Die Chroniken von Zyrconn Gilde 1 (nichtmagisches RPG)

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Leundra
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Die Chroniken von Zyrconn Gilde 1 (nichtmagisches RPG)

#1 Beitragvon Leundra » Mo 24 Mär, 2008 17:16

Acht Planeten umkreisten die gleißende Sonne, die bereits die Urväter vor Jahrtausenden Tessan genannt hatten. Doch nur einer von ihnen hatte die Gabe des Lebens erhalten. Es war ein recht kleiner, farbloser Planet, der wegen seiner großen Wüsten auch „die weiße Perle“ genannt wurde. Doch gab es in der Nähe der Pole auch viele Wälder und Sümpfe, welche von den meisten Lebewesen dieses Planeten bewohnt wurden. Auf Zyrconn lebten viele verschiedene Tierarten. Intelligente Tiere gab es jedoch nur zwei Sorten die einen waren die Drachenartigen und die anderen waren die Anthros. Wobei die Anzahl der Anthros verschwindend klein geworden war, da sie den Drachen in der Stärke hoffnungslos unterlegen sind auch wenn beide Arten in etwa gleich intelligent waren.
Für die einst vielzahligen gläubischen Bewohner Zyrconns war Tessan der höchste Gott gewesen, der mit seinem strahlenden Odem nur ihrem Planeten das Leben eingehaucht hatte und so verehrten sie ihn auch als das mächtigste Wesen und beteten täglich zu ihm.
Doch die Zeiten des Reichtums, in denen riesige Burgen und majestätische Kathedralen erbaut wurden, wandelten sich rapide als ein neues strahlendes Objekt den Himmel Zyconns erleuchtete und mit den Jahren immer heller wurde.
Viele von denen, die bis dahin gemeint hatten, das ihr alter Gott sich ihnen nicht genug zugewandt hatte und sie mit ihren Problemen allein gelassen hatte, hielten den Neuankömmling für einen noch mächtigeren Gott, der Tessan von seinem Rang entheben wollte und auch viele andere, die glaubten, das die Ankunft des neuen Gottes, der immer mehr zu erstärken schien, den Beginn einer neuen Zeit einläutete, hielten sich nun nicht mehr an die alten Gesetzte und forderten Veränderungen.
So kam es, das sich das stolze Volk Zyconns entzweite und Kriege gegeneinander führte, welche den Tot über das Land brachte, bis nach vielen Jahren kaum einer mehr wusste, womit die dunkle Periode begonnen hatte. Längst gab es keine Religion mehr, genauso wenig wie Götter. Die großen Festungen von einst waren gebrochene Ruinen welche kläglich an den Bergen hingen. Es gab nur noch kleinere Städte, deren Entwicklungsstand an das Mittelalter der Erde erinnerte. Mit der Zeit sammelten sich kleinere Gruppen in den Gasthäusern jener Zeit. Jene welche sich in den gleichen Gruppen befanden, halfen sich stets gegenseitig und gemeinsam verteidigten sie den Grund und Boden auf dem sie lebten.
Zu dem Zeitpunkt an dem wir uns jetzt befinden, hatten sich die meisten dieser kleinen Gruppen zu weit verzweigten Gilden entwickelt, welche ihre Gebiete kontrollierten und ständig daraus aus waren ihr Einflussgebiet zu vergrößern. Aus diesem Grund gab es eine ständige Konkurrenz zwischen den einzelnen Lagern, durch die kleinere Gilden zerstört und andere wiederum mächtiger werden konnten, bis guter letzt nur noch fünf große Gilden auf dem Hauptkontinent existierten und das Leben in den Städten regulierten.


Aureel hockte, die Flügel dicht an ihren schuppigen schmalen Körper gezogen, auf dem höchsten ihr bekannten Felsen nahe der Höhle, vor dem sie nun vor genau 2 Jahren als Schlüpfling heraus gekrochen war. Sie blickte verträumt über ihren geliebten Sumpf, voller alter Bäume, die sich nach und nach dem Boden zuneigten. Die wenigen Vögel die hier lebten sangen ihre Lieder und trieben Brautschau. Erst seit kurzem wurden die Tage wieder länger und die zwei Sonnen zeigten sich lange genug um Aureel eine ausgiebige Mahlzeit ermöglichen zu können. Doch immer noch knurrte ihr Magen und weit und breit kein Tier oder Wandere den man fressen oder wenigstens ausrauben konnte. Nun hatte sie den Winter überlebt und war trotzdem kurz vorm verzweifeln. Missmutig verfärbten sich ihre Schuppen zu einem eintönigen grauen Muster und sie senkte den Kopf und schloss die Augen.
Tief sog sie die Luft in ihre Nüstern und riss schnell wieder die Augenlieder hoch. Ein unangenehmer Duft von Feuer und Rauch lag in der Luft, zwar nur fein und kaum wahrnehmbar aber es gab ihr die Hoffnung, doch vielleicht noch etwas zu finden was vom Feuer aufgescheucht oder verbrannt worden war, was fressbar war. Sie richtete ihren Kopf auf, blickte in die Richtung aus der der Wind kam und stieß sich vom Felsen ab. Erst ließ sie sich einige Meter fallen um Geschwindigkeit aufzunehmen, dann öffnete sie ihre großen, schmalen Flügel und glitt elegant zwischen den verdörrten Bäumen hin und her, immer dem Duft des Rauchs folgend.
Nachdem sie bereits eine lange Strecke immer nur gerade aus geflogen war, fiel ihr auf, dass sich ihr Umfeld änderte. Ihr Hunger trieb sie mehr und mehr außerhalb ihrer Heimat und es breitete sich ein seltsames Gefühl in ihr aus, das sie selbst noch nicht kannte und nicht beschreiben konnte.
Nach dem Flug, der ihr wie eine Ewigkeit vorkam kam sie endlich am Ursprung des Geruchs an. Nur hatte sich mittlerweile das Feuer gelegt und der Rauch verzogen, so dass sich die Zerstörung im vollen Ausmaß zeigte. Vor Aureel tat sich eine ehemalige Stadt auf, deren Mauern und Häuser vom Feuer schwarz gerußt oder ganz zerstört waren. Langsam flog sie über die Ruinen hinweg und entschloss sich letztlich doch zur Landung, da ihr langsam die Flügelarme wehtaten und ihr Magen am brüllen zu sein schien.
Plump setzte sie mit ihren großen breiten Hinterläufen auf und stolperte durch die Straßen, doch alles was sie fand, waren herunter gefalle Gebäudeteile und hin und wieder dermaßen schwer verbrannte Körper, von denen man einfach nichts mehr abnagen konnte.
Grimmig und beständig herumschnuppernd stand sie letztendlich vor einer Metzgerei, deren Dach im Gegensatz zu den meisten anderen Häusern noch nicht herabgestürzt war.
Von Neugier und Hunger gepackt schlich sie sich so vorsichtig sie konnte in das Gebäude hinein. Gespannt und mit gespitzten Ohren, weil sie fürchtete das Dach könnte doch bald der Schwerkraft nachgeben, näherte sie sich dem Raum aus dem sie den Duft des Fleisches noch am ehesten erahnen konnte. Sie schob die verbogene Metalltür zur Seite und betrat den Raum. Heruntergefallene Fleischbrocken lagen auf dem Boden, die bereits ein leicht ranziges Aroma entwickelten, doch das machte Aureel nichts aus. Gierig riss sie große Brocken aus den Schweinhälften und schlang sie hinab.
Plötzlich vernahm sie ein Knartzen, das aus dem Eingangbereich drang. Schnell huschte sie in den ersten Raum zurück und blieb dann wie angewurzelt stehen als sie Stimmen hörte. Erschrocken kauerte sie sich in eine Ecke, nahm die dunklen Farben der Wände hinter ihr an und erwartete die Dinge die da auf sie zukamen.

