Die Chroniken von Zyrconn Gilde 2 (nichtmagisches RPG)

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Tilondrion
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Die Chroniken von Zyrconn Gilde 2 (nichtmagisches RPG)

#1 Beitragvon Tilondrion » Mo 24 Mär, 2008 17:13

Acht Planeten umkreisten die gleißende Sonne, die bereits die Urväter vor Jahrtausenden Tessan genannt hatten. Doch nur einer von ihnen hatte die Gabe des Lebens erhalten. Es war ein recht kleiner, farbloser Planet, der wegen seiner großen Wüsten auch „die weiße Perle“ genannt wurde. Doch gab es in der Nähe der Pole auch viele Wälder und Sümpfe, welche von den meisten Lebewesen dieses Planeten bewohnt wurden. Auf Zyrconn lebten viele verschiedene Tierarten. Intelligente Tiere gab es jedoch nur zwei Sorten die einen waren die Drachenartigen und die anderen waren die Anthros. Wobei die Anzahl der Anthros verschwindend klein geworden war, da sie den Drachen in der Stärke hoffnungslos unterlegen sind auch wenn beide Arten in etwa gleich intelligent waren.
Für die einst vielzahligen gläubischen Bewohner Zyrconns war Tessan der höchste Gott gewesen, der mit seinem strahlenden Odem nur ihrem Planeten das Leben eingehaucht hatte und so verehrten sie ihn auch als das mächtigste Wesen und beteten täglich zu ihm.
Doch die Zeiten des Reichtums, in denen riesige Burgen und majestätische Kathedralen erbaut wurden, wandelten sich rapide als ein neues strahlendes Objekt den Himmel Zyconns erleuchtete und mit den Jahren immer heller wurde.
Viele von denen, die bis dahin gemeint hatten, das ihr alter Gott sich ihnen nicht genug zugewandt hatte und sie mit ihren Problemen allein gelassen hatte, hielten den Neuankömmling für einen noch mächtigeren Gott, der Tessan von seinem Rang entheben wollte und auch viele andere, die glaubten, das die Ankunft des neuen Gottes, der immer mehr zu erstärken schien, den Beginn einer neuen Zeit einläutete, hielten sich nun nicht mehr an die alten Gesetzte und forderten Veränderungen.
So kam es, das sich das stolze Volk Zyconns entzweite und Kriege gegeneinander führte, welche den Tot über das Land brachte, bis nach vielen Jahren kaum einer mehr wusste, womit die dunkle Periode begonnen hatte. Längst gab es keine Religion mehr, genauso wenig wie Götter. Die großen Festungen von einst waren gebrochene Ruinen welche kläglich an den Bergen hingen. Es gab nur noch kleinere Städte, deren Entwicklungsstand an das Mittelalter der Erde erinnerte. Mit der Zeit sammelten sich kleinere Gruppen in den Gasthäusern jener Zeit. Jene welche sich in den gleichen Gruppen befanden, halfen sich stets gegenseitig und gemeinsam verteidigten sie den Grund und Boden auf dem sie lebten.
Zu dem Zeitpunkt an dem wir uns jetzt befinden, hatten sich die meisten dieser kleinen Gruppen zu weit verzweigten Gilden entwickelt, welche ihre Gebiete kontrollierten und ständig daraus aus waren ihr Einflussgebiet zu vergrößern. Aus diesem Grund gab es eine ständige Konkurrenz zwischen den einzelnen Lagern, durch die kleinere Gilden zerstört und andere wiederum mächtiger werden konnten, bis guter letzt nur noch fünf große Gilden auf dem Hauptkontinent existierten und das Leben in den Städten regulierten.


