Die Chroniken von Zyrconn Gilde 2 (nichtmagisches RPG)

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Tilondrion
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#31 Beitragvon Tilondrion » So 12 Okt, 2008 19:27

Araelun ergriff die Initiative und rannte voraus. Tezro hatte gar nicht gesehen wie sie Jokareth gepackt hatte es war alles so schnell gegangen. Überrumpelt versuchte er den anderen hinterherzurennen. Allerdings war er schwer im Nachteil. Er hatte nur zwei Beine und war deshalb nicht so standfest wie die anderen. Der Wind blies ihn immer wieder um oder änderte die Richtung abruppt wenn er sich gegen ihn stemmte. Araelun und die anderen waren schon weit voraus. In die Lüfte zu steigen wagte Tezro nicht. Er war ein guter Flieger aber gute Flieger wussten auch wann sie nicht fliegen sollten. Er hatte gesehen was mit dem grauen Drachen passiert war. Dies hatte es ihm gleich nocheinmal vor Augen geführt. Die Flügel fest an den Körper gedrückt versuchte er dennoch die anderen einzuholen. Noch konnte er sie sehen. Doch je weiter entfernter sie waren desto schwieriger wurde es sie nicht aus den Augen zu verlieren. Nach nur einigen Minuten mehr waren die anderen nur noch kleine Punkte in der Ferne.
Krachend fiel ein Baum kurz vor Tezro um. Als er den Stamm überwunden hatte waren die anderen verschwunden. Suchend blickte sich der Gelbe um. Er konnte sie nirgens entdecken. Der Regen setzte nun in voller Stärke ein und verkleinerte das Sichtfeld Tezro's nochmals. Im Moment würde er sie nicht mehr finden das wusste er. Trotzdem wollte er nichts unversucht lassen und kämpfte sich in die Richtung in welcher er die anderen zum letzten Mal gesehen hatte voran. Nach einem Weilchen tauchte in der Ferne ein Gebirge auf. In der Nähe war eine Wüste. Der Wyvern wusste nicht mehr wohin er gehen sollte. Verloren stand er im Regen und sah wie die Tornados immer grösser wurden und sich auf ihn zubewegten.
Zuerst würde er Schutz für sich selbst suchen müssen schoss ihm durch den Kopf.
Müde kämpfte er sich in Richtung des Gebirges voran. Er kam kaum vorwärts. Erst als er im Windschatten des Gebirges war fiel ihm das Gehen wieder leichter und er wurde auch nicht die ganze Zeit umgeworfen. In die erstbeste Felsnische die er fand zwängte er sich hinein. Leider war die so klein, dass Teile seines Körpers immer noch nass wurden. Aber das war dem Gelben im Moment egal. Nass war er sowieso schon. Er fragte sich ob die anderen einen besseren Ort gefunden hatten als er und ob Araelun zu ihrem Wort stehen würde und den kleinen Drachen nicht fressen, oder ob sie die Gelegenheit ausnützen würde. Momentan konnte Tezro nichts tun und das wusste er auch. Müde zwängte sich der Wyvern noch etwas besser in die Felsnische hinein legte den Kopf so gut es ging auf die Pfoten und versuchte so gut es ging zu dösen. Was angesichts des tosenden Sturmes und des prasselnden Regens sehr schwierig war.
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#32 Beitragvon Selianth » So 19 Okt, 2008 17:47

Als Araelun die Höhle erreichte lies sie den fauchenden gefiederten Drachen los und sah sich nach den anderen um. In der Ferne konnte sie noch einen Drachen auf sie zu rennen sehen, vom gelben Wyvern war nichts zu sehen. Der Wind wurde nun immer schlimmer und größere Äste schlugen gegen den Höhleneingang, in der nähe stehende Bäume wurden entwurzelt und weggerissen. Gerade noch rechtzeitig erreichte nun auch der andere Drache etwas ausser Atem die Höhle. "Geht tiefer in die Höhle hinein" fauchte sie die beiden an. Araelun wollte nochmal nach dem gelben Wyvern sehen als plötzlich ein mehrere Felsbrocken vor dem Höhleneingang landeten. Schnell zog sie sich vom Eingang zurück und folgte dem Höhlengang um eine kleine Kurve. Hier schienen sie vor dem Unwetter erstmal in Sicherheit. Araelun legte sich hin und betrachtete die anderen beiden.
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#33 Beitragvon Ragnorena » So 26 Okt, 2008 19:33