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Zoroha
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#2 Beitragvon Zoroha » Mo 24 Mär, 2008 21:11

Müde ließ Atazra sich durch die Lüfte gleiten. Seit Tagen war sie nun schon unterwegs, auf der Suche nach einem neuen Zuhause und vor allem nach Nahrung. Sie fühlte sich bereits zu schwach, um mit ihren Flügeln zu schlagen und so glitt sie in geringer Höhe über den Boden. Ihre Augen waren schon kurz vor den Zufallen, nur das Schleifen ihrer Flügelspitzen auf dem Boden rüttelte sie ab und an mal wach, sodass sie reflexartig nach oben zog.
Schließlich reichte ihre Energie nichtmehr aus, um sie in der Luft zu halten und sie schlurfte zuerst mit dem Kopf auf die Erde, kullerte dann über den Boden, bis sie schließlich gegen einen großen Felsen krachte und so letztendlich zum Stehen kam. In den folgenden Augenblicken sah Atazra nur Sterne auf verschwommenem Grund, erst nach und nach wurde ihr Blick wieder klarer. Ihre Knochen und Glieder schmerzten höllisch nach dieser Bruchlandung, doch sie rappelte sich auf und sah sich erst einmal um. Atazras gelbe Augen überflogen das Gelände und ruhten auf allem, was sich bewegte und wenn es nur ein Staubkorn war. Benebelt vom starken Hunger und von der harten Landung stürzte sie sich auf jeden Grashalm, jedes Gestrüpp, das sich im Wind oder aufgrund ihres Atems bewegte. Erst als sie bemerkte, dass es kein Fleisch war, auf dem sie herum kaute, sondern Staub, Gras und morsches Holz, wurden auch ihre Gedanken wieder klarer. Angeekelt spie sie den Dreck aus und sah sich erneut um. Am Horizont bemerkte sie Rauchschwaden und sie nahm den schwachen Duft von verkohltem Fleisch wahr. Es war zwar nicht ganz die Beute, die sie sich erhofft hatte, doch verkohltes Fleisch machte wenigstens satter als Dreck. Zu erschöpft um sich wieder in die Lüfte zu schwingen trottete sie langsam in die Richtung, aus der der Rauch und der Geruch kamen.
Es dauerte eine Ewigkeit bis sie an einer zerstörten Stadt ankam, die zweifelsohne die Quelle des Geruchs war, denn überall lagen verkohlte Leichen herum und nahezu alle Häuser waren bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Als sie die schwarzgebrannten Leichen sah, übermannte schließlich der Hunger die Drachin und sie verschlang einen schwarzen Körper nach dem anderen. Nur allmählich legte sich ihr gewaltiger Hunger, sonderlich nahrhaft waren diese verkohlten Leichen nicht, die sie unter normalen Umständen niemals angerührt hätte, doch der Hunger ließ sie ihren Ekel vergessen.
Als ihr Hunger schließlich wieder ein erträgliche Ausmaße angenommen hatte, bemerkte sie den Geruch von etwas Lebendem, das ganz in ihrer Nähe sein musste, gemischt mit dem Geruch von leicht ranzigem Fleisch. Neugierig geworden von diesem fremden Geruch, lief Atazra langsam in die Richtung, aus der der Geruch zu kommen schien…

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#3 Beitragvon Magan » So 30 Mär, 2008 11:46

Gravi war schon die ganze beinahe die ganze Nacht über unterwegs gewesen ohne in diesem verdörten Etwas, was einige sogar Wald nennen würden, etwas Essbares zu finden. Seit dem sie damals, eher unfreiwillig, ihr Rudel verlassen hatte, hatte sie oft Hunger leiden müssen. Doch das schien in diesen Zeiten wohl nichts Ungewöhnliches zu sein. Eigentlich hätte sie den Schlaf gut gebrauchen können, doch ihr Hunger und damit ihr eigener knurrender Magen hatte sie aus dem Schlaf gerissen.
Der Hunger trieb sie sogar von ihren schönen kühlen Bergen weg in eine Gegend, die für sie schon beinahe unangenehm warm war. Sie hatte glück, dass ihre Rasse nicht so empfindlich gegenüber wärmeren Temperaturen war, was aber nicht hieß, das ihr die Wärme hier gefiel.
Da ihr nichts anderes übrig blieb, schleppte sich Gravi unbeirrt weiter und versuchte das immer stärker werdende Schwindelgefühl zu ignorieren. Sie würde Fliegend sicher schneller vorankommen, doch genau das verhinderten ihr Hunger und das Schwindelgefühl.
Auf einmal stieg ihr ein intensiver Geruch in die Nase. Es roch eindeutig verbrannt, ein Geruch der der Eisdrachin eher Fremd war. Doch es roch auch nach Fleisch und Verwesung und dies war etwas mit dem sie sich schon relativ früh hatte anfreunden müssen. Hauptsache es gibt was zu fressen, dachte die Eisdrachin bestimmt und beschleunigte sogar noch ihre Schritte.
Endlich kam sie an den zu der Quelle des Geruchs an. Hier war nicht gerade viel übrig geblieben, wie sie feststellte. Das Feuer, das die Eisdrachin am meisten fürchtete (diese Furcht teilen wohl alle ihrer Art) war schon längst erloschen, nur noch ein paar Stellen schienen noch zu glühen. Hm, das musste hol ein Dorf oder so was gewesen sein. Naja ist ja auch egal Hauptsache hier gibt es irgendwo Fleisch, egal welches , dachte sich die junge Eisdrachin und schaute sich interessiert um.
Ihre isolierten Fussballen sorgen dafür, dass sie weder Kälte noch Wärme spürte, was in ihrm Natürlichen Lebensraum sonst immer Pracktisch war, allerdings konnte sie durch diese den Boden unter sich kaum wahrnehmen. Darum senkte sie den Kopf und merkte durch die sensiblen Temperaturnerven an ihrer Nase, dass der Boden noch unangenehm warm war. Hätte sie keinen so großen Hunger gehabt so wäre sich schon längst wieder umgedreht, doch so schleppte sie sich vorwärts.
Die Leichname die hier lagen waren alle schon zu stark verbrannt, doch sie merkte, dass sich irgendwer schon an denen vergriffen hatte, die wohl noch genug essbares Fleisch enthalten hatten. Nun war kaum noch was für sie da. Knurrend über diese hinterhältige Person, die ihr einfach so das Essen gestohlen hatte, suchte die Eisdrachin weiter nach Fleisch und riss selbst die kleines Häppchen essbaren Fleisches von den Knochen.
Als der Wind etwas drehte, stieg ihr ein neuer Geruch in ihre mittlerweile russverdreckte Nasse. Obwohl ihr Geruchssin mittlerweile wegen dem Russ eingeschränkt war, Roch sie doch nun sehr deutlich frisches Fleisch. Das Fleisch Roch zwar irgendwie etwas anders als sonst, doch das ignorierte sie. Auch das es hier noch nach lebenden Wesen roch bemerkte sie wegen ihren Hunger schon gar nicht mehr. Zielstrebig machte sie sich auf den Weg in das Gebäude aus dem dieser Geruch kam. Sie achtete weder auf ihre Umgebung noch darauf, was das eigentlich für ein Gebäude war. Nur noch das Fleisch zählte und der Hunger in ihr, denn sie endlich stillen wollte.
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#4 Beitragvon Myst » Di 08 Apr, 2008 07:11