Tezro wachte in der Krone eines mächtigen Baumes auf. Kurz war er verwirrt da er nicht wusste wo er war, doch dann setzte sein Erinnerungsvermögen ein. Die Welt hatte sich verändert. Als er vor fünf Tagen aufgewacht war hatte die Stimmung in der Höhle seiner Eltern umgeschlagen. Seine Mutter war abweisend und sein Vater sogar schon gefährlich agressiv worden. Der Grund dafür war dass Tezro am Tag zuvor 12 Drachenjahre alt geworden war. In diesem Alter ist ein junger Drache alt genug alleine zu leben. Ausserdem sind Drachen in diesem Alter normalerweise fast schon so stark wie ihre Väter. Dies war wohl auch der Grund warum Tezro aus der Höhle geschmissen worden war. Sein Vater hatte warscheinlich langsam Angst bekommen vor ihm. In der unwirtlichen Gegend in welcher seine Eltern wohnen hatte es keinen Platz für einen weiteren Drachen. Sein Vater hatte Ihn noch gewarnt nie mehr zurückzukommen da er ihn sonst töten würde.
So war Tezro also losgezogen mit nichts ausser sich selbst im Gepäck. Die erste Nacht hatte er sich eine Höhle gesucht doch keine gefunden. Seither hatte er in den Bäumen übernachtet. Immer auf der Hut vor irgendwelchen Gefahren. Gefressen hatte er so ziemlich alles was ihm über den Weg lief. Allerdings nicht nur Fleisch sondern auch Früchte. Eines Abends hatte er sogar nichts besseres gefunden als ein paar Wurzeln.
Glücklicherweise wurden die Tage wieder länger. Die härteste Zeit des Winters hatte er noch in der Höhle bei seinen Eltern verbringen können.
Die Tiere erwachten langsam aus dem Winterschlaf. Tezro sehnte sich zurück nach seinem Zuhause wo er immer genug zu fressen gehabt hatte auch wenn das Land karg gewesen war.
Mit knurrendem Magen machte er sich auf in die Lüfte und folgte einfach den Strömungen der Winde, immer mit suchendem Blick nach etwas Essbarem.
Zwischen den Bäumen erhaschte er eine Bewegung. Lautlos flog er in Richtung der Stelle die er gesehen hatte und als er sich sicher war, stürzte er sich wie ein Adler auf seine Beute. Das junge Wildschwein war zart und schmackhaft gewesen. Sorgfältig putzte der Drache sich bevor er überlegte wohin er nun gehen sollte. Nach sorgfältigem Überlegen entschied er sich die Richtung nach Süden beizubehalten, welche er eingeschlagen hatte. Nach einigen Stunden Flug roch er Rauch. Neugierig folgte er seiner Nase und erblickte in der Ferne eine Stadt. Oder besser gesagt das was einmal eine Stadt gewesen war. Von den Behausungen war nicht mehr viel übrig. Fast alles war zerstört worden. Wie es schien war dies auch noch nicht so lange her. Höchstens zwei oder drei Tage.
Am Rande der Stadt liess er sich nieder um sich ein Gebäude genauer anzusehen. Von dem Gebäude stand nur noch ein Turm. Wahrscheinlich war es einmal eine Kirche gewesen. Neugierig ging der Wyvern um das Gebäude herum und erschrak…
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#2 Beitragvon Ragnorena » Mo 24 Mär, 2008 19:52

