Psycho-Dragons Reisen

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Seriva Senkalora
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#91 Beitragvon Seriva Senkalora » Di 06 Mai, 2008 23:18

Seriva bekam im Augenwinkel mit wie Silvi im Sand versank. In einem Anflug von Panik hechtete sie zu der Stelle und begann im Sand zu graben. Die Untoten um sie herum schleuderte sie mit gezielten Schweifhieben aus dem Weg.
"Silvi...", flüsterte sie und intensivierte ihre Grabtätigkeit. Plötzlich stieß sie auf etwas. Ihre Krallen schabten über etwas hartes. Doch es waren weder Steine noch Silvis Schuppen.

Zephir war durch Skys Anwesenheit etwas beruhigt. Als er das Feuerspeien erwähnte kratze es in ihrem Hals. Nein, das Feuerspeien war ein absolute Notreaktion...

Seriva horchte auf. Luarcis' Ruf hallte in ihren Ohren und auch Vortex auf ihrem Rücken schien unruhig zu sein. Dann bewegte sich etwas unter dem Sand. Reflexartig schnellte Seriva rücklings in die Luft und schlug kräftig mit den Flügeln. Kurz konnte sie eine Bewegung unter dem Sand erkennen.
"Vortex, was ist das?", fragte sie den Raptor in der Hoffnung, dass dieser etwas mehr mitbekommen hatte als sie selbst. Leise fluchte Seriva vor sich hin. Silvi war ihr eine sehr gute Freundin und ihr Verschwinden hatte die Rote in eine blinde Panik verfallen lassen.

Zephir zitterte vor Angst und lauschte den Worten des Dämonen.
Sie folgte Luarcis' Rat und erhob sich in die Luft. Dann sah sie Zeenpha hinter dem Dämonen stehen und wie sich eines der untoten Wesen an ihn heranschlich. In einem Anflug von Todesmut stürtze die Feuergreifin sich mit ausgefahrenen Krallen und einem lauten Schrei auf den Untoten. Sie riß ihn von den Füßen, überschlug sich im Sand und verlor den Boden unter den Füßen.

"NEIN!"
Mit Schrecken verfolgte Seriva den Angriff von Zephir und sah wie auch diese im Sand verschwand.
"Lu, was ist hier los?", wandte Seriva sich dem weißen Drachen zu. Etwas schwerfällig zog sie enge Kreise um die kleine Gruppe herum. Sie entdeckte am Boden einige Felsbrocken und konzentrierte sich auf diese. Die schweren Steine stapelten sich und bildeten eine etwas windschiefe Säule an der Seriva sich festkrallte um nicht sätndig umherflattern zu müssen. Die Flatterei war für sie einfach zu anstrengend.

Dumpf landete Zephir auf einem staubigen Boden und blickte sich um.
Sie hörte die Stimme von Tarar und Silvi, doch sie konnte diese nicht sehen. Es dauert einen Moment bis die Augen der Greifin sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten. In engen, dunklen Höhlengängen fühlte sie sich wohler als in der lichtüberfluteten sandigen Wüste.
Also machte sie sich daran den Stimmen zu folgen um die beiden Drachen zu erreichen. Doch es war schweirig in den den verwinkelten Gängen eine Richtung auszumachen.

Boah, Kreativtief....
:leu: 1. offizieller Leu-Fanclub! :seri:

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Cyber Zipclaw
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#92 Beitragvon Cyber Zipclaw » Sa 24 Mai, 2008 21:23

"Hm..." machte Vortex und beobachtete distanziert das Geschehen - passiv wie immer - und hielt sich fest auf Serivas Rücken fest. Er sah kurz zu Tsi, die seinen Arm mittlerweile losgelassen hatte. "Und am Schluß macht man sich über die überlebenden, verletzten... Beute her." sagte er mit einem unterschwelligen Grinsen und meinte dann zu Tsi: "Na? Appetitanregend, nicht wahr?" Das mußte einfach mal sein, dachte er und amüsierte sich köstlich über ihren Gesichtsausdruck.

Dann wurde es wirklich unruhig. Unbestimmt blickte Vortex sich um. Hier und da wirbelte Sand durch die Luft, aber das war wohl nichts ungewöhnliches bei solch einem "Schauplatz". Die Grabtätigkeiten Serivas empfand er doch als etwas störend, denn so war es nicht ganz bequem mehr auf ihrem Rücken. Am liebsten wäre er heruntergesprungen, aber eine innere Stimme sagte ihm, daß er das lieber nicht tun sollte. Und sie sollte recht behalten. Unter dem Sand war Bewegung.

"Etwas... gruseliges..." war seine einzige Antwort auf Serivas Frage. Er erahnte, daß es etwas großes wurmartiges war, mochte aber nicht weiter darüber nachdenken und kniff die Augen zu, während er sich mühselig auf ihrem Rücken festkrallte.


Um ihn herum geschahen seltsame Dinge, die zu schnell aufeinanderfolgten. Zeenpha sah, wie Silverdrak im Sand verschwand, den riesigen Sand, der die anderen bedrohte und teilweise verscheuchte. Was sollte er nun tun? Mit Wüsten konnte er noch nie viel anfangen und auf Terran versuchte er es u vermeiden, Wüstengebiete zu durchqueren. Dieses Lachen von diesem Dämon empfand er als ausgesprochen nervig. So kalt und herzlos... völlige Gleichgültigkeit anderer Wesen gegenüber. "Grrr, kann der nicht die Schnautze halten?! Das stört mich beim denken!" murmelte Zeenpha verärgert.

Wie er hastig darüber nachdachte, ob er Silverdrak zur Hilfe eilen sollte, den Sandwurm killen (oder zumindest ablenken) oder diesem Dämon eine zu verpassen, bemerkte er nicht, wie sich von hinten eine untote Gestalt ihm näherte. Selbst die Rettung durch Zephir bemerkte er nicht mal richtig und so langsam wurde seine Unentschlossenheit zu einer unbändigen Wut über seine eigene Ohnmacht. Doch dann faßte er den Wurm ins Auge und rannte geradewegs auf diesen zu, als der sich gerade aus dem Sand aufbäumte, machte einen Satz und verfing sich mit seinen Krallen in die Haut des Wurms. Der Sandwurm brüllte auf und bohrte sich wieder in den Sand. "Oh, verdammt..." dachte Zeenpha und wollte sich den Ritt gar nicht erst vorstellen, den er in wenigen Augenblicken machen würde. Schnell kam der Sandboden näher, und genauso schnell verschaffte er sich einen besseren Halt. Das Blut quoll aus den Wunden, die seine Krallen verursachten. Dann wurde es schwarz um ihn herum, doch er spürte jeden Sandkorn und auch den kleinsten Stein, während der Wurm sich seinen Weg durch den Sand bahnte.

Zeenphas Gedanken rasten, um eine Lösung zu finden, aus dieser Situation wieder heil hinauszukommen. Loslassen ging nicht, er würde im Sand steckenbleiben und womöglich ersticken. Aber weiter festkrallen, während der Wurm immer weiter sich durch den Sand bohrte, war auf die Dauer zu antrengend und auch gefährlich. Was, wenn er von Felsen getroffen wird? Übel... Noch einmal spürte er, wie der Wurm nach oben raste und eh er es bemerkte, waren er und der Wurm wieder draußen. Ein kurzer Moment, um nochmal durchzuatmen und vielleicht noch eine Aktion zu durchzuführen. Die Haut des Wurms war zwar robust, aber auch weich und elastisch. Zeenpha wunderte sich, warum sie seinen Krallen nicht standhalten konnte, doch stabil genug war, um nicht vom Sand oder kleinen Steinen verletzt zu werden. Eigentlich war ihm das auch völlig egal, solange es seiner Sache dienlich war. Seine Krallen benutzend riß er weitere Wunden in die Haut, während der Wurm sich wieder in Richtung Erdboden machte.

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Silverdrak
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#93 Beitragvon Silverdrak » Do 29 Mai, 2008 23:49

[^^ So, mal Zeit für Feuerechsen-Power. ;)]


Sky bekam eine Kopfnuss. Verdutzt flatterte die weiße Feuerechse auf und blickte sich um wobei er Envy neben sich entdeckte, der ihn mit seinen roten Augen böse anglühte. "Was machst du hier?", knurrte der kleine Psy-Drache argwöhnisch.
"Viel wichtiger ist warum du nicht auf Silvi aufpasst!" knurrte die kleine schwarze magiebegabte Feuerechse zurück.
"Ich p..." Sky brach ab als er merkte das Silvi in der Tat nicht zu sehen war. "Es geht ihr gut!", erklärte er schließlich. Er spürte ihre Präsenz nicht weit weg von hier. Warum war ihm auch nicht aufgefallen das was nicht stimmte?
"Ach ja?" fragte Envy misstrauisch.
"JA!" beharrte Sky.

Die beiden waren noch nie gut mit einander ausgekommen. Dann bekamen sie beide eine Kopfnuss.
"Nicht streiten! Wir machen Teamwork!" sagte Flir, die mit einem Mal zwischen den Streithähnen auftauchte.
"Teamwork?" wiederholte Sky und blickte Flir schief an.
"Genau!" bekräftigte die Feendrachin. "Die fiesen Untoten sind ja jetzt weg." Ihr Blick schweifte kurz über das Schlachtfeld auf dem noch verstreut ein paar Knochen rumlagen. "Die Großen beschäftigen sich mit dem großen Monster. Wir nehmen uns das kleine vor. Klingt doch fair oder?" Finster sah die Drachin zu dem Dämon rüber. "Ich kann ihn nicht leiden. Er ist böse. Und! Tsi sagt dass er Schuld ist, dass der Sand Silvi verschluckt hat." Tsi, die im Hintergrund flatterte, nickte heftig mit dem Kopf. Worauf alle vier Feuerechsen einen finsteren Blick zu dem Dämon warfen.
"Der muss auf jeden Fall weg! Gut, dass du mich gerufen hast. Er wird büßen...!" Envys Augen begannen noch intensiver zu glühen. Er mochte es gar nicht wenn man der Silbernen etwas an tat. Ein Zauber lag ihm bereits auf den Lippen doch Flir erschien in seinem Blickfeld.
"Teamwork Envy! Ich habe einen Plan!" mit den Worten wunk sie alle näher.

Es dauerte einige Minuten ehe die Köpfe wieder auseinander gingen und kollektiv zu dem Dämon schauten, dann fingen sie wieder an zu tuscheln. Das Spiel wiederholte sich einige Male dann schien das Plan perfekt und die Feuerechsen stoben auseinander.
Von da an ging alles verdammt schnell. Etwa gleichzeitig erschienen Sky und Envy auf je einer Seite des Dämons mit viel Abstand zu diesem und wendeten beide in windeseile ihre Fähigkeiten an. Während Sky ein Kugelförmiges blaues Kraftfeld um den Dämon aufbaute, das ihn gefangen halte sollte, sprach Envy einen Zauber, der unzählige starke Ketten an Armen, Beinen, Körper, Hals, kurz über all wo sich sowas befestigen ließ, des Dämons erscheinen ließ. Diese Ketten verankerten sich in Skys Kraftfeld und bekamen dadurch eine bläuliche Färbung. Sie würden erst brechen, wenn das Kraftfeld zusammen brach und Sky hatte nicht vor den Dämon freikommen zu lassen. Zwischen seinen Schwanzenden rotierte eine blaue Energiekugel und seine Augen leuchteten in der selben Farbe.
Mit dem Geschehen hatte Flir ihre Klauenhände wieder erscheinen lassen und mit einer griff sie, als zusätzliche Sicherheit, um den Dämon als die Ketten verankert waren.
Nach dem Kettenzauber war Envy aber noch lange nicht fertig. Der nächste Zauber füllte das Kraftfeld langsam mit Wasser, welches Flir wiederum mit einer gigantischen Illusions-Lupe und einem Sonnenstrahl, den Tsi rief, erhitzte. Das Wasser stieg immer höher und der schwarze kleine Drache bereitete bereits seinen nächsten Zauber vor. Nach und nach erschienen Schwerter rund um den Dämon, die alle auf diesen gerichtet waren. Sie warteten alle nur auf ein Zeichen ihre Meisters, dann würden sie ihr Ziel durchbohren. Allerdings würde es noch einen Moment dauern, erst sollte das Kraftfeld voller Wasser sein. Im Anschluss zu Envys Attacke, plante Flir Piranhas in das Wasser zu setzen. Sie konnte es kaum noch erwarten. Ein boshaftes Kichern kam von ihr während sie dem Wasser zu sah.
Dem Dämon würde sein dummes Lachen schon vergehen. Alle vier behielten ein wachsames Auge auf ihr Opfer.


Unter dem Sand bekam Silvi bald Gesellschaft. Tarar tauchte plötzlich neben ihr auf. "Du bist auch hier?", fragte die Silberdrachin erstaunt, bis vor kurzem war sie noch ganz vertieft in das betrachten der Schätze gewesen. "Interessant? Nee... nicht wirklich... Alles nur wertloser Plunder...", meinte die Drachin das viele Gold überblickend. "Aber du hast recht..." damit nahm die den Ring und ließ ihn schweben. In der Tat drehte er sich hier unten schneller.

"Silvi! Silvi! Silvi! Silvi!" rief Fail plötzlich und hopste winkend vor einer Wand rum. Die Silberne blickte fragend zu ihrem kleinen Freund rüber. "Guck mal die Wand bewegt sich!" Total begeistert deutete die kleine rote Feuerechse auf die Wand hinter ihm. Silvi musterte die Wand eine Augenblick mit ihren scharfen Augen und erstarrte schließlich. "Fail komm da weg! Die 'Wand' ist gefährlich!"
"Wirklich?" der rote beäugte die Wand einen Moment skeptisch, lief dann aber zu Silvi zurück. Meistens wusste sie schon wovon sie sprach. Während die Feuerechse ausgelassen um die Beine der großen Drachin herum lief und schließlich Tarar entdeckte und diese interessiert beguckte, beobachtete Silvi wenig beruhigt wie das Ende der 'Wand' in einem dunklen Loch in der eigentlichen Wand verschwand. Sie schluckte hart. Hier gab es so große Würmer?
"Oh... Ich mag nicht im Erdreich fest zu stecken..." murmelte die Drachin unglücklich. Der Wurm musste etwa so groß sein wie einer der seranischen Erdwürmer. Eigentlich war diese Bezeichnung falsch, laut den Büchern waren die Würmer auf Sera ursprünglich nicht heimisch. Eigentlich waren es Parasiten, die sich vor ewiger Zeit auf Sera einnisteten und nie wieder weggingen. Nachdenklich fragte sich die Silberne wie die seranischen Erddrachen diese Biester bekämpften. Gut sie waren deutlich größer als sie selbst, aber die Würmer waren dann immer noch groß. Seufzend beschloss Silvi lieber nicht die Aufmerksamkeit des Wurms zu erregen. So wandte sie sich einem der Gänge zu der von der Kammer weg führten, der Ring hatte auf einen dieser Gänge reagiert.
"Ich werde diesen Gang erkunden. Kommst du mir?", fragte Silvi die Traumdrachin und deutete auf den Gang.

Kurze Zeit später lief sie durch die wirren Windungen des Gangs. Zu ihrer Überraschung hatte er keinerlei Abzweigungen bislang. Für ihren Geschmack erschien alles zu freundlich. Fail war - wie immer - vorgelaufen und bereits außer Sichtweite. Silvi hoffte, dass er vorsichtig war.
"Wie öde...", murrte die Drachin vor sich hin trottend. Um in die Gänge zu passen, hatte sie sich etwas zusammenschrumpfen lassen, dennoch war es eng und dunkel. Silvi mochte das gar nicht und hoffte das sie bald auf einem Raum mit mehr Platz stoßen würde. Immer wieder warf sie einen Blick nach hinten um sicher zu gehen, dass ihnen der Wurm nicht folgte. Da war immer wieder ein Rascheln doch befand es sich jedes mal irgendwo um die letzte Biegung so das sie nie sehen konnte was es war.

Gedanken verloren lief sie weiter bis es unter ihr plötzlich klick machte und der Boden ein paar Zentimeter nachgab. Etwa zeitgleich war da ein lautes Poltern und klirrend schlugen einige Klingen die sich auf einmal aus der Wand bewegten gegen ihren Körper und Beine. Mit wenig Erfolg, da ihr (magisches) Silber Metalle nicht durch ließ aber dennoch waren die Klingen erstaunlich kraftvoll. Die Drachin musste sich anstrengen um dagegen zu halten. Hinter ihr und vor ihr bewegten sich weitere Klingen aus der Wand. Vor und zurück, rauf und runter, unentwegt in Bewegung.
Dann gab es hier offensichtlich doch Fallen, stellte Silvi fest. Das würde den Weg aber arg lästig machen. Zwar nahm sie keinen Schaden aber die Klingen waren im Weg und sie war sperrig. "Na toll..." Schnaubend schritt sie vorwärts und zack hatte sie drei Holzpflöcke im Vorderbein, die ihr einen schrillen Schmerzensschrei entweichen ließen. Eilig versuchte sie sich wieder zurück zu bewegen aber ein Beil das hinter ihr hin und her schwung versperrte ihr den Weg so bohrten sie weitere Salven von Pflöcken in ihre Seiten. Um weiteren Verletzungen zu entgehen, nahm die Drachin Schwung und rammte sich sie einen Weg durch die beweglichen Klingen vor ihr aus der Schußbahn der Pflöcke heraus. Dort blieb sie stehen um sich das lästige Holz aus den Rippen, und wo es sonst gelandet war, zu ziehen.

