg hindurch. Ich hätte von Drachen eigentlich ein wenig mehr Verstand erwartet, aber gut, das gestaltet die Sache immerhin gleich viel interessanter, ich werde sicher viel Spaß mit euch haben!“, fügte er noch breit grinsend hinzu.
„Wir sind hier, weil du etwas besitzt, das dir nicht zusteht. Ein Artefakt, oder besser gesagt, ein kleines Teilstück davon, das einer ganzen Welt helfen kann, fortzubestehen. Wir haben Grund zur Annahme, dass es sich in deinem Besitz befindet, also gib es heraus! Es hat für dich doch ohnehin keinen Nutzen!“, sprach Luarcis schließlich mit fester, aber doch ungewisser Stimme. Plötzlich fiel der Dämon in schallendes Gelächter, das noch unheimlicher war, als seine Stimme, bevor er erneut zu sprechen begann.
„Soso, ein Artefakt? Das ist also euer Ziel. Viele haben schon danach gesucht, doch alle hat dasselbe Schicksal ereilt, von ihrer Existenz zeugt nur noch der Staub unter euren Füßen! Warum sollte ich euch helfen? Ob etwas für mich von Wert ist, entscheide schließlich immer noch ich selbst. Ihr seid auch nicht anders, als all die törichten Schatzsucher vor euch. Ich habe einen anderen Vorschlag, ihr gebt mir dafür einfach EUER Artefakt, ich verspreche auch, dass ich es gut aufheben werde!“, rief er immer noch lachend.
„Das werden wir ganz sicher nicht tun, überlege es dir, wir sind nicht so schwach, wie ein paar abenteuerlustige Schatzsucher und wir haben keine Zeit, uns lange mit solch abstoßenden Kreaturen mit schlechtem Mundgeruch wie dir herumzuschlagen!“, rief Luarcis noch.
Der Dämon kniff die Augen zusammen und knurrte auf, behielt aber die Fassung und begann schnell wieder zu grinsen.
„Ich hatte gehofft, dass ihr das sagt, es wäre ja langweilig gewesen, wenn ihr freiwillig aufgegeben hättet! Wisst ihr, ich bekomme nicht gerade häufig Besuch und sonst gibt es hier auch nicht gerade viel Interessantes, da freu ich mich um etwas Gesellschaft und Unterhaltung doch ungemein. Macht es mir bitte nicht zu einfach, ich möchte doch möglichst lange mit euch Spaß haben!“, rief er auflachend und hob dann seine Arme, während er sich konzentrierte.
„Ihr habt keine Ahnung, wen ihr hier vor euch habt! Seht her und erlebt meine Macht, die euch schon bald vernichten wird!“ Dann hielt er seine Pranken über den Sand vor sich und fing an, in einer seltsamen Sprache zu reden.
„Aba sen artu sen her-a…sekheper nef sekhu nef…oetet khet er ek…au nem-na! Au nem-na! Au nem-na!!!“ Es musste eine uralte Sprache gewesen sein, denn Luarcis hatte sie noch nie zuvor gehört, er wusste nicht, was die Worte bedeuteten, aber er ahnte Schlimmes.
Plötzlich bewegte sich der Sand und an mehreren Stellen bildeten sich kleine Hügel, bis auf einmal eine knochige Hand daraus hervorschoss und zitternd umhertastete. Allmählich folgte ein ganzer Körper, der sich mühevoll aus dem Boden grub, bis sich eine hagere Gestalt langsam aufrichtete. Es war ein Mensch, oder zumindest war es das vor langer Zeit einmal gewesen. An einigen Stellen waren blanke Knochen zu sehen, nur manchmal hing noch ein Fetzen schwarzer Haut oder etwas verrotteter und zerrissener Stoff herab. Nach ein paar Minuten stand eine ganze Schar untoter Krieger neben dem zufrieden dreinblickenden Semerkhet. Die meisten waren Menschen, meist gespickt mit Schwertern oder Säbeln, aber es gab auch ein paar Tiere und übergroße Insektenwesen darunter, verlorene Seelen, die dem Sanddämon einst zum Opfer gefallen waren.
Angewidert betrachtete Luarcis die armseligen Kreaturen, die der Dämon herauf beschworen hatte, trotz ihres abstoßenden Anblicks hatte er Mitleid mit ihnen, sie hatte ein schlimmeres Schicksal ereilt, als der Tod, denn sie hatten nicht einmal dann ihre Ruhe gefunden. Zornig blickte er zu Semerkhet, er würde dafür bezahlen, dass er so verachtend mit dem Leben umging, Luarcis konnte nicht zulassen, dass dieser Dämon weiter eine solche Schreckensherrschaft verbreitete.
„Darf ich euch meine getreuen Untertanen vorstellen? Sie sind nicht besonders schön und auch nicht sehr gesprächig, aber sie sind nützliche Werkzeuge für meine Zwecke. Ihr habt euch sicher viel zu erzählen, na, ihr habt ja auch eine ganze Ewigkeit, euch näher kennen zu lernen!“, rief Semerkhet noch höhnisch lachend und wandte sich dann an seine Mumienkrieger.
„Ahim Yu Setna!!“, brüllte er und zeigte dabei auf die Gruppe. Man brauchte diese Worte nicht zu verstehen, um zu wissen, was sie bedeuteten. Die Krieger ließen ein lautes Brüllen ertönen, die Münder und Mäuler unnatürlich weit aufgerissen, aber schließlich hatten die Meisten nur noch ein paar lose Sehnen, mit denen ihre Kiefer gehalten wurden. Dann stürmten sie los und den Berg hinauf, für Wesen ohne festes Fleisch auf den Knochen ungewöhnlich schnell. Luarcis kniff die Augen zusammen und wandte sich dann schnell zu den Anderen um.
„Ich fürchte, wir kommen um einen Kampf nicht herum. Zeigt keine Gnade, denn sie werden es auch nicht tun! Ihre Seelen sind ohnehin schon seit langer Zeit verloren, das sind nur noch leblose Hüllen, die nur einen einzigen Befehl befolgen. Ihr müsst sie vollständig vernichten, denn solange noch eine Hand von ihnen existiert, werden sie versuchen, euch damit zu erwürgen. Seid vorsichtig, sie stehen unter einem unheiligen Zauber und sind sicher stärker, als sie den Anschein haben!“, rief er und wandte sich dann knurrend um, um ebenfalls ein Brüllen ertönen zu lassen, die ersten Mumienkrieger musternd, die sie schon beinahe erreicht hatten und die Schwerter zum Angriff erhoben…

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#85 Beitragvon Magan » So 02 Dez, 2007 00:48