Missmutig scharrte Jokareth in der lehmigen Erde des ausgetrockneten Flussbettes herum. Der Wind, der über das Land fegte, wirbelte Staub auf und zerrte an Jokareths Gefieder. Er war schon seit Tagen unterwegs und hatte seither nichts Anständiges mehr gefressen, abgesehen von ein paar kleinen Nagetieren und Vögeln. Seit er vor etwa einer Woche sein Jagdrevier an einen älteren und stärkeren Artgenossen verloren hatte, war er stets nach Norden gewandert, war jedoch auf kein Territorium gestossen, das nicht bereits besetzt oder dicht besiedelt gewesen wäre. Er verfluchte seine Situation, aber gegen das fast doppelt so grosse Männchen hätte er sowieso nichts zu melden gehabt. Er konnte überhaupt froh sein, dass er mit dem Leben davongekommen war.
Mittlerweile war sein Hunger so gross, dass er nach Wurzeln graben musste. Als er endlich fündig geworden war und den ärgsten Hunger gestillt hatte, nahm er plötzlich den schwachen Geruch von Rauch wahr, den der Wind aus dem Norden herantrug. Normalerweise hätte Jokareth die Quelle des Rauches weit umgangen, aber unter den gegebenen Umständen.... Möglicherweise war es ja ein Hof, der abgebrannt war, und es gab Tierkadaver, die er fressen konnte.
Er verfiel in einen Kräfte sparenden Trab. Auf diese Weise konnte er mehrere Tage lang laufen. Während er bereits seit über einer Stunde dem intensiver werdenden Rauchgeruch folgte, fiel ihm die stetig dichter werdende Vegetation auf. Wo zuvor nur ab und zu ein verdorrter Busch aus dem sandigen Boden geragt hatte, wuchsen nun Grasbüschel und ab und zu konnte Jokareth die Silhouetten von Dornenbäumen wahrnehmen. Der Wind nahm zu und verschlechterte die Sicht zunehmend. Das Gelände begann leicht anzusteigen. Auf der Spitze des Hügels angekommen hatte Jokareth plötzlich wieder klarere Sicht, denn vor ihm ging es steil nach unten. Der Hang war mit Geröll und Felsbrocken übersäht, sodass der Wind nur noch wenig Staub aufwirbeln konnte.
Neugierig betrachtete Jokareth die Umgebung. Ein breiter Fluss schlängelte sich zwischen den Hügeln durch die Landschaft und bog dann nach Westen ab. Weiter hinten konnte Jokareth die Ausläufer von Wäldern und die Umrisse eines Gebirges ausmachen. Nun sah er auch die Ursache des Rauches: An der Flussbiegung befand sich eine Siedlung. Sie schien jedoch verlassen zu sein, und auch von hier aus konnte Jokareth sehen in welch erbärmlichen Zustand sich die Häuser befanden. Er breitete die Flügel aus, stiess sich vom Boden ab und segelte Richtung Stadt. Dort angekommen kreiste er eine Weile in der Luft, bis er sich vergewissert hatte, dass wirklich niemand mehr an diesem Ort verweilte. Etwas ausserhalb der Stadt waren einige Bauernhöfe zu erkennen. Manche Feldfrüchte begannen bereits zu verderben, da sich niemand mehr um eine regelmässige Wasserzufuhr kümmerte. Die meisten Gebäude waren bis auf die Grundfesten niedergebrannt oder zerstört worden. Jokareth verlor an Höhe. Er hielt Ausschau nach etwas Fressbarem und fand bald darauf auch den angesengten Kadaver eines Herdentieres. Nachdem er die Gegend erneut nach potentiellen Feinden abgesucht hatte, liess er sich im Sturzflug nach unten sinken. Vorsichtig beschnupperte er den Kadaver. Das Tier war fast doppelt so gross wie Jokareth selbst. Als er sich daran satt gefressen hatte, sah er sich nach einem geschützten Platz um, an dem er sich eine Weile ausruhen konnte. Nicht weit von ihm entdeckte er eine Art Turm, der noch relativ gut erhalten zu sein schien. Jokareth riss dem Kadaver ein Hinterbein aus und trottete mit seiner Trophäe im Maul zum dem Gebäude. Auf der einen Seite befand sich in der Mauer ein grosses Loch. Auf dem Haufen Schutt im Inneren des Turmes war es zwar alles andere als gemütlich, jedoch hielt das feste Mauerwerk den beissenden Wind ab. Jokareth rollte sich nahe des Einganges zusammen und nagte, obwohl er mehr als genug gefressen hatte, weiterhin an dem Hinterbein herum, bis er schliesslich eindöste…
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#3 Beitragvon Temeraire » So 30 Mär, 2008 00:29