Unsanft wurde Jokareth auf dem steinigen Boden abgesetzt. Sofort brachte er einen gewissen Abstand zwischen sich und die Wüstendrachin. Vielleicht hatte er es mit seinem Gezeter ja etwas übertrieben, aber er war froh, dass es nun wieder frei war. Jokareth schüttelte sich, um die Unmengen an Staub aus seinem Gefieder zu bekommen und sah sich dann um. Die Schwarze war zurück zum Einang geeilt, die herabstürzenden Felsbrocken zwangen sie jedoch tiefer in die Höhle hinein.
Trotz der Dunkelheit konnte Jokareth immer noch ausreichend sehen. Seovir befand sich ein Stück abseits von ihm während Araelun sich inzwischen hingelegt hatte und sie beide musterte. Vom Wyvern fehlte allerdings jede Spur. Jokareth hatte Ihn bei ihrer Flucht aus den Augen verloren. Offensichtlich hatte es der am Boden etwas unbewegliche Drache nicht bis zur rettenden Höhle geschafft.... naja, ob rettend oder nicht würde sich noch hinausstellen, Jokareth gefiel die Höhle jedenfalls nicht. Er mochte generell nicht, wenn er irgendwo eingeschlossen war, und Höhlen, deren Ende er nicht schon vom Eingang aus sehen konnte, mied er instinktiv. Aber angesichts des Sturms draussen war das hier besser als nichts. Aber man konnte nie wissen, was in einer solchen Höhle lauern mochte....
Ein feiner Luftzug wehte durch die Höhle, und weiter hinten war das Tropfen von Wasser zu hören. Jokareth hatte gehört, dass Wasser seltsame Gebilde an Höhlendecken-und Böden formen konnte, aber er wollte es nicht so recht glauben. Zumindest nicht, bevor er es nicht mit eigenen Augen gesehen hatte. Ausserdem roch es irgendwie modrig und die Wände waren kalt und feucht.
"Tjaa..... schätze wir warten am besten mal ab, bis sich der Sturm gelegt hat...? Oder sollen wir die Höhle hier etwas erforschen? Vielleicht finden wir einen anderen Ausgang. Die Mühe, mich hier rauszugraben, möcht ich mir ersparen, wenn es noch eine andere Möglichkeit gibt, hier wieder rauszukommen..."
Er sah zurück zum verschlossenen Eingang wo der Wind durch die Ritzen pfiff und ein unheimliches Heulen erzeugte.
"Wie es dem Wyvern wohl geht..."
Nicht, dass sich Jokareth viel aus dem anderen Drachen gemacht hätte, aber irgendwie empfand er es als unangenehm, in seiner Schuld zu stehen. Wenn er nicht gewesen wäre, hätte Araelund ihn wahrscheinlich gefressen.
"Ich glaube, wir sollten ihn so bald es geht suchen... was meint ihr?" fragte er schliesslich etwas zögerlich.
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#34 Beitragvon Temeraire » Sa 01 Nov, 2008 17:41

Gerade noch schaffte es Seovir in die Höhle. Für ein par Sekunden konnte sie gerade noch sehen wie die Höhle von Innen aussah als ein par schwere grosse Felsbrocken den Eingang versperrten und somit alles in eine tiefe Dunkelheit tauchten. Grossartig knurrte sie sich an. Ihre Augen vermochten in Höhlen oder in sonst dunkleren Gegenden nicht das kleinste bisschen zu erkennen. Seovir war vollkommen blind. Es schauderte sie vor Angst, den hier war sie vollkommen hilflos. Zur Probe hob sie den Kopf und schlug an der niedrigen Deke oder an einem sonst herunterhängenden Stein an und zuckte zurück.
Die Stimme des grösseren Drachens drang nun zu ihr. Sie waren tiefer in der Höhle. Mit unsicheren Schritten folgte sie dem Echo und blieb wieder stehn als ihre Schnauze erneut gegen ein Hindernis sties. Etwas anderes als ihnen zu folgen blieb ihr kaum übrig.
Als eine andere Stimme zu ihr drang (sie vermutete das es der gefiederte Drache war und nicht die Stimme des Wahnsinns) und nickte zustimmend als der Drache vor schlug einen anderen Ausgang zu finden. ,,Ich hätte nichts dagegen, wenn`s noch einen anderen Ausgang gäbe". antwortete sie leise.
Seovir versuchte Wind auf zu fassen, denn wen ihr das gelänge würde es bedeuten das es 100% einen anderen Ausgang gab. Dann schnappte sie noch den letzen Rest eines Satzes auf. Zuerst konnte sie die letzten Worte zu keinem richtigen und wichtigem Satz zu ordnen bis ihr auf viel, das hier jemand fehlte. Instinktiv sah Seovir sich um, was zu nichts führte.. Der Wyvern Dachte sie und musste wieder an den tobenden Sturm denken.. gute Flieger konnten mit solchen Winden um gehn, aber man konnte genauso gut grossen Schaden davon tragen wenn man keine Kraft hatte sich dem Wind so lange zu stellen... Jetzt verstand sie auch die Bedeutung des kleinen Drachens. ,,Wenn wir einen Ausgang finden, währe ich auch dafür, das wir ihn suchen". Stimmte sie mit ein. Erneut versuchte sie etwas zu sehn, nur einen klitze kleinen Lichtschimmer, das würde schon genügen um sich nicht immer die Schnauze an zu stossen.. Sie seufzte. Allein fände sie ihr nie raus. ,,Also.. ich sehe leider nicht wirklich viel. Wenn wir uns also auf den Weg machen einen Ausweg zu finden, könnte ich vielleicht hinter euch gehn?", Fragte sie ehrlich. Es gefiel ihr nicht, eine Schwäche preis zu geben, aber sie musste ein sehn, das es anders nur umständlicher und länger gedauert hätte, anstatt gleich die Wahrheit zu sagen..
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#35 Beitragvon Tilondrion » So 02 Nov, 2008 09:23