Fails Stimme konnte sie schon aus der Ferne hören. "Indy-Fall! Indy-Fall!...." Nur verstehen konnte man es nicht da er es dermaßen schnell wiederholte, dass es unmöglich war, die Worte zu ernsthaft wahrzunehmen. Schließlich fetzte ein Lichtstrahl an der Silbernen vorbei und hinterließ eine brennende Spur.
"Was?" brüllte Silvi hinterher doch Fail war bereits um die Ecke verschwunden. Er war ziemlich schnell unterwegs. Unruhig trat die Drachin von einem Fuss auf den anderen.

Fails Lauf endete an einer Wand, die da vorher nicht gewesen war. Der weg zurück zur Schatzkammer war versperrt. Das war nicht gut! Böse guckte er die Wand an, ein bisschen als könne er sie damit weg gucken. Doch dann kehrte er wieder um, um Silvi zu warnen. Auf dem Weg kam er an Zephyr vorbei.
"Hi du! Gefahr ist am anrollen! Beeil dich besser!" warnte er sie kurz ehe er weiter rannte und schließlich bei der Silbernen stoppte. "Ich sagte: Indy-Falle!"
"Indy-Falle?" fragte Silvi.
Fail nickte schnell. Er strotzte immer noch vor Energie und hopste unglaublich schnell auf der Stelle rum. "Ja, ziemlich großer runder Stein, etwa deine Größe und er rollt hier her. Vermutlich ist er bald hier!"
Das Maul der Drachin klappte auf und schließlich wieder zu. "Wir müssen hier weg. Zurück in die Schatzkammer, da können wir dem Ding vielleicht entgehen." meinte die Drachin. So langsam verstand sie warum der Gang keine Abzweigungen hatte. Selbst wenn man die Indy-Falle frühzeitig bemerkte war der Rückweg lang und die anderen Fallen würden es unmöglich mache dort lebend und rechtzeitig wieder raus zu kommen.
"Geht nicht! Da ist eine Sackgasse!" erwiderte Fail aufgeregt.
"Was? Nein da ist die Schatzkammer." beharrte Silvi.
"Nein! Da ist nur eine Wand!" piepste der kleine rote Drache bestimmt.
Die Silberne wurde nun doch langsam nervös. "Ich haße den Untergrund..."
Der Ring, den sie suchten, war doch hier auch irgendwo. Warum musste es immer so schwer sein an die Schätze heran zu kommen?

"Fail, mach bitte ein Loch in die Wand." bat Silvi die kleine Feuerechse schließlich.
"Bist du sicher?" fragte Fail und blickte kurz zu Tarar. Immerhin war das worauf Silvi ansprach ihr kleines Geheimnis.
Die Silberne nickte bloss kurz und versuchte sich zu ihm umzudrehen. Es war wirklich verdammt eng hier unten. Doch schließlich und mit der festen Überzeugung sich den Rücken verrenkt zu haben, schaffte sie es. Dann kramte sie in dem Beutel rum, den Mar'self ihr gegeben hatte. Den Inhalt hatte sie sich in der Nacht noch angeschaut angeschaut. Er war voller seltener und wertvoller Dinge. Kurz musterte sie die roten Steine, die sie auf dem Beutel gezogen hatte. "Ich hoffe du bist Hitzeresistent." meinte sie kurz zu Tarar und schob diese hinter sich. So das Silberne zwischen der Traumdrachin und Fail stand. Widerstrebend kaute sie anschließend die roten Steine und schluckte sie runter. Es dauerte einen Moment ehe die Wirkung einsetzte. Ein schütteln ging durch ihren Körper und ein Flammenkamm lodert entlang ihrer Wirbelsäule auf, ihre Silberhaut schien flüssig zu werden und zwei kurze Flammen schossen aus ihren Nüstern. Kurz öffnete sie ihr Maul und schüttelte die Kopf. Sie schien innerlich zu lodern, denn aus dem Maul leuchtete ein gelboranger Schein. Ihre Augen hatten die selbe Farbe doch mehr wegen der Aufregung. Sie fühlte sie so heiß... Es war abartig und widerstrebte ihrer Art aber für den Moment würde sie die Eigenschaften eines Feuer-Xiyadras annehmen. Kurz nickte sie Fail zu worauf dieser sich in Bewegung setzte.

Er lief ein paar Runden die Wände rauf und runter und schien dabei immer heißer zu werden. Schließlich sagte die kleine Feuerechse etwas in seiner Sprache das soviel wie 'Dekompression' bedeutete und in wenigen Sekunden begann er zu wachsen und immer größer und heißer zu werden. Bald schien der halbe Gang in Flammen zu stehen. Silvi hielt die Hitze so gut es ging von Tarar fern. Auf Fails Seite schmolz der Boden zbd die Wände langsam. Der Feuerdrache wurde schnell zu groß für den Gang. Die Fallen in seiner Umgebung schmolzen ebenfalls einfach weg.
Fail war nun nicht mehr winzig klein. Er war nun größer als Silvi in voller Größe und er schien nur aus Flammen bzw. Magma zu bestehen. Ohne Mühe bewegte er sich durch die Wand und schmolz einen Tunnel in das Gestein und durch den Sand bis er einen anderen Gang erreichte. Dort bleib er stehen, blickte sich kurz um und schrumpfte wieder zu seiner kleinen Form zurück. Der Tunnel war ganz schön lang fand der kleine Rote. Erschöpft rollte er sich kurz entschloßen wo er war zusammen und schlief einfach ein. Die Freisetzung von so viel Hitze war doch sehr erschöpfend.

Silvi blickte vorsichtig in den Tunnel. Das poltern des rollenden Steins kam nun immer näher bald würde er sie wohl erreicht haben. Der Boden und die Wände des neuen Tunnels waren immer noch heiß und glommen rötlich. Schnell huschte Silvi hindurch ehe die Wirkung der Steine nachließ. Am anderen Ende des Tunnels hob sie den schlafenden Fail auf und legte ihn auf ihrem Kopf ab.
"So wo lang jetzt?" vorsichtig musterte sie den fremden Gang.

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Luarcis
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#94 Beitragvon Luarcis » Mi 04 Jun, 2008 19:36

(OOC: Der Post ist mit Einverständnis von Maggi entstanden :lu:)

Aufgeregt in der Luft flatternd schaute sich Luarcis nach den Anderen um. Er hatte gehofft, dass Alle seinem Ruf schnell genug gefolgt waren, aber als er sich einen Überblick von dem Geschehen machte, erkannte er, dass er mal wieder viel zu optimistisch war. Seriva war anscheinend keine gute Fliegerin, aber sie handelte instinktiv genau richtig, als sie sich auf der eigens erschaffenen Steinsäule in Sicherheit brachte.
„Das ist ein Sandwurm!“, antwortete er auf ihre Frage. „Eine Spezies so alt wie die Wüste selbst und bis vor 5 Minuten EIGENTLICH schon seit Jahrhunderten ausgestorben, doch wie ich sehe sollte man die Geschichtsbücher umschreiben. Es ist nicht viel von ihnen bekannt, es gab kaum Menschen, die je nahe genug an einen heran gekommen wären, um lebend darüber zu berichten. Sie können sich mühelos durch den Sand graben, aber kein festes Gestein durchdringen, also solltest du zumindest für den Moment sicher sein!“, endete er vorerst und schaute dann schnell wieder zu den Anderen. Mit Entsetzen blickte er zu Magan, der dem herauf schnellenden Wurm nicht rechtzeitig entkommen konnte und stattdessen bedrohlich zu Boden stürzte. Luarcis sah es schon kommen, dass der Wurm ihn einfach zerquetschte oder mit seinem Maul umschloss, aber er konnte nichts für ihn tun, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, es blieb einfach nicht genug Zeit. Doch kurz bevor der Silberdrache auf den Boden aufschlug, verschwand er plötzlich im Nichts. Einen Moment lang starrte der Weiße ungläubig an die Stelle, als er auf einmal über sich eine neue Aura aufglimmen spürte und als er nach oben blickte, wirbelte Magan aus einem der Portale, die die Gruppe auch schon auf den Planeten gebracht hatte.
„Wie ich sehe, scheinst du dieses.. Dazwischen gerade im rechten Moment besser zu beherrschen!“, sagte er zu ihm mit einem sichtlich erleichterten Lächeln, bevor er erneut herumfuhr, als er den Wurm seltsam brüllen hörte.
Er brauchte nicht lange, um die Ursache zu sehen, als er an dessen Flanke Zeenpha geklammert erkannte, der wild um sich schlagend kleine Wunden in den Wurm haute. Luarcis war ein wenig verblüfft darüber, hieß es doch, dass keine irdische Klinge die dicke, gegerbte Lederhaut des Riesenwurms durchdringen könnte. Aber gut, diese Echse stammte ja schließlich auch nicht von seiner Welt und hatte wie er wusste ohnehin besondere Fähigkeiten. Aber Luarcis wusste, dass das dennoch ein verzweifeltes Unterfangen war, als der Wurm wieder im Boden verschwand und Zeenpha einfach mit sich zog, bis er kurz darauf wieder heraus kam und der ungleiche Kampf sich fortführte. Das Vieh war einfach zu riesig, als dass ihn diese Wunden ernsthaft verletzen konnten, sie mussten sich einfach etwas anderes einfallen lassen, bevor Zeenpha noch unter dem massigen Körper zermalmt wurde.
Plötzlich wirbelte der Weiße herum und starrte zischend auf eine Stelle irgendwo im Sand. Mit einem Mal waren seine Augen seltsam erleuchtet, sie strahlten in einem glimmenden Licht, aber nicht bläulich wie sonst, wenn er seine Kräfte bündelte, sondern in einem unheimlichen Rot- und Gelbton, als ob sie von innen heraus glühen würden. Er spürte auf einmal eine große Aura, die direkt aus dem Sand, oder von irgendwo darunter zu kommen schien, eine Aura, so wild und kraftvoll wie sie nur das Feuer inne hat. Das Feuerdrachenblut in ihm geriet dadurch in Wallung und lies ihn instinktiv darauf reagieren.
„Ein Feuerdämon?“, fragte er sich innerlich und verwarf seinen Gedanken schnell wieder, es machte keinen Sinn. Ein Wesen mit dieser kräftigen Aura musste gewaltig sein und so einen mächtigen Dämon würde Semerkhet weder unter seine Herrschaft zwingen können, noch neben sich dulden, da Dämonen stets nur nach Macht strebten und keine Widersacher neben sich duldeten, die ihnen gefährlich werden könnten. Aber eine andere Erklärung fiel ihm nicht ein und mit Schrecken dachte er an Silverdrak, die, falls sie hoffentlich überlebt hatte, sich ja ebenfalls irgendwo unter dem Sand befinden musste. Doch ihm blieb keine Zeit, weiter darüber nachzudenken und so musste er es wohl oder übel ruhen lassen und sich wieder ihrem Hauptproblem zuwenden.
Semerkhet stand derweil seelenruhig etwas abseits auf einer Anhöhe und betrachtete das Schauspiel, er machte keine Anstalten, in den Kampf einzugreifen, zu unterhaltsam war das Spektakel für ihn und er wollte es in vollen Zügen genießen.
So konnte sich Luarcis zumindest voll auf den Wurm konzentrieren und so dachte er fieberhaft über seine eigenen Erläuterungen nach, die er den Anderen gegeben hatte, um irgendeine Schwachstelle zu erkennen und als der Wurm erneut mit weit geöffnetem Maul aus dem Boden schoss um vergeblich nach den zu weit oben kreisenden Drachen zu schnappen, kam ihm endlich eine Idee.
Er drehte sich zu Magan um und schaute ihn einen Moment lang prüfend an, während er sich seine Worte zurecht legte.
„Magan, du bist zum Glück anscheinend unverletzt diesem Monster entkommen, aber ich fürchte, ich muss dich noch einmal darum bitten. Ich habe eine Idee, ihn zu besiegen, aber das schaffe ich nicht allein. Die Haut des Wurms ist einfach zu dick und er ist viel zu riesig, als dass die zweifelhaften Versuche von Zeenpha“, er deutete dabei nach unten, „ihn zur Strecke zu bringen einen Erfolg haben könnten, diese Wunden werden ihn kaum genug verletzen, um ihm ernsthaft zu schaden. Aber habt ihr schon einmal einen lange erloschenen Vulkan ausbrechen sehen? Der Druck, der im Erdinneren entsteht, kann mühelos selbst massivstes Gestein zerbersten lassen. Äußerlich ist dieses Ungetüm beinahe unangreifbar, aber sein Inneres ist weich und verletzlich. Ich denke, dass man ihn mit einem gezielten konzentrierten Angriff zur Strecke bringen kann, aber das hieße, sich buchstäblich in die Höhle des Löwen zu wagen. Ich glaube, wenn ich meine Energie bündele, kann ich einen Angriff ausschicken, der stark genug sein müsste, um das zu schaffen, aber dazu muss ich mich von ihm quasi verspeisen lassen und wenn ich damit Erfolg habe, habe ich weder die Kraft, noch die Möglichkeit, dem tonnenschweren Kadaver wieder zu entkommen. Aber genau da kommst du ins Spiel, mein Freund! Du besitzt doch die Fähigkeit, jederzeit und an jedem Ort dieses Dazwischen anzurufen, um dich an einen anderen Platz zu bringen, dich und eventuelle Begleiter, ist das richtig?“, fragte er den Silberdrachen, der nur zögerlich antwortete.
„Ja…äh ja! Aber ich kann es noch nicht gut willentlich kontrollieren, das eben war nicht viel mehr als ein glücklicher Zufall, es gehorcht meinen Bitten noch nicht richtig.“, entgegnete Magan.
„Aber du bist mit ihm verbunden und es schützt dich vor Gefahren, es hat dich zur rechten Zeit gerettet, weil du es so wolltest. Ich weiß, ich bitte dich um viel, aber ich sehe keinen anderen Weg, um es zu schaffen, meine Fähigkeiten, mich zu teleportieren sind sehr begrenzt, kosten mich viel Kraft und lange Konzentration. Beides werde ich nicht mehr haben, wenn ich mit meinem Plan Erfolg habe. Aber das Dazwischen hat seine eigene Kraft, seinen eigenen Willen, es braucht nur Jemanden, dessen Befehlen es Folge leistet und niemand sonst außer dir ist dazu in der Lage. Der Wille ist stark, wenn es darauf ankommt. Doch ich verstehe davon ja nichts, es ist nur eine Vermutung, deswegen frage ich dich, ob du dich in der Lage fühlst, mit mir diesen Angriff zu fliegen und uns beide danach in Sicherheit bringst, wenn es soweit ist.“, setzte Luarcis nach und schaute noch einmal kurz zu Boden, der aber im Moment ruhig zu sein schien.
„Nun… Ich denke, wenn es darauf ankommt, werde ich es schaffen können, es liegt meiner Rasse im Blut und das Dazwischen hat uns ja schließlich schon einigermaßen sicher hier her gebracht… Ich gebe dir recht, dieses Monster ist anscheinend nicht anders zu besiegen und auch wenn dein Vorschlag mehr als tollkühn ist, ich denke, es wäre zumindest eine interessante neue Erfahrung.“, antwortete Magan nach einer Weile mit einem schiefen Lächeln und blickte unsicher ebenfalls zu Boden.
„Okay, ich werde dir helfen, sag mir, was ich machen soll.“, setzte er schließlich knapp hinzu.
Luarcis nickte und drehte sich dann ganz in Richtung Boden.
„Gut. Ich werde meine Kräfte sammeln und wenn ich dir ein Zeichen gebe, klammere dich an mich fest und wir lassen uns zu Boden stürzen, wenn ich meinen Angriff abgeschossen habe, versuche uns so schnell es geht wieder in Sicherheit zu schaffen, ungeachtet dessen, was passiert.“, antwortete er und schloss dann einmal tief Luft holend die Augen.
Allmählich fingen seine ohnehin schon in der grellen Sonne glitzernden Schuppen an, zu leuchten und sich mit einem feinen bläulichen Schimmer zu überziehen. Mit der Zeit wurde seine Aura immer stärker und hüllte ihn schließlich komplett ein, bis er schließlich seine Augen öffnete, die ebenfalls blau strahlten, mit denen er konzentriert zu Boden blickte. Einen Moment lang sammelte er sich und sog noch einmal so tief er konnte Luft ein, um sie letztlich mit einem starken Brüllen wieder auszuspeien. Im ersten Augenblick schien es keinen Effekt zu haben, aber wer genauer hingeschaut hätte, hätte die konzentrierte Druckwelle gesehen, die zu Boden raste und auf einer Sanddüne aufprallend den Staub aufwirbelte. Sandwürmer reagierten auf Erschütterungen an der Oberfläche, das wusste Luarcis und er hoffte, dass seine Täuschung den Effekt haben würde, den er sich wünschte. Ein paar endlose Sekunden vergingen, als die Wüste plötzlich erneut in Wallung geriet und genau an der Stelle, wo die Druckwelle aufkam, schoss mit lautem Getöse der Wurm in die Höhe, sein Maul weit spreizend, um das vermeintliche Opfer zu verschlingen.
Hastig nickte Luarcis zu Magan und kaum hatte dieser einen Arm um seine Hüfte geschlungen, klappte er seine Flügel ein und stürzte sich wie ein Falke auf der Jagt in die Tiefe, direkt auf den Wurm zu. Er zog eine bläuliche Energiespur hinter sich her, als er mit angespannten Muskeln schließlich seine gebündelte Kraft entfesselte und in Form eines leuchtend blauen Feuers aus seinem Maul schoss, das seine Färbung durch die geballte Energie gewann, die sich mit ihm verband. Es verfehlte sein Ziel nicht, im Gegenteil, der Angriff traf ungebremst direkt in den weit geöffneten Rachen des Sandwurms. Die Stelle, auf die er zuerst traf, verbrannte innerhalb von Sekundenbruchteilen, während sich die Energie in Windeseile immer tiefer arbeitete, in den Magen, durch die inneren Organe, irgendwo in den Tiefen des gewaltigen Körpers verschwindend.
Der Wurm brüllte mit einem entsetzlichen und qualvollen Schrei auf, immer noch fast kerzengerade weit über der Wüstenoberfläche erhoben. Luarcis bekam nur noch undeutlich mit, was um ihn herum geschah, aber er sah unverkennbar, wenn auch verschwommen, wie er mitsamt Magan unaufhaltsam seinem Angriff folgend im Maul des Monsters verschwand, das sich mit einem gewaltigen Schatten über ihnen schloss, sie in absolute Dunkelheit hüllend….
Doch mit einem Male tauchten seltsame Lichter in der Schwärze auf, unzählige, die meisten davon in endloser Ferne. Der Weiße hatte kaum Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, wie es möglich sein konnte, dass es in diesem Ungetüm irgendwelche Lichtquellen geben konnte, oder warum er sich so sonderbar fühlte, während er langsam zwischen den Lichtern umher trudelte, bis er auf eines davon zugezogen wurde, bis es ihn verschlang.
Keuchend schoss er heraus, sah kurz etwas blaues über sich und rollte dann einige Meter über heißen Sand, in dem er hustend liegen blieb. Es dauerte einige Momente, bis er die Kraft fand, sich langsam aufzurappeln und wieder eine einigermaßen klare Sicht zu bekommen. Ganz langsam ordneten sich seine Gedanken wieder, als er neben sich Magan sah, dem es nur wenig besser ergangen war. Sie waren beide von einer stinkenden, schleimigen Flüssigkeit durchnässt, die eilig in der sengenden Sonne verdunstete. Als er sich umschaute, erblickte er in einigen Metern Entfernung erneut den Wurm, doch er lag flach auf dem Boden und rührte sich nicht mehr, zwischen den unzähligen Schuppen quoll Blut hervor und mischte sich mit dem Wüstensand. Immer noch zitternd und nach Luft ringend warf er noch einen flüchtigen Blick nach oben, wo er die Anderen kreisen sah und schaute dann wieder zu Magan, ein freudiges, aber auch erleichtertes Lachen auf dem Gesicht.
„Wir haben es tatsächlich geschafft!! Wir haben das Monster besiegt, zusammen! Danke dir, ohne dich hätte ich das sicher nicht überstanden!“, rief er ihm zu und unterdrückte so gut es ging seinen etwas ungläubigen und überraschten Unterton, dass sein Plan tatsächlich funktioniert hatte.