Seovir legte sich auf die Seite und stürzte seitlich runter. Sie konzentrierte sich als sie durch die Wolkendecke brach. Die Baumkronen des Waldes wurde sichtbar. Sie schätzte diese hohen Bäume sehr, da es sich auf ihnen gut klettern und leben liess. Bei diesem Manöver war all ihre Konzentration von nöten, denn es kam auf jede Bewegung an, die sie tat. Sie klappte nun auch ihren Fächer zusammen, streckte sich wie ein Pfeil und stürzte auf die Baumkronen zu. Fast 200 m von den ersten Ästen und Zweigen entfernt, breitete sie ihre Schwingen und ihren Fächer aus. Es gab einen gewaltigen Schlag ihn ihre Flugmuskulatur an Vorderkörper und Rücken. Knapp flog sie über die Blätter und streifte diese sogar ganz knapp. Knurrend schlug sie mit den Flügeln und schraubte sich wieder in den Himmel. Es ärgerte sie zutiefst das ihr versuch so schief gegangen war. Seovir war auf der Suche nach einem geeignetem Revier wo sie bleiben konnte. Da sie ihr altes verloren hatte durch einen tragischen Unfall mit ihrer Familie und zur Not einfach weg geschickt wurde, wanderte sie Ziellos umher. Seufzend bemerkte sie ein Hungergefühl. Ihre Chancen dieses Manöver noch mal zu machen und diesmal richtig, standen schlecht. Aussderem wusste sie, das es besser war, vorzeitig vor zu sorgen, ehe es zu spät war. Also drehte sie bei und steuerte einen breiten Fluss an. Dort hab es immer reichlich Fisch, genau das, was sie nun brauchte. Sie breitete ihren Fächer voll aus, um beim Fliegen nicht so viel Kraft zu gebrauchen und glitt gleichmäßig auf einer sanften Luftströmung dahin. Bald hatte sie einen grossen Fisch erspäht, stürzte sich kopfüber hinunter und legte Flügel und Fächer an. Geübt schnappte sie den Fisch, schaffte es sogar nicht einmal so viel Wasser in die Höhe spritzen zu lassen. In einem Gebiet das schon jemandem gehörte, musste man sich vorsichtig bewegen, da durfte man nicht auffallen und das sie hier schon ihre Manöver übte, war schon auffällig genug.
Nach dem Fisch und einem kurzen Bad im Fluss, legte sie sich auf einen sonnen beschienenen Stein und liess sich trocknen. Seovir währe auch bald eingeschlafen, währe da nicht ein fremder Geruch gewesen, der sie etwas nervös machte. Rauch. Wo Rauch war, war auch Feuer. Sie stand auf ihre Hinterbeine und streckte sich. Wenn sie etwas hasste außer schwimmen, war es Feuer. Der Rauch behinderte die Sicht, liess einem nicht atmen und das Feuer versengte Flügel und zerstörte Wälder und Graslandschaften. Sie knurrte und doch, wollte sie nachsehen. Also stieg sie wieder in den Himmel auf und folgte dem Geruch. Eine Siedlung kam bald in sicht. Das Feuer war schon eine weile niedergebrannt, nur selten glimmte es hier und da noch. Sie flog vorsichtshalber sehr hoch um nicht entdeckt zu werden, sollte sich noch jemand hier befinden. Nach einiger Zeit schätzte sie, das dieses Dorf verlassen war und riskierte es, tiefer zu fliegen. Ein Haus, sehr klein erregte ihre Aufmerksamkeit. Es war nur eine Scheune und stand gerade vor einem Turm. Sie glaubte einen Schatten gesehen zu haben und drehte sofort bei. Ein sehr ungünstiger Wind, schlug si eplötzlich zur Seite und warf sie fast gegen einen Turm. Sie kannte diese sogegannten Überraschungsböen, konnte sich zwar noch abfangen, streifte den Turm aber mit dem äussersten Fingerknochen. Ein paar kleine Kissel fielen klappernd zu Boden. Sie verfluchte sich im stillen selbst über ihre Ungeschicklichkeit, landete so leise sie konnte auf einem aufgetürmten Steinhaufen, was noch ein viel grösserer Fehler war. Sie rutschte unglücklich aus, versuchte sich noch mit ein paar schlagen der Flügel im Gleichgewicht zu halten, dafür aber rollte ihr ein Stein nach dem anderen unter den Füssen weg und veranstaltete ein Höllenlärm.
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#4 Beitragvon Phobos » So 30 Mär, 2008 13:32