Interessiert hörte Magan Silverdraks Ausführungen zu. „Ich glaube du hast Recht. Ich hatte noch nie im Leben das Dazwischen so direkt anrufen. Darum habe ich nie darauf geachtet, was diese Reisen ermöglichte. Ich glaube ich kann es nun…ähm…ich weiß nicht genau wie ich es sagen soll, aber ich glaube ich kann es Spüren“, sagte Magan etwas unsicher. Dann hörte er Luarcis Ausführungen zu, doch auch wenn er nichts sage, so glaube er weniger daran, dass die Kraft, die in diesem Wald floss ihn wirklich helfen konnte. Bis jetzt konnte es keine Energie, die er auf anderen Welten traf. Sie waren viel zu unterschiedlich zu den Energien, die Magan normalerweise nutzte und die es auf Morlen gab.
Dennoch entschloss sich Magan es auf einen Versuch ankommen zu lassen. Den immerhin, so dachte er sich, ist es die Kraft des Waldes, die wohl was Ähnliches ist wie mein Humuselement
Wenigstens brauchte er sich nicht um dieses Tier sorgen zu machen, da es wohl hier in diesem Wald sicher war und so würde er Tarars Nörgeleien entgehen, die sicher bald anfangen würden, da sie doch immer nach ihren Schützligen, wie sie Lebewesen nannte, die sie rettete, schauen wollte.
Er suchte sich ein gemütliches Plätzchen auf der Lichtung, wobei er allerdings wieder seine verletzte Pfote vergaß. Bevor er es vergessen konnte jaulte er kurz vor Schmerz auf. Seine Pfote pochte mittlerweile immer heftiger und er konnte nur hoffen, das sie bald heilen würde.
Von Magans Schwanzende ging ein seltsames scharrendes Geräusch aus und eine rote Klinge fuhr aus seiner Schwanzklinge. Diese Klinge konnte man mit einem Dolch vergleichen und Magan benutzte sie um Runen zu Zeichnen, denn sie war nicht nur fein, sondern konnte dazu noch einiges an Energie speichern. Mit seiner roten Klinge schieb Magan nun einen Kreis aus Runen um sich herum auf den Boden. Auch wenn Magan nach Morlenstandart nicht sehr gut als Magier war, sonder viel eher die ihm gegebenen energetischen Fähigkeiten richtig gut nutzen konnte, so hatte er dennoch den einen oder anderen Zauber drauf. Der Zauber, denn er nun verwenden wollte, mussten alle Jimadra lernen, da diese auf fremden Welten nicht selten auf Elemente trafen, sie ich von denen auf Morlen unterschieden. Doch dank diesen Zauber, konnte man Energien Umwandeln, ohne sich selber dafür ansträngen zu müssen. Allerdings war er schwach und so konnte Magan nur hoffen, dass diese Waldkraft den Elementen auf Morlen ähnelte.

Nachdem der Zauber vollendet war legte sich Magan hin und Schlief sofort ein, während ein seltsamer silbergrauer Käfer auf Magans Kopf die Umgebung im Auge behielt. Noch im Schlaf konnte Magan spüren wie sein Zauber wirkte und die wirklich sehr ähnliche Energie ihn durchströmte.

Interessiert beobachtete Tarar das treiben um sich herum und wandte sich schlussendlich wieder der kleinen Flir zu. Sie legte den Kopf schief, als die Feenfeuerechse ihre frage stellte.
„Was ich bin?“, wiederholte sie mit einem Lachen in der Stimme, nur um gleich darauf zu sagen, „Ich bin wohl ein Drache, also wohl genau so was wie du würde ich sagen. Unsere Gattung nennt man Traumdrachen und wir sind überall und nirgends beheimatet. Sonst würde ich mich aber nicht für weiter interessant halten“.
Nachdem sie die Feuerechse noch etwas weiter gemustert hatte sagte sie: „Und wer genau bist du? Ich muss mich schließlich bei dir bedanken. Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich ist mir einer Illusion so viel zu bewirken“
Mit diesen Worten ließ sie eine Schere über ihrer Kralle erscheinen, die eine exakte Kopie von Flirs voriger Technik war. Traumdrachen hatten die Fähigkeit, sich Zauber und Fähigkeiten von Andern bei derer Anwendung zu erlernen.
Mit neugierig grünen Augen schaute sie die Feenfeuerechse weiter genau an, denn sie brauchte keinen Schlaf und regenerierte sich bereits.


Als Magan erwachte pochte seine Pfote immer noch, doch der Schmerz war erträglicher geworden, auch wenn er nicht ganz verschwunden war.
Doch kaum das er sich versah, so hatten sie nun wieder ein neues Ziel und Magan musste seine Gedanken auf das Bevorstehende richten. Doch die Energie des Waldes hatte geholfen und Magan konnte reine Energie richtig pulsieren spüren. Die äußerte sich vor allem in einem glänzenden und volumigen Fell, das er nun hatte. Auch schien sein Fell ein paar Bunte stellen mehr zu haben, die doch stark an Tarars „Haut“ erinnerten.
Auch Tarar erhob sich, mittlerweile kannte sie wohl den Körper von Flir auswendig und ihre Neugier war zu einem gewissen grad gestillt.

Schon wieder eine Wüste, dachte sich Magan, als sie diese erreichten. Er hatte eigentlich keine Lust gehabt wieder in so einen trockenen Ort zu gehen. Doch es blieb ihnen keine Wahl. „Wieso können diese Ringe nicht mal an einen gut zu erreichenden und ungefährlichen Ort liegen“, fragte er sich Laut.

Als der Dämon erschien ging Magan in Verteidigungsposition, doch er erschrak nicht zu sehr vor dem Dämon, als mehr von der unglaublichen Macht die er spürte. Da er sich sehr lange mit seinem Bruder abgegeben hatte, war er so was wie Geister und Dämonen gewöhnt.
Entsetzt beobachtete er, wie die Untoten sich erhoben und gab Luarcis im Stillen vollkommen Recht. Wieder hörte man ein Scharren von Magans Schwanzsprite und die kleinen Platten begannen sich zu verschieben, bis sie eine Lange Klinge Bildeten, die einem Schwert ähnelten.
Doch bevor er anfangen konnte hörte er jeden „HALT“ schreien. Magan kannte diese Stimme sehr gut und er brauchte sich nicht nach Tarar umzudrehen. Erst jetzt merkte er, dass er seinen „magischen Blick“ noch gar nicht aktiviert hatte und holte dies gleich nach. Entsetzt trat er gleich darauf zurück, als er merkte, das er von einer modrig schwarzen Energiesuppe umgeben war, die ihn eine weite Sicht raubte. Magan kannte sich nicht mit Essenszaubern (so nennt man alle Zauber die irgendwas mit Dämon, Tod, Geister usw. zu tun haben) aus und konnte deshalb auch keine Seelen erkennen, doch diese Energie des Todes war so stark, das er diese Fähigkeit nicht brauchte.
Nun drehte er sich nach Tarar um und sah, dass sie auf den Hinterbeinen stand. Ihre eine Pfote war umhüllt von weißer Energie, während ihre andere Pfote von schwarzer Energie umgeben war. Magan begriff sofort was wie da machte, nur zu oft hatte er diesen Zauber bei seinem Bruder gesehen, doch er hätte nicht geahnt, dass Tarar diesen Zauber kannte. Doch er verstand nicht was sie vorhatte, den dieser Zauber, der sich Seelenversieglung nannte wurde normalweiße benutzt um einen Geist zu fangen. Bei so vielen Untoten wäre er doch vollkommen nutzlos.
„Sie haben noch Seelen in sich, sie sind gefangen ihn ihren verrotteten Körpern. Wir müssen ihnen helfen und nicht einfach so vernichten“, sagte Tarar mit trauriger Stimme.
Magan, der nun verstehen konnte, was mit ihr los war, wusste aber, das es nicht so einfach war, wie sie sich das vorstellte und sage deshalb zu ihr: „Die Seelenversieglung ist doch nicht für solche Vorfälle gemacht. Wie kann doch nicht funktionieren, vor allem nicht wenn die Aura des Dämons die ganze Fläche bedeckt. Außerdem sind es viel zu viele, wir können nicht alle zu dir Schleppen“.
„Ich weiß“, antwortete Tarar, „Versucht aber so viel ihr könnt zu mir zu bekommen. Ich werden den Zauber etwas umwandeln, so das er für diese Zwecke reicht, aber wenn ihr nur geschwächte Untote bringt wäre ich euch sehr dankbar, ich glaube sonst schafft es mein Zauber nicht“. Schon fing Tarar an mit den einzelnen Fingersymbolen an. Der ganze Zauber bestand auf 5 Symbolen die mit einem Dreieck endeten. Je öfter Tarar diese Symbole wiederholte, desto mehr vermischte sich die Weiße mit der Schwarzen Energie und bildete eine dunkle, graue Aura. Nachdem Tarar mit der Farbe zufrieden war, stieß sie ihre Pfote in den Sand woraufhin sich die graue Aura von ihren Arm über den Boden zu verteilen begann, bis diese einen Kreis bildete. Magan konnte schwache Runen erkennen und wusste genau, dass Tarar wohl mit dem Zauber erfolg hatte, den es war nicht der, denn er kannte. Nun konnte er nur hoffen, dass er auch wirkte.
Magan war, während Tarar den Zauber vorbereitet hatte, aus reiner Gewohnheit vor sie getreten um sie zu schützen. Nun sah er eine Mumie auf sich zukommen und reagierte sofort. Mit einer Halben Drehung seines Körpers, ließ er seine Schwanzklinge den Kopf des Untoten von dessen Körper schneiden. Der Kopf rollte in das Runenfeld, wo er anfing zu zischen. Kurz darauf fing er Feuer und Magan konnte nun auch ohne die Begabung Seelen zu sehen erkenne wie ein schwaches Blaues Licht von dem verkohlten Schädel aufstieg und verschwand. Nun war sich Magan sicher, dass der Zauber wirkte.
„Bitte tut was Tarar sagt auch wenn es nun mehr umstände macht. Diese Menschen verdienen so ein Leben nicht, bringt die Teile die ihr könnt in den Runenkreis, wen es geht. Wir werden sicher nicht alle Seelen retten können, aber wenigstens ein paar.“, sagte Magan zu den Anderen, bevor er sich dem Rest des Untoten stellte.
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#86 Beitragvon Seriva Senkalora » Mi 02 Jan, 2008 01:10