Entsetzt starrte Semerkhet auf den mit einem dumpfen Aufprall zu Boden knallenden Körper des Wurms, der sich darauf hin nicht mehr rührte. Zum ersten Mal verschwand das überhebliche Grinsen aus seinem Gesicht und wich blanker Wut.
„Wie könnt ihr es wagen???!“, donnerte er. „Das war mein treuester Diener, was für eine Verschwendung!! Oooh, das werdet ihr Dummköpfe noch bereuen, er war durch und durch eine Kreatur des Sandes und genau dazu werdet ihr auch werden, wenn ich erst einmal mit euch fertig bin!“, brüllte er mit seiner durchdringenden, kalten Stimme, hielt aber dann plötzlich inne, als neben ihm auf einmal ein paar kleine Echsen wie aus dem Nichts erschienen und ihn umkreisten. Verblüfft sah der Dämon mit an, wie ihn erst ein Kraftfeld, dann Ketten und schließlich schnell steigendes Wasser umgaben.
„Was zum….??!!“, rief er mit einem überraschten und zornigen Aufschrei, während das Wasser ihm schon bis zur Brust stand.
„Wie könnt ihr es wagen, ihr jämmerlichen….“, keuchte er, fast schon unfähig in seiner Wut noch einen Ton heraus zu bringen und hob seine Klauen, um den umliegenden Sand zu beschwören und die Echsen einfach unter sich zu begraben. Doch zu seiner eigenen Überraschung regte sich nicht einmal ein Sandkorn um ihn herum und dazu spürte er urplötzlich einen gewaltigen stechenden Schmerz, der seinen ganzen Körper betraf. Das Wasser, das ihn umgab, brannte wie Säure auf seiner gegerbten Haut und genau so wirkte es auch, als er erkannte, wie sich sein Körper allmählich darin auflöste, wie eine Brausetablette in einem Wasserglas.
„NEIN…!!!“, brachte er noch heraus, bis sich die Energikuppel um ihn herum vollständig mit Wasser gefüllt hatte und ihn vollständig verschlang.
Luarcis starrte zu der Stelle, wo die kleinen Feuerechsen die Wasserkuppel freudig umkreisten und er musste zweimal blinzeln, als er erkannte, dass in seinem Inneren scheinbar ein paar Fische umher schwammen, was inmitten der endlosen Sandwüste ein mehr als unpassender Anblick war. Triumphierend lachend über die außergewöhnlichen Fähigkeiten der kleinen Echsen, die ihnen sicher auf den ersten Blick nicht zuzutrauen gewesen wären und die das geschafft hatten, was eine ganze Gruppe ausgewachsener Drachen nicht vermochten, lief er ihnen ein Stück entgegen und beglückwünschte sie zu ihrem Erfolg. Schließlich hoben die kleinen Echsen ihren Zauber wieder auf, als sich alle vergewissert hatten, dass Semerkhet anscheinend vollständig vernichtet worden war und es plätscherte nur eine kleine Welle von mit Wasser gemischtem Sand auf den heißen Wüstenboden. Die dunkle Aura des Dämons war wirklich verschwunden und nichts zeugte mehr von seiner Existenz.
„Wundervoll! Ich glaube, wir haben es endlich überstanden und können nach Silverdrak und den Anderen suchen!“, sprach Luarcis schließlich sichtlich erleichtert zu den Anderen und wandte sich zu der Stelle um, an der die Silberdrachin im Treibsand verschwunden war.
Keiner von Ihnen beachtete mehr die Wasserpfütze, die schnell in der heißen Sonne verdunstete und den darin enthaltenen Sand wieder freilegte, leider mit fatalen Folgen…
Abrupt blieb Luarcis stehen, als er erneut eine Energiewelle spürte, die sich von hinter ihm über den Sand ausbreitete. Entsetzt wirbelte er herum und sah erschrocken mit an, wie sich erneut ein Sandhaufen auftürmte und schließlich feste Konturen formte, aus denen letztendlich erneut Semerkhet zum Vorschein kam.
Rot, vor Zorn glühende Augen funkelten die Gruppe an und visierten Jeden von ihnen einen Moment mit einem hasserfüllten Blick an. Der Dämon schaute beinahe genauso entsetzt und verwirrt, wie die Gruppe selbst und es dauerte einen ganze Weile, bis er die Kraft fand, das tödliche Schweigen zu durchbrechen.
„Elende Echsenbrut!! Der große Semerkeht, Herr über den Sand, Bezwinger der Zeit, Herrscher der Ewigkeit, besiegt von ein paar kümmerlichen Salamandern??!“, keuchte er und schließlich wich seine blanke Wut wieder einem schauderhaften Lachen. „Das hättet ihr wohl gern! Niemand hat es bisher gewagt, mich derart zu demütigen, ich war bisher gnädig zu euch, doch nun habt ihr keine Schonung mehr zu erwarten, die Zeit des Spiels ist vorbei! Ihr hättet mich in eurem jämmerlichen Gefängnis lieber bis in alle Ewigkeit einsperren sollen, es war töricht von euch und ein großer Fehler, zu glauben, mich bezwungen zu haben! Ihr hattet mich überrascht und überrumpelt, aber noch einmal wird euch das nicht gelingen! Ich bin nicht nur Herr über die Wüste, ich BIN die Wüste. Mein Körper ist genauso unsterblich wie der Sand selbst. Ich habe eine ganze Wüste, die meine Kräfte nährt. Ihr werdet es noch bereuen, mich herausgefordert zu haben. Das Universum ist aus Staub entstanden, und genau darin wird es auch wieder enden. Doch ich werde ewig herrschen und immer noch auf meinem Thron sitzen, während die Erinnerungen an euch genauso verblasst sind wie eure blanken Knochen! Ich werde den Sand euch das Fleisch von den Rippen schälen lassen, wenn ich mit euch fertig bin!“, brüllte der Dämon und stellte sich etwas sicherer hin, während er mit immer noch glühenden Augen seine Kräfte sammelte und den Sand um ihn herum langsam bedrohlich in Wallung geraten lies.
Luarcis sprang entsetzt zu den Anderen herum.
„Er hat recht! Wir müssten eine ganze Wüste besiegen um ihn zu bezwingen! Solange er sich hier befindet können wir nicht gewinnen. Solange der Sand seine Macht nährt, ist er wohl wirklich unsterblich. Aber wenn er davon getrennt ist, wird er seiner Kräfte beraubt, denkt doch nur daran, was gerade passiert war. Als er sich im Wasser befand, konnte er nichts mehr ausrichten, weil seine Verbindung zu seiner Wüste getrennt war und womit könnte man ohnehin besser trockenen Staub binden, als ihn in Wasser aufzulösen? Wir müssen ihn auf jeden Fall irgendwie von hier fort schaffen, an einen anderen Ort, dann ist er hilflos und nichts mehr als ein Haufen loses Geröll. Aber wir müssen schnell machen, bevor er einen Sandsturm entfacht, dem wir nicht ewig stand halten können!“, rief er in beschwörendem ton zu der Gruppe und wandte sich dann direkt zu Magan.
„Mein Freund, ich fürchte, du bist der Einzige, der das bewerkstelligen kann, wir benötigen noch einmal deine besonderen Fähigkeiten. Dieses Dazwischen ist wohl die einzige Möglichkeit, ihn schnell genug von hier fort zu schaffen, wir können ihn ja schlecht huckepack nehmen und aus der Wüste fliegen, bis wir festes Land erreichen! Silverdrak oder Tarar wären für diese Aufgabe wohl eher geeignet, aber sie sind ja leider nicht hier und die Zeit drängt, meinst du, dass du das hin kriegst?“, fragte er ihn und sah dann wieder zu Semerkhet hin, der immer weiter seine Kräfte bündelte und schon einen imposanten Sandwirbel um sich herum erschaffen hatte…

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#95 Beitragvon Magan » Sa 14 Jun, 2008 19:55

[OOC: Sorry fürs lange warten. Hab mich mit den Post etwas schwer getan diesmal. Mein Part kommt noch. Kam noch nicht dazu)

Ragnaroek hatte sich bis jetzt mit Layos eher im Hintergrund gehalten. Sie wollte, dass sich ihr Freund etwas ausruhte. Doch das war durch die vielen Untoten kaum möglich gewesen. So gut sie konnte beförderte sie einen Untoten nach dem anderen in Tarars Runenkreis. Sie griff mit ihren Klauen und ihren grünen Energiekugeln an. Die Untoten mit den Zähnen anzugreifen, hatte sie beim ersten Versuch aufgegeben. Sie schmeckten einfach zu Scheußlich auch wenn man gar nicht versuchte sie zu erschmecken. Ragnaroek war diese Methode auf jeden Fall zu eklig.
Layos war währenddessen hinter Ragnaroek getreten, nachdem er herausgefunden hatte, dass Pfeile gegen Untonte nicht wirklich was ausrichten konnten.
Nachdem der Sandwurm auftauchte gaben die beiden den Kampf auf und entfernten sich so weit es geht vom Kampffeld. Layos schaute besorgt zu dem Wurm.
„Also auf Dimar wäre uns so was nicht passiert“, sagte er zu Ragnaroek, die das ganze sogar noch zu genießen schien.
„WAS machen die Verrückten den da!“, schrie Layos auf einmal und meinte damit Luarcis und Magans waghalsigen Versuch. Da die beiden zu weit weg waren, bekamen sie nicht mit, was die beiden Planten.
Ragnaroek setzte den Beiden nach um sie aufzuhalten, doch es war zu spät. Entsetzt sah sie, wie der Wurm sie verschluckte und wusste nicht was sie nun am besten tun sollte.
Doch auf einmal Schrie der Wurm auf. Jedenfalls kam das Geräusch einem Schrei sehr nahe.
Dann fiel der Wurm um und rührte sich nicht mehr. Außerdem tauchten Luarcis und Magan auf den Wüstenboden auf.
Schnell drehte Ragnaroek bei und landete mit Layos neben den beiden.
Luarcis schien vollkommen erschöpft. Magan sah zwar mitgenommen aus, aber es ging im besser als Luarcis.
„Seid ihr verrückt geworden?“, fragte sie die Beiden bestürzt.
Magan und Luarcis erklären ihr schnell und Bruchstückhaft ihren Plan, auch wenn Magan dabei mehr redete. Über dieses Wagnis konnte Ragnaroek nur den Kopf schütteln.
„Ihr seid verrückt, aber Magan, du musst mir unbedingt dieses Dazwischen beibringen“, sagte sie bestimmt.

Weiter kamen sie mit dem Gespräch nicht, da der Dämon wieder auftauchte. Ragnaorok hatte die kleinen Feuerechsen gerade richtig Bewundert, da sie es allein geschafft hatten den Dämon zu vernichten, doch wenn Luarcis nun recht hatte wüsste sie nicht ob seine Idee klappen würde.
Sie hatte kein gutes Gefühl, den Dämon ins Dazwischen zu schicken, nur konnte sie es sich nicht erklären. Layos brummte was vor sich hin, was sie allerdings nicht wirklich verstehen konnte. Er war wohl immer noch unzufrieden damit, dass er nichts machen konnte.
An Magans Gesichtsausdruck konnte sie auch erkennen, dass er nicht wirklich daran glaubte.
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#96 Beitragvon Magan » So 22 Jun, 2008 13:49

[OOC:Hof es passt so, sonst ändere ich noch was ab]

Magan war erleichtert gewesen, dass Laurcis waghalsiger Plan geklappt hatte. Zwar hatte sich das Dazwischen beim Öffnen Zeit gelassen, doch das hatte an seine eigene Anspannung verursacht. Er hatte seinen Wunsch einfach nicht richtig formulieren können. Nun war Magan froh die Sonne wieder zu sehen, auch wenn er voller Wurmschleim war.
Er schaute sich um, um sich zu vergewissern, dass es allen gut ging. Sie scheinen wohl alle mit dem Schrecken davongekommen zu sein, was eine aufgebrachte Ragnaroek nicht davon abhielt Luarcis und Magan wergen irren verrückten Plan ordentlich durch die Mangel zu drehen. Nun, da die Anspannung von Magan abfiel, setzte die Erschöpfung bei ihm ein und so widersprach er Ragnaroek nicht lange. Luarcis war vollkommen ausgepowert.
Silverdraks Feuerechsen hatten ganz allein den Dämon besiegt, wodurch diese kleinen Wesen Magans Respekt gewonnen hatten. Er würde sie sicher nicht unterschätzen.
Doch Magans Freude hielt nur kurz an, denn als der Dämon wieder auftauchte und Luarcis eine noch verrücktere Idee gefunden hatte den Dämon wieder los zu werden, war von seiner Freude nichts mehr zu spüren.