Die Nacht brach herein, der Sturm heulte jedoch mit unverminderter Kraft weiter. Tezro drückte sich so weit wie es ging in die Felsnische hinein. Zwischendurch erhaschte er einen Blick auf die Landschaft wenn ein Blitz den Himmel mit einem hellen Licht zerschnitt. Die halbe Nacht lag Tezro in einer sehr unbequemen Position in der Felsnische und versucht ein wenig zu schlafen. Allerdings gelang ihm das kaum. Seine Sinne waren alle auf Alarm. Jedes kleine Geräusch weckte ihn wieder wenn er gerade am einschlafen war, und kleine Geräusche gab es viele. Ausserdem waren die Donner so laut dass an schlafen eigentlich gar nicht zu denken war. Tezro hoffte dass sich der Sturm schnellstmöglich wieder legte und er sich einen besseren Unterschlumpf suchen konnte. Er dachte wieder einmal an die anderen. Es erstaunte ihn dass er sich Sorgen um sie machte. Sie hatten sich noch kaum gekannt, als er schonwieder von ihnen getrennt worden war. Trotz allem hoffte er dass sie einen besseren Unterschlupf gefunden hatten als er.
Nach einer Nacht welche Tezro endlos vorkam graute der Morgen langsam. Der Sturm war schwächer geworden, hatte sich aber noch überhaupt nicht gelegt.
Tezro's Magen knurrte. Wann hatte er das letzte mal etwas gefressen?
Gegen Mittag war der Sturm in Dauerregen übergegangen. Da der Gelbe es nicht mehr aushielt sich in die Felsnische zu pressen, machte er sich auf den Weg sich einen besseren Unterschlupf zu suchen. Tezro hasste Regen. Vorallem wenn er bei Regen draussen sein musste. Müde und schlecht gelaunt schaute er sich die Gegend an in welcher er die Nacht verbracht hatte. Die Berge waren sehr hoch und direkt über seiner Felsnische war der Fels ein bisschen überhängend. Zum Glück hatte es keinen Felssturz gegeben denn das hätte er warscheinlich nicht überlebt. Auf der Suche nach einem geeigneten Unterschlupf kam Tezro an einigen Felsstürzen vorbei. Ohne sie weiter zu beachten ging er weiter.
Sein Magenknurren war inzwischen unerträglich geworden. Die Tiere hatten sich leider alle versteckt, weshalb Tezro einige Beeren und Wurzeln frass welche er fand. Leider sättigte Ihn dies kaum. Am Nachmittag hatte er Glück und fand einen verletzten Hasen. Er erlöste das Tier von seinen Qualen und frass es. Obwohl er keineswegs genug hatte ging es ihm nun ein bisschen besser.
Der Regen lies während des Tages nach, hörte aber nie ganz auf. Der Gelbe war so müde dass er sich in eine kleine Höhle zwängte welche nur marginal grösser war als die Felsnische, aber immerhin passte er eingerollt einigermassen rein. Nach nur wenigen Minuten fiel der gelbe in einen unruhigen oberflächlichen Schlaf.
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#36 Beitragvon Selianth » Sa 08 Nov, 2008 16:51