Seriva bemerkte, dass auch die anderen von diesem plötzlichen Ortswechsel nicht wirklich begeistert waren. Gerade dem reiseunlustigen Vortex passte das gar nicht, wie sie aus seinem Stöhnen schloß. Mit einem Seitenblick auf Zeenpha, der sich streng umblickte, folgte sie Flir zu Vortex und hob ihn auf die Füße.
"Hey Du, alles in Ordnung bei Dir?", fragte sie ihn etwas besorgt.

Zephir bewunderte das viele Grün. Es war eine weitere Abwechslung zu den kargen Bergen und der sandigen Wüste. Sie zupfte einen der langen Grashalme aus und begann darauf herumzukauen. Ein sanfter Wind strich über die Halme hinweg und ließ sie sich sanft biegen.

Seriva blickte über die kleine Kuppe hinweg zu den anderen. Ein paar kleinere schwarze Rauchwölken schienen von Fail zu stammen, der eben noch durch das Gras geflitzt war.

Als Luarcis erfreut zu erzählen begann, dass dies seine Heimat sei, lauschte Zephir interessiert. Mit dem kleinen weißen Drachen auf dem Rücken ging sie näher an den großen weißen heran, legte sich ins Grad und hörte gespannt zu.

Auch Seriva hörte was Luarcis erzählte. Mit einem Kopfnicken bat sie Vortex mit zu den anderen zu kommen und ging zurück um ebenfalls Luarcis zuzuhören.

Ihre ersten Menschen die Zephir sah versetzten die Feuergreifin so in Aufregung, dass sie vor Schreck zwei kleine Flammen hustete. Rasch patschte sie auf den glühenden Grashalmen herum um den kleinen Brand wieder auszumachen. Geschützt von den Beinen der Drachen näherte Zephir sich so weit es ging den Menschen. Lu versetzte diese in Schlaf und Zephir nutze diesen Moment der Wehrlosigkeit um die Spezies etwas näher anzuschauen.

Das Erscheinen des Wesens ließ auch Seriva an die manchmal unergründlichen Wege des Dazwischen denken. Sie kannte die seltsame Art von Humor aus den Erzählungen von Silverdrak. Die Rote ließ das Wesen auch dann nicht aus den Augen, als es sich friedlich hinkauerte und keinerlei Anstalten machte sie anzugreifen.

Luarcis brüllte und das erschrak Zephir sehr. So sehr, dass sie zusammezuckte und erneut Flämmchen hustete. Erschrocken blickte sie zu Silvi auf und versuchte rasch mithilfe ihrer flauschigen Schwanzspitze die rußigen Stellen an ihrem Vorderbein wegzupolieren.

Seriva beobachtete wie Luarcis den ganzen Wald um sich versammelte. Sie legte sich ebenfalls in das verlockend weiche Gras, da auch ihr die Müdigkeit in die Knochen schlich. Nachdem das Wesen fortgegangen war, spendete Luarcis ihnen allen eine wunderbare Erholung. Er füllte die Reserven der Drachin auf und Seriva nutze die Energie um sich selbst quasi wieder aufzuladen. Spaßeshalber ließ sie kleine, goldene Energiefunken über ihre Stacheln springen.

Zephir stöhnte innerlich auf als Lu eine Wüste erwähnte. Die Energiespende hatte auch der Feuergreifin sehr gut getan, aber allein der Gedanke sich wieder in eine sandige Einöde zu begeben katapultierte ihre Laune wieder in den Keller. Auch wenn die schwarz-rote Greifin Sand tagtäglich gewöhnt war, hasste sie ihn. Sie hasste es wie er sich zwischen den Federn und im Fell festsetzte, wie er zwsichen den Schnabelkanten knirschte und in den Augen brannte.

Als die anderen aufbrachen blickte Seriva sich erneut nach Vortex um.
Er schien inzwischen zu ihnen gekommen zu sein. Flir war immer noch um seinen Arm gewickelt, was den Eindruck eines schimmernden Armbandes erweckte. Diese Vorstellung brachte Seriva zum Grinsen.
Das Zetern des Raptors ignorierend packte Seriva ihn und setzte sich ihn wieder auf den Rücken.
"Komm Kleiner, wir fliegen weiter. Ich fürchte zwar, dass Dir der Ort nicht gefallen wird, aber wir können Dich ja hier nicht alleine lassen."
Der Gedanke daran bald wieder in einer kuschelig warmen Wüste mit von der Sonne erwärmten, weichen Sand zu sein erfreute Seriva.

Missmutig landete Zephir hinter den anderen auf dem Plateau. Der warme Wind trug Sandkörner mit sich, die sich im Fell und den Federn festzsetzen. Sie legte die Ohren an um sie vor dem Wind zu schützen.

Seriva beobachtete den Sandhaufen. Seine Energiestruktur war ungewöhnlich. Kurz darauf erhob sich ein Sanddämon aus dem Haufen.
Sie hörte dem Gespräch zu und bereitete sich bereits auf einen Kampf vor, da sie spürte, dass es darauf hinauslaufen würde.

Die Mumienkrieger wankten auf sie zu und Zephir ergriff die Flucht nach oben. Zumindest wollte sie das. Ein plötzlich aufkommender, sandiger und heißer Wind drückte sie zurück auf den Boden. Keuchend spie Zephir Sandkörner aus und blickte sich schutzsuchend um.

Serivas Augen blitzen auf, als die Untoten erschienen. Ihre Ahnung hatte sich bestätigt, dieser Sand war erfüllt von der tiefbösen Macht des Dämoneherrschers. Sie sah, wie Zephir erfolglos versuchte zu fliegen. Daraufhin zog die rote Drachin die Flügel eng an den Leib und wandte sich an Vortex:
"Es wird jetzt heftig, ich werde nicht fliegen können, aber das brauche ich auch nicht. Halte Dich gut fest."

Zephir wandte sich hilfesuchend an Sky, der immer noch auf ihrem Rücken lag.
"Was soll ich tun, ich habe Angst!"