Völlig genervt und vor allem Hungrig schleppte sich Storm durch eine ihm völlig unbekannte Region. Er seie nun alt genung um für sich selber zu sorgen und wisse alles, was ein Drache zum Überleben brauche, hatten seine Eltern gesagt, als sie ihn fort geschickt haben. Bisher hatte er es immer für einen Spass gehalten, das er mit seinen jungen, fast 2 Jahren schon von zu Hause fortgehen sollte, doch nun, irgendwo im niergendwo lief er nun planlos umher und das war kein Spass mehr, sondern bittere Wahrheit.
Die Landschaft war karg, völlig ohne Vegetation, ausgenommen einiger Dornenbüsche. Kein Lebewesen, was sich auch nur annähernt als etwas Nahhaftes erwies, hielt sich hier auf. Eine Steinwüste ohne Leben, aber mit vielen Spitzen kleinen fiesen Steinchen, die die Pfoten von Storm hier und da schon blutig werden ließen.
Sicher, er könnte fliegen, nur war er noch nicht sehr gut darin und der Umstand das es kein Futter, geschweige den Wasser gibt, ließen die Kraftraubende Möglichkeit also als völlig Unsinnig beiseiteschieben.
Die Sonne brannte erbarmungslos und der kleine schwarze Drache war das gefundene Opfer für dieselbige, mit seiner wärmeanziehenden Schuppenfarbe. Er schlug seinen Weg so ein, das die Sonne ihm nicht dauernt in die Augen schien, sondern lieber auf den Po, das war angenehmer, wenn auch nicht sondernlich besser.
Sein Weg steuerte ihn auf eine Bergkette und er hoffte wenigstens Schatten, vielleicht sogar etwas Wasser, ja wenn es sogar die Götter wollen was zu fressen, aber kaum hatte er zuende gehofft, tat er es als Wunschdenken wieder schnell ab, bevor er enttäuscht wurde.
Nach einigen quälenden Stunden und einem Sonnenbrand am Hinterteil, es fühlte sich jedenfalls für Storm irgendwie so an, erreichte er die Bergkette und er suchte sich einen Platz, wo er etwas Schatten bekam. Er machte erschöpft die Augen zu und wollte etwas dösen, als plötzlich ein schon fast vergessener Geruch in seine Nüstern frech und langsam kroch. Fleisch! Storm sprang auf und versuchte die Richtung des Geruchs zu bestimmen. Das Fleisch war auf jedenfall länger Tod, es roch verwest und säuerlich, branndrauch hatte es auch schon anhaftend und was noch viel wichtiger war, die immer mehr steigende Intensität verriet ihm, es musste in der Nähe sein.
Gegen die Windrichtung trabte er los, in die Richtung eines Tales. Was er nicht bemerkte und für ihn im Moment völlig unwichtig war, war die Tatsache, das die Vegetation kräftig zunahm und er sich einer Menschensiedlung rasch näherte. Der Hunger trübte seine Wahrnehmung und beherrschte den jungen Drachen völlig. Er steuerte auf ein verfallenes Haus zu, aus dem der Geruch zu kommen schien, das Schild vor der geborstenen Tür verriet, das es eine Schlachterei war. Völlig ohne Vorsicht und Blind vor Hunger stürzte er in das Gebäude, durch den Vorraum, über den Tresen, zwischen die menschlichen Leichen hindurch, unter dem schweren Schlachtertisch drunterher und in das Lager vor, bevor er mit einem Satz an die dort hängende Rinderhälfte sprang und seine Zähne in das Stück Fleisch rammte. Das Gebilde, hängende Rinderhälfte mit anhaftendem Jungdrachen riss unter dem Gewicht vom Hacken und krachte nicht unlaut auf den Aschebedeckten Boden. Plötzlich fühlte sich Stormy beim fressen unwohl beobachtet.
1. offizieller Leu-Fanclub! Myst, ein Drache für jeden Ernstfall ^^

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Xantarax
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#5 Beitragvon Xantarax » So 20 Apr, 2008 17:57