"Also gut wir suchen einen anderen Ausgang" grummelte Araelun vor sich her. Entschlossen folgte sie dem Gang ins Innere der Höhle, zum Glück konnte sie im Dunkeln besonders gut sehen. "Du kannst hinter mir gehen" sagte sie zu dem blauen Drachen "aber tritt mir nicht auf den Schwanz" knurrte sie hinterher. Auf die Frage des Gefiederten nach dem Wyvern zu suchen murrte sie nur vor sich her. Sie fragte sich zwar auch ob er es wohl geschafft hatte und wo er war, aber sie hatte anderes zu tun, sie musste so schnell wie möglich in ihr Revier zurück. Viel zu lange schon war es unbewacht, wer weiß wer oder was sich dort nun schon alles herumtrieb. Der Wyvern kommt sicher allein klar. Etwas verwundert stellte sie fest dass sie sich anscheinend sorgen machte, das passte ja gar nicht zu ihr. Sie ärgerte sich darüber und versuchte diese Gedanken sofort wieder zu verdrängen. Während sie so in Gedanken hing hatte sie gar nicht bemerkt dass der Gang immer enger wurde und nun auch recht steil nach unten führte. Araelun drehte sich kurz um um zu sehen ob die beiden noch folgten. "Wie heißt ihr denn?" fragte sie während sie dem Gang weiter folgte. Sie musste jetzt schon den Kopf ein wenig einziehen, so eng wurde die Höhle bereits auch hatte sie bemerkt dass die Wände immer nasser wurden. In der Ferne konnte sie nun ein leises Plätschern hören. Plötzlich kamen sie an eine Stelle an der an meheren Stellen aus den Wänden Wasser herunterlief, sich zu einem kleinen Bach zusammenschloss und den Höhlengang entlang ins Innere bergab floss. "Das Wasser zeigt uns vielleicht einen Ausgang, vielleicht gibt es einen unterirdischen See von dort gibt es sicher einen Weg wieder nach draussen" Sagte Araelun und lief nun in dem Bach weiter.
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#37 Beitragvon Ragnorena » So 23 Nov, 2008 20:32

Etwas widerwillig folgte Jokareth Araelun. Er hörte, wie der andere Drache ihr folgte. Seine Bewegungen verrieten, dass er sich hier wohl sehr unsicher fühlen musste, vermutlich weil er nichts sehen konnte. Einmal mehr war Jokareth froh, dass er im Dunklen einigermassen sehen konnte...
Als Araelun sie plötzlich so in die Stille hinein nach ihren Namen fragte, zögerte Jokareth. Hatte er sich nicht schonmal vorgestellt...?
Na was solls, vermutlich war es im allgemeinen Tumult einfach untergegangen.
"Mein Name ist Jokareth..." In der Ferne konnte man Wasser plätschern hören. Der Gang, dem sie die ganze Zeit gefolgt waren, mündete in einer Grotte. Das Wasser, das wie ein Bach unter ihren Füssen hinabrann, sammelte sich in einem unterirdischen See. Von der Decke tropfte ebenfalls Wasser in den See hinein. Das Plätschern verwandelte sich in ein leises Rauschen. Irgendwo weiter vorne floss das Wasser noch tiefer ins Erdreich hinab.
Jokareth konnte die genaue Grösse der Grotte nicht ausmachen, aber weiter hinten gab es winzige Löcher in der Decke, durch die vereinzelte Lichtstrahlen fielen. Sie waren jedoch viel zu klein, nichts, was grösser als ein Hase war, passte dort hindurch, von einem Drachen ganz zu schweigen.
"Tja... da vorne scheint sich das Wasser einen Weg zu bahnen, aber wo der wohl hinführen mag...? Zumindest weiss ich jetzt, wo der frische Luftzug herkam, den ich beim Eingang gespürt habe... Aber durch die kleinen Löcher dort kommen wir ja wohl nicht heraus... Es sei denn, wir schaffen es irgendwie, die Löcher zu vergrössern... Auf die Gefahr hin, dass uns die Decke auf den Kopf stürzt..."
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#38 Beitragvon Temeraire » So 30 Nov, 2008 17:59