Ein leuchtend grellroter Blitz zischte knapp über dem Boden entlang und schlug in die Horde der Untoten ein. Knochen wirbelten umher und einige der Krieger verwandelten sich wieder in den Staub aus dem sie gekommen waren. Den wütenden Blick den Tarar ihr daraufhin zuwarf konnte Seriva förmlich spüren. Entschuldigend zuckte sie mit den Schultern und wandte sich wieder dem Herr der Untoten zu.
Mit einem fiesen Grinsen sprang sie direkt auf die Skelette zu, wobei sie darauf achtete, dass sie nicht eingekreist wurde und immer einen Fluchtweg offen hatte. Die rote Drachin bekämpfte die Skelette mit Schockwellen die ihre Knochen zerbersten ließen. Wann immer sie einen zu packen bekam warf sie ihn in den magischen Kreis der Traumdrachin. Der Großteil aber wurde von Serivas pulsierender Kraft zermalmt.
Einer Eingebung folgend stieß sie beide Vorderklauen in den Wüstensand und pumpte eine Ladung Energie hinein. Der Sand um sie herum wurde von der entstehenden Schockwelle mitgerissen und lief in großen Wellen kreisförmig von ihr weg. Dabei riß der Sand mehrere Krieger mit und begrub sie unter sich. Seriva packte die einzelnen Teile die aus dem Sand ragten und warf sie allesamt zu Tarar. Regelmäßig entwich eine blaue Seelenflamme aus den Überresten.
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Cyber Zipclaw
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#87 Beitragvon Cyber Zipclaw » Mo 11 Feb, 2008 18:31

Als sich Zeenpha ein wenig beruhigt hatte - er ärgerte sich sehr über diesen plötzlichen Ortswechsel, der seiner Meinung nach einfach nur stümperhaft vollzogen wurde - suchte er nach Vortex. Erst konnte er ihn gar nicht ausmachen, weil immer noch eine gewisse Desorientierung ihn plagte. Aber dann sah er zu den anderen und wie Silvi mit ihrem... Gerät... irgendetwas herumprobierte. "Der taucht schon noch wieder auf." dachte er sich und beobachtete die silberne Drachin. "Aha, das Ding dient also als eine Art Kompaß" stellte er schließlich fest. Das Wort "rasten" empfand er als eine sehr gute Idee.


Vortex hatte keine Lust, sich zu den anderen zu gesellen, daher bevorzugte er es, allein und mit etwas Abstand zu ihnen zu bleiben. In ihm herrschte eine Mischung aus Wut und Verwirrung. Wut darüber, daß er es wieder nicht geschaft hat, an das Amulett zu kommen und verwirrt war er über die Gesamtsituation, die für ihn bislang nichts als Ärger eingebracht hat. Daß er nun auf einem völlig fremden Planeten war, trug noch einmal kräftig zur Wut und Verwirrung bei.

"Verlaufen?" hörte er plötzlich eine zirpende Stimme, die ihn aus seinen Gedanken riß. *Na, das ist ja klasse...* knurrte er vor sich hin und starrte Tsi verärgert an.

"Ich weiß!" antwortete er plump. "Wenn's ihnen Spaß macht, könnenen s'... auch tun." Er hoffte, daß ihn Tsi nun in Ruhe läßt. Aber zu früh gefreut... ein großer Schatten neben ihm tauchte auf, der sich als Seriva entpuppte.

"Mit mir iiiiiist...!" Es paßte ihn ganz und gar nicht, wie Seriva ihn hochhebte und wieder hinstellte. "... in Ordnung... Dannnke!" er versuchte seinen Unmut zu unterdrücken, was aber nicht so einfach war, wenn man schon geladen ist und keine Möglichkeit hat, sich abzureagieren.


Zeenpha hörte Luarcis genau zu. Schon lange hatte er niemanden mehr eine Geschichte erzählen gehört und fand es in gewisser Weise entspannend. Mißtrauisch beäugte er die zwei Menschen, die sie beobachteten, aber laut Luarcis' Ausführungen würden sie sich an nichts erinnern können. Das beruhigte ihn natürlich sehr, aber trotzdem. Was er immer noch nicht so verstand, war daß auf so vielen Welten Menschen leben. Und was ihn noch mehr erstaunte... sie unterschieden sich kaum voneinander. Diese zwei Menschen dort hinten sahen den Menschen auf Terran so ähnlich... das konnte doch kein Zufall sein, oder? Lange Zeit hatte Zeenpha darüber nachgedacht, warum es Menschen auf so viele Welten gab. Bisher hatte er noch keine Antwort gefunden gehabt. Auf Terran tauchten sie einfach eines Tages auf, bemerken tat er ihre Anwesenheit erst, als er Nachforschungen erstellte, warum der Planet aus dem Gleichgewicht geriet... Erst als sämtliche Tiere der Umgebung auftauchten erwachte Zeenpha aus seinen Gedanken.

"Äh...?" Daß Luarcis das Wesen einfach so ziehen ließ, fand er etwas seltsam, aber dieser Drache wußte sicher genau was er tat, also beließ er es dabei.


Auf Seriva's Bitten sich der Gruppe zu nähern, drehte sich Vortex stumm um. Er wollte allein sein und nachdenken, wie es jetzt weitergehen sollte. Dabei versuchte er Tsi von seinem Arm abzuschütteln. Aber dieses kleine Wesen hatte sich so um seinen Arm geschlungen, daß selbst heftiges Schütteln nichts brachte. Resignierend ließ er Tsi in Ruhe und sah zu seinem künstlichen Arm. Er drückte daran eine Taste und ein paar Zahlen erschienen auf dem kleinen Display. *Hm... auf die Uhr ist auch kein Verlaß mehr.* Es war die Uhrzeit, die ihm angezeigt wurde - auf Terran war es mitten der Nacht.


Da alle anderen sich hinlegten, tat das nun auch Zeenpha. Er schloß die Augen und döste. Bis eine Art Gesang hin wieder aufweckte. Doch es schien Luarcis zu sein, dessen beruhigender und entspannender Gesang ihn geradezu schläfrig machte und schon bald hatte er dem Schlaf nichts mehr entgegenzusetzen.


Auch Vortex hörte den Gesang und konnte sicht nicht länger dagegen wehren, auch einzuschlafen. Der Schlaf tat dem Velociraptor richtig gut. Als er wieder aufwachte, war seine Wut fast wie weggeblasen und allgemein fühlte er sich geradezu frisch und fähig, sich weiteren Gefahren entgegenzusetzen. Schnell schielte er zu den anderen. Jeder für sich schon nun auch aufzuwachen und scheinbar mit neuer Stärke beschenkt worden zu sein. Auch wenn es ihn erleichterte, so ärgerte es ihn, daß auch Zeenpha erfrischt schien.


"Eine Wüste? Oh, Mann... nicht gerade mein Lieblingsterrain, aber na gut." Zeenpha mochte Wüsten nicht besonders. Trocken und trostlos. Immer wieder mußte er dabei an etwas erinnert werden, was er seit langem versucht zu verdrängen. Aber er war gewillt zu helfen - auch wenn ihm nicht bewußt war, warum er das wollte. Jederzeit könnte er ein Portal öffnen, sich Vortex schnappen und zurück nach Terran reisen.


*Ihr könnt mich mal... kreuzweise...* knurrte Vortex, als er von den nächsten Plänen erfuhr. Ganz egal, ob Tsi nun immer noch an seinem Arm hing, er war entschlossen, die Gruppe zu verlassen und sich in die Wälder zu schlagen. Doch soweit kam er nicht, denn kaum setzte er zum Spurt an, wurde er von einer Kralle gepackt und auf einen Rücken postiert. Er fluchte laut, aber das schien Seriva nicht zu beeindrucken. "Werde ich denn überhaupt nicht mehr gefragt, oder was!?" Zeenpha fand das ganz lustig.