Ein leicht warmer Wind wehte durch das löchrige und instabile Mauerwerk einer alten Burgruine, Ranken rankten sich an ihr hoch und Kleingetier krabbelte durch Ritzen und Spalten. Still, ja fast tot war es in der Umgebung, kein Tier war zu hören, weit und breit nur dicht zusammengewachsenes Grün. Auf der Burgruine, dort wo einst der Marktplatz mit seinen vielen Ständen war, lagen die zerstörten Spitzen von mächtigen Türme. Dort, wo man dachte, es gab nichts als nur gähnende leere, war Shlyreen, aber nicht auf Erkundungstour, dies ist Ihr vorübergehendes zuhause. Sie floh im alter von sieben Jahren aus einer Gefangenschaft und reiste Tage, gar Wochenlang umher und landete Schliesslich zu jenem Ort.
Shlyreen war zwar immer auf der Hut vor lauernden Gefahren, doch diesmal wurde ihr dieser Ort zum Verhängnis, eine Steinmauer stürzte ein und teilweise auf Sie drauf, eine vielleicht Jahrhundert alte Baukunst fiel der immer wechselnden Witterungen und den Kleintieren, die sich durch die Ritzen und Löcher der Steine gruben, zum Opfer. Shlyreen lag jetzt schon seit Stunden Bewusstlos auf dem Rücken unter den Trümmern, der Wind wurde kälter und wehte schneller über Ihr hinweg. Langsam wieder zu Bewusstsein kommend, stöhnte Sie über Schmerzen im ganzen Leib, Steine und Schutt lagen auf und um ihr herum, nur verschwommen und verzerrt konnte Sie ihr Umfeld wahrnehmen. Mit den eh schon völlig verwundeten und blutigen Krallen schob Sie die Trümmer von sich herunter und mit einem ruck drehte sie sich zur Seite um die Augen vor der strahlenden Sonne abzuwenden. Mit jedem Atemzug verspürte Sie einen im ganzen Körper durchdringenden stechenden Schmerz, der Sie daran hinderte aufzustehen, doch es half nichts weiter dort liegen zu bleiben, denn Sie wusste, dass das wenn Ihr ende währ.
Mit allerletzter Kraft, einer grossen Portion Lebenswillen und dem langsam immer mehr werdenden Hunger raffte Sie sich auf die Beine, die kleinen spitzen Steine die seit dem Einsturz der Mauer überall herumlagen, schnitten sich in Ihre Wunden tiefer und tiefer und die Flügelarme konnte Sie erst fast nicht bewegen. Vor Schmerzen verzog Shlyreen die Gesichtszüge, ihr leiden konnte man in Ihren Augen sehen, ein Paar Tränen flossen Ihr über die Wangen hinab zum Kinn, stöhnend verliess Sie diesen gefährlichen und einsamen Ort. Shlyreen war zu schwach und zu hungrig um zu fliegen, sonst könnte Sie ihre Klauen schonen um vielleicht schneller etwas zu beissen bekommen. Ihr Weg führte in einen angrenzenden Wald der ihr Schatten spendete, ihr Magen schien von Meter zu Meter immer lauter zu werden, nichts Essbares war zu sehen oder zu riechen und der weiche Boden tat ihren verwundeten Klauen viel besser als das harte Gestein. In Ihr stieg auch die Sehnsucht nach der Heimat, doch sie wusste, zurück konnte Sie nicht mehr, es währe zu Gefährlich dort hin zurück zukehren, wo Sie nur wie ein Stück Vieh behandelt wurde.
Nach etlichen Schritten durch den Wald entschloss Sie sich auf einer kleinen Lichtung eine rast einzulegen um neue Energie für die weiterreise zu tanken, erschöpft liess sich Shlyreen in das Gras fallen, schloss die Augen und versuchte nicht an ihre noch verbliebenen aber schon weit zurückgegangenen Schmerzen zu denken. Still lauschte Sie dem Wind zu wie er durch Bäume und dem Gras glitt, Ihr Fell war nicht mehr so weiss wie der Schnee, sondern gräulich angehaucht, dunkle Flecken das von getrocknetem Blut, zierte Ihren Körper. Erinnerungen von tragischen Schicksalsschlägen.
Ihr Atmen wurde ruhiger, Shlyreen begann es zu geniessen dort im Gras zu liegen als Ihr Plötzlich ein etwas unangenehmer Geruch in die Nüstern steigt, ein Geruch von Tot lag in der Luft, verbranntem und vergammelten, wie Fleisch! Blitzartig öffnete Sie ihre Augen, hob ihr Haupt an und versuchte herauszufinden, woher dieser Geruch kam, fast schon vergessen war der Geruch von Fleisch. Voller Hoffnung doch endlich etwas zu essen zu bekommen, entschloss sich Shlyreen dem Geruch zu folgen und hob Ihre noch müden Glieder. Angetrieben vom Hunger schien es, als währen Ihre Schmerzen wie als währen sie nie da gewesen, ihr Tempo erhöhte sich fast mit jedem Schritt und immer stärker wurde der Geruch.
Nach einem langen marsch quer durch den Wald immer dem Geruch entgegen laufend, stiess sie letztendlich auf eine Stadt, sie schien genauso verlassen, wie die Burg, auf der Shlyreen als letztes war. Überall lagen die Trümmerteile der teilweise völlig zerstörten Häusern herum, der Geruch, den Sie wahrgenommen hatte, kam von den schwarzen und fast völlig verkohlten Leichen die zwischen den Trümmern lagen. Shlyreen bemerkte dass sich Jemand schon über die Kadaver her gemacht hatte und begann vorsichtiger zu werden. Wie gern hätte Sie jetzt ein saftiges Stück Fleisch zwischen Ihren Zähnen, ihr Magen knurrte und der Anblick verschaffte Ihr kein wirklichen Appetit. Shlyreen witterte einen neuen Geruch von ranzigem Fleisch und bemerkte eine Schlachterei, die äusserlich noch gut erhalten aussah, Sie näherte sich langsam dem Gebäude wo Plötzlich ein lautes Geräusch heraus drang. Vor schreck wich Shlyreen zurück und versteckte sich hinter einem grossen Trümmerbrocken.
Siebener OO (|||)(|||) OO :cool:

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#6 Beitragvon Seriva Senkalora » Mo 28 Apr, 2008 19:21

*räusper*

Die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel und versengte alles was sich zu dieser Tageszeit aus seinem Versteck traute. Der Boden war ausgedörrt und die Wüste machte ihrem Namen mal wieder alle Ehre.
Mittendrin in dieser trostlosen Einöde schleppte sich ein junger weißer Drache durch die sengende Sonne. Sein schlanker, ja nahezu zierlich gebauter Körper war ausgemergelt und zeigte deutliche die Strapazen der hinter ihm liegenden Reise. Der Staub der Wüste überlagerte seine Schuppen mit einem dreckigen Schleier. Er hatte vergessen warum er eigentlich aufgebrochen war und alle Warnungen in den Wind geschlagen hatte, hatte vergessen was das Ziel gewesen war. Ja, er hatte sogar vergessen wer er selbst eigentlich war. So lange war der Luftdrache nun schon durch diesen Ort gelaufen, hatte sich die Krallen aufgeschürft und mit jedem Schritt rissen die Wunden zwischen den Zehen wieder auf. Doch der weiße spürte es nicht mehr. Das einzige was ihm kontinuierlich im Gedächtnis blieb, war der Hunger. Sein Magen rebellierte und verlangte nach Wasser und Nahrung. Beides war in dieser Wüste unauffindbar. Am Horizont erspähte der junge Drache zum X-ten Male die Silhouette von Schatten versprechenden Bäumen. Doch er hielt es auch dieses Mal für eine Fata Morgana und beschleunigte seinen Schritt nicht.
Dumpf trabte der schlanke Drache vor sich hin, ließ den Kopf hängen und die schönen Flügel über den harten Boden schleifen. Doch dann änderte sich etwas. Der Boden wurde weicher, kühler und vor ihm ragten ein paar verdorrte Bäume in den Himmel. Doch was viel interessanter war, waren die Steinruinen die seine blauen Augen unweit von sich erspähen konnten. Der Geruch von verbranntem Fleisch erfüllte die Luft. Der weiße Drache näherte sich vorsichtig der Ruine. Er wusste zu gut wie auffällig seine silberweißen Schuppen waren. Vage erinnerte er sich, dass dies wohl auch der Grund für seinen Aufbruch gewesen sein musste. Er verbarg sich hinter einem der Gebäude, rein instinktiv. Die Sonne glitzerte auf seinen Schuppen und das Licht wurde in viele Richtungen reflektiert. Sein Hunger trieb ihn letztlich aus der Deckung ins Zentrum dieser alten Stadt. Er übersah die deutlichen Anzeichen der Gegenwart anderer und verfolgte nur den Geruch der aus der Schlachterei zu ihm drang. An der Tür blieb er dann doch stehen. Das Geräusch von zusammenstürzenden Trümmern und wie sich jemand daraus zu befreien schien ließ ihn aufhorchen. Urplötzlich wurde ihm bewusst, dass er wie eine weiße Säule gut sichtbar mitten in der Stadt stand...
Der Drache trat unruhig von einem Fuß auf den anderen, suchte hektisch nach irgendeinem Ort an dem er sich verstecken konnte. Ein Ort wo die Sonne ihn nicht durch das Glitzern seiner Schuppen verraten würde. Der Staub der Wüste hatte seinen Schuppen viel Glanz genommen, doch das Sonnenlicht fand erbarmungslos eine Möglichkeit sich in ihnen zu brechen.
Unsicher was er nun tun sollte entschied der schlanke Drache in die Schlachterei zu gehen um wenigstens ein wenig Schutz zu finden. Wider erwarten schienen die Räume leer. Das ranzige Fleisch hing verlockend vor seiner Nase. Dann bemerkte er den anderen Drachen. Ein junger schwarzer Drache saß auf einer Rinderhälfte am Boden und schlang gierig die Fleischbrocken herunter. Das schien ihn so zu beschäftigen, dass er den Weißen scheinbar gar nicht bemerkte.