Seovir versuchte dem anderen Drachen zu folgen und nahm allerhöchste Vorsicht auf, ihr nicht auf den Schwanz zu treten. Das währe in der jetzigen Lage, höchst unangebracht. Seovir versuchte sich so dünn und lang wie möglich zu machen und streckte den Hals um auch nirgens an zu stossen. Dabei lauschte sie höchst konzentriert den Geräuschen des Wassers und den kleinen Steinchen die leise knirschten, wenn jemand drauf trat. Als man sie nach ihren Namen fragte, zögerte sie kurz und hörte den kleineren Drachen hinter sich antworten. Jokareth? Ob ich mir das merken kann... ,,Mein Name ist Seovir". Dabei kam sie sich ungewöhnlich laut vor. Nach und nach hörte sie nur noch ihren panischen Herzschlag und spürte die deutliche Panik in ihrem Körper. Sie gehörte ganz und gar nicht hier her. Unter die Erde, tief unter dem Boden.. das machte sie nervös. Mit fest zusammengebissenen Zähnen versuchte sie ihr leichtes Zittern unter Kontrolle zu bringen. Dabei entging ihr das Gespräch der anderen. Gelegentlich schnappte sie Wörter auf wie: Wasser, Ausgang, Luft.. Seovir hob abrupt den Kopf als sie ein Lichtstrahl traf. Die kleinen Löcher in der Decke, liessen etwas Tageslicht hinein und verwandelten die Höhle in ein merkwürdig belichteten Raum. Gierig presste sie die Nase in eines der Löcher und antmete staubige Luft ein. Sie war jedoch heilfroh über diesen Lichtblick und schaffte es, sich wieder soweit zu beruhigen um die anderen zu verstehen.
Mit Widerwillen entfernte sie sich von dem Loch und blickte sich die Decke ganz genau an. ,,An manchen Stellen scheint die Decke nicht besonders Dick zu sein. Wenn wir geschickt sind, könnten wir uns durch die dünnste Stelle hinaus arbeiten", schlug sie vor und suchte sich das grösste Loch. Seovir versuchte sich dabei so zu bewegen um niemandem zu stossen und streckte wieder ihren Kopf um ihre Nase durch das Loch zu stecken. Die Luft roch staubig, nass und nach kaltem Stein. Vorsichtig kratzte sie am Loch herum um zu sehn wie stabil der Fels wirklich zusammenhielt.
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#39 Beitragvon Tilondrion » Sa 06 Dez, 2008 16:05

Als Tezro aufwachte brach gerade die Nacht herein. Immerhin hatte er etwas schlafen können. Wieder ein bisschen fitter verliess er die kleine Höhle und machte sich auf die Suche nach den anderen. Er hatte sich dafür entschieden weil er es satt hatte alleine zu sein. Er hoffte die anderen hatten einen besseren Unterschlupf gefunden als er. Leider wusste er nicht in welche Richtung er gehen sollte. Der Sturm in der Nacht hatte die Fussspuren verwischt und riechen konnte er sie auch nicht mehr da die Luft vom Dauerregen frisch gewaschen war. Den einzigen Anhaltspunkt den er hatte war dass er sie das letzte Mal beim Gebirge gesehen hatte. Aber die Bergkette war lang und gross. Er könnte Monate suchen und da sie sich warscheinlich auch bewegten war die Warscheinlichkeit klein sie zu treffen. Etwas entmutigt setzte sich der Gelbe nach wenigen hundert Metern an einen Bach welcher aus dem Gebirge floss. Als er sein Spiegelblick im Wasser erblickte und erkannte wie schmutzig er war, entschied er sich ein Bad zu nehmen.
Der Gelbe suchte sich eine breite Stelle im Bach bei welchem die Strömung nicht so gross war. Vorsichtig trottete er ins Wasser. Es war sehr kalt. Aber das war jetzt genau das richtige um die letzte Müdigkeit zu vertreiben.
Nachdem der Wyvern sich gereinigt hatte trat er aus dem Wasser und schüttelte sich. Leider war es immer noch bewölkt weswegen er sich nicht an die Sonne legen konnte. Die Sonne wäre aber onehin nicht mehr sehr stark gewesen, denn 2 Stunden später brach die Nacht herein. Tezro war in der Zeit etwas bachaufwärts geschlendert und stellte plötzlich fest dass er nicht mehr weitergehen konnte. Der Bach floss über einen kleinen Wasserfall direkt aus dem Berg hinaus.
Es war unmöglich in der Dunkelheit einen neuen Weg zu suchen, und zurückgehen wollte der Gelbe nicht. Er entschied sich deshalb sich in der Nähe des Baches etwas hinzulegen und zu dösen. Schlafen war zu unsicher, denn die wilden Tiere konnten auch einem Wyvern von Tezros Grösse gefährlich werden.
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#40 Beitragvon Selianth » Mo 15 Dez, 2008 21:29