Das Ziel vor Augen, wurde Zeenpha langsamer und zögerte. Er spürte etwas, etwas was ihm ganz und gar nicht gefiel. "Leute? Das gefällt mir nicht." sagte er, nachdem er zusammen mit den anderen auf dem Plateau gelandet war und die seltsamen Sandhaufen sich auftürmen sah.

Während die anderen gegen die Untoten kämpften, versuchte Zeenpha herauszufinden, was hier genau vorging. Vortex schien auf Serivas Rücken weiterhin sicher zu sein, was ihn beruhigte. Er sah sich den Kampf aus nächster Nähe an. Seine Kräfte waren hier geringer, als auf Terran, daher mußte er sparsam damit umgehen. Was diese Traumdrachin da machte, verstand er nicht so recht. Aber sie wußte schon was sie tat, dachte er sich. Er versuchte möglichst nicht in einen Kampf verwickelt zu werden, aber daß er von Untoten angegriffen wurde, konnte er halt nicht verhindern. Und so kümmerte er sich nur wenig darum sie zu "verletzen", sondern packte sie einfach mit dem Maul und schleuderte einen nach dem anderen zu Tara, während er weiterhin einer Spur folgte, die er nicht sehen konnte, nur fühlen. Irgendwas war da unter dem Sand und je näher dem kam, desto stärker wurde das Gefühl, daß da etwas war.

Er hatte den Dämon fast halb umrundet, als ihm auffiel, daß dieser ihn scheinbar überhaupt nicht bemerkte. "Wieso sieht der mich nicht? So klein bin ich doch nicht...?" wunderte er sich. Zeenpha versuchte weiter der Spur zu folgen, die tatsächlich um den Dämonen herumführte. Kein Blick fiel auf ihn, keine Gegenwehr... nichts. Als er hinter dem Dämon angekommen war, hörte die Spur urplötzlich auf. Doch es war nichts zu sehen oder unter dem Sand zu erkennen. Verwirrt starrte zu den anderen zurück und versuchte jemanden auf sich aufmerksam zu machen.

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#88 Beitragvon Silverdrak » Di 19 Feb, 2008 23:01

Silvi beobachtete die anderen und drehte sich schließlich zu Luarcis, der diese Welt als seine Heimat wieder erkannte. Von seinen Fähigkeiten beeindruckt, beobachtete die Silberne wie er die viele Tiere rief und das seltsame Geschöpf, das ihnen offenbar durch das Dazwischen gefolgt was... oder wurde, in die Umwelt integrierte.

Fail ließ ein erstauntes. "Ooooh..." hören und grübelte einen moment lang darüber nach ob er sich den weißen Wolf mal aus der Nähe ansehen sollte doch Silvi hielt ihn davon ab um zu vermeiden, das in seiner Aufregung irgendwas oder -wer in Flammen aufging.

"Ein Traumdrache?", fragte Flir und betrachtete Tarar eine Weile. "Ich bin Flir Finver. Feendrachin. Es war nicht die Illusion die deinen Zauber stoppte. Das war nur der Hübsche Mantel über dem eigentlich Geschehen." erklärte die kleine Drachin. Was sie gemacht hatte blieb ihr Geheimnis (und war oben irgendwo schon mal erklärt *schreibfaul*)
Begeistert von den vielen Tieren die plötzlich auftauchten, hopste sie freudig auf und ab. Dieser Wald war gesund und er gefiel ihr viel besser als der Wald in dem sie vorher gewesen waren.

Silvi musterte den dunklen Fleck auf ihren Schuppen, aber da die Greifin ihn wieder weg machte blieb sie ruhig. Zephir schien ein etwas nervöses Wesen zu sein. Die Silberne hoffte nur sie würde nicht jedes mal ihre Schuppen schwärzen.

Tsi blinzelte Vortex nur an und machte laute die stark an ein Kichern erinnerten. Der Raptor was lustig und besser als eine Fahr mit der Achterbahn auch wenn sie sich nach dem ganze Geschüttel etwas seltsam fühlte.

Als die anderen schließlich eingeschlafen waren. Er hob sich die Silberdrachin und verschwand im Dazwischen. Als sie es verlies erschrak sie entsetzlich als der massive Schädel des Platindrachen sie anstarte in den sie fast reingerannt wäre.
"Aha! Ich habe dich bereits erwartet...!", meinte Mar'self grinsend.
Silvi atmete einmal tief durch. "Musst du mich so erschrecken? Woher...", begann sie doch ehe sie fragen konnte wo her er wusste das sie kommen würde sprach der Drache los.
"Du bist ein Wesen meiner Welt. Ich spüre sowas. Außerdem kenne ich dich gut genug um dein Verhalten etwas einschätzen zu können.", sagte der Platinfarbene, das ihm das Dazwischen was über ihr kommen geflüstert hatte ließ er geschickt weg. Silvi konnte ja nicht wissen, dass er einen Pakt mit dem Dazwischen hatte. Ein sehr alter Pakt, ein altes Versprechen aus einer Zeit an die sich niemand mehr erinnern konnte. Ein Abkommen zur gegenseitigen Hilfe.
"Der Ring!" bat er schließlich mit einem bestimmten Unterton und streckte die Klaue aus.
Die silberne betrachtete den Ring einen Moment und händigte ihn dann aus.
Interessiert betrachtete der Planetenwächter das Artefakt.
"Sehr schon... Gute Arbeit! Fehlen nur noch 4...", kurz drehte sich der Drache um dann aber wieder zurück. "Hier! Nimm das mit. Vielleicht kannst du es brauchen." Damit hängte er der Silbernen einen einen Beutel um den Hals, dessen Inhalt den Stoff aus dem er gemacht war ziemlich ausbeulte.
"So und jetzt geh wieder zurück. Ich hab zu tun.", damit verschwand Mar'self im dunkel seiner Höhle.
Schweigend blickte sie dem Drachen einen Augenblick hinterher und zuckte dann mit den Achseln.

Kurz darauf befand sie sich wieder auf der Heimatwelt des weißen Drachen. Gemächlich trottete sie zu den schlafenden Menschen und musterte sie eine Weile. Auch wenn sie sich an nichts erinnern würden, würden sich sich sicher wunder warum sie so mitten in der Gegend zusammengeklappt waren. Kurzer hand griff sie sich die beiden und schritt mit den Flügeln weddelnd auf den Hinterbeinen zu einem Heuhaufen und legte sie dort ab. Arrangierte kurz die Arme und Beine zu gemütlichen Positionen. Dann betrachtete die Drachin ihr Werk und nickte. Jetzt würden sie sicher denken sie hätten eine Pause gemacht und wären dabei eingenickt. Ja, das fand sie gut. Zufrieden kehrte sie zu den anderen zurück und beobachtete die beim Schlafen. Da sie zur Hälfte ein Elementar war und sich nicht so verausgabt hatte wie die anderen brauchte sie nicht so viel Schlaf. Im liegen schaltete ein Teil ihres Körpers ab und ruhte sich aus während der metallische Teil aktiv blieb und wachsam die Umgebung im Auge behielt. Doch alles war ruhig.

Am nächsten morgen schien alles recht schnell zu gehen. Die neue Wegrichtung war schnell bestimmt und der seltsame Haufen setzte sich in Bewegung erst als sie eine Wüste erreichten kam wieder unruhe auf, hauptsächlich verursacht durch einen Dämon, dem es wohl gar nicht gefiel das sie da so rum liefen. Gedankenverloren betrachtete Silvi die Untote. Firnor hätte das sicher toll gefunden, hätte seine eigene Untote Armee gerufen nur um zu schaun wer der bessere Nekromant war.