Furia saß vor ihrer Höhle und atmete die frische Luft ein. Schon 4 Jahre lang lebte sie allein hier – ihre Eltern waren in einem harten Winter umgekommen. Das Land hatte sich verändert, erst kaum merklich, dann immer mehr. Ihre blau-grauen Schuppen sahen matt aus. Der Winter war vorüber, aber Furia fand trotzdem kaum noch etwas Essbares. Ihr Magen knurrte schon, wenn sie auch nur flüchtig an Essen dachte. Ihre goldenen Augen überflogen die Berghänge rund um sie. Kein Anzeichen auf etwas Lebendiges. Entmutigt breitete Furia ihre Schwingen aus. „Vielleicht gibt es nur hier oben in den Bergen kaum Nahrung“, murmelte sie und stieß sich kräftig vom Felsen ab. Beinahe wäre sie abgestürzt, so entkräftigt war sie.
Mit Mühe fing sie sich wieder und wich einigen Aufwärtswinden aus. Langsam ließ sie sich ins Tal gleiten, auf der Suche nach Nahrung. Furia hatte noch nie viel von der Welt gesehen, meistens hatte sie in den Bergen nach kleinen Tieren gesucht. Auf einmal stieg ihr ein unangenehmer Geruch in die Nase. Es roch nach Rauch und Asche. Neugierig ließ Furia sich etwas tiefer sinken um mehr erkennen zu können. Dort unten befand sich eine ausgebrannte Stadt, alles Leben schien wie ausgelöscht zu sein. Plötzlich hörte sie ein Geräusch, Steine polterten irgendwo herab. Ein anderer Drache mit hellblauen Schuppen und auffällig gemusterten Flügeln rappelte sich gerade auf. Furia landete in einiger Entfernung und betrachtete den anderen Drachen neugierig.

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#5 Beitragvon OL_Champ » So 30 Mär, 2008 15:07

Sripex saß schon ewig in seiner Höhle und wartete darauf, dass der Schneesturm endlich aufhörte. Er hatte sich in der hintersten Ecke zusammengerollt und versuchte einzuschlafen, doch ohne Erfolg. Er hatte Hunger und fror erbärmlich. Immer wieder fragte er sich, wie er als Feuerdrache überhaupt hierher gekommen war. Selbst im Sommer hatte er kaum genug zu fressen und jetzt hatte er noch nicht einmal etwas Holz in seiner Höhle, um sich ein kleines Feuer zu machen. Dann döste er endlich ein.
Als Sripex wieder aufwachte war das Wetter klar und die Sonne schien. Er ging nach draußen und atmete tief ein. Die Luft war zwar kalt, aber auch sauber. Er sah sich um. Alles was er sah war von einer dicken Schneeschicht gedeckt. Es sah wunderschön aus. Dann kam die Kälte zurück in Sripex' Bewusstsein und auch sein Magen meldete sich wieder. Sripex suchte die Umgebung nach Spuren von kleineren Tieren ab, fand aber keine. Beeren gab es schon lange nicht mehr, also musste er nach Wurzeln suchen. Er scharrte den Schnee etwas beiseite. Der Boden war steinhart geforen. Eigentlich wäre es für in ein leichtes gewesen den Boden aufzutauen, indem er etwas Feuer spie, aber er war viel zu erschöpft. Lange würde er nicht meht durchhalten.
Dann kam ihm eine Idee: Vielleich ist es ja nicht überall so kalt. Wenn ich also von hier weg komme, finde ich auch wieder etwas zu fressen... Mit dem festen Ziel dieses kalte Nirgendwo hinter sich zu lassen stieß Sripex sich vom Boden ab und flog nach Süden. Er hatte Glück und konnte sich die meiste Zeit von Luftströmungen tragen lassen. Während er so dahin glitt, beobachtete er seine Umgebung genau. Das erste, das ihm auffiel, war, dass die Vegitation zunahm. Zuerst waren da nur ein paar vereizelte Büsche gewesen, jetzt sah er schon ab und zu einen kleinen Baum.
Aus dem Augenwinkel nahm Sripex eine Bewegung wahr. Dann erkannte er einen Schneehasen, der unter einem Busch nach Wurzel grub. Er manövrierte sich in eine günstige Angriffsposition, legte die Flügel an und schoss im Sturzflug auf den Hasen zu. Das Tier war noch bevor der Drache es packte vor Schreck gestorben. Sripex machte sich hungrig wie er war sofort über den Hasen her und ließ kein bisschen übrig. Danach fraß er noch die Wurzeln, die der Hase zuvor freigelegt hatte und flog mit neuer Kraft weiter nach Süden.
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#6 Beitragvon Selianth » So 30 Mär, 2008 22:33