„Ich weiß nicht ob das so eine gute Idee ist Luarcis. Ich will einen Dämon nicht ins Dazwischen schicken, denn ich habe ein ungutes Gefühl dabei“, gab Magan ehrlich zu. Diese neue Idee gefiel ihm überhaupt nicht. Doch er musste es versuchen, weil ihm nichts Besseres einfiel. Untätig herumzustehen brachte jedenfalls nichts.
Der Dämon schien gerade einen Angriff vorzubereiten, Magan musste sich also beeilen. Wieder bat er das Dazwischen einen Durchgang genau unter den Dämonen zu öffnen. Auch wenn der diesmal Ruhiger war, öffnete sich der Durchgang nicht gleich nach seiner Bitte. Es schien als ob das Dazwischen sich sträubte einen Dämonen rein zu lassen. Aus irgendeinem Grund hatte Magan dies geahnt. Er schien das Dazwischen immer besser zu verstehen. Es war etwas Lebendiges, etwas das selbständig denken konnte und es verlangte seinen Preis, wenn man es nutzen wollte. Magan wusste nicht woher er auf einmal dieses Wissen hatte, doch er wusste, dass es stimmte. Dennoch bat er das Dazwischen weiter ein Portal zu öffnen und erklärte ihm sogar warum er so darauf bestand. Nur sehr langsam öffnete sich das Portal als würde das Dazwischen nur widerwillig gehorchen.
Der Dämon schien so verwundert über das schwarze Loch, dass er seinen Angriff abbrach. Er Schrie auf und versuchte sich zu befreien, doch das Dazwischen saugte ihn immer tiefer in sch hinein. Auch der Sand um ihn herum wurde eingesaugt. Staubwolken wirbelten um das Portal auf als der Dämon seine Sandmagie einsetzte um sich zu befreien.
Magan beobachtete das Ganze durch seinen magischen Blick, ihm war etwas Erstaunliches aufgefallen, doch im Moment konnte er sein neues Wissen nicht nutzen. Das Dazwischen hatte ihm diesmal das mehr Energie abgeknöpft als sonst, was Magans Verdacht nur bestätigte.
Blitze Zucken auf einmal um das Portal auf und das Dazwischen entzog Magan noch mal einen Teil seiner Energie. Danach schloss sich das Protal auf einmal und schnitt den Dämon dabei in der Mitte durch. Dieser jaulte er wahrscheinlich von schmerz auf. Die untere Hälft des Dämons war im Dazwischen verschwunden. Doch nicht sehr weit entfernt öffnete sich ein anderes Portal und Spuckte den dämonischen Sand, die wohl mal die untere Hälfte des Dämons gewesen war wieder aus.

„Ich habe es geahnt. Das Dazwischen scheint keine Dämonen zu mögen und weit Transportieren tut es sie wohl auch nicht. Jedenfalls glaube ich das. Wenn es nur eine Möglichkeit gäbe, den Dämon einfach im Dazwischen festzuhalten, irgendwo wo er keinen Schaden anrichten könnte“, sagte Magan. Doch solange der dämonische Sand da war, konnte er kein Portal lange genug offen hallten um den ganzen Dämon zu verschlucken.
Der Dämon lachte finster, und schien sich langsam wieder zusammenzusetzen.
„Mir ist vorhin etwas Interessantes aufgefallen, das und VIELLEICHT helfen könnte. Als der Dämon sich vorhin gewehrt hat konnte er nur die oberen Sandschichten benutzten. Die Unteren folgten nicht seinen Ruf. Er hat also nicht die Macht den ganzen Sand zu befehligen. Wir müssen es also irgendwie schaffen die unteren Sandschichten nach oben zu bekommen, oder einen einigermaßen festen Untergrund erschaffen. Dann könnte ich wahrscheinlich den ganzen Dämonen ins Dazwischen bekommen. Regen müsste ihn meiner Meinung nach auch schwächen. Kann einer von euch so was machen? Aber selbst wenn wir es hinbekommen, wohin soll ich den Dämon bringen? Ihr habt ja selbst gesehen, dass das Dazwischen da nicht so mitspielen will. Wenn es bloß wirklich eine Möglichkeit gäbe den Dämonen im Dazwischen fest zu halten“, sagte Magan verzweifelt.
Dennoch versuchte Magan seine eigenen Überlegungen umzusetzen. Er wollte versuchen mit seiner Kristallbeherrschung einen festen Untergrund zu erschaffen obwohl er wusste, dass die dämonische Energie die oberen Schichten des Sandes durchdrang. Er musste viel Energie einsetzen damit sein Zauber etwas bewirkte. Er schaffte es allerdings nur ein paar kristallene Inseln um den Dämon herum zu erzeugen.
„Wir müssen einfach alles Versuchen“, sagte Magan zu den Andern und hoffte, dass sie bessere Möglichkeiten und Ideen hatten als er.


Im Gegensatz zur Silberdrachin besaß die Traumdrachin keine natürliche Resistenz gegen Metall. Da Tarar sich spontan entschieden hatte neben Silvi zu laufen, was nur wegen ihrer geringen Größe möglich war, bekam sie die volle Wucht der Eisenstachelfalle ab. Ohne jeglichen Widerstand drangen die Stacheln durch ihren Energiekörper. Tarar jaulte vor Scherz auf bevor sich ihr Körper in bunten Nebel auflöse. Der Nebel glitt von den Stacheln und formte sich weiter hinten im Gang wieder zu Tarar. Die Stacheln die durch Tarar gedrungen waren, hatten sich verformt und glühten nun als ob sie im Schmiedefeuer gelegen waren. Obwohl Tarar noch lebte, was sie nur ihrem Energiekörper verdankte, drang immer noch bunter Nebel aus den Stellen, wo die Stacheln ihren Körper durchdrungen hatten. Wo der Nebel den Boden berührte, begann der Boden sich leicht zu verformen. Endlich hörte Tarars „Blutung“ auf, doch ihre Größe hatte sich drastisch reduziert. Sie war nun noch kleiner als zuvor und hier unten gab es keine Energiequelle, damit sie sich wieder aufladen konnte.
„Au, au, au, das hat WEHH getan. Silvi lass uns umkehren, ich mag…“, weiter kam Tarar nicht da in diesem Moment Fail angerannt kam und wieder verschwand.
„Was hat er gerade gesagt?“, frage Tarar Silverdrak mit einem verwunderten Blick.
Als Fail wiederkam, hörte Tarar so interessiert zu, dass sie ihre Schmerzen gleich wieder vergaß.
„Wieso nennst du es Indy-Falle?“, fragte sie die kleine Feuerechse verwundert, doch diese schien zu aufgeregt um etwas darauf zu erwidern. Diese Indy-Falle schien wirklich sehr gefährlich zu sein, da sich die Silberdrachin sofort in Bewegung setzte.
Als sie die Wand erreichten und Fail anfing von Geheimnisen zu reden, stellten sich Taras Ohren vor Neugier auf.
„Ich weiß nicht ob ich Feuerfest bin, aber das werde ich bald wissen“, sage Tarar zur Silverdrak.
Ihre Augen begangen in einem neugierigen Grün zu leuchten, doch Silverdrak verspäte ihr die Sicht. Doch Silverdraks Veränderung fand sie genau so interessant. Ein leichtes blau, von ihrem magischen Blick mischte sich in das Grün.
Sie schaue an Silverdrak vorbei als Fails Energie auf einmal anstieg. Die Feuerechse schien zu wachsen und heißer zu werden. Die Feuerenergie, die nun von der Feuerechse ausging war Aggressiv und nun war Tarar froh sich hinter Silverdrak verstecken zu können und dass die Silberdrachin sie schützte. Obwohl die Energie Aggressiv war, konnte sie einen kleinen Teil davon nutzen um sich klein wenig Aufzuladen und somit etwas zu wachsen.
Als Fail fertig war und die Hitze abnahm, betrachtete Tarar neugierig den immer noch rot glühenden Tunnel.

„Also zurück können wir nicht“, sagte Tarar nachdenklich auf Silverdraks Frage, „Hm, lass uns mal da lang gehen“.
Tarar hatte sich spontan für eine Richtung entschieden, was oft ein typisches Verhalten von Traumdrachen war, und folgte nun zielstrebig diesen Gang.
Silverdrak schien die Traumdrachin verwundert anzustarren. Der rollende Stein, Fails Indy-Falle, war schon unerträglich laut geworden. Die Höhlen vibrierten angesichts des näherkommenden Steines. Ab und zu lösten sich kleine Steinchen von der Decke und landeten auf Tarar und Silverdrak.

Als Fail den Tunnel eingebrannt hatte, konnte er nicht verhindern, dass auch der Boden unter ihm weg schmolz. So entstand eine Kuhle unter ihm. Als der Stein die Kuhle erreichte wurde er von seinem Weg abgelenkt und krachte gegen die Außenwand des Tunnels. Der Tunnel in dem sich Silverdrak und Tarar befanden stellte sich nun als unstabil heraus.
Die Gang bebte und es bildeten sich große Risse am Boden, in den Wänden und in der Decke. Große Gesteinsbrocken lösten sich aus der Decke und vielen zu Boden. Als ein Stein von Tarars Größe genau vor ihrer Schnauze landete, flüchtete sie erschreckt zu Silverdrak. Da Silverdrak viel größer war, hoffte Tarar unter ihr Schutz zu finden. Bevor sie sich allerdings unter Silvi versteckte, brachte sie den schlafen Fail von Silvis Kopf in Sicherheit. Sie war sich sicher, dass so eine große Drachin wie Silvi, die dazu noch einen Metallpanzer hatte, sich sicher nicht von so ein paar kleinen Steinchen stören ließ. Tarar hingegen war klein und lief leicht Gefahr zerquetscht zu werden.
Der runde Stein setzte sich aufgrund der Steigung der Höhle wieder in Bewegung, doch er hatte durch den Aufprall seine ganze Kraft verloren und war nun deutlich langsamer.
Endlich hörte das Beben auf und die Erde beruhigte sich. Staub hatte sich im Gang angesammelt und Kitzelte in der Nase. Außerdem war die Luft stickig geworden, was allerdings an den verbrauchten Sauerstoff lag. Fails Flammen hatten dies verursacht, da sie den ganzen Sauerstoff verbraucht hatten. Da unter der Erde, der Sauerstoff knapp war, wurde das Atmen immer schwerer. Tarar brauchte nicht zu Atmen, wenn es nicht unbedingt sein musste, doch sie wusste nicht ob die Silberdrachin lange ohne Sauerstoff auskommen konnte. Die kleine Feuerechse hatte allerdings Aufgrund ihrer Größe und ihres Feuers sicher einen erhöhten Stoffwechsel und damit eine schnellere Atmung.
Als sich endlich der grobe Staub gelegt hatte, kam Tarar unter Silverdrak hervor. Fail schlief mittlerweile auf ihren Kopf, wobei sein Schwanz an Tarars Hals herunter baumelte. Tarar musterte Silverdrak, sie schien sich nichts getan zu haben und auch ihr Feuerkamm war nun ausgegangen, doch bei ihrer Musterung musste Tarar anfangen zu lachen. Es dauerte eine Weile bis sie sich von ihrem Lachanfall erholt hatte. Sie Silberne war von oben bis unten mit grauen Staub und kleinen Steinen bedeckt.
Wie siehst zu den aus? Hast du dich nun in eine Steindrachin verwandelt?, übermittelte Tarar telepatisch zur Silberdrachin, die nun alles andere als silbern war.
Du solltest übrigens lieber in Gedanken mit mir reden, falls du das kannst. Ich weiß nicht ob dir schon aufgefallen ist, aber unser Sauerstoff geht langsam zur neige und reden verbraucht zu viel davon, sagte sie nun wieder ernst. Der andere Weg war nun verschüttet. Sie konnten sowieso erst zurück wenn sie das Artefakt hatten. Zum Glück hatte Fails Tunnel das Beben überlebt.
Lass uns weitergehen, meinte Tarar schließlich, ich glaube um Fallen brauchen wir uns keine sorgen mehr zu machen. Dabei Zeigte sie auf eine große verkrümmte Metallklinge die ein paar Schritte weiter aus der Wand ragte. Sie wurde wohl durch das Beben ausgelöst und durch herunterfallende Steine verbogen.
Tarar lief los, denn was anderes konnten sie wohl kaum machen. Der Gang sah stark mitgenommen aus und sie entdeckten noch ein paar ausgelöste und zerstörte Fallen. Nach kurzer Zeit wurde Tarar der Tunnel allerdings langweilig und sie begann Silverdrak Löcher in den Bauch zu fragen: Du, sag mal, wieso hat Fail diesen Stein Indy-Falle genant? Meinst du ich könnte etwas an im Lutschen wenn er wieder wach ist? Was für eine Rasse bist du? Bestehst du wirklich zur hälfte aus Metall? Du bist doch keine Maschiene oder? Ich kenne Drachen, die sind halbe Maschinen musst du wissen. Woher kommst du eigentlich? Kennst du vielleicht einen gewissen Mar...irgendetwas? Er sieht genau so aus wie du nur etwas dunkler und größer. Außerdem versteht er gar keinen Spaß.
Vermisst du den nicht manchmal deine andere Seite? Immerhin kennst du ihn doch schon dein ganzes Leben lang, nicht? Da müsste es doch so sein, als ob man einen Körperteil verliert? Wieso hat der dich den verlassen?
.

Plötzlich brach Tarar ihre Fragerei ab, obwohl sie immer noch auf Silverdraks antworten wartete, doch sie hatten gerade einen Raum erreicht, der seltsamerweise vollkommen unversehrt war. Noch seltsamer war, dass der Raum rechteckig und die Wände glatt waren. Dieser Raum konnte also unmöglich auf natürliche weise entstanden sein. Es erinnerte an ein Schachbrett, da jede Seite des Raumes aus fiereckigen Kacheln zu bestehen schien. Probeweiße setzte Tarar eine Pfote auf eine solche Kachel vor ihr und hörte gleich darauf ein scharrendes Geräusch. Zum Glück nahm sie ihre Pfote rechtzeitig zurück, denn eine Kachel an der Linken Wand fuhr rasend schnell aus der Wand und donnerte gegen die andere Wand. Hätte Tarar ihre Pfote nicht weggenommen, so hätte sie nun keine mehr gehabt. Einige Augenblicke sptter fuhr der Fellbock wieder zurück bis er wieder wie eine einfache Kachel in der Wand aussah.
Tarar überlegte was sie nun tun sollten. Hier bleiben konnten sie nicht, denn mittlerweile hatte sie ein Zischen aus ein paar unscheinbaren Löchern in den Wänden bemerkt. Aus diesen Löchern kam eindeutig ein Gas. Als das Gas auf ihre Energiehaut traf, begann es zu Knistern und ein stark stechender Geruch erstand um sie rum.
Arrr nein, das auch noch. Wir müssen so schnell wie möglich auf die andere Seite hier tritt Reizgas aus, sagte Tarar zu Silverdrak (Nur zur Info: Mit Reizgas ist Salpetersäuregas gemeint, es kann Silber oxidieren lassen, es würde dabei weiß anlaufen).
Fliegen konnten sie nicht, da die Luft schon zu dünn geworden war.
Ich werde mal etwas versuchen, ich weiß nur nicht ob es auch klappen wird, sagte Tarar zu Silverdrak. Ihr war gerade eine Idee gekommen, wie sie vielleicht diesen Raum durchqueren könnten.
Sie atmete einen bunten Nebel aus, der sich über den ganzen Boden des Raumes verteilte. Er berührte allerdings weder den Boden noch die Wände. Probeweise machte Tarar nun wieder einen Schritt nach vorne, doch ihre Pfote durchdrang den Nebel nicht und blieb auf ihn liegen. Somit wurde der Fallenmechanismus nicht ausgelöst. Tarar ging noch ein paar Schritte weiter um sicher zu gehen, dass der Nebel auch hielt.
Komm, sagte Tarar zur Silverdrak, mein Nebel wird halten, ich weiß nur nicht für wie lange. Du solltest dich also beeilen.. Sie hoffte nur, dass der Nebel auch das Gewicht der Silberdrachin tragen konnte.
Schnell ging Tarar voraus, damit die Silberdrachin genug Platz hatte. Als sie das andere Ende des Raumes erreichte, hüpfte sie fröhlich vom Nebel und wollte Silvi schon fröhlich zurufen, doch da gab der Boden unter ihr nach und sie stürzte mit einem erschreckten Aufschrei in die Finsternis. Es geschah alles so schnell, dass Tarar nur im letzten Augenblick daran dachte ihre Flügel zu benutzen und den Sturz zu abschwächen. Dennoch knallte sieh hart, aber zum Glück nicht mehr tödlich, gegen den Höhlenboden. Benohmen schaute sie sich um soweit es ging, denn sie konnte durch den Schock erstmal nicht aufstehen und ihr tat alles Weh. Sie befand sich in einer natürlichen Tropfsteinhöhle und hier unten gab es wenigstens mehr Sauerstoff. Nun konnte sie nur noch hoffen, das Silverdrak bald kommen würde.
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#97 Beitragvon Seriva Senkalora » Mi 16 Jul, 2008 15:30

OBEN:

An die Säule gekrallt blickte sie kurz zu dem Raptor auf ihrem Rücken.
"Alles klar bei Dir?" Seriva wusste, dass Vortex kein Wüstenfreund war. Das Fliegen war ihm auch keine Freude - bei Serivas Flugstil war das aber kein Wunder.
Die Rote lauschte Lus Ausführungen und ein unruhiges Gefühl machte sich in ihr breit.
"Dämonen... ausgestorbene Wesen... ein Artefakt von großer Macht zerstreut über mehrere Welten...", leise grübelte sie vor sich hin und versuchte in dem Chaos einen Zusammenhang zu entdecken. Sie wünschte sich Swen oder Shimba zu Hilfe, denn die beiden besaßen Erfahrung und hätten ihr vielleicht Hinweise geben können.