Weit weit weg grollte Firnor verärgert vor sich hin. Es sollte endlich weg gehen. So konnte er sich nicht seinen Untergebenen zeigen. Er würde total dämlich aussehen und er musste Eindruck schinden um sicher zustellen das sie nicht auf dumme Gedanken kamen. Wieder erzitterte sein Körper krampfhaft. Ein Glück das er beim Zaubern nicht unbedingt auf viele Worte angewissen war. Sonst würde das in einer Katastrophe enden. Eilig malte er ein paar Zeichen in die Luft, wartete dann das nächste schütteln ab und sprach dann hastig ein paar magische Worte bevor er unterbrochen werden konnte und das den Zauber vermurkste. Mit einem Poltern erschien eine schwarze fein verzierte Truhe. Ein paar weitere schnelle Worte öffneten das Schloss zu dem es keinen Schlüssel gab und schließlich grub der finstere Drache in einigen Abständen geschüttelt in der Truhe rum bis einer ein kleines Buch heraus fischte. Erfahrene Dämonologen hätten vermulich den Dämonischen Begriff für Hausmittelchen wieder erkannt. Fanatisch begann begann Firnor darin zu blättern. "esss.... essss...." murmelte er Seiten umschlagend. "esss.... Aaah hh da haaa aaben wir es ... ja. Schluck ... auf und wie man .... ihn los wird."
Eilig kramte er ein paar dinge zusammen und begann etwas zu köcheln....


Ärgerlich schüttelte Silvi den Kopf. Wieso kam er ihr dauernd in den Sinn? Immer noch etwas Gedankenverloren schlich sie um die untoten herum ähnlich wie Zeenpha nur von der anderen Seite und mit dem Gedanken das Übel an der Wurzel zu packen. Es war der Dämon der die Mumien rief also würden sie vielleicht wieder verschwinden wenn der finsteren Gestalt überzeugend genug gegenübertrat. Alle feindlichen Gestalten die ihr zu nah kamen holten sich beim Berühren der Drachin einen Schlag. Fail saß auf ihrem Kopf und knurrte die Untoten grimmig an.
Auf halbem Weg sackte sie plötzlich ein. Schnell versuchte sie ihr Bein wieder aus dem Sand zu ziehen doch sackte sie nur weiter ein. Treibsand. Unruhig blickte sie sich um. Es ging immer schneller abwärts. Bald blieb ihr nichts anderes mehr übrig als tief Luft zu holen und zu hoffen das unter ihr ein Hohlraum war oder aber sie jemand irgendwann bevor ihr die Luft aus ging wieder ausgrub.
Einige bange Momente später rutschte sie einen Sandhügel hinab und fand sich in einer großen Halle wieder die irgendwie sehr an ihre Schatzkammer erinnerte. Interessiert musterte sie die Schätze rund herum. Wo sie hier wohl gelandet war. Fail den sie unter ihrem Silber versteckt hatte, hopse von ihrem Rücken um zwischen dem Funkelkram herum zu wusel. Her war so viel interessantes Zeug.

Sky tatschelte Zephir. "Du brauchst keine Angst haben. Ich passe auf dich auf!", meinte der kleine weiße Drache. "Du kannst feuerspeien oder? Wenn dir so ein Biest zu nah kommt brenn es weg oder lass mich das machen." Er blickte sich um. "Sag mal, hast du gesehen wo Zeenpha hingegangen ist?" Er war doch eben noch dagewesen und er könnte ihn auch immer noch spüren, doch nicht orten.

Tsi hatte Vortex Arm schließlich irgendwann frei gehalten. Aus dem Kampf hielt sie sich größtenteils raus. Nachdenklich beäugte sie den Sand in dem Silvi verschwunden war. Eilig blickte sie sich nach jemandem um dem sie das sagen konnte, aber alle wirkten so beschäftigt. Daher beschloss sie ab zu warten.

Flir flatterte über Tarar als die Mumienhorte sie angriff. Zwei große Klauenhände erschienen in der Luft und bewegten sich wie ihre eigenen. Kurz schüttelte die Feendrachin sie und zack schnellten beunruhigend lange Krallen aus den Illusionshanden. Schließlich begann sie mit ihnen Mumien zu schöpfen und die vor der Traumdrachin fallen zu lassen.


[Hoffe das ist okay so und das ich alles beachtet hab.]
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#89 Beitragvon Luarcis » Fr 14 Mär, 2008 18:24