Bei Dämmerung bewegte sich Araelun langsam aus ihrer Höhle, die sich in einem Felsmassiv mitten in der Wüste befand. Ihr Magen knurrte aber sie wusste ja wo sie was zu essen herbekommen konnte, man brauchte nur etwas Geduld. Sorgfälltig versteckte sie den Eingang zur Höhle mit Steinen und verdorrten Ästen und machte sich auf den Weg. Von weitem hörte sie klägliche Schreie von einem Tier das dem Ende nahe war und der Geruch von Aas stieg ihr in die Nase. Zu dem Aasgeruch kam jetzt noch der Geruch von Schwefel hinzu. Endlich erreichte Araelun ihr Ziel, sie stand am Fuße eines Vulkans, um den herum sich tödiche Schwefelsümpfe bildeten. Viele hungrigen Tiere wurden hier durch Aasgeruch angelockt in der Hoffnung ihren Hunger zu stillen, übersehen dabei jedoch die tödliche Gefahr.
Neben einigen anderen verwesenden Tieren lag eine Hyäne in dem Sumpf und kämpfte verzweifelt um ihr Leben. Araelun bewegte sich an den Rand des Sumpfes, nicht zu nahe denn die Schwefeldämpfe konnten einen benommen machen und wartete. Nachdem die Hyäne schliesslich aufgegeben hatte, erhob sich Araelun in die Luft und versuchte im Sturzflug über dem Sumpf sich das Tier zu schnappen, oft waren mehrere Versuche erforderlich wenn die Tiere schon weiter eingesunken waren.
Mit ihrer Beute flog sie schliesslich an einen sicheren Ort und verschlang so viel sie nur fressen konnte. Danach machte sie sich wieder auf den Weg in ihr Revier, sie wollte nochmal sehen ob ihr Höhleneingang auch gut versteckt war denn Araelun würde ihr Revier für eine Weile verlassen müssen, um ihre Wasservorräte wieder aufzufüllen.
Etwas grimmig machte sich Araelun schliesslich auf den Weg, sie hasste es ihr Revier verlassen zu müssen.
Gut dass es mittlerweile ganz dunkel geworden war, denn bei Nacht konnte sie hervorragend sehen.

Nach einiger Zeit erreichte sie schliesslich den Fluss an dem sie gewöhnlich trank. Sie landete am Ufer und trank so viel sie nur konnte. Nachdem sie fertig war bewegte sie sich unaufällig am Ufer entlang, denn sie wusste auf der anderen Seite des Flusses lag eine Stadt und sie hasste jegliche Gesellschaft. Doch irgendwie war es diesmal anders, es war so still. Nach genauerem hinsehen bemerkte sie dass die Stadt abgebrannt wurde.
Araelun flog ans andere Ufer und schlich zwischen den abgebrannten Mauern umher....
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#7 Beitragvon Tilondrion » So 20 Apr, 2008 19:28