Seriva schreckte aus ihren Gedanken, als Magan sich aus einer auswegslosen Situation ins Dazwischen rettete. Sie bemerkte die Aura von Zeenpha und die unbändige Wut des Wächters. Sie blickte ihn mit glasigen Augen an - nun sah sie die Energieströme um sich herum und die Umgebung verzerrte sich zu einem bunten Bild. Die Hiebe mit denen er den Wurm bearbeitete waren so voller Wut und pulsierender Energie, dass der Anblick einem Feuerwerk glich. Die Drachin blinzelte und konzentrierte sich um wieder auf ihre normale Sichtweise umzuswitchen.
Sie blickte die beiden Drachen an und hörte ihrem Plan zu. Es war waghalsig, aber die Rote war optimistisch dass ihre Freunde das schaffen würden. So zog sie sich auf die Spitze ihres Felsens und nach einer kurzen Warnung an Vortex schraubte sie sich in den Himmel um den anderen genügend Platz zu lassen. Von hier oben konnte sie die ganze lebensmüde Aktion sehen und als die beiden im Mauldes Wurmes verschwanden fiel ihr Zeenpha ein, der sich immer noch an den Wurm krallte. So schnell sie konnte ließ sie sich fallen, schoß auf den Raptor zu und riss ihn einfach mit sich. Die Drachin und der Wächter sowieVortex purzelten durcheinander und schlitterten durch den Sand. Hinter ihnen tat der Angriff von Lu und Magan seine Wirkung und schleuderte den Wurm über den Boden.

"Entschuldigung", bat Seriva Zeenpha und schüttelte den Sand von ihren Flügeln. Sie sah sich suchend nach Vortex um, der offensichtlich den Halt verloren hatte bei dem unfreiwilligen Überschlag.
"Ich dachte nur, dass es nicht gut wäre, wenn Du Dich weiter an dem festgekrallt hättest...", ergänzte sie und wies auf die Überreste des Wurms.

Die Wut des Dämons durchflutete die Wüste wie eine Welle. Seriva hatte gelernt sich gegen derartiges zu schützen und so durchlief der Hass des Dämons sie zwar, aber er beeinflusste sie nicht.
Die Feuerechsen zogen Serivas Aufmerksamkeit auf sich. Diese kleinen Wesen waren unglaublich mächtig und Seriva war sehr beeindruckt von diesen Fähigkeiten. In Fail hatte sie schon desöfteren etwas gespürt was eigentlich nicht zu so einem kleinen Gesellen passte, aber die hier bewiesen ihr, dass die Größe doch mächtig täuschte. Leider schlug der Plan fehl...
Seriva blickte den Dämon an und dachte nach. Sie klinkte sich in die Gedanken von Magan ein und bekam so das Gespräch zwischen ihm und Lu mit.
~Magan, nicht erschrecken, ich bin es, Seriva. Es gibt einen Ort von dem mir einmal ein sehr guter Freund erzählt hat. Es ist eine Art Sackgasse im Dazwischen, ein Ort ohne Ausgang. Man nennt es das NICHTS und dort werden die Wesen festgehalten die man nicht vernichten kann. Wir können keine Wüste verschwinden lassen, also müssen wir ihn verschwinden lassen. Und was den festen Untergrund angeht: Da kann ich bestimmt helfen. ~

Die rote Drachin klinkte sich aus und bat Zeenpha und Vortex Abstand zu halten.
Seriva blickte in die Energieschemen der Wüste. Wie die Knoten eines Teppichs war das Energiegewebe geknüpft. Fein und sorgsam. Einzig die Kristallinseln von Magan brachen das Gitter auf. Und dort setzte Seriva an.
Knurrend grub sie ihre Vorderpranken in den Sand. Um sie herum begann der Sand sich zu kräuseln wie ein See über den der Wind streicht. Das Kräuseln wuchs an und bald schlug der Sand um sie herum Wellen. Sie fauchte leise und Energiestrahlen jagten unter dem Sand entlang und brachen in den Kristallen. Dort zerstreuten sie sich, brachen sich in weiteren Kristallen und so bildete sich bald eine Art neuer Energieteppich über dem Sand. Wie sturmgepeitschtes Meer tobte der Sand als Seriva die Kontrolle zu erlangen versuchte. Unruhig schlug sie mit dem Schweif auf den Sand, grub ihre Krallen tiefer und blickte konzentriert auf das erzeugte Geflecht. Einzelne Lücken mussten noch geschlossen werden. Ein Kristall von Magan zerbarst als Seriva dort übermäßig viel Energie hinlenkte. Die Bruchstücke verteilten sich und halfen wie Miniprismen die Energie weiter aufzuteilen.
~Magan... JETZT!!!~, brüllte Seriva in Magans Gedanken und dann erstarrte der Sand zu einer einzigen glasigen Oberfläche. Seriva hatte mit ihrer Energie die obersten Sandschichten komplett zusammengeschmolzen und hielt nun krampfhaft das Energienetz aufrecht um die Kontrolle über die Fläche zu behalten.

UNTEN:

Zephir suchte weiterhin nach einem Weg um zu den anderen zu gelangen. Plötzlich glomm nicht weit von ihr die Wand glühend auf und es ergab sich ein kleiner Durchgang. Vorsichtig näherte Zephir sich dem heißen Gestein, zuckte aber zurück. Ein Poltern ließ die Greifin aufhorchen. Sie lugte um die Ecke und erkannte recht bald, dass irgendetwas großes zu ihr rollte. Der Stein würde den kleinen Ausgang versperren und wer weiß wielange sie dann noch in den Gängen umherirren würde. Also nahm sie ihren Mut zusammen, hechtete durch das Loch und raste vor dem Stein her in die Richtung in die die eben noch eine silberne Schwanzspitze hatte verschwinden sehen. Krachend stürzten ein paar Brocken von der Decke. Zephir rannte panisch immer geradeaus. Plötzlich stolperte sie über ein Loch und stürzte. Der Felsen rauschte knapp an ihr vorbei. Mit klopfendem Herzen und großen Augen sah Zephir wie der Felsbrock zerbarst und einen Regen von Splittern auf sie ergoß.
"Autsch...", sagte sie und blieb erstmal sitzen. Ihre Federn waren angeschmort, die wundervoll gepflegten Schwungfedern verschmort, ihr Rückenfell wirkte stumpf und ihre rechte Vorderpranke hatte sie sich beim Sturz verstaucht.
Als Zephir sich ein wenig erholt hatte blickte sie sich um. Ein Gang führte tiefer in das Höhlengewirr hinein. Sie folgte ihm. Dünne Luft wie in hohen Lagen empfing sie. Schnell lief sie weiter, an ausgelösten Fallen vorbei und direkt auf eine Wand aus Reizgas zu. Bevor sie realisierte was das war, musste sie husten. Das Gas reizte ihre Lunge und sie spie mehrere kleine Flammen aus. Zum Glück reichten diese nicht um das giftige Gas zu entzünden. Notgedrungen wich Zephir zurück. Ihr wurde schlecht. Doch das Gas war überall. Also entschied sie sich für einen Weg. Und der hieß vorwärts. Mit angehaltener Luft preschte sie durch den Gang in der Hoffnung, dass der brennende Druck in ihren Lungen sie nicht umhauen würde. Ohne es wahrzuhaben nutzte sie die Reste von Taras Nebel und gelangte recht heile zum anderen Ende wo sie der Bewusstlosigkeit nahe ankam und Silvi direkt vor die Füße stürzte.
"Oh... hi...", stöhnte sie und verdrehte die Augen.
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#98 Beitragvon Silverdrak » So 07 Sep, 2008 15:01

"Hey! Hey! Hey! Wir sind noch nicht mit dir fertig!" Flir flatterte näher zu dem runden wasser gefüllten Schild, in dem sich der Dämon soeben auf gelöst hatte. Argwöhnisch betrachtete die Feendrachin den Haufen Sand am Grund und blickte dann zu ihren Piranhas die doch ein beunruhigends Zahlwerk aufwiesen. "Sorry Jungs, sieht aus als ob sich euer Mittagessen eben aufgelöst hätte." Mit einer ihrer illusionshände streichelte sie einen der Fische. Dann zischten Schwerter in die Wasserkugel. "Envy! Pass doch auf was du machst! Beinahe hättest du meine Fischis aufgespießt."
Der kleine schwarze Drache schnaubte. "Wie lang hätte ich die Dinger denn noch festhalten sollen? Und außerdem sind das eh keine echten Fische!"
Flir funkelte Envy kurz an und sah dann wieder zu ihren Piranhas. "Hört nicht auf ihn... Der hat keine Ahnung..." Einen Augenblick später lösten sich die Illusionsfische auf.
Tsi flog derweil Loopings um Sky und zirpte kontinuierlich 'Geschafft! Geschafft!' in ihrer Sprache. Sky schien dem gegenüber aber eher skeptisch. Er beobachtete den Sand in der Kugel wachsam. Irgendwas sagte ihm das der Dämon noch nicht besiegt war. Doch etwas lenkte ihn plötzlich ab. Aufgeschreckt blickte er sich um und ließ dabei Gedanken verloren das Schild platzen worauf hin sich sein Inhalt auf den Wüstensand ergoß. Suchend scannte der kleine Psydrache die Umgebung, was war das gewesen? Er hatte eine ungewöhnliche Energie gespürt. Eine heiße Energie. Die ihm irgendwie bekannt vor kam.
Als er von seinen Gedanken wieder zurück ins hier und jetzt zurück gekehrt war, sah er grade wie Magan versuchte den Dämon in das Dazwischen zu sperren.
Schnell verschwand er, tauchte über Magan wieder auf und verpasste ihm eine mentale Kopfnuss. "Idiot..." wenn es so einfach wäre hätte er das selbst gemacht. "Das Dazwischen ist keine Müllhalde! Es ist nicht dazu gemacht Wesen weg zu sperren. Es ist nicht mal dazu gedacht um von einem Ort zum anderen zu Reisen. Es ist ein Kontinuum das die einzelnen Orte und Universen zusammen und in ihrer Ordnung hält. Zu nichts anderes ist es da. Das die Wesen irgendwann lernten es auch zum reisen zu nutzen war nicht zu vermeiden, daher ist das gestattet. Aber Dinge oder Wesen dort ab zu laden ist ein schweres vergehen. Es bringt das Nichts in dem Nichts sein sollte aus dem Gleichgewicht. Macht es brüchig. Risse und Brüchige Stellen sind schlecht, da alles was dort landet notgedrungen verschwinden muss. Dieser Vorgang beansprucht Energie und das schwächt das Dazwischen weiter. Nur wenigen sehr mächtigen Wesen ist es gestattet dort Gefangene gefangen zu halten und dann dürfen das nur sehr mächtige Wesen sein, die sich im Dazwischen nicht oder nur sehr schwerlich auflösen können." Sky machte eine kurze Pause um Magan mit blau glühenden Augen anzuglühen. "Wenn du deine Fähigkeit zur Nutzung des Dazwischens behalten willst, mach das nie wieder. Sonst wird dir die Gaben verwehrt." Der kleine weiße Drache wusste wovon er da sprach. Er war älter als die anderen vermuten konnten. Er hatte vieles beobachtet und gesehen und er kannte einen Drachen, der auf diese Weise die Fähigkeit das Dazwischen zu nutzen verloren hatte. Der Unterschied war dass dieser Drache das in größerem Stile gemacht hatte. Eine Schlacht war einfacher zu gewinnen wenn der Feind einfach im Nichts verschwand... Unglücklicherweise fand dieser Drache immer irgendwie Wege das Dazwischen dennoch zu nutzen. In der Ferne registrierte er das Firnor sich mit seiner neuen Arme auf den Weg machte eine andere Welt zu erobern. Ehe er weiter darüber nachdenken konnte, war da plötzlich etwas anderes und schwup war er verschwunden.

Flir seufzte als der Dämon wieder auferstand. "Okay! Also gleich noch mal! Sky!...... Sky?" Wo war denn der nun wieder hin? "Fein wenn man ihn nicht kaputt bekommt, dann muss man ihn eben wo einsperren...." Sie grübelte und blickte sich dann zu den größeren Wesen um. "Hier hat nicht zu fällig jemand nen Behälter und kennt einen Bannzauber? Zu blöde. Jetzt wäre der böse stachelige schwarze Drache gut. Der kann sowas. Nie ist der da wenn man ihn braucht." Eine Illusion von Firnor erschien neben ihr. "Mach was!", befahl sie dem Bild doch das schnaubte nur uninteressiert. Die Feendrachin seufzte erneut. "Envy macht du was du bist doch Zauberer!"
Der kleine schwarze Drache blickte auf. "Also ich hab da grade diesen..." "Zeig her!" Flir schnappte ihm den roten Edelstein aus den Klauen. "Der ist aber schön..." Tsi stimmte dem ebenfalls zu und umflatterte Flir.
"Weibchen..." Envy rollte mit den Augen.
"hm... meint ihr der passt da rein?" fragte Flir kniff ein Auge zu und hielt den Edelstein abschätzend in die Richtung des Dämons. "Vielleicht was eng, aber er ist es ja selber Schuld. ...Okay, fehlt nur noch wer der nen Bannzauber kann." Ihre Augen wanderten wieder zu Envy.
"Ich kann einen aber alleine bekomm ich das nicht hin." meinte der Schwarze nur und blickte zu den anderen Magiebegabten Drachen rüber. Wenn diese einen Bannzauber sprechen würden, würde er mit helfen. "Wir sollten uns beeilen solange der Dämon gefangen ist." fügte er noch hin zu und blickte zu der roten die sich bemühte den Dämon fest zu halten.