Aufmerksam sah Luarcis zu Tarar hinüber die einen seltsamen Zauber wirkte und ihnen zu verstehen gab, dass sie doch einen Weg gefunden hätte, um wenigstens einen Teil der Seelen der verdammten Kreaturen zu retten, die unter der Herrschaft des Dämons standen. Luarcis nickte ihr zu und konzentrierte sich wieder auf die anstürmende Gegnerschar, er war froh, dass sie so den Wesen wenigstens noch eine letzte Ruhe gönnen konnten, auch wenn er wusste, dass sie verbittert kämpfen würden und er gezwungen wäre, bei den Meisten kurzen Prozess zu machen. Abwehrend kauerte sich der Weiße hin, lies ein lautes Brüllen ertönen und passte den rechten Moment ab, um dem ersten anstürmenden Krieger seine Waffe samt dem halben, zerfledderten Arm zu entreißen und ihn in einen heftigen Feuerstoß zu hüllen, der aus seinem Rachen drang. Auf so kurzer Entfernung hatte es eine durchschlagende Wirkung und es blieb von ihm nichts außer etwas verkohltem Staub übrig. Doch der nächste Gegner stand schon bereit, aber Luarcis rammte ihm kurzum seine ausgestreckte Pranke in die Brust, so dass sie an seinem Rücken wieder heraus kam, während er seinen Säbel zum Schlag erhoben hatte. So gefesselt hob Luarcis die zappelnde Kreatur hoch und schleuderte sie mit einer Drehung in Richtung von Tarars Runenkreis. Ein neuer Mumienkrieger war schon auf dem Vormarsch, doch der Walddrache griff nach seinem Arm, um den Angriff zu stoppen, um sich genügend Zeit zu verschaffen, um mit seinem Schwanz auszuholen. Genau wie Magan vermochte Luarcis es, seine Schwanzspitze wie ein Messer aufklappen zu können, dies machte er sich zu Nutze und setzte seine aufgefächerte Waffe an den Hals des Kriegers, um ihm mit einem beherzten Zuklappen den ohnehin schon recht losen Kopf abzutrennen. Die Überreste warf er schließlich ebenfalls in den Runenkreis, um sich dann wieder dem Kampf zuzuwenden. In all der Aufregung und dem Kampfgetümmel bemerkte er allerdings nicht, wie sich Silverdrak vom Geschehen entfernte und sich hinter den Dämon schlich, im Gegensatz zu Anderen allerdings…
Semerkhet sah dem Schauspiel mit sichtlicher Belustigung zu, er liebte es, Andere für sich arbeiten zu lassen, um ihm etwas die Zeit zu vertreiben und ihm war es egal, wer gewinnen würde, am Ende würde er ja ohnehin triumphieren. Auch wenn seine Augen auf das Schlachtfeld gerichtet waren, so entging seinen Sinnen doch kaum etwas, der Sand war sein Verbündeter und er spürte jede Regung, jede Bewegung, wenn er sich darauf konzentrierte. Aus den Augenwinkeln heraus sah er, wie die Silberdrachin hinter ihn schlich, aber er lies sich den Spaß nicht nehmen, auf dieses Spiel einzugehen. Mit einem hämischen Grinsen, das wohl niemand der Anwesenden überhaupt wahrnahm, öffnete er langsam und konzentriert seine geballte Faust an seiner Seite. Einen Moment darauf hörte er einen überraschten Aufschrei und wusste, dass die silberne Drachin immer mehr im Treibsand versank. Doch er würde sie nicht auf diese Weise töten, das wäre zu einfach und zu langweilig, also überlies er sie ihrem Schicksal, vielleicht könnte sie noch entkommen und dies als Warnung verstehen, oder eben nicht, es war ihm gleich. Er wusste, dass sich unter dem Sand eine kleinere Schatzkammer befand. Falls sie es dorthin schaffen sollte, wäre das aber nur eine kurze Rettung, wenn man es überhaupt so verstehen konnte. Selbst wenn die Drachin sich an den Schätzen bereichern würde, entkommen könnte sie Semerkhets Fängen ja letztlich doch nicht und da die Durchgänge zu seinem inneren Heiligtum schon seit langem vom Sand verschüttet waren, hätte sie wohl auch keine Chance, weiter vorzudringen und ihm seinem wahren Schatz zu rauben. Zudem gab es noch mechanische Fallen, auch wenn er sich nicht ganz sicher war, ob sie nach den Jahrtausenden noch funktionierten. Sie saß unweigerlich in der Falle, da war er sich sicher, er würde sich später um sie kümmern, wenn er ihre Begleiter besiegt hätte, dachte er sich in grimmiger Zufriedenheit, als er sich wieder voll dem Kampf zuwandte.
Doch es stand nicht gerade zu seinen Gunsten, wie er mit einem lauten Murren erkannte, er konnte gerade noch sehen, wie die Letzten seiner Diener vernichtet oder in den Runenkreis verfrachtet wurden und sah die Drachengruppe sich wieder ihm zuwenden. Doch sein kurzer Anflug von Ärger verflog schnell wieder und er fing wieder an, mit seiner schauderhaften Stimme zu reden.
„Armselige Kreaturen, sie waren es nicht würdig, meine Diener zu sein, sie haben ihr Los verdient, aber es ist eben nicht gerade einfach, in dieser Einöde gute Untergebene zu finden! Gratuliere, ihr habt sie alle vernichtet, aber euer Sieg wird nur von kurzer Dauer sein, versprecht euch nicht zu viel davon! Ich werde euch mit Freuden in meine eigenen Reihen aufnehmen, ihr seid wahrlich würdig, mir als Wächter zu dienen, wenn ich euch erst einmal das Leben ausgehaucht habe!“, rief er mit ausgiebigem Gelächter.
„Ich möchte euch gerne noch einen Freund vorstellen, wenn ihr nichts dagegen habt!“, fügte er noch an und trat dann ein paar Schritte zurück, um auf die Kuppe eines Sandhügels zu gelangen und drehte sich dann um, um tief Luft zu holen und schließlich ein markerschütterndes Brüllen ertönen zu lassen.
SHAI’HULUD!“ Der Schrei war ungewöhnlich laut und hatte eine seltsame, durchdringende Schwingung, er schien vom Sand selbst reflektiert und weitergetragen zu werden und war wohl auch noch weit am Horizont zu hören. Dann drehte er sich mit einem hämischen Grinsen zu den Anderen herum und ignorierte ihre verständnislosen und verwirrten Blicke. Er stand einfach nur da und wartete ab, im ersten Moment wusste niemand so recht, was sie tun sollten und es herrschte eine gespenstische Stille über der Wüste. Luarcis kniff die Augen zusammen und versuchte, das Verhalten des Dämons zu durchschauen, als er in der Ferne plötzlich seltsam aufgewirbelten Sand erblickte, der immer näher kam. Es war kein Sandsturm, dafür war es viel zu klein und es hielt sich auch nur in Bodennähe auf. Es bewegte sich mit einer erschreckenden Geschwindigkeit und schob eine große Sandkuppe vor sich her, wie eine Welle am Bug eines schnellen Schiffes. Das Grinsen Semerkhets wurde immer breiter, als die Sandwelle abebbte, kurz bevor sie die das Geschehen erreicht hatte und einen kurzen Moment lang herrschte wieder Stille. Doch dann wurde sie jäh und auf entsetzliche Weise gebrochen, als eine riesige Fontäne aus Sand hinter Semerkhet emporschoss und eine riesige Staubwolke aufwirbelte. Aus ihrer Spitze schoss schließlich ein gewaltiger Körper in die Höhe, von etlichen ledrigen Rissen und Falten durchfurcht und mit einer festen, steinartigen Haut überzogen. Immer höher türmte sich das Wesen auf, bis es die ganze Ebene in einen riesigen Schatten tauchte. Schließlich war es an seinem Höhepunkt angekommen und machte wieder kehrt, doch nicht, um vorher an seiner Spitze ein gewaltiges Maul zu offenbaren, in dessen Innerem sich endlose Reihen von Zahnkränzen entpuppten, jeder von ihnen wohl beinahe so groß, wie Luarcis selbst. Das Monster hätte wohl jeden der Drachen mit einem einzigen Happs verschlingen können und eine große Erschütterung gefolgt von einer Flut aufgewirbelten Sandes folgte dem Aufprall des Kopfes des Wurmes auf dem Boden, wo er letztlich wieder komplett versank und aus den Augen der Anwesenden verschwand. Fast völlig erstarrt blickte Luarcis entsetzt an die Stelle, wo jetzt nichts mehr als ein paar kleinere, kreisförmige Sanddünen zu sehen waren.
„Ein Sandwurm!! Das ist doch völlig unmöglich! Ich dachte, die wären schon seit Urzeiten ausgestorben!“, rief er entgeistert, als sich Semerkhet erneut lachend zu Wort meldete.
„Ooh, ihr einfältigen Narren, ihr habt nicht die geringste Ahnung, welche Schrecken noch auf euch in den Tiefen des Sandes lauern! Mein Freund hier ist jedenfalls sehr erfreut, euch kennen zu lernen, sozusagen, zum Fressen gern! Wisst ihr, er hat nicht gerade oft Besuch und die Möglichkeit, etwas anderes außer Steinen oder gelegentlichem verirrten Vieh zu sich zu nehmen. Ihr werdet euch sicher einiges zu erzählen haben, aber ihr habt schließlich auch eine ganze Ewigkeit Zeit dazu!“, rief er, als er erneut in schallendem Gelächter ausbrach.
Doch plötzlich bekam Luarcis seine Fassung zurück und wandte sich panisch den Anderen zu.
„Schnell! Ihr dürft keine Zeit verlieren! Fliegt sofort so schnell und hoch ihr könnt! Haltet euch vom Boden fern! Beeilt euch! Nehmt die, die nicht fliegen können, auf euren Rücken und macht euch auf!“, rief er in einem beschwörenden Tonfall und befolgte sofort seine eigenen Anweisungen, indem er Anlauf nahm und sich in die Luft schwang, heftig mit den Flügeln flatternd, bis er dachte, eine genügend große Höhe erreicht zu haben, um es zu wagen, sich nach den Anderen umzublicken. Erleichtert sah er mit an, wie sie ihm folgten, doch plötzlich erblickte er von seiner Position aus, wie sich der Sand erneut verschob und mit einer erneuten Fontäne der Wurm aus seinem Versteck brach, um sein Maul um seine fliehende Beute zu schließen, doch auch wenn es knapp war, so musste er sich mit heißer Luft zufrieden geben, als er mit einem tiefen, gewaltigen Brummen hart auf den Boden klatschte und sich wieder in den Sand buddelte, wo er wie ein Raubfisch auf seine Beute lauerte. Sie waren in Sicherheit, aber nur vorerst. Fliehen konnten sie nicht, denn zum Einen hatten sie schließlich eine wichtige Mission, und zum Anderen fürchtete Luarcis auch, nach dem, was er von den Kräften des Dämons gesehen hatte, dass er sie sicher nicht mehr einfach so ungeschoren aus seiner Wüste entkommen lassen würde, es schien für ihn nichts mehr als ein großes, grausames Spiel zu sein. Fieberhaft dachte Luarcis nach, was er in den alten Schriften über Sandwürmer gelesen hatte. Sie waren so gewaltig, dass sie keinerlei natürliche Feinde hatten und es gab nur wenige Menschen, die je in der Lage gewesen waren, einen Wurm zu erblicken und ihm zu entkommen, um davon zu berichten. Ihre Haut war so hart wie Stein, um den widrigen Bedingungen und der Hitze in der Wüste zu trotzen und selbst wenn man sie mit irgendeinem Angriff durchdringen könnte, allein durch ihre schiere Masse würde wohl alles, was dann noch durch kommen würde, nicht mehr als ein Nadelstich sein.
Aber irgendwas muss man doch tun können! Seine Haut lässt sich kaum durchdringen… dachte Luarcis sich, als er sich nach den Anderen umschaute und ihnen berichtete, was er wusste, dann aber entsetzt feststellte, dass Silverdrak fehlte. Er hatte sie seit dem Beginn des Kampfes nicht mehr gesehen, erkannte er mit aufgerissenen Augen, während er zu Boden blickte.
Nein, das darf nicht sein, ist es möglich….? Schoss es ihm durch den Kopf.
„Wo ist Silverdrak, hat sie einer von euch gesehen?? Sagt mir nicht, dass sie..!!“, rief er, aber seine Stimme brach ab, als er sich wieder umwandte und einen kurzen Moment den Drang hatte, einfach zu Boden zu stürzen und den Dämon in Stücke zu zerreißen, aber dann besann er sich wieder und flatterte auf der Stelle, um sich mit den Anderen zu beraten, auch wenn es ihm schwer fiel…