Vor ihm Stand ein Altar und darauf lagen mehrere tote Tiere. Anscheinend waren sie geopfert worden um das Unheil welches über die Stadt hereingebrochen war abzuschwächen. Genützt hat es nix, stellte Tezro mit grimmiger Zufriedenheit fest. Er hatte es wenn Tiere einfach so für nichts abgeschlachtet wurden. So hatte es doch keinen Zweck wenn man sie nachher nicht auch frass.
Um diese Ungerechtigkeit den Tieren gegenüber zu tilgen tat er sich an ihnen gütlich. Das Fleisch war noch einigermassen frisch und schmeckte nicht schlecht. Während er frass überlegte sich der Wyvern was wohl passiert war in der Stadt. Warscheinlich würde der Brand und Fleischgeruch noch mehr wilde Tiere oder andere Drachen anlocken.
Nachdem er gefressen hatte, wollte er sich gerade etwas hinlegen als er ein poltern hörte. Sofort machte sich Tezro auf einen Kampf gefasst. Nachdem er einige Sekunden bewegungslos an einer Mauer verharrt hatte und noch nichts weiteres passiert war, wurde er neugierig und begann in die Richtung zu schleichen von welcher er das Gefühl hatte dass das Poltern hergekommen war. Tezro linste gerade um die Ecke als sich ein weiterer Drache in der Nähe des Steinhaufens landete bei welchem sich gerade ein weiterer wieder aufrichtete der wohl gerade gestürzt war. Sofort zog Tezro seinen Kopf wieder zurück. Er hätte wohl kaum die Kraft es mit zwei Drachen gleichzeitig aufzunehmen. Allerdings hatte es so ausgesehen als ob sich die beiden Drachen auch nicht kennen würden so wie der andere neugierig geguckt hatte.
Tezro fasste sich ans Herz und ging vorsichtig zu dem farbigen Drachen hin welcher gestürzt war. Falls es zu einem Kampf kommen würde könnte er immer noch fliehen, denn als Flieger war Tezro gut und das wusste er auch.
Der andere Drache schien etwa in seinem Alter zu sein stellte Tezro befriedigt fest. Immerhin war er nicht auch schon ausgewachsen und somit viel stärker als Tezro selbst.
"Was machst du hier," fragte Tezro nicht unfreundlich, aber doch etwas drohend und mit einer Spur Neugier in seiner Stimme.
Erst jetzt fielen Tezro die vielen Farben des Drachen auf. Und so wie es aussah hatte er es zudem noch mit einem Weibchen zu tun. Der Wyvern entspannte sich ein wenig, denn er kannte keine Weibchen die sehr agressiv waren.
Den zweiten Drachen hatte er jedoch auch nicht aus den Augen gelassen. Die letzten Tage hatten ihn gelehrt immer auf der Hut zu sein.
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#8 Beitragvon Ragnorena » So 20 Apr, 2008 20:20