"Hallo?"... wagte der weiße Drache zu fragen und blickte sich unsicher um.


EDIT: So, mal ein bissl das Deutsch verbessert und ein paar "er" ausgetauscht. Ungewohnt ohne einen Namen zu schreiben. ^^
:leu: 1. offizieller Leu-Fanclub! :seri:

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#7 Beitragvon Leundra » Mi 30 Apr, 2008 22:41

Mit großen Augen beobachtete Aureel in ihrem Versteck das Treiben, das sich vor ihr abspielte. Einige Sekunden nachdem sie sich getarnt an die Wand geklammert hatte, jagte ein ebenfalls noch junger Drache in schwarzem Schuppengewand hinein mit direktem Ziel auf die Kammer mit dem Fleisch. Amüsiert und neugierig nahm sie erst das Geräusch von herunter krachender Masse wahr und dann das manierliche Schmatzen und Krachen des Drachen. Von ihrer Neugier gepackt wollte sie sich schon langsam wieder auf den Boden absetzten als hinter ihr wieder ein Drache hineinmarschierte. Diesmal war es ein komplett Weißer mit funkelnden blauen Augen, der sich langsam auf den Raum zu bewegte. Mit gespitzten Ohren verfolgte Aureel erst das kurze Gespräch der beiden Drachen, das dann in gemeinsames Knuspern und Schmatzen überging.

Langsam und völlig geräuschlos ließ sich Aureel die Wand hinab und hockte nun angestrengt überlegend hinter dem Tresen und dachte nach, was sie nun tun sollte. Sie hatte noch nie mit einem anderen Drachen geredet und wenn die beiden nun feindlich gesinnt waren, hätte sie wohl auch keine Chance mehr zu entkommen.
Doch dann hörte sie ein ausgiebiges und lautes Rülpsen aus der Kammer und ungewollte musste sie anfangen zu kichern. Schnell hielt sie ihren rechten Flügel vor ihr Maul doch das Schmatzen hatte bereits aufgehört und nun entschied sie sich doch einzutreten und sie vorzustellen. Schnell machte sie sich noch außerhalb der Sichtweite der beiden Drachen wieder sichtbar; in einem einfarbigen hellen Grünton glänzten nun ihre kleinen Schuppen als sie die wenigen Schritte bis zur Metalltür ging.

Als sie nun direkt vor der Tür stand und sich in die richtige Richtung drehte zum einzutreten, bemerkte sie plötzlich, das der schwarze Drachen gerade dabei war auf dieser Türe hinauszutreten. Beide stoppten abrupt im Schritt und ihre Köpfe waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt.
Erschrocken sprang Aureel mit ihren kräftigen Hinterbeinen zurück und landete unabsichtlich auf der Theke, die unter ihren Gewicht einbrach und Aureel mit hinunterriss. Schlecht gelaunt, weil ihr erster Auftritt dermaßen in die Hose gegangen war, brummelte Aureel zu dem Schwarzen: „Hey, mein Name ist Aureel, du hast hiermit die Ehre eine waschechte Whyvern kennen zu lernen, also friss mich nicht auf!… Ich komm nicht von hier, aber scheint ja ein ganz lebendiger Ort zu sein.“ Dabei grinste sie den Drachen etwas blöd an und hoffte, das dieser ihr nicht gleich an die Kehle sprang.
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#8 Beitragvon Zoroha » Mi 07 Mai, 2008 21:54

Vor einer Metzgerei blieb Atazra stehen. Sie roch deutlich das ranzige Fleisch das dort drin lag aber sie roch eben falls mehrere Lebewesen, die sich im Inneren aufhalten mussten. Mit ihren knapp über 7 Metern Schulterhöhe war sie zu groß um einzitreten, doch das Dach war weit genug eingestürzt sodass sie das Geschehen im Innern von Außen beobachten konnte, wenn sie sih auf die Hinterbeine stellte. Zunächst sah sie einen schwarzen Drachen, der soeben mit einer Rinderhälfte zusammen auf den Boden krachte. Unmittelbar musste sie in sich hinein prusten. Das seltsame Geräusch das sie dabei verusrachte war unschwer zu überhören. Kurz darauf tauchte ein weißer Drache in der Metzgerei auf, der Atazras Aufmerksamkeit erweckte. Noch nie zuvor hatte sie einen weißen Drachen gesehen und so machte er einen unwirklichen Eindruck auf die. Fasziniert beobachtete sie den Weißen und bemerkte nicht, dass soeben ein weiterer Drache in den Raum trat, den sie beobachtete. Erst als der Wyvern beinahe mit dem Weißen zusammenstieß nahm sie den kleinen grünen Kerl wahr. Atazra hatte noch nie so viele verschiedene Drachen auf einmal gesehen und etwas sagte ihr, dass sie an diesem tag noch mehr sehen würde. Während sie darüber nachdachte, was sie als nächstes tun sollte, gab die Mauer nach, auf die Atazra sich mit ihren Vorderklauen stütze und krachte lautstark ein. Im ersten Moment stand sie verdutzt da und im nächsten begann sie beinahe instinktiv zu knurren, immerhin wusste sie nicht, ob die anderen Drachen freundlich oder feindlich gesinnt waren. Außerdem wollte sie vor den anderen nicht den Anschein erwecken, dass sie die Mauer nur aus Unachtsamkeit eingerissen hatte, denn Atazra hasste es wenn sie sich eine Blöße gab.
Als sie die versutzen Blicke der anderen Drachen bemerkte, verstummte ihr tiefes Knurren und sie trat gekünstelt selbstsicher, soweit das in geduckter haltung möglich war, zur Rinderhälfte und begann ihren letzten Hunger daren zu stillen. Wenn sie nicht von Natur aus rote Schuppen gehabt hätte, würde ihr Kopf jetzt sicherlich knallrot anlaufen, dachte sie bei sich, schlang ein letztes kleines Stück Rind hinunter und wendete sich dann den anderen Drachen zu. Ein leutes Rölpsen drang aus ihrer Kehle und signalisierte, dass sie nun satt war. Von der Rinderhälfte war trotz allem noch ein recht großes Stück übrig, welches Atazra vor die anderen Drachen schon. "Will noch jemand was?", fragte sie und versuchte relativ cool zu wirken, doch die Unsicherheit in ihrer Stimme war kaum zu überhören.