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#90 Beitragvon Magan » So 06 Apr, 2008 21:31

Magan war so sehr in den Kampf versunken, dass er gar nicht mitbekam wie sich Zeenpha und Silverdrak entfernten. Nur Tarar bekam dies mit.

Die Anzahl der Untoten schien für Magan schon beinahe grenzenlos. Es schien ein nie endender Strom von ihnen zu sein und er befürchtete schon, dass sie einfach überrannt werden würden. Doch auf einmal wurden es immer weniger Gegner. Magan wollte schon aufatmen als er die Warnung von Luarcis hörte und diesen riesigen Wurm bemerkte. Schnell schaute er zu Tarar, die sich bei ihren Zaubern gerne verausgabte. Er fand es oft seltsam, wie so eine Drachin wie sie, es nie merkte wann sie zu viel genug hatte. Auch diesmal schien er mit seiner Überlegung recht zu behalten, den kaum hatte Tarar die neue Situation begriffen löste sie dankbar den Runenkreis auf.
„Wenigstens konnte ich ein paar dieser armen Seelen retten“, sagte sie sichtlich glücklich.
Magan sah kurz die Erschöpfung ihn ihren Augen, bevor diese hinter einer Maske aus Heiterkeit verschwand.
„Wir sollten nun lieber in die Luft kommen“, sagte Tarar.
Ohne lange zu überlegen schwang sich Magan in die Luft, doch er stoppte schlagartig als er bemerkte, dass Tarar es ihm nicht nachtat. Schnell schraubte er sich nach unten und wollte sie schon fragen was los war.
Doch Tarar kam seiner Frage zuvor und sage: „Ich werde nach Silvi schauen und DU verschwinde lieber, da hinten kommt nämlich gerade ein Wurm auf dich zu“.
Kaum hatte sie den Satz beendet hatte, war sie auch schon mit einem Knall im Dazwischen verschwunden.
Erst nach ein paar gefährlichen Sekunden begriff Magan was Tarar gesagt hatte. Erschrocken schaute er sich um, nur um in des riesige Maul des Wurms zu schauen. Schnell lies er sich in der Luft fallen, den nach oben konnte er so schnell nicht entkommen. Er legte einen seiner Flügel an. Mit dem andern Flatterte er wild um einen seitlichen Drall zu bekommen. Er hatte riesiges Glück das dieses seltsame Manöver klappe und er gerade noch so dem Maul des Wurmes entkam. Doch er war immer noch viel zu nahe an diesem Kolos und so wurde er durch den Wind, den der Wurm verursachte, mit zu Boden geschleudert.
Magan konnte sich denken, dass wenn er auf den Boden knallen sollte, keine Chance mehr hatte rechtzeitig hoch zu kommen. Der Wurm würde ihn dan einfach verschlingen. Doch er konnte nichts mehr tun. Der Wind wirbelte ihn herum, so dass er sich nicht mehr mit seinen Flügelschlägen korrigieren konnte. Er war hilflos in diesem Windstoß gefangen. Magan sah den Boden immer näher kommen, doch auf einmal wurde alles Schwarz um ihn herum. Er sah ein paar Lichtpunkte, die aber gleich darauf mit der Dunkelheit verschwanden. Er war auf einmal wieder über der Wüste, doch weiter oben bei den anderen und vor lauter staunen vergaß er sogar zuerst mit den Flügeln zu schlagen. Aus irgendeinem Grund war er ins Dazwischen gegangen. Nicht das es ihn störte, wie er sich gleich darauf klar machte, denn immerhin hatte er so überlebt. Erst langsam bekam er seine Fassung wieder und schaute auf die stelle wo er gerade noch gewesen war und wo der Rest es Wurmes in der Erde versank. Tarar war verschwunden und von Laurcis hörte er, das Silverdrak auch verschwunden war. Nun verstand er was die Traumdrachin gemeint hatte.
„Ich glaube um Silverdrak kümmert sich nun Tarar“, sage Magan. Für ihn war es nichts ungewöhnliches, das man Tarar nicht bemerkte, ob sie nun da war oder nicht. Es war oft so das Wesen die die Traumdrachin kaum kannten diese leicht vergaßen. Dies lag wohl an der ganz bestimmten Aura von dieser Rasse. Aber genau konnte sich Magan das auch nicht erklären.

Ohne den typischen Knall, aber mit dem kalten Luftzug, die immer beim Eintritt und Austritt vom dazwischen folgten erschien Tarar neben Silverdrak.
„Uj das ist ein interessanter Ort hier. Du solltest ihn aber vielleicht später erkunden die andern haben oben wohl ein Problem. Außerdem weiß ich nicht ob es hier unten auch wirklich sicher ist“, sagte die Traumdrachin fröhlich zu der silbernen.
Interessiert beobachtete sie die kleine Feuerechse beim herumflitzen.
Doch dann lege sie den Kopf schief und schaute tiefer in die Dunkelheit. Ihre Augen verfärbten sich dabei zu blauen Ringen.
„Du Silvi, hof ich kann dich so nennen, sag mal würdest du mal schauen ob der Ring an deinem Horn hier stärker rotiert“, fragte sie die Silberne.
Ihr magischer Blick hatte ihr eine sehr schwache gravimetrische Kraft enthüllt, die ihr von Silvis Ring aus bekannt vorkam.

Währenddessen bewegte sich eine grimmige Gestallt durch den Wald. Er hatte die Spur der Drachen wieder gefunden, doch irgendwas an dieser Gegend blockierte seine Kraft und so musste er sie zu Fuß verfolgen. Doch er war diesen Drachen schon so nahe gekommen. Seine Blutgier war geweckt worden und nun wollte er sie alle haben. Nicht nur den Jimadra sondern alle Drachen miteinander.
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