Silvi war geschockt als plötzlich die Decke über ihr runter kam. Am liebsten wäre sie gerannt, so weit ihre Beine sie trugen, doch die Traumdrachin hatte sich unter ihr zusammen gekauert. Wohl mit dem Gedanken, das so ein großer Drache wie sie mehr aushalten würde, dabei war ihr Silber nicht dazu gemacht sie vor Felsen zu schützen und auf ihre Knochen waren nicht so stabil wie die der seranischen Erddrachen. Panisch überzog sie ihre Flügel mit einer Silberschicht in der Hoffnung das sie damit wenigstens ein bisschen geschützt seinen. Gebrochene Flügel waren das schlimmste was ihr passieren konnte. Unruhig schwang ihr Schwanz von einer Seite zur andere und sie tänzelte von einem Fuss auf den anderen. Unmengen an Schutt und Gestein schienen herab zu stürzen. Ein Fels streifte ihre linke Rückenseite. Ein deutliches knacken von Knochen war zu hören. Schmerzen zuckten durch den Körper der Silberdrachin aber sie biss die Zähne zusammen um Tarar nicht zu beunruhigen. Kurz darauf schwebte Sky über ihr. Sein Schild hielt weitere Felsen von ihr fern.
Die Drachin war froh als sich alles wieder beruhigt hatte. Tarars Kommentar zum Steindrachen fand sie allerdings weniger lustig. Ihr linker Flügel schmerzte aber die wagte es nicht ihn zu bewegen und warf auch nur einen vorsichtigen Blick darauf.
Die Anmerkung das die Luft zur Neige ging lenkte sie von ihrer Verletzung ab. Sie musste weiter. Sie selbst kam eine ganze Weile ohne Luft aus aber die anderen wohl nicht. Bestimmt nahm die Silberne Fail zurück und legte ihn auf ihren kopf neben Sky. Da war sein Platz.
Auf dem Weg überschüttete die Traumdrachin sie mit Fragen, die sie weiter von ihrem Flügel ablenkte. Die Fragen beantwortete sie allerdings eher knapp mit:
"Ist eine lange Geschichte. Nein. Xiri Yactasinus Dracnafir, Silberelement-Drache, manche nennen uns einfach seranische Silberdrachen. Ja, magisches Metall. Nein, bin ich nicht. Sera das ist weit... Woher...Der sieht nicht aus wie ich. " [Mar'self sieht nicht aus wie Silvi. Und Mar'self hat seinen ganz eigenen Humor. Woher kennt Tarar Mar'self?] "Meine andere Seite? Du meinst Firnor? Der ist nicht meine andere Seite. Und nein ich vermisse ihn kein bisschen. Ich kenne ihn auch erst seit ein paar Jahren. Ich fühle mich viel besser ohne ihn. Interessiert mich auch nicht warum er weg ist. Hauptsache er ist weg." grollte sie Tarar an und machte klar das sie nicht weiter darüber reden wollte. Ohne Firnor wäre ihr Leben viel einfacher verlaufen. Sie hatte jetzt auch keinen Sinn für diese Fragen und sie wollte über sowas auch nicht mit jemandem reden den sie erst sei kurzem kannte. So vertrauensselig war sie nicht und das die Drachin so viele wusste behagte ihr noch weniger.
Die Fragerei endete dann plötzlich, war vielleicht auch besser so. Sie hatte einen seltsamen Raum erreicht. Silvi beobachtete die Traumdrachin bei ihrem Test. Auch sie hatte das Gas bemerkt und nickte zu der Anregung möglichst schnell zu verschwinden. Misstrauisch beäugte sie den Nebel den Tarar geschaffen hatte einen Moment. Sky?
Du kannst gehen. versicherte der weiße Drache und verstärkte den Nebel unter ihren Füßen sicherheitshalber noch.
Sie atmete tief durch als sie auf der anderen Seite war. Hielt dann aber gleich wieder die Luft an. Zu ihrem entsetzen gab unter Tarar plötzlich der Boden nach. Panisch krallte sich die Silberdrachin an den Wanden rundherum fast um sicher zugehen, das sie nicht auch in die Tiefe stürzte. Zu ihrer Überraschung klappte dann auch noch die Greifin neben ihr zusammen. Sie hatte gar nicht erwartet sie hier an zutreffen.
Etwas durch den Wind blickte sie sich um. Was sollte sie jetzt machen? "Hallo? Wach wieder auf!" mit der Nase rüttelte sie an Zephyr. Sie brauchte Luft und Fail auch, der vor allen Dingen. Sein Flammenkamm war schon fast erloschen "Tarar geht es dir gut? Halte noch einen Moment aus." rief sie schließlich in die Tiefe. Hinterher konnte sie nicht ihr Flügel würde das nicht mitmachen. Vorsichtig ob sie die Greifin auf und legte sie auf ihren Rücken darauf achtend sie nicht auf ihren verletzten Flügel zu platzieren. Sie brauchten Luft! Und das schnell. Mit einem weiten Schritt trat die Drachin über das Loch hinweg und folgte dem Gang ein kurzes Stück in einen runden Raum aus dem 4 Gange weiter führten. Aber die interessierten Silvi im Moment eher weniger sie blickte zur Decke. Sky?
Hier ist gut. meinte der Drache einen Moment später und errichtete ein Schutzschild um die Drachin.
Silvi holte tief Luft, dann krachte ein tiefschwarzer Blitz aus ihrem Maul und ließ die Decke zerbärsten. Felsen krachten rund um die Drachin zu Boden und gaben die Sicht auf den Wüstenhimmel frei. Der Blitz flog gen Himmel und verschwand dann als seine Energie entladen war. Sand rieselte unentwegt in den Raum, daher setzte Silvi zu einem Weiteren Blitz an lenkte diesem aber vorsichtig einmal die bruchkanten entlang um den losen Sand zu schmelzen und so zu festigen. Es rieselte zwar immer noch Sand in den Raum, aber es schien nicht mehr die halbe Wüste darin verschwinden zu wollen. Frische Luft strömte in den Raum und die Silberne sog sie tief ein. Das Loch war groß genug das sie hätte rausklettern können.
"Sky, würdest du nach Tarar schauen? Ich werde gleich versuchen einen Weg zu ihr nach unten zu finden.", meinte die Drachin. Sky verschwand.
Also sie "alleine" war legte sie Zephyr auf den Steinboden und faltete ihren verletzten linken Flügel aus. Ein kreischender schmerzverzerrter Laut entfuhr ihr dabei. Sorgsam betrachtete sie den Schaden und brachte nach und nach alle gebrochenen Knochen unter weiteren Schmerzensschreien wieder in Position und verstärkte die gebrochenen Stellen mit Silber. Fliegen würde sie mit dem Flügel längere Zeit nicht können. Er würde Ruhe und Zeit zum heilen brauchen. Niedergeschlagen blickte die Drachin zu Boden. Und wofür das alles? Nur wegen so einem dummen Artefakt. Ihr Blick wanderte über die Gänge rund um. Vorsichtig faltete sie ihren Flügel wimmerned wieder zusammen und legte eine schützende Schicht Silber darüber. Dann legte sie Zephyr wieder auf ihren Rücken und schlug den Weg ganz links ein. Vielleicht ging es da nach unten.

Sky flatterte plötzlich vor Tarars Nase. Er wusste das ihr nichts passiert war daher fragte er gar nicht erst ob es ihr gut ging. Sie Schreie von oben ignorierte er. Es klang fast ein wenig als ob oben ein Kampf herrschen würde. "Silvi wird was brauchen bis sie hier unten ist. Vielleicht sollten wir versuchen ihr entgegen zu gehen. Da..." er deutete zu dem Loch durch das Tarar gefallen war. "...kann sie momentan jedenfalls nicht runter. Wie wäre es mit da lang." Der weiße Drache deutete auf einen Höhlengang der in Silvi Richtung zu führen schien.


[So ende jetzt. Ist schon wieder länger als gewollt...]
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#99 Beitragvon Luarcis » Fr 03 Okt, 2008 18:55

(OOC: So, hoffe, das passt so einigermaßen. Sorry nochmal für die lange Wartezeit, war echt keine Absicht.. Aber ich hatte einfach zu viel Stress in letzter Zeit und habs dann übersehn..)

Mit gemischten Gefühlen beobachtet Luarcis, wie Magan versuchte, den Dämon aufgrund seiner Idee in das Dazwischen zu verfrachten. Er verstand die Bedenken des Silberdrachens, er kannte sich mit dem Dazwischen ja auch nicht aus und wusste nicht, wie es funktionierte, aber einen anderen Weg sah er auch nicht. Semerkhet wusste erst nicht, wie ihm geschah, er war zu wütend, um das Portal zu sehen, das sich unter ihm gebildet hatte. Erst als er von ihm verschlungen wurde, sah er entsetzt mit an, wie er darin versank, es sich urplötzlich aber wieder schloss und er einen Moment später seine untere Körperhälfte über dem Wüstenboden auftauchen sah, wo sie sich sofort in einem Sandhauch auflöste. Er schrie vor Schmerz und Wut, überwand seine Überraschung aber schnell wieder und spannte sich an, während es schien, als ob er direkt aus dem Sand unter ihm herauswachsen würde, bis er schließlich seine volle Größe zurück hatte. Semerkhet bebte vor Zorn, sah aber sichtlich geschwächt und mitgenommen aus, als er tief keuchend seinen irren Blick in die Runde schweifen lies. Er hatte viel Kraft verloren und sich selbst noch nie so schwach gefühlt, das konnte Luarcis ihm ansehen, allerdings war er selbst auch nicht besser dran und hatte Mühe, sich nach dem Kampf mit dem Wurm überhaupt auf den Beinen zu halten. Er versuchte zwar alles, um sich ein bisschen zu erholen, indem er sich darauf konzentrierte, das starke Sonnenlicht, das auf seine weißen Schuppen fiel, zu absorbieren und in Energie umzuwandeln, aber das gab ihm kaum genug Kraft zurück, um weiter zu kämpfen. Der Weiße fühlte sich ohnehin immer schlechter, je länger er sich in dieser verdammten Wüste befand, diesem lebensfeindlichen, kargen Ort, an dem nur der Tod und böse Einflüsse herrschten. Fieberhaft dachte er nach, was sie nun tun sollten, nachdem sein Plan fehl geschlagen war. Es stand auf jeden Fall fest, dass sie Semerkhet von hier weg schaffen mussten. Er konnte sich zwar auch selbst teleportieren, aber das kostete ihn sehr viel Kraft und er schaffte es auch immer noch nur über kürzere Entfernungen. In seinem jetzigen Zustand würde er es wohl kaum schaffen, den Dämon an einen anderen Ort zu transportieren und so senkte er seufzend wieder den Blick.
„Wie könnt ihr es wagen?!! Oh, ich werde euch zerquetschen, bis ihr genauso zermahlen seid, wie der Sand, über den ich herrsche!“, brüllte Semerkhet immer noch wütend und mit der selben überheblichen Arroganz wie zuvor. Er breitete seine Arme aus und lies unter sichtlicher Anstrengung einen Sandwirbel entstehen, der langsam immer heftiger und dichter um ihn herumwirbelte. Aber während er seinen Zauber wob, merkte er nicht, wie sich fremde Energiewellen in seine eigenen mischten und den Sand unter seinen Füßen durchdrungen. Als er immer mehr Probleme hatte, seinen Zauber aufrecht zu erhalten, schob er das auf seine vorrübergehende Schwäche und machte weiter, um sich nichts anmerken zu lassen, er würde nie zulassen, dass seine Feinde dachten, ihn geschwächt zu haben. So konzentrierte er sich einfach fester und erst, als seine Verbindung ganz abbrach, merkte er, wie sich unter ihm ein dichter Glasteppich gebildet hatte. Der Sandsturm, den er erschaffen wurde erstarb schnell in einer sanften Brise, nun, da er nicht mehr durch frischen Sand genährt werden konnte. Verblüfft und entsetzt lies der Dämon seine Arme sinken, als er sein eigenes Spiegelbild auf der glatten, glitzernden Oberfläche sah und darunter den immer noch rötlich-gelben Wüstensand, zu dem er plötzlich keine Verbindung mehr hatte. Wutschnaubend wirbelte er herum und erblickte die kleinen Feuerechsen, die ihn zuvor gefangen hatten. Zornig streckte er ihnen seine geöffneten Pranken entgegen, aber er hatte keine Macht über sie. Stattdessen rutschte er bei dem Versuch, ihnen zu folgen mit seinen scharfen Krallen auf dem glatten Glas aus, auf dem er keinen Halt fand und versuchte mühsam sich wieder aufzurichten. Jetzt war der richtige Moment gekommen und Luarcis bekam mit, wie die kleinen Echsen darüber diskutierten, den Dämon ein für alle Mal in einem Kristall einzufangen, sie aber allein nicht die Kraft hatten, das Ritual durchzuführen. Er selbst hatte nicht gerade viel Erfahrung damit, Dämonen zu verbannen, ihm waren nur eher aufwendigere Methoden bekannt, die genügend Vorbereitung erforderten, indem der Platz um den Dämon herum mit Runenkreisen eingeschlossen wurde, doch er bezweifelte, dass sie für so etwas genügend Zeit haben würden, geschweige denn, dass er das schon einmal wirklich mit Erfolg versucht hätte.
„Ich werde euch gerne helfen, so gut es mir möglich ist, sagt mir nur, was ich tun soll!“, übermittelte der Weiße dem kleinen schwarzen Feuerdrachen telepathisch, der soweit er wusste, sich Envy nannte.

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#100 Beitragvon Magan » Sa 11 Okt, 2008 22:55

Ragnaroeks Part:
Irgendwie konnte Ragnaroek Magan Zweifel sehr gut verstehen. Auch wenn ihr dasDazwischen keine Angst machte, denn immerhin wollte sie auch irgendwann lernen es zu nutzen, hatte auch Ragnaroek gemerkt, dass mit diese Zwischendimension auf eine gewisse art und weise lebte. DasDazwischen würde sicher ungern so einen Abschaum, wie diesen Dämonen, in sich aufnehmen wollten.
Als Magan dennoch versuchte den Dämonen zu fangen, bestätigte sich nur ihre Vermutung. Eigentlich wollte sie ja selber mit Magan schimpfen, doch nach Skys tat ihr Magan sogar schon irgendwie leid.
Er ist einfach noch viel zu jung um diese ganzen Vorgänge um sich herum zu begreifen und dieses Dazwischen ist ihm einfach noch zu neu, dachte Ragnaroek bei sich obwohl sie nicht älter war als Magen.

Auf Envys Ausspruch hin schüttelte Ragnaroek nur den Kopf und sagte: „Ich bin soweit ich weiß nicht Magiebegabt, aber ich werde euch einfach vor dem Dämonen beschützen und ihn Ablenken solange ihr beschäftigt seid!“
Ohne mögliche Einwände abzuwarten erhob sich Ragnaroek in die Luft und ging erstmal auf eine große Höhe. Sie hatte bemerkt, dass der Dämon durch den festen Boden unter ihm geschwächt war, aber er konnte ihr dennoch gefährlich werden. Doch Ragnaroek war nicht dumm, sie wusste wie man mit schwereren und größeren Gegnern umging. Sie umrundete zuerst den Dämonen ein paar Mal um sich einen guten Überblick über die Situation zu verschaffen und ging denn in einen Sturzflug. Mit angelegten Flügeln näherte sie sich den Dämonen. Sie entfaltete ihre Flügel erst, als sie die nötige Reichweite für einem Fernangriff hatte. Sofort schoss sie eine ihrer grünen Kugeln auf dem Dämonen und drehte Scharf ab um den Gegenangriff zu entgehen. Auch wenn ihr Angriff wohl kaum einen Schaden beim Dämonen verursachte, so könnte sie ihn damit wenigstens von den Anderen ablenken. Sie würde so lange weiter machen wie es nötig war und hoffe nur, dass der Dämon sie nicht vorher erwischte.
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#101 Beitragvon Magan » Mo 13 Okt, 2008 13:07

Magans Part:
Mit grauen Augen schaute Magan Sky an, auch seine Regenbogenmusterung hatte an Farbe verloren und wirkte nun grauer. Bei den Jimadra bedeutete die graue Farbe Trauer, Schuldgefühle und Erschöpfung und das alles empfand Magan gerade.

„Es tut mir leid, ich habe das doch nicht gewusst, Sky. Sonst hätte...“, Magan brach ab, da Sky verschwunden war bevor Magan seinen Satz beenden konnte. Er konnte doch nichts dafür, denn niemand hatte ihn bis jetzt den Umgang mit dem Dazwischen beigebracht. Niedergeschlagen schaute er auf dem Dämonen. Auch wenn seine Idee geklappt hatte und der Dämon nun einen Teil seiner Macht eingebüßt hatte, so konnte Magan sich nicht wirklich darüber freuen. Das Geschehen um ihn herum registrierter er nur teilweise. Erst als Ragnaroek abhob kehrte er in die reale Welt zurück.

„Nein warte. Mach das nicht alleine!“, schrie Magan Ragnaroek hinterher, doch mittlerweile hatte er die Dickköpfigkeit und Wildheit dieses Weibchens begriffen und wusste wie sinnlos sein Ausspruch war.
Zu Envyr gewannt sagte Magan: „Ich bin nicht wirklich Magiebegabt. Bei uns unterscheidet man stark zwischen energetischen Fähigkeiten und der Magie. Außerdem bin ich in der Essenzmagie nicht wirklich bewandert, aber ich werde dir so gut Helfen wie ich es zu tun vermag. Also sag an was zu tun ist“.
Magans Regenbogenmusterung wechselte langsam von Grau nach Blau und auch seine Augen leuchteten Blau auf. Magan war nun bereit seine Magie zu wirken. Doch zu lange würde er seine Magie sicher nicht wirken können, vor allem nicht so eine, die ihm vollkommen fremd war.


Tarars Part:
Langsam öffnete Tarar die Augen, sie hatte Schmerzen in ihrem ganzen Körper, doch als sie die kleine Feuerechse erblickte vergas sie ihre Schmerzen sofort, womit diese auch wirklich verschwanden. Schnell kam Tarar auf die Pfoten, was bei jedem anderen aus Fleisch bestehenden Drachen nach so einem Sturz garantiert eigentlich unmöglich gewesen wäre.
„Wie kommst du den hier her? Also wenn du meinst, dass es in der Richtung zu Silvi geht, werde ich dir gerne folgen“, sagte Tarar und musterte den Gang mit schiefen Blick. Sie setzte sich allerdings nicht sofort in Bewegung sondern Betrachtete die Höhle mit neugierig grünen Augen. Einer ihrer Eingebungen folgend erschuf sie ein Irrlicht, auch wenn sie in der Höhle eigentlich kein Licht zum Sehen brauchte. Als das Licht des blauen Feuers auf die feuchten Wände traf erstrahlten diese in verschiedenen Farben.
„OHHHH..Sky, Sky schau dir das an. Schau mal wie schön das ist. Kann Silvi nicht herkommen, das muss sie doch auch sehen, diese Höhle ist ja toll. Ob die wohl schon jemanden geört“, sagte Tarar begeistert und klang dabei viel eher wie ein kleiner Schlüpfling. Auf jeden Fall würde sie die Höhle nicht mehr so schnell verlassen, es sei den sie würde was Interessanteres finden als die Spiegelungen an den Wänden.
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#102 Beitragvon Seriva Senkalora » Fr 13 Feb, 2009 21:03

Jeder Muskel in ihrem Körper war angespannt. Sie nutze jedes bisschen Energie in ihrem Körper um den Glasteppich aufrechtzuerhalten. Dann plötzlich fühlte es sich an, als würde der Dämon nachgeben. Der Widerstand der Wüste gegen ihren Eingriff sank und Seriva konnte die Glasschicht endgültig festigen. Jetzt wo sie das Energiefeld unter Kontrolle hatte, konnte sie sich umschauen was ihre Freunde taten.

Zephir rutschte während Silvis Bewegungen hin und her und kam langsam zu sich. Vor Schreck über die ungewohnte Bewegung wollte sie aufspringen und stürzte von Silvis Rücken.
"Au..."
Der rechte Vorderlauf machte sich schmerzhaft pochend bemerkbar.
"Eh... Wo sind wir hier eigentlich?"
Etwas irritiert sag Zephir sich um. Sie standen in einem grob in den Felsen geschlagenen Gang. Hinter ihnen schien ein größerer Raum zu sein, der von Licht durchflutet wurde. Vor ihnen verschwand der Gang in einer Biegung. Es ging leicht abwärts und Zephir fühlte sich an die Gänge in denen sie zuvor herumgeirrt war erinnert. Da Silvi Anstalten machte dem Gang zu folgen riß auch Zephir sich zusammen und humpelte neben der wesentlich größeren Silberdrachin tiefer in den Gang hinein.