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#9 Beitragvon Magan » So 11 Mai, 2008 20:17

Gravi hatte mittlerweile den Andrang an der Metzgerei bemerkt und bleib wie Angewurzelt stehen. Denn für sie riesigen, roten Drachen konnte man ja nicht übersehen, besonders nicht wenn er gerade das halbe Gebäude einriss. Außerdem waren noch andere Drachen da und ein Wesen, das zwar an einen Drachen erinnerte, dem allerdings die Forderbeine fehlten. So ein Wesen hatte Gravi noch nie gesehen.
Nun war Gravi klar wer die verkohlen Leichen angefressen hatte. Hier hatte sich also schon ein ganzer Haufen an Hungrigen angesammelt. Es war wohl kein Wunder den der Duft von gerösteten Fleisch wurde sicher weit vom Wind getragen.
Gravi bekam nicht sofort alles von der Unterhaltung mit, doch was sie mitbekam war das Angebot des großen Roten, die wohl ein Weibchen zu sein schien. Dieses Angebot ließ sie sich nicht entgehen, den ihr Magan knurrte zu sehr. So schnell sie konnte, ohne dabei Laufen zu müssen, den das hielt sie in dem Augenblick für unwürdig, ging sie auf die anderen zu.
„Na wenn es so ist, dann darf ich mich dann wohl mal bedienen“, sagte sie und versuchte dabei das Knurren ihres Magens zu übertönen.
Sie entlockte ein paar Drachen ein paar erschreckte Blicke, denn keiner von ihnen schien sie bemerkt zu haben. Doch auf die Blicke achtete sie nicht sondern ging auf das Fleisch zu. Mit Wasser im Maul, das sich beim Anblick des Fleisches bildete, schlang sie ihre Zähne ins restliche Fleisch und aß erstmal gierig bist ihr größter Hunger gestillt war. Dann aß sie gemäßigter weiter. Allerdings hörte sie nicht auf als sie schon Satt war sonder nahm noch ein paar bissen, da sie gelernt hatte sich immer den Magen voll zuschlagen wenn es möglich war. Sie konnte ja nicht wissen, wann je so eine Gelegenheit wieder kommen würde.
„Entschuldigt, dass ich mich erst jetzt vorstelle, aber ich hatte wirklich Hunger. Wer seid ihr alle? Ich bin Gravi ein Eisdrache von den Bergen“, sage Gravi. Sie wusste, dass sie mittlerweile nicht gegen so eine große Anzahl bestehen konnte, sie konnte auch nicht mehr Flüchten, denn dafür war es zu eng. Ihr Hunger hatte sie in eine gefährliche Situation gebracht. Was sie nun tun konnte war sich wenigstens anzufreunden. Sie schaute noch mal dieses seltsame Wesen an und fragte sich was es wohl war.
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#10 Beitragvon Myst » Mo 12 Mai, 2008 12:22

Storm fühlte mehrere Augenpaare auf seinen Schuppen ruhen und hob blitzartig den Kopf, um sich in allen Richtungen umzusehen. Mit einem Stück Fleisch zwischen den Zähnen und langsam weiterkauend, musterte er seine Umgebung, nichts war zu sehen.
„Hallo?“ rief eine Stimme in den Raum.
Storm fiel vor Schreck das Fleisch aus dem Maul und drehte sich hastig einmal um sich selbst. Vor ihm stand ein silberweißer Drache, viel Größer als er selber. Mit schnellen Schritten ging er Rückwärts bis er mit seinem angesengten Hintern an die Wand stieß.
Sein Hunger hatte ihn in eine Missliche Lage gebracht und es gab so schnell keinen Ausweg, jedenfalls hatte er keine Idee. Aus purer Verzweiflung sengte er etwas den Kopf und fing an zu knurren, er wusste dass er keine Chance gegen einen Drachen dieser Größe hatte, aber was waren seine Optionen?
Zu seiner Verwunderung griff der Drache nicht an sondern schaute eher Verwirrt. Unsicher stellte Storm sein Drohgebären ein und musterte vorsichtig den Drachen. Seine hellblauen Augen wiederum musterten ihn skeptisch. Mehrer Minuten passierte nichts, dann ergriff Storm vorsichtig das Wort.
„Mein Name ist Storm.“, der Drache antwortete ihm, dass er sich nicht erinnern könnte, wie er hieß, fragte aber, ob er sich am Fleisch bedienen dürfe. „Sicher, warum nicht? Soviel Hunger habe ich nun auch wieder nicht!“ Storm grinste den Drachen etwas an, um die angespannte Situation zu seinem Vorteil zu entspannen.
Beide Drachen aßen nun vom Fleisch, wenn auch so, dass sie den jeweils anderen immer im Blick hatten.
Genüsslich aßen beide und der silberweiße Drachen musste kurz innehalten, dann schlug er sich vor die Brust und musste aufstoßen, was in einem lauten Rülpser endete. Storm musste ein lachen unterdrücken, wobei er sich fast an einem Happen verschluckte. Dem anderen war es sichtlich peinlich und vergrub seine Schnauze wieder im Fleisch.

Plötzlich hörte Storm ein leises kichern und signalisierte mit einer Kralle vor seiner Nase dem anderen Drachen still zu sein und zu horchen. Er schluckte hastig das Stück Fleisch herunter und trat langsam aus dem Raum hinaus. Wie er zu seinem bedauern erst jetzt bemerkte, hatte sein Hunger ihn und seinen neuen Freund in eine Sackgasse geführt und der einzige Fluchtweg war der Zugang.
Die plötzlich wieder eintretende Stille war ihm nicht geheuer, er hörte nichts, kein Vogel, nur das herabfallen einiger kleinerer Mauerteile und das Rieseln von Mörtel.
Er schritt zügig aber dennoch mit bedacht durch die Tür als er plötzlich in zwei goldene Augenpaare blickte, die weit aufgerissen wurden und sich so plötzlich wie sie erschienen wieder von ihm entfernten. Der dranhängende Grünschimmernde Körper sprang zurück und krachte mit voller Wucht in die Ladentheke, die unter dem Gewicht des Wesens in einem unbeschreiblichem Getöse und einer Staub und Aschewolke zusammenbrach. Etwas erschrocken trat Stormy einige Schritte zurück und legte den Kopf etwas schräg. Er musterte das Wesen, was augenscheinlich wie ein Drache aussah, nur das dieser keine Vorderbeine hatte.
Völlig überraschend sprach der Drache zu ihm und erklärte ihm, dass sein Name Aureel sei, während er sich aus den Trümmern erhob. Die hohe Stimme ließ ihn vermuten, dass es ein Weibchen war, zudem spürte er etwas Unsicherheit in ihrer zitterigen Stimme. Aureel erklärte ihm, als sie seinen verwunderten Blick wegen ihres Aussehens bemerkte, das sie eine Whyvern ist. Stormy trat wieder etwas vor. „Tut mir leid, wenn ich dich erschreckt habe und nein ich werde dich nicht fressen, ich bin jetzt erstmal satt.“ Um ihr und sich selber die Angst und Unsicherheit zu nehmen, hob er etwas die Leftzen und versuchte ein Lächeln hervorzubringen, was ihm gerade nicht sonderlich gut gelang. „Mein Name ist übrigens Storm, du kannst mich aber auch Stormy nennen.“