"Bist du verrück???" schrie Araelun und stieß den blauen Drachen zur Seite als sie sich an den Löchern in der Decke zu schaffen machte. "Willst du etwa dass hier alles einstürzt?" Ein kleiner Felsbrocken viel von einer nahegelegenen Wand. "na siehst du....außerden stürmt es draussen noch und dunkel wird es auch gleich. Wir sollten hier bleiben bis es wieder hell ist und uns dann nach einem Ausgang umsehen." Etwas gereizt betrachtete Araelun die Decke, aber sie schien zu halten. Araelun ging zu einer kleinen Ausbuchtung in einer Wand und versuchte es sich so bequem wie möglich zu machen. Erstaunlicherweise schlief sie realtiv schnell ein...
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#41 Beitragvon Ragnorena » Di 20 Jan, 2009 13:51

"Naja, hier drinnen ist es dunkel, egal ob draussen Tag oder Nacht ist.." sagte Jokareth.
Irgendwie war der Gefiederte noch gar nicht müde. Er betrachtete Araelun nachdenklich und drehte sich dann um und trottete an die Stelle des Sees, wo das Wasser abfloss. Er stieg ins Wasser, um sich etwas zu säubern und etwas zu trinken. Die Strömung war erstaunlich stark. Vorsichtig ertastete er mit dem Hinterbein den Durchgang, durch den das Wasser floss. Das Loch war breit genug, dass er hätte hindurchschlüpfen können. Doch wie sah es dahinter aus? würde er sofort wieder auftauchen und Luft hohlen können, oder floss das Wasser nur tiefer in den Berg, sodass er irgendwo eingeklemmt elendliglich ertrinken würde?
Nein, das Risiko war es ihm nicht wert...
Er wollte gerade zurück zu den anderen beiden, als er auf einem der mit Schlick bedeckten Steine den Halt verlor und stürzte. Mit einem überraschten Aufschrei und einem lauten Platschen landete er im Wasser. Der Sog zog ihn sofort nach unten. Panisch hielt Jokareth die Luft an und machte sich so klein wie möglich, um nicht irgendwo hängen zu bleiben.
Plötzlich liess der die starke Strömung nach. Jetzt kam der Druck plötzlich von oben. Jokareth brauchte einen Augenblick, um zu merken, dass unter ihm nichts weiter mehr war als Luft, und dass er dabei war, zusammen mit dem Wasser, dass aus dem Berg floss, auf den spitzen Steinen am Boden aufzuprallen.
Gerade noch rechtzeitig spreitze er seine Flügel und segelte etwas von den Steinen weg. Er hatte jedoch nicht mehr genug Höhe, um sich mit ein paar Flügelschlägen in die Luft zu retten. Ausserdem war sein Gefieder nass und schwer. Mit ausgebreiteten Flügeln schlug er flach auf dem Boden auf.
Benommen und seltsam verrenkt blieb er liegen.

"Aua...." Mit brummendem Schädel öffnete der kleine Drache die Augen.
Seine unsanfte Landung auf dem Kies und den Steinen hatten ihm einige Schürfwunden beigebracht. Sein linker Flügel liess sich nicht mehr vollständig ausfahren, dafür schmerzt er zu sehr. Ansonsten schien er jedoch nicht ernst verletzt zu sein. Vorsichtig testete er die Belastbarkeit seines schmerzenden Flügels. Wahrscheinlich war er bloss verstaucht.
Nachdem er aufgestanden war, sah Jokareth sich etwas um. Er befand sich ausserhalb des Berges. Das war alles, was er im Moment erkennen konnte, sein Sichtfeld war noch etwas verschwommen.
Die Sonne war gerade am Untergehen. Jokareth drehte sich um und sah zurück zum Berg. Er war aus einem Wasserfall herausgefallen. Die anderen würden mit diesem Ausgang jedoch nicht viel Glück haben, dafür waren sie einfach zu gross...

Ein knirschendes Geräusch hinter ihm liess den Kopf des Drachens herumfahren. Angestrengt starrte er zwischen den grösseren Felsbrocken hin und her... Hatte er sich das Geäusch vielleicht nur eingebildet? Schliesslich waren der Wasserfall und das Rauschen des daraus resultierenden Baches ziemlich laut...
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#42 Beitragvon Temeraire » Mo 02 Feb, 2009 15:42