Seriva blinzelte und schloß kurz die Augen. Sie hatte auf ihre Energiesicht umgeschaltet um zu erkennen was ihre Freunde auf der anderen Seite des Glasfeldes taten. Dabei hatte sie jedoch nicht bedacht was für eine starke Strahlung von dem energiedurchfluteten Sand ausging. Schlussendlich wechselte sie wieder zur Normalsicht und fand sich damit ab nur bunte Schemen zu sehen. Es war selbst Swen nicht möglich gewesen ihr zu mehr Sehschärfe zu verhelfen, so das dies stets eine ihrer größten Schwächen bleiben würde. Dafür hatte Swen sie gelehrt sich auf ihr Gefühl zu verlassen und so konnte sie die Energien um sich herum nicht nur in ihrer Energiesicht sehen sondern teilweise auch fühlen. Aber halt auch nur teilweise.
"HEY!", brüllte sie zu Magan und (wie sie glaubte) Sky.
"BEEILT EUCH MAL WAS!"
Auch wenn das Energiefeld stabil war, so war es doch ziemlich anstrengend es aufrecht zu erhalten.
Sie beobachtete wie Ragnaroek sich erhob und auf den Dämon zuflog der weiterhin recht hilflos auf der glatten Fläche taumelte.
"Nanu, was wird das denn jetzt?"

Zephir betrachtete die Wände. Die Struktur des Gesteins hatte sich verändert. Der Fels hier schien härter zu sein. Auch war er hier nicht mehr so bearbeitet wie weiter vorne. Sie überlegte ob dieser Teil natürlich entstanden war und irgendjemand oder irgendetwas die Verbindungen und den großen Raum dann künstlich geschaffen hatte.
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#103 Beitragvon Silverdrak » Di 29 Jul, 2014 21:08

[Gott... ich hab das Bedürfnis alle meine Posts nach Rechtschreibfehlern und Tippern abzusuchen und zu korrigieren... ist ja schlimm... ... 5 Jahre...]

Offenbar fanden sich ein paar Magiebegabte, die bei der Bannung des Dämons mitwirken würden. Tsi beschloss die mutigen Streiter aus sicherer Entfernung, aber lautstark, anzufeuern.
Envy hatte sich den Edelstein zurück geholt. "So, fertig!," meinte er als er ein paar magische Symbole darauf gemalt hatte.
"Vorher war er schöner." brummte Flir als sie den Stein erneut in die Hand gedrückt bekam.
"Das muss so sein, sonst funktionierts nicht." beharrte der kleine schwarze Drache. Erst jetzt war der Edelstein ein Gefäss, das gefüllt werden konnte. "Du musst ihn ganz nah an den Dämon halten."
Die Feendrachin verstand. Außer ihr kam wohl gerade keiner nah genug dran ohne selbst während des Zaubers in den Stein gesperrt zu werden.
"Okay!" summte sie pflichtbewusst. Das war eine ziemlich verantwortungsvolle Aufgabe.
"Fertig?", Envy warf kurz einen Blick in die Runde. "Sprecht mir einfach nach." Kurz nickte er Flir zu während er die magische Formel aufsagte und dann kontinuierlich wiederholte, er schien dabei immer bestimmter und vehementer zu werden.
Mit einer ihren Illusionshänden nahm Flir den Edelstein zwischen zwei Finger und bewegte die Hand zu dem Gefangenen, drückte ihm den Stein regelrecht gegen die Brust als wollte sie ihn in den Dämon hieinbohren.
Vom Stein ausgehend bildete sich nach und nach ein Sog, der an dem Dämon zerrte.

Von all dem bekam Silvi unter dem Sand nichts mit. Ihre Flügel schmerzten und dieser Ort gefiel ihr nicht, auch wenn dessen Rätselhaftigkeit sie schon neugierig machte.
"Alles okay?", fragte die Silberdrachin besorgt und etwas schuldbewusst als Zephir von ihrem Rücken rutschte. Sie hätte besser aufpassen müssen. Da sie nicht erneut in eine Falle tappen wollte - ihre kaputten Flügel waren schon genug - hatte sie sich voll und ganz auf die Gänge konzentriert und die Greifin ganz vergessen. "Wir sind unter dem Sand." erklärte sie auf ihre Frage hin. "Wo genau kann ich nicht sagen. Es scheint hier ein ganzes Labyrinth von Gängen zu geben." Wachsam wanderten Ihre Augen über die Wände. "Bist du auch vom Sand verschluckt worden? Hoffentlich versinken nicht noch mehr darin." Es würde schwierig werden alle wiederzufinden.
"Die Traumdrachin ist mir bereits abhanden gekommen. Sie muss irgendwo da unten sein.", meinte sie kurz und ging weiter um die Biegung.
Auch Silvi entging die Andersartigkeit der Wände nicht während sie weiter in das Tunnelsystem vordrangen. War das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Nachdenklich blieb sie stehen und musterte alles aufmerksam. Immerhin machten diese Wände einen stabileren Eindruck. Dieser Teil wirkte älter aber nicht unbedingt verfallener als der Teil in dem sie zuvor waren. In der Ferne vernahm sie ein Geräusch. Sie lauschte. "Ist das Wasser?" Sie glaubte ein Plätschern zu hören, doch wurde das Geräusch von vielen Wänden gebrochen und war schwer auszumachen. Nicht weit vor ihnen spaltete sich der Gang auf. In beide Richtungen führte er tiefer. Aber welchen Weg sollte sie nehmen? Ihr Blick ging unentschlossen hin und her.

Sky musterte die Höhle in der sie sich befanden. Sie war in der Tat schön anzusehen. "Ich bin sicher sie ist bereits auf dem Weg hier her.", meinte Sky und wurde das Gefühl nicht los, dass sein Aufenthalt mit der Traumdrachin anstrengend werden würde. "Nun, irgendwer muss dieses Netzwerk an Gängen ja gebaut haben.", erwiderte er auf ihre Frage. Die interessantere Frage war, ob die oder der Erbauer noch hier war. Kurz wandte er den Kopf und scannte die Gegend. War da nicht gerade eine Bewegung gewesen? Sein Blick stoppte an einer Stelle, doch konnte er niemanden ausmachen. Wenig später schütterlte er den Kopf. Vielleicht spielte ihm auch sein Verstand Streiche...
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#104 Beitragvon Luarcis » Sa 09 Aug, 2014 15:48

Luarcis stand immer noch etwas abseits der Glasfläche, die Seriva aus dem Wüstensand erschaffen hatte, um den Dämon Semerkhet von der Quelle seiner Kraft abzuschotten. Buchstäblich fieberhaft versuchte er sich zu konzentrieren und zu überlegen, wie er weiter vorgehen sollte. Im Kampf mit dem riesigen Sandwurm hatte er beinahe seine gesamte Kraft verbrauchen müssen, er konnte sich jetzt schon kaum mehr auf den Beinen halten. Die sengende Wüstensonne brannte ihm immer noch erbarmungslos auf den Körper und auch wenn seine weißen Schuppen ihn vor einem guten Teil der Strahlung schützten, so konnte er doch deutlich die einsetzende Dehydrierung und Kopfschmerzen spüren. Sein Körper überhitzte immer weiter, er war ein Wald- und kein Wüstendrache und daher an die lebensfeindlichen Bedingungen in dieser Einöde alles andere als angepasst. Schon beim Betreten der Wüste musste Luarcis ständig einen Teil seiner Energie dafür aufopfern, um seinen Körper zu kühlen und einen Kreislaufkollaps zu verhindern. Zwar neigte sich der Tag schon langsam dem Ende und die Sonne stand tiefer als noch einige Stunden zuvor, aber die Wüste würde erst bei Einbruch der Nacht merklich abkühlen. Zudem laugte ihn schon die bloße Anwesenheit an einem Ort ohne Lebewesen aus. Er war mit den Pflanzen und Tieren dieser Welt verbunden, er brauchte sie in seiner Nähe um sich wohl zu fühlen und bei Kräften zu bleiben.
Die Stunden die sich die Gruppe nun schon in dieser leblosen Umgebung befand und der kräftezehrende Kampf gegen den Sanddämon und seine Diener forderten nun ihren Tribut. Seine Magie war fast aufgebraucht, sein Körper geschwächt und wenn er seinen Feuerodem benutzen würde, würde er sich nur noch weiter aufheizen. So hatte Luarcis kaum noch Optionen und ihm lief die Zeit davon. Wenn er sich noch viel länger hier aufhalten würde, brauchte es keine Dämonen oder Sandwürmer, um ihn zu bezwingen, die Zeit und die Wüstensonne würden das schon von ganz allein erledigen. Dennoch musste er etwas tun, Silvys kleine Echsenfreunde besaßen zwar erstaunliche Fähigkeiten und das Wissen, wie man den Dämon mittels eines Bannzaubers binden konnte, aber sie hatten wohl kaum allein die Kraft dazu, um ihr Ritual zu beenden. Außerdem musste es schnell gehen, bevor Semerkhet sich wieder fangen und aus seiner misslichen Lage befreien konnte. Noch einmal würde er sich sicher nicht so überrumpeln lassen.

Luarcis schloss die Augen um sich besser zu konzentrieren und zu überlegen, was er von Dämonologie wusste. Er kannte vor allem das klassische Ritual, bei dem ein Beschwörer einen Dämon mittels Bann- und Beschwörungskreisen in diese Welt holen konnte, um ihn sich zu Diensten zu machen. Der Beschwörungskreis mit seinen speziellen Runen war nötig, um ein Portal in die Dämonenebene zu öffnen, um einem bestimmten Dämon den Weg in diese Welt zu ebnen. Der Bannkreis wurde genutzt um den Dämon anschließend an Ort und Stelle zu halten, um zu verhindern dass er unkontrolliert ausbrach und zunächst seinen Beschwörer tötete um anschließend sein Unwesen in der Welt zu treiben. Es kam immer wieder vor, dass sich Dämonenbeschwörer selbst über- oder den beschworenen Dämonen unterschätzten und der Bannkreis nicht stark genug war, um den Dämon zu halten. Oder aber sie riefen den falschen Dämon an und anstatt eines niederen Wesens stand plötzlich ein mächtiger Dämonenlord im Raum. Auch wenn dieses Ritual vor allem zum Herbeirufen eines Dämons benutzt wurde, konnte es natürlich auf umgekehrte Weise verwendet werden, um einen Dämon wieder zurück zu schicken. Das Problem war nur, einen schon freigekommenen Dämon unbemerkt in den Bannkreis zu locken und die Siegel zu aktivieren. Außerdem bedurfte es viel Vorbereitung, die richtigen Utensilien und das Wissen um die richtigen Runen zur Durchführung des Rituals. Luarcis erinnerte sich dass er während seiner Ausbildung in einem menschlichen Magierkloster ein Mal ein solches Ritual durchführte. Es hatte Stunden der Planung, Vorbereitung und Prüfung gebraucht, um kurz testweise einen niederen Dämon zu rufen. Er hatte nun weder die Zeit, noch die richtigen Werkzeuge für so etwas und selbst wenn, auf dem lockeren Sand würden die Runen ohnehin nicht halten.
Nein, es musste anders gehen und die kleinen Echsen hatten herausgefunden, wie. Den Dämon in einem magischen Gefäß zu binden war einfacher, als ihn in eine andere Dimension zu zwingen. Hier konnten die Bannrunen auf dem Gefäß angebracht und zum Ziel gebracht werden, anstatt andersherum den Dämon zu einem festen Bannkreis verfrachten zu müssen. Luarcis war froh, dass die kleinen Echsen schon ein geeignetes Gefäß hatten und auch die nötigen Runen kannten, um den Dämonen sicher zu binden, ihm wären sie so schnell nicht eingefallen und er hätte nicht sicher sein können ob sie wirkten. Der rote Edelstein der Echsen erschien ihm auch für geeignet. Kristalle und Edelsteine waren am besten für solche Gefäße geeignet, das wusste er. Ihre nahezu perfekte Molekularstruktur ermöglichte es, dass sich Energie frei darin bewegen und gut gespeichert werden konnte. So dienten sie Magiern auch gerne als zusätzliche Energiespeicher, wenn ihre körpereigenen Kräfte nicht mehr ausreichten. Oder sie konnten eben die Essenz von Dämonen oder Geistern in sich aufnehmen, während die Runen dafür sorgten dass sie nicht mehr entweichen konnten.
Erfreut sah Luarcis mit an, wie die Echsen mit dem Ritual starteten und schon dabei waren, den Bannzauber zu sprechen, um die Runen auf dem Edelstein zu aktivieren und Semerkhet ein für alle Mal auszuschalten. Doch es brauchte viel Energie um ihn zu bezwingen und die konnten die kleinen Echsen nicht alleine aufbringen, während sie sich auf den Zauber konzentrierten. Luarcis musste eingreifen und ihnen helfen, auch wenn er sich damit vermutlich überanstrengte und selbst in große Gefahr brachte. Aber er war im Moment der Einzige, der dazu noch in der Lage war, die Anderen waren entweder verschollen, ebenfalls geschwächt, waren nicht magiebegabt oder wussten einfach nicht, wie sie helfen sollten. So seufzte er tief und konzentrierte sich noch einmal während er sich sammelte.

„Aber natürlich!“ schoss es ihm plötzlich durch den Kopf. Um einen Dämon zu binden war es am effektivsten, ein ihm entgegengesetztes Element zu benutzen, um zuerst seine Kräfte zu neutralisieren, wenn man es denn kannte. Und sie kannten es, wie die Echsen schon wirkungsvoll gezeigt hatten, war Wasser das Ideale Mittel, um Semerkhets Körper zu zerschlagen, der scheinbar innerlich völlig aus Sand genährt wurde.
„Wasser…“. Luarcis schaute sich in dem endlosen Meer aus Sand um, Hier darauf zu hoffen Wasser zu finden, erschien vollkommen aussichtslos. Aber der Schein trügte. Er wusste, dass sich tief im Boden normalerweise immer Grundwasser befand, so krallte er sich etwas tiefer in den Sand, schloss seine Augen und erweiterte sein Bewusstsein um unter seinen Füßen genau danach zu suchen. Er konzentrierte sich weiter und schickte seinen Geist aus, als er plötzlich einige Meter unter sich auf einen großen Hohlraum stieß. Verblüfft hielt er inne, anscheinend gab es unter der Wüste ein ausgeprägtes Höhlensystem, das hätte er sicher nicht erwartet. Aber er hatte keine Zeit um weiter darüber nachzudenken, doch er war am Ziel angekommen, am Boden der Höhle spürte er unverkennbar den gleichmäßigen und wohltuenden Strom von Wasser. Er verstärkte seinen Griff um nun neben seiner Wahrnehmung auch seine Kraft in den Boden zu entlassen und nach dem Wasser zu greifen. Es kostete ihn viel Mühe, aber er spürte wie seine Anstrengung erfolgreich war und das Wasser langsam an die Oberfläche trat, bis es unter der Glasfläche zu Füßen des Dämons eine große Pfütze bildete.
Luarcis öffnete seine Augen und erhob sich langsam auf seine Hinterbeine. Ungeachtet seiner Schmerzen und Müdigkeit sammelte er seine Konzentration und hob seine Vorderbeine mit nach oben geöffneten Pranken langsam an. Der Bewegung folgend erhoben sich auch dünne Fäden aus Wasser aus dem Boden und drangen durch mittlerweile zahlreiche Risse und Löcher der Glasfläche nach oben. Ein leiser, konzentrationssteigernder Singsang drang aus seiner Kehle und seine Augen drehten sich so weit in ihren Höhlen, bis nur noch das Weiße darin zu sehen war, während Luarcis wie in Trance seinen Zauber wirkte. Mit weiten, ausladenden Bewegungen ließ er seine Pranken umeinander kreisen, die Eine über der Anderen und auch die Wasserfäden begannen nun in sanften Wirbeln um Semerkhets Körper herum immer weiter nach oben zu steigen. Ein sanfter bläulicher Schimmer durchsetzte die Wasserströme, als der weiße Drache sie mit seiner Magie verstärkte. Er hatte dieses Ritual mal bei einer Schamanin gelernt, als sie einen verirrten Geist binden und zurück in die jenseitige Welt schicken musste.