Erst viel ein Stein, dann mehrere, beide Drachen konnten soeben der einstürzenden Mauer noch ausweichen. Der Grund des Einsturzes aber war ein noch größerer Schock als die Mauer selbst. Vor ihnen stand nun ein riesiger knurrender Roter Drache und der sah nicht gerade freundlich aus. Der silberweiße Drache schaute durch die Tür um zu sehen woher der Krach kam und erschrak ebenso. Als der Rote aufhörte zu knurren, langte er an den anderen vorbei und packte sich das Fleisch, um es sogleich hinunter zu schlingen, ein letztes Stück aber ließ er direkt vor den anderen Fallen und schob es ihnen zu. Bei dem versuch völlig selbstsicher Aufzutreten, fragte er ob noch jemand das restliche Stück wolle. Die anderen bemerkten sofort, dass der Große sich nicht so sicher fühlte, wie er ihnen weismachen wollte, vor allem ihre zitterige Stimme verriet ihnen, dass auch sie ein Weibchen war und sich unwohl fühlte. Storm kam der Gedanke, dass das mit der Mauer wohl nicht so geplant war und musste schmunzeln, bis er erschrocken zurückweichen musste.
Ein völlig dreister Drache packte sich das restliche Fleisch, wischte sich mit der Pranke über das Maul und stellte sich als Eisdrache Gravi vor, bevor sie, es war auch ein Weibchen, Aureel verwundert mussterte.
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#11 Beitragvon Xantarax » So 25 Mai, 2008 17:30

Noch erschrocken von dem Krach der aus der Metzgerei drang versuchte Shlyreen sich zu beruhigen und redete sich mit ruhigen Gewissens ein, dass hier in dieser toten Gegend bestimmt niemand mehr Leben mag. Sie entschloss sich dem ranzigen Geruch von Fleisch zu folgen der aus der Metzgerei auf der anderen Strassenseite kam, vielleicht konnte Sie dort endlich Ihren grossen Hunger stillen. Kurz bevor Shlyreen sich auf dem Weg machen wollte, bemerkte Sie im Augenwinkel etwas hell Schillerndes auf sich zu bewegen, vor schreck wich Sie wieder zurück in Ihr Versteck, mit Hoffnung nicht entdeckt worden zu sein. Sie versuchte Vorsichtig zu erkennen, was dieses hell leuchtende Ding was sich die Strasse hinunter bewegt eigentlich sein mag, doch vergebens, es reflektierte so stark, dass Shlyreen ihre Augen schützen musste um nicht zu erblinden. Interessierte verfolgte Shlyreen das komische Wesen weiter was Plötzlich gegenüber in der Metzgerei verschwand, nur kurz konnte Sie einen weissen Schwanz erkennen, der dann in dem Dunklen Gebäude verschwand. Ein leichter Schauer fuhr Ihr über den Rücken und Sie dachte nach was da jetzt eben in dem Gebäude verschwand, vielleicht ein anderes hungriges Wesen was Ihr vielleicht sogar Gefährlich werden könnte? Shlyreen setzte sich auf die Hinterbeine und grübelte darüber nach, diesen Ort vielleicht doch besser wieder zu verlassen, aber Ihr laut knurrender Magen wusste dies zu verhindern.

Kurz darauf schreckte Shlyreen erneut auf und fing am ganzen Leib vor Angst an zu zittern als ein etwa sieben Meter grosser schwarz / roter Drache vor der Metzgerei stehen blieb. Bei dem Anblick musste Sie erstmal schlucken und versuchte so leise wie möglich zu sein um nicht entdeckt zu werden, was eventuell Ihr Ende währe. Shlyreen beobachtete den grossen Drachen ganz genau und sah wie dieser sich auf das Dach abstützte um an das innere heran zu kommen als dann kurze Zeit später das Dach einstürzte und der grosse Drache in den Trümmern der Metzgerei lag, Staub und Asche wurden dabei hoch gewirbelt, ein Teil nieselte auf die kleine weisse Drachin nieder. Plötzlich ertönt ein lautes rülpsen, wo Shlyreen etwas schmunzeln musste und eine Stimme erklang aus Richtung des schon halb zerstörten Gebäudes die danach fragte ob noch jemand etwas wollte. Mit diesem Satz wusste Sie, da mussten noch mehr Wesen im Gebäude sein.
Nach dem Satz tauchte noch ein hellgrüner Drache auf, der ungefähr so Gross wie Sie selbst war und lief schnurstracks Richtung der Metzgerei und verschwand ebenfalz in diesem. Shlyreen packte Ihren Mut zusammen und kam aus Ihrem versteck, zu wissen das dies vielleicht ein fataler Fehler sein könnte, wollte Sie unbedingt wissen, was sich dort drüben verbirgt. Mit rasendem Herz und noch weichen Knien ging Sie auf die Tür zu und steckte den Kopf hinein, sehen konnte sie einen Haufen beflügelter Wesen die Ihre Blicke zu der kleinen Schneedrachin wendeten. Sie erhob die Stimme und sagte: „Hallo! Ich.. ich heisse Shlyreen bitte tut mir nichts!“, darauf hin sah Sie Plötzlich alles verschwommen und Doppelt, der Hunger, der Durst und die Aufregung brachte Sie fast an das Ende Ihre Kräfte und brach letztendlich vor den anderen Drachen zusammen…
Siebener OO (|||)(|||) OO :cool:

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#12 Beitragvon Seriva Senkalora » Sa 31 Mai, 2008 18:16

Oh wie lecker war dieses Fleisch, was für ein Genuss nach dieser harten Entbehrung. Der Weiße fraß schnell - zu schnell wie er später merkte...

Alles drehte sich vor seinen Augen und ihm wurde speiübel. Schwankend lief der Drache zu einer Wand um sich dort abzustützen. Und die Wand? Die brach zusammen als der Weiße sie berührte. Verwirrt und geschockt blickte er auf seine Pranken. Der Drache realisierte nicht direkt, dass nicht er sondern die große Rote dafür verantwortlich war. Staunend blickte der Weiße nach oben und musterte die große Drachin genau. Dann senkte der Drache schnell den Kopf und flitze ein paar Schritte in eine Ecke wo er die letzten Fleischbrocken wieder auswürgte.
"Entschuldigung", murmelte er vor sich hin.

Als sich die Welt nicht mehr vor den Drachenaugen drehte bemerkte er einen felligen Drachen, der hereinkam und plötzlich in der Mitte zusammenbrach. Aus der Entfernung betrachtete er die Drachin die sich als Shyleen vorgestellt hatte. Ihr Fell war schneeweiß und sehr dicht. Was machte eine Drachin die offensichtlich aus einer kälteren Region stammte hier? Was machten die anderen eigentlich alle hier?

Aber eigentlich war ihm das auch egal, er war ein Einzelgänger und wenn er wieder gestärkt war würde er seinen ungewissen Weg alleine fortsetzen. Soviel stand für ihn fest. Aber warum war er eigentlich aufgebrochen?

Die Verwirrung und die Kopfschmerzen wichen kurzfristig wieder einer Übelkeit, so dass der Weiße sich auf den Boden legte und die Gruppe aus der Distanz betrachtete.
:leu: 1. offizieller Leu-Fanclub! :seri:

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#13 Beitragvon Leundra » Sa 14 Jun, 2008 12:32

(@Seri ich weiß das ich dran bin! Missbrauch net so deine Modmacht und schreib was ins off topic :P)

Erst als Aureel von mehreren Seiten versichert wurde, das man nicht vor hatte sie zu fressen, entspannte sie ihre Muskeln und rackerte sich aus dem Schutthaufen wieder hoch.
Zittrig stand sie auf ihren starken Hinterbeinen und musterte die anderen Drachen, die doch zum Teil ein mächtiges Stück größer waren als sie selbst. Als dann auch noch eine für sie riesige rote Drachin durch das Dach stürzte und sie anknurrte, wünschte sie sich nicht zum ersten mal wieder zurück in ihren Sumpf. Jedoch schien hier jeder ausschließlich auf das Fleisch aus zu sein und so bestaunte sie einfach nur die anderen Drachen und sog die ganzen neuen Düfte, die diese Weitgereisten mit getragen hatten, gierig ein.