Seovir zuckte erschrocken zurück als die laute Stimme sich an der Wand brach und ein lautes Echo verursachte. Sofort liess sie von der Höhlendecke ab und blickte sich schon fast panisch um. Es gab kurze hintereinander knackende und reissende Geräusche.. Ich lass es wohl besser Dachte sie und duckte sich stadessen auf den Boden. Was war es für ein Vorteil wen die Höhle einstürzte.
Noch immer etwas eingeschüchtert von ihrem Versuch hatte sie gar nicht bemerkt wie sich der gefiederte Drache zum Wasser begab. Erst als es ein rutschendes und nasses Geräusch gab, hob sie wieder den Kopf und blinzelte ins Dunkle. ,,Hey? Alles in ordnung?", Fragte sie etwas leise und streckte den Hals.. keine Antwort. ,,Himmel, I-ich glaub Der ist ins Wasser gefallen!", Seovir sprang auf, schlug sich fast erneut den Kopf und trat vorsichtig zum Wasser hin. Ihr Herz schlug und nun nahm sie keine Stimmen mehr war, nur noch das rauschen des Wassers. Sie sah nicht, wohin es floss, nur ins unbekannte dunkle. Aber ob sie nun Blind währe oder nicht.. etwas stimmte nicht. Der gefiederte Drache war weg. ,,Was machen wir den jetzt?? Kannst du ihn sehen?", Fragte Seovir und blickte zurück, wo sie den anderen Drachen vermutete. Sie war kurz erstaunt wie besorgt sie war, obwohl sie den Drachen doch noch gar nicht richtig kannte.
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#43 Beitragvon Tilondrion » Di 03 Feb, 2009 13:08

Tezro hatte sich gerade hingelegt als er hörte wie etwas in der Nähe des Wasserfalles vom Himmel gefallen war. Zumindest hatte es sich so angehört. Nicht schon wieder Ärger, dachte er sich. Er hatte keine Lust wieder um sein Leben kämpfen zu müssen. Zuerst blieb er reglos liegen und spitzte seine Ohren. Nach kurzer Zeit regte sich das Wesen, denn der Wyvern hörte das knirschen des Kieses und der Steine. Er konnte das Getöse des Wasserfalles ziemlich gut ausblenden. Angespannt blieb der Gelbe liegen. Das Tier bewegte sich zwischen den Felsbrocken hin und her. Tezro erhaschte einen kurzen Blick auf den Schatten des Tieres und sah das es nicht gross war. Nun gut. Es würde also für ihn keine Gefahr darstellen. Eher umgekehrt, denn er bekam Hunger. Tezro fragte sich ob es wohl irgend ein grösserer Vogel war, denn auf das hatte er gerade Appetit. Vorsichtig schlich er sich näher an das Geräusch an. Als er nahe genug war machte er eine unkluge Bewegung die sogleich ein verräterisches Geräusch erzeugte. Der Kopf des Tieres schnellte in die Richtung in der Tezro sich anschlich.
Der Gelbe entschied sich sofort. Um seine Beute nicht davonkommen zu lassen sprang er aus seinem Versteck hervor seine tödlichen Krallen ausgestreckt mit fletschenden Zähnen und blitzenden Augen.
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#44 Beitragvon Selianth » Mi 04 Mär, 2009 19:00

Araelun wurde etwas unsanft durch eine nahes Wassergeplantsche geweckt. So müde wie sie war konnte sie noch nicht lange geschlafen haben. Sie blickte zu dem Loch in der Decke und bemerkte dass es immer noch dunkel war. Plötzlich wurde ihre Aufmerksamkeit auf den Fluss gelenkt und sah gerade noch wie der gefiederte Drache unter Wasser gezogen wurde. "Dummes kleines Ding" grummelte Araelun vor sich hin und stellte sich neben den blauen Drachen der schon am Suchen war. Sie blickte in die dunkle Tiefe des Wassers, aber von dem gefiederten war nichts zu sehen. "Wie schade...." sagte Araelun, "wenn ich sie gefressen hätte wär ihr Tod weitaus sinnvoller gewesen"
Obwohl sie dies gesagt hatte tat es ihr doch ein wenig leid um den Gefiederten, aber sie hatte jetzt keine Zeit sich Sorgen zu machen, sie musste um ihr eigenes Überleben kämpfen. Sie konnte sich schliesslich nicht um alle kümmern, die sich so unvorsichtig in Gefahr begeben.
"Halt dich lieber von dem Wasser fern" sagte sie noch zu dem blauen bevor Araelun sich umdrehte und wieder zu ihrem Schlafplatz zurückging. "Leg dich hin und ruh dich aus, damit wir morgen früh einen Ausgang suchen können"
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#45 Beitragvon Ragnorena » Mo 09 Mär, 2009 07:48