Als Semerkhet bemerkte, was geschah, war es schon zu spät. Immer noch versuchte er von der glitschigen Glasfläche zu entkommen, um endlich wieder in Vollbesitz seiner Kräfte zu gelangen und den Eindringlingen mit einem gewaltigen Sandsturm das Fleisch von den Knochen zu schaben. Als die Wasserfäden ihn erreichten, versuchte er noch sie mit einer Klaue aus dem Weg zu schlagen. „Ihr erbärmlichen Kreaturen, meint ihr ich falle auf diese jämmerlichen Tricks noch einmal rein? Wartet nur, ich wollte euch als würdige Gegner eigentlich ein gnädiges und schnelles Ende bereiten, aber nun sollt ihr leiden! Ich werde euch jede Faser eures Körpers einzeln entreißen!“ Aber er wusste dass er nur große Töne spuckte, er würde sich seine Niederlage niemals eingestehen, aber er ahnte dass er in der Falle saß. Der magische Bannkristall zog ihn vehement an, so dass er sich kaum vom Fleck rühren konnte um zu entkommen und jede Berührung des heraufsteigenden Wassers zischte wie Säure auf seiner Haut. Er brüllte laut auf und versuchte noch einmal, den Sand in seiner Umgebung aufsteigen zu lassen und seinen Feinden entgegen zu schleudern. Es gelang ihm zwar auch ein paar Sandströme in seine Richtung zu ziehen, aber es war viel zu wenig um sie rechtzeitig mit geballter Kraft einzusetzen.
Langsam stiegen die Wassersäulen immer höher um Semerkhets Körper herum auf, bis sie ihn in einem gleichmäßigen Wirbel ganz einhüllten. Das war der richtige Moment, Luarcis richtete seinen Blick auf den Dämon, hörte auf, seine Pranken umeinander kreisen zu lassen und hielt sie stattdessen mit den Innenflächen aufeinander gerichtet vor sich. Der bisher noch hohle Wasserkokon, der Semerkhet bisher nur umschloss, füllte sich nun vollständig mit schnell wirbelnder, leuchtender Flüssigkeit, um den Dämon nun erneut in ein nasses Gefängnis zu sperren. Auch der rote Edelstein befand sich im Zentrum des Wasserwirbels, Luarcis hoffte dass die kleine Drachin Flir rechtzeitig genügend Abstand gewinnen konnte, um nicht selbst in den Sog zu geraten, es war nun nicht mehr nötig den Stein in Position zu halten. Als das Wasser die leuchtenden Bannrunen auf dem Stein berührte, vermischte sich ihre Energie mit dem Wasser, so dass sich ihre Wirkung nicht mehr nur auf den Stein selbst, sondern auf die gesamte Wasserblase bezog. So war Semerkhet schon vollständig von einem Gefängnis umschlossen, aus dem er nicht mehr entfliehen konnte, es galt nun nur noch ihn ganz in den Stein zu sperren. Der Dämon brüllte und wehrte sich gegen diese Prozedur, aber er konnte der gemeinsamen Kraft der Drachen nichts entgegensetzen. Erst nur oberflächlich, dann immer mehr löste sich sein Körper erneut im wirbelnden Wasser auf und matschiger Sand mischte sich in die klare Flüssigkeit. Schließlich spannte Luarcis seinen Körper an und führte seine Pranken zusammen. Zwar befand sich augenscheinlich nur Luft zwischen seinen Klauen, doch er konnte sie nur mit sichtlicher Anstrengung langsam zusammenführen, um ein unsichtbares Hindernis zusammenzupressen. Der Wasserstrudel wurde allmählich immer kleiner und bewegte sich auf den Kristall in seinem Zentrum zu, von Semerkhet behielt nur sein Kopf noch einigermaßen feste Form, doch auch er löste sich mittlerweile auf.
„Ihr könnt mich nicht besiegen, ich bin unsterblich wie die Wüste selbst! Ich werde wiederkehren und ich werde euch finden! Ihr könnt euch nicht verstecken und dann werdet ihr bitter dafür büßen! Der Tod ist erst der Anfang!“ donnerte Semerkhet der Gruppe noch verzerrt entgegen, bevor er sich vollständig auflöste und die Wasserblase fast auf die Größe des Edelsteins zusammengeschrumpft war. Die letzten Reste von seinem Körper wurden in den Stein gezogen, dann glommen die Runen noch einmal hell auf, als sie das Gefäß endgültig versiegelten. Luarcis ließ seine nun zusammengefalteten Pranken sinken und das übriggebliebene Wasser sowie der rote Stein fielen auf den nassen Wüstenboden. Es war geschafft…

Einen Augenblick lang starrte Luarcis noch ausdruckslos auf den Ort des Geschehens, dann brach plötzlich sein Blick, seine Lider flackerten und er brach auf der Stelle zusammen. Er hatte wie befürchtet seine letzten Kraftreserven verbraucht und sein Körper versagte ihm den Dienst. Bange Momente lag er reglos auf der Seite, mitten in der immer noch heißen Sonne. Dann ging plötzlich ein heftiges Zucken durch seinen Körper und seine Pranken krallten sich heftig in den Boden. Mit einem Keuchen und Knurren richtete sich der weiße Drache langsam auf, seine Augen noch geschlossen. Schubweise fauchte und knurrte er ein unbekanntes Ziel an, während sein Körper sich immer wieder kurz verkrampfte und er sichtlich mit sich selbst rang. Als er seine Augen öffnete, waren sie von einem rot-gelben Glanz durchzogen. Schwer atmend und den Kopf zu Boden gerichtet versuchte Luarcis sich zu fassen.
Er kannte seine wahre Herkunft nicht, aber er hatte schon früh gemerkt, dass in seinen Adern teilweise Feuerdrachenblut fließen musste. Immer wenn er wütend wurde brachte diese Seite an ihm sein Blut in Wallung und verklärte seinen Verstand. Er war dann von übermächtiger Wut, Impulsivität und Kampfeslust vereinnahmt, die nicht seinem Wesen entsprangen und sich nur schwer kontrollieren ließen. Daher hatte er früh gelernt seine Emotionen zu kontrollieren und sich nicht aus der Fassung bringen zu lassen, durch hartes Training konnte ihn nur noch wenig wirklich in Rage versetzen. Sollte das aber doch passieren, wäre er umso unberechenbarer. Vor allem wenn Andere um ihn herum zornig wurden, wurde er durch seine empathischen Fähigkeiten leicht davon angesteckt und auf die Probe gestellt. Instinktiv regte sich diese Seite auch, wenn andere Feuerdrachen oder –elementare in der Nähe waren, die von den Feuerdrachen seiner Welt als Rivalen angesehen wurden. Luarcis hatte diese Regung schon vorher gehabt, als er kurz die Präsenz eines mächtigen Feuerelementars irgendwo in den Katakomben unter dem Wüstensand wahrgenommen hatte. Der einzige solche Elementar in der Gruppe, den Luarcis kannte, war Silvys kleine Feuerechse Fail. Aber er war viel zu klein, um eine so mächtige Aura zu entwickeln, oder vielleicht doch nicht…? Irgendwann würde er es vielleicht noch erfahren, er hoffte nur dass es nicht ein Feind war, dem sie sich auch noch stellen mussten.
Diese Seite an ihm hatte aber auch ihr Gutes, wenn Luarcis sich in einer schier ausweglosen Situation befand oder er sich zu schwach fühlte, um noch weiter zu machen, konnte diese Seite die Kontrolle übernehmen und ihm den nötigen Überlebensinstinkt und Kampfgeist verleihen, um nicht einfach resigniert aufzugeben. Und genau dies passierte nun, ohne diesen Ausbruch wäre er sicher in absoluter Bewusstlosigkeit versunken und die Wüstensonne hätte ihm in kürzester Zeit den Rest gegeben. Er spürte auch eine Veränderung in seinem Körper, anstatt sich gegen die Sonnenstrahlung wehren zu müssen, wie er es vorher tat, saugte sein Körper nun die Wärme und das Licht gierig in sich auf, um sie in dringend benötigte Energie umzuwandeln. Ein Feuerdrache konnte mit dieser Art Energie spielend umgehen und sich nutzbar machen. Es war zwar nicht viel, aber Luarcis spürte dass die Kraft ausreichte um seine Körperfunktionen einigermaßen zu stabilisieren und seine Sicht zu klären. Langsam gewann er auch die Kontrolle über sich zurück und seine Knurranfälle und unkontrollierten Zuckungen ebbten allmählich wieder ab. Einen tiefen Atemzug nehmend richtete er sich schließlich wieder komplett auf und schleppte sich langsam immer noch schwer atmend auf die kleine Drachengruppe und das Dämonengefängnis in ihrer Mitte zu. Zuerst aber senkte er sich zu dem von ihm hervorgerufenen Wasserloch und nahm ein paar kräftige Schlucke, bevor es wieder ganz im Wüstenboden versank. Dadurch fühlte er sich gleich wieder viel besser und konnte zum Reden ansetzen, nachdem er seine ausgetrocknete Kehle benetzt hatte.

„Gratuliere! Wir haben es tatsächlich geschafft! Es war zwar hart und ich habe mich vollkommen überanstrengt, aber gemeinsam konnten wir ihn endlich bannen. Aus diesem Gefängnis wird er sich sicherlich nicht mehr einfach befreien können!“ sprach er in die Runde der kleinen Drachen mit Blick auf den glitzernden Edelstein, auf dem die Runen immer noch matt glommen.
„Wir sollten ihn aber nicht einfach hier liegen lassen, sondern an einen sicheren Ort bringen. Ich habe momentan selbst nicht die Kraft und Möglichkeit dazu, aber wie steht es mit euch? Ich wüsste jedenfalls den passenden Platz, ziemlich genau auf der anderen Seite meiner Welt befindet sich ein gewaltiger Ozean, wenn man den Stein dort versenken würde werden Millionen Tonnen Wasser dafür sorgen, dass Semerkhet keine Chance hat, jemals wieder Unheil zu stiften! Ansonsten nehmen wir ihn lieber mit und sehen später, wo wir ihn lassen.“ Sprach Luarcis noch, als sich plötzlich eine merkliche Schockwelle vom Kristallgefängnis aus über den Sand ausbreitete. Angefacht durch die Welle geriet der riesige Sandberg, auf dem die Gruppe anfangs gelandet war, heftig in Wallung. Der Sand geriet ins Fließen, erst langsam, dann immer schneller, bis er sich schließlich in die Luft hob und zu einem heftigen Wirbel anschwoll.
„Nein, nicht schon wieder! Wir haben doch gesiegt, der Dämon kann keine Macht mehr haben!“ dachte sich Luarcis, der mit den Anderen auf dem abseits gelegenen Kampfschauplatz das Spektakel erschrocken verfolgte. Der Sand hatte sich mittlerweile zu einem starken Wirbelsturm verstärkt, der sich aber lokal auf den Berg beschränkte und ihn umschloss. Dann sah Luarcis genauer hin beim Versuch zu verstehen, was sich hier abspielte. Schließlich begriff er, es war kein Zauber, den Semerkhet aus seinem Gefängnis heraus wirkte, wie er erst befürchtet hatte, ganz im Gegenteil. Nun da seine Macht gebrochen war, löste sich sein Zauber auf, den er schon vor langer Zeit gesprochen hatte. Der Sandwirbel verstärkte sich und schraubte sich immer weiter in die Luft, bis er sich auf einen Schlag auflöste und die in ihm gesammelten Sandmassen in alle Windrichtungen zerstreute. Als sich der Staub allmählich gelegt hatte, kam endlich das in Sicht, was durch den Sturm freigelegt wurde.
Dort wo bis eben nur eine riesige Sanddüne zu sehen gewesen war, türmte sich plötzlich eine gewaltige Pyramide aus dunklen Steinen vor der Gruppe auf, erschaffen in einer längst vergangenen Zeit.
„Also das ist es, was Semerkhet die ganze Zeit versteckt hatte! Er hat sein Heiligtum unter einem ganzen Berg Sand versteckt, damit niemand es je finden würde! Aber nun ist seine Macht gebrochen und sein Zauber hat keine Wirkung mehr. Ich denke wir sollten endlich sehen, dass wir das finden, weswegen wir hier her gekommen sind. Das Artefakt kann sich nur dort drinnen befinden und die Anderen finden wir dort hoffentlich auch! Außerdem kommen wir so endlich aus dieser gottverdammten Hitze raus!“, sprach Luarcis in ehrfürchtiger Betrachtung des uralten Bauwerks, bevor er zuversichtlich auf den einladenden Schatten des Eingangs zuschritt…

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Re: Psycho-Dragons Reisen

#105 Beitragvon Cyber Zipclaw » Di 14 Jul, 2015 23:49

[OOC: Ich mußte einen Teil überspringen, um wieder Anschluß zu finden. War wirklich nicht einfach.]


"Was...?!" Für Zeenpha ging alles viel zu schnell. In dem einem Moment, in dem er noch wahr nahm, wie sich etwas in den Schlund des Wurms fallen ließ, so schnell wurde er plötzlich vom Wurm gerissen und purzelte auf den Sand. Schwer atmend versuchte er zu begreifen was gerade geschehen war. Die Wut war immer noch in ihm und wurde mit jedem Atemzug immer größer. Wie gelähmt lag er auf dem Rücken, fühlte eine fast unbändige Wut in ihm aufsteigen, wie er sie seit sehr sehr langer Zeit nicht mehr verspürt hatte. Kurzzeitig wurde ihm schwarz vor Augen, während er versuchte sich zu bewegen. "Verfluchter... Wurm! Ich..."


Vortex kullerte von Serivas Rücken auf den Sand, stand anschließend schnell wieder auf und blickte sich um. Zeenpha lag einige Meter weit weg, doch das kümmerte ihn nicht. Das was die anderen taten, erweckte schon mehr sein Interesse. Es war beängstigend, wie der Sand zu einer Art Lebewesen wurde und die anderen Drachen beschäftigte, aber trotzdem war es auch ein beeindruckendes Schauspiel. Der Raptor war gespannt, wie das wohl ausging. Wer wird gewinnen? Der Dämon oder die Drachen? Hach, wenn er jetzt mit jemandem Wetten abschließen könnte... aber keiner von den Anwesenden hatte weder die Zeit, noch war in der Verfassung dazu. Somit blieb es beim reinen beobachten - in sicherer Entfernung versteht sich.


Irgendetwas war plötzlich anders. Zeenpha fühlte eine Distanz zu allem um sich herum und eine seltsame Ruhe kehrte in seinen Verstand. Er bemerkte, daß er wieder aufstand, aber er hatte keine Kontrolle darüber. Der Ost-Ra hörte alles und konnte alles sehen. Wie der Dämon allmählich von den Drachen besiegt wurde und unter dem Sand ein riesiges Gebilde hervorkam. Es fühlte sich seltsam an. Irgendwie... vertraut, aber auch fremd. Langsam bewegte sich Zeenpha, Luarcis Aufforderung folgend, auf das Gebilde zu, ohne es zu wollen. Vortex kam ins Blickfeld, der ihn etwas verstört anstarrte und irgendwas sprach. Aber er konnte es kaum verstehen, alles hörte sich dumpf an, als ob er Watte in den Ohren hätte.


"Haste was an den Ohren? Pass gefälligst auf!" meckerte Vortex Zeenpha an. Der Ost-Ra hätte ihn beinahe einfach so umgetrampelt. "Hey! Idiot! Ich rede mit Dir!" Keine Reaktion. Zeenpha marschierte ohne zurückzublicken einfach weiter. Dann eben nicht! Vortex war sauer, folgte dem Wächter aber. Keine Ahnung, was mit dem plötzlich los war, aber innerlich hoffte Vortex auf einen guten Grund, seine Waffe auf den Wächter zu richten.

"Arschloch..." murmelte Vortex, woraufhin Zeenpha plötzlich stehen blieb und ihn ansah. Der Blick ging ihm durch Mark und Bein. So hatte er den Wächter noch nie erlebt. Wie auch immer sein Kampf mit dem Wurm ausging, es hatte Zeenpha verändert. Es lief Vortex kalt den Rücken runter.


Zeenpha setzte seinen Weg zum Eingang schwerfällig fort, wo schon Luarcis und die anderen langsam eintrudelten. Er versuchte sich gegen die Bewegung zu wehren, aber es funktionierte nicht. Als ob eine Kraft in ihm seinen Körper kontrollierte, unfähig sich zur Wehr zu setzen oder gar jemanden auf seine unangenehme Situation bemerkbar zu machen. Jeder Versuch zu sprechen, war erfolglos.

"Was... soll das?! Wieso, was ist das?"

"Hahar! Du dachtest wohl, Du wärst mich los, was!? Falsch!"

"Wer, was... bist Du?"

"Erinnere Dich. Ich bin und war immer da!"

"Nein! Der... alte Wächter hat..."

"Einen Scheiß hat der! Der war viel zu schwach eine Seele zu vernichten. Unterdrückt wurde ich, tausende Jahre lang. Aber damit ist jetzt Schluß!"

"Mein Körper! Verschwinde!"

"Von diesen Einfaltspinseln wird mich keiner bemerken. Ich kenne Dich, Zeenpha, Dich nachzuahmen wird mir sehr leicht fallen, hatte ja genug Zeit dazu. Wächter bist Du, ja? Eine hervorragende Marionette wirst Du für mich sein! Und alles verdanke ich Deinem Zorn auf diesen - hahaha - Wurm."

"Nein!"

"Ich werde wieder herrschen, wie damals auf Q'al. Als ich ein... GOTT war."

"NEIIN!"

Stumm erreichte Zeenpha den Eingang, Vortex folgte ihm seltsam kleinlaut.


[OOC: Falls unklar ist, was hier mit Zeenpha geschieht, einfach die Charakterbeschreibung von ihm lesen.]


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