Plötzlich drang eine weibliche Stimme an ihr Ohr. Als Aureel sich umdrehte sah sie gerade noch, wie ein weißer Drache zu Boden fiel und sich nicht mehr zu rühren schien. Eilig stapfte sie mit ihren plumpen Hinterbeinen zu der Ohnmächtigen hin und beschnupperte sie. Ein solches Wesen hatte ebenfalls noch nie gesehen aber es wirkte noch viel seltsamer als die anderen Drachen, die immerhin noch wie sie selbst Schuppen trugen. Eilig überlegte sie, wie man dem behaarten Neuling helfen könnte und kurz drauf fiel ihr auch die Pferdetränke ein, an der Aureel bei ihrer Erkundungstour durch die Stadt vorbeigelaufen war. „Bin gleich wieder da!“ fiepte sie zu den anderen Drachen die zum Teil noch mit fressen beschäftigt waren, schnappte sich eine Schale, die neben dem zerstörten Tresen lag und watschelte so schnell sie konnte hinaus. Mittlerweile hatte der Wind aufgefrischt, welcher den widerlichen Gestank des Todes größtenteils mit sich trug. Auch die Wolken schienen dunkler und größer zu werden. Begeistert sah Aureel ihnen einige Sekunden beim aufsteigen zu, doch dann erinnerte sie sich daran, was sie eigentlich hinausgetrieben hatte. So schnell sie ihre Beine trugen lief sie zu der Tränke, machte ihre Schale voll und lief dann, wesentlich vorsichtiger und langsamer um nichts zu verschütten, zu der Ruine zurück, die seit dem Einfallen des roten Drachen noch wesentlich unstabiler aussah als zuvor.
Als Aureel wieder durch die Tür kam, hatten sich bereits einige um den zusammengebrochnen Drachen gesellt und versuchten diesen aufzuwecken. Aureel stellte ihre Schüssel dazu und meinte „Wir könnten ja mal versuchen sie mit einer kleinen Dusche zu wecken, jedenfalls sollte sie bald wieder fit sein, weil sich über uns was zusammenbraut und dieses zerfallene Gemäuer wird uns sicher bald unter sich begraben wenn wir nicht verschwinden!“
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#14 Beitragvon Zoroha » So 29 Jun, 2008 13:07

(sorry, das das so lange geauert hat, ich musste mir erst was überlegen.....)

Verwundert blickte Atazra sich um, als eine Drachin, die sich als Shylreen vorstellte, in das Gebäude trat. Ihren Geruch hatte Atazra vorhin schon bemerkt, als sie sich der Metzgerei näherte, war die Drachin ihr etwa gefolgt? Doch Atazra hatte nicht lange Zeit, um darüber nachzudenken, da brach Shylreen schon vor aller Augen zusammen. Unsicher beobachtete sie, wie eine kleine Wyvern nach traußen stapfte und mit ein wenig Wasser in einer Schale wieder hereinkam. Gerade, als die kleine Grüne ihr Schale über der ohnmächtigen Drachin leerte, fing es an zu regnen. Atazra wusste nicht, ob sie darüber lachen sollte, ansesichts der nüchternen Stimmung die unter den Drachen herrschte, deswegen unterdrückte sie den Lachreflex. Aber sie gab der kleinen Wyvern recht, das Gebäude würde jeden Moment einstürzen erst recht, wenn due bausubstanz durch den regen jetzt schwerer wurde. "Wir sollten jetzt wirklich hier raus, je mehr es regnet, umso schneller stürzt das Gebäude ein", sagte die große Rote so selbstsicher wie möglich, hob Shylreen mit ihrem kräftigen Schwanz so behutsam wie möglich auf und schob die anderen nach draußen. Einen Augenblick nachdem alle draußen waren, gaben die Wände und Stützpfeiler der Metzgerei nach und das gebäude stürzte entgültig ein. In der ganzen Aufregung vergaß Atazra, Shylreen, die inzwischen wieder halbwegs wach war, herunterzulassen. Erst als die kleine weiße Drachin ein hilfloses Fiepen von sich gab, las Atazra sie erschrocken fallen. "Verdammt", dachte sie bei sich, "die halten mich noch für einen riesigen tollpatsch, wenn ich so weiter mache." So versuchte sie den anschein zu erwecken, dass sie nichts unbeabsichtigtes getan hatte und legte sich cool etwas abseits von den anderen Drachen auf den Boden. Auch Atazra war stark geschwächt, wie ihre beanspruchten Muskeln ihr es jetzt wieder klar machten. Erschöpft lag sie nun also da, den Kopf auf den Boden gelegt, und wartete darauf, was die anderen Drachen tun würden.

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#15 Beitragvon Magan » Sa 12 Jul, 2008 13:51

(ooc: sorry fürs warten. mir wollte nichts gutes einfallen)

Als die weiße Drachin umfiel, beruhigte sich Gravi wieder, denn die Aufmerksamkeit der andern war nun auf diese Drachin gelenkt. Besorgt betrachtete Gravi die zusammengebrochne Shlyreen und fragte sich ob sie nicht etwas vom Fleisch hätte übrig lassen sollen. Doch sie hatte so großen Hunger gehabt und dabei dachte sie nicht mehr an Andere. Allerdings schien Shlyreen bald wieder zu sich zu kommen.
Mittlerweile forderte Gravis heftiges Schlingen von vorhin ihren Tribut. Ihr Magen schmerzte und sie wurde immer schläfriger. So werte sie sich auch nicht mal, als sie von Atazra raus geschoben wurde. Sie hätte gegen so eine große Drachin sowieso nichts unternehmen können.

Der Regen prasselte auf ihren Schuppen und sorgte für die nötige Abkühlung, die ihr Körper brauchte. Dass die Metzgerei nun ganz zusammenstürzte bemerkte sie kaum noch. Mittlerweile war ihre Müdigkeit so groß geworden, dass sie ihre ganze Vorsicht vergaß. Sie schmunzelte sogar über Atazra Verhalten, was normalerweise nicht ihre Art war. Sie wusste, dass man sich über größere Wesen lieber nicht lustig machen sollte und auch wenn sie es bei Atazra sicher nicht böse meinte, so könnte die Rote es so auffassen.

Erschöpft ließ sie sich auf den nassen Boden nieder. Ihr war mittlerweile alles egal.
Wenn mich die Anderen im Schlaf töten wollen, dann sollen sie doch! Ich habe keine Lust mehr! Ich will nun Schlafen!, dachte sie bei sich. Langsam schloss sie die Augen, doch sie würde versuchen sich so lange wie möglich wach zu halten um auf Angriffe reagieren zu können.
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