Anscheinend hatte er sich umsonst aufgeregt. Nachdem Jokareth geschlagene fünf Minuten zwischen den Felsbrocken hin und her gespäht und nichts nennenswertes entdeckt hatte, beruhigte er sich wieder.
Die Sonne warf gerade ihre letzten Strahlen über die Bergspitzen. Auf der anderen Seite des Berges, wo sich die Höhle und die anderen beiden Drachen befanden, war es bestimmt bereits dunkel. Jokareth war sich nicht sicher, wie breit der Berg war. Das Wasser floss überraschend schnell durch den Berg, daher war er doch ein gutes Stück von den anderen entfernt. Er konnte nicht fliegen, um den Berg zu umrunden, und zu Fuss wäre er zwar schnell gewesen, aber das steinige und unfreundliche Terrain, übersäht mit bösen Stolperfallen und Spalten war alles andere als einladend, besonders nicht bei Nacht.
Skeptisch sah der Gefiederte zum Wasserfall hoch und suchte die Felswand nach einer geeigneten Nische ab. Er fand einen kleinen Vorsprung, der sich als sicherer und guter Schlafplatz erwies. Kein flugunfähiges Tier würde ihn dort erreichen können. Und Dank seiner grauen Färbung würde er einfach mit dem Stein verschmelzen und fast unsichtbar sein.

Der Aufstieg bereitete ihm Mühe. Mit den Krallen an seinen Flügeln konnte er sich festhaken, doch das Klettern bereitete seinem Flügel Schmerzen. Erschöpft und hungrig liess er sich auf den kleinen Felsvorsprung fallen. Unterwegs hatte er unter ein paar losen Steinen kleineres Ungeziefer und sogar eine kleine Echse gefunden, aber satt war er davon nicht geworden.
Wie auch immer, wenigstens konnte er noch lange von der Kuh zehren, die er am Vortag gefressen hatte. In der Wüste musste er schliesslich Tage ohne Futter auskommen...
Das Licht schwand zunehmends, am Horizont erstreckten sich noch ein paar einzelne rötliche Streifen, die jedoch rasch verblassten.
Dafür kamen nun allerlei nachtaktive Tiere zum Vorschein. Der Schrei eines Tieres durchriss die Stille. Ein grosser Vogel segelte daraufhin lautlos an ihm vorbei und verschwand im Geäst der Bäume.
Jokareth kannte die lokale Tierwelt überhaupt nicht. In der Wüste gab es keine solchen Vögel, nur grosse Herden von Laufvögeln und kleine, flinke Vögel, die schwer zu fangen waren. Während er vor sich hin brütete und sich fragte, wie er die anderen wiederfinden sollte, schlief er irgendwann ein.

Ein knirschendes Geräusch direkt neben seinem Ohr liess ihn plötzlich aus seinem Schlaf aufschrecken. Der Nager, der neben ihm herumgeklettert war, fiepte erschrocken und verschwand in einer Felsspalte, bevor Jokareth nach ihm schnappen konnte. Schade.... Doch was war das?
Als Jokareth nach unten spähte, sah er im fahlen Mondlicht, wie irgend ein Tier unten am Bach stand und seinen Durst stillte. Er hatte keine Ahnung, was es war, aber es ähnelte einem der vierbeinigen Herdentiere, die er schon oft in der Wüste gesehen hatte. Die langen Ohren des Tieres drehten sich stets in alle Richtungen und zuckten bei jedem Geräusch nervös hin und her. Alarmiert hob es auf einmal den Kopf und starrte zu einer Gruppe grösserer Felsbrocken. Doch einer der Felsbrocken bewegte sich plötzlich! Jokareth konnte die Augen des Räubers aufblitzen sehen, bevor er sich mit ausgefahrenen Krallen auf sein Opfer stürzte...

Es war eindeutig ein Drache. Jokareth hatte noch nicht viele andere Drachen gesehen, daher kamen ihm die nach unten gebogenen Hörner und die Form des Drachens seltsam bekannt vor. Konnte es tatsächlich sein...? Auch die Grösse passte mit seiner Vermutung überein....
Aber er wollte nichts riskieren. Es gab sicher noch mehr von Tezros Sorte, und wenn er nun den Falschen ansprach, würde er wohl als Nachspeise herhalten müssen.
Als er sich vorsichtig aufrichtete, löste er aus Versehen einen Stein, welcher geräuschvoll nach unten fiel. Innerlich fluchend erstarrte er zur Salzsäule und starrte nach unten. Hatte der Grosse etwas bemerkt?
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