Erschrocken schnellte Jokareth in die Höhe, als ihm Staub und einige kleine Kieselsteine auf den Rücken fielen. Er hob den Kopf und sah einen grossen Ziegelstein auf seinen Kopf zurasen. Im letzen Moment wich er aus, der Stein schlug mit einem dumpfen Geräusch auf dem Boden auf. Leise fauchend starrte Jokareth nach oben. Über ihm befand sich ein Loch in der Mauer, aus dem die Steine gefallen waren.Im selben Moment verdunkelte plötzlich ein Schatten die Öffnung. Etwas versuchte sich draussen an der Wand festzuhalten, rutschte jedoch ab. Dabei rieselte weiterer Staub zu Boden. Jokareth sprang schnell zu Seite. Draussen war irgendetwas Schweres zu Boden gefallen, er hatte die Erschütterung gespürt. Es war etwas Grosses gewesen. Jokareths Ärger verwandelte sich in Besorgnis. Was immer da draussen war, es konnte ihm ziemlich gefährlich werden. Er suchte sich an der Mauer eine kleine Ritze und linste hindurch. Draussen lag ein etwas benommener Drache. Jokareth schluckte: Der Drache war fast 3 mal so gross wie er. Nervös leckte sich Jokareth über die Schnauze. „Ganz ruhig.“ Dachte er. „ Der Wind weht günstig, die Chance dass er dich wittert ist relativ klein….“ Warum beruhigte es ihn dann nicht? Auf die Antwort musste er nicht lange warten: Ein weiterer Drache, immerhin etwas kleiner als der Erste, landete in unmittelbarer Nähe. Angespannt verharrte Jokareth in seinem Versteck. „Einfach mal abwarten…Wenn es hart auf hart kommt kann ich immer noch versuchen zu fliehen…“
Der eine Drache war zwar gross, aber Jokareth war überzeugt, dass er länger brauchte, um seinen Körper in die Luft zu bekommen. Was den Anderen anging, Jokareth konnte flüchtig einen Blick auf seine Pranken erhaschen. Zwischen den Zehen befanden sich Schwimmhäute, also war das Wasser wohl eher sein Element als die Luft, zumindest hoffte er das…
Der Grosse hatte sich gerade zur Gänze aufgerichtet, als Jokareth das Geräusch von Klauen wahrnahm, die über den Boden scharrten. Ohne den Kopf zu drehen spähte er nach rechts und sträubte sein Nackengefieder. Vor dem Eingang stand ein weiterer Drache, obwohl Jokareth nicht mehr als seine Beine und einen Teil seiner Flügel sehen konnte. Der Neuankömmling schien ihn zum Glück nicht bemerkt zu haben. Er zögerte einen Augenblick und ging dann auf die Beiden anderen zu. „Gehen?… nein, eher …. Tapsen.“ korrigierte sich Jokareth.
Plötzlich mischte sich auch Neugierde unter seine Angst. War es Zufall dass so viele Drachen, und dann noch von ganz verschiedenen Arten, aufeinander trafen? Hatte es mit diesem Ort zu tun? Was war hier eigentlich geschehen? Möglicherweise wusste einer von ihnen etwas darüber. Jokareth beschloss, zu bleiben wo er war und die ganze Sache von seinem Versteck aus zu beobachten…
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#9 Beitragvon Temeraire » So 20 Apr, 2008 22:27

Endlich fand Seovir halt auf den losen Steinen und atmete erleichtert aus. Eine Bewegung aus dem Augenwinkel erregte ihre Aufmerksamkeit. Augenblicklich durchdrang sie eine eisige Kälte der Angst. Sie hatte ein Ziel für jeden Angreifer geboten mit dieser Aktion. Sie erblickte einen etwas kleineren Drachen, der gegenüber von ihr gelandet war. Ihre Augen ruhten wachsam auf den fremden Drachen. In ihr schrie alles, sich wieder in die Lüfte zu erheben, doch dazu müsste sie von irgendwoher runter springen. Dank ihres Fächers, brauchte sie mehr kraft um mit den grossen Flügeln zu schlagen und mit ihrem jungen Alter hatte sie noch nicht die Kraft entwickelt um vom Boden aus ab zu heben. Einfach so weg fliegen, lag also nicht im Bereich des Möglichen. Deswegen musterte sie den Drachen vor ihr mit aller Genauigkeit. Mit den Arten kannte sie sich nicht besonders aus, aber die Schuppendichte und das Aussehen, liess auf höhere Regionen schliessen. Seovir wagte es nicht sich zu bewegen. Starr blickte sie auf den Drachen vor ihr, der sie neugierig Musterte. Das dieser Drache etwas kleiner war, entspannte sie ein bisschen, bis eine Stimme von der anderen Seite zu ihr drang. ,,Was machst du hier”.

Seovir zuckte zusammen und drehte sich halb zur der Stimme um und erblickte erstaunt eine Wyvern. Die Stimme klang männlich und nicht gerade feindlich, aber vorsichtig. Von Wyvern hatte sie nicht viel gesehen. Aber sie hatten kräftige Flügel was ihnen ein Knochen brechenden Schlag ermöglichte. Allein die Kraft die eine Wyvern haben musste um mit solchen Schwingen zu schlagen musste gross sein. Sie legte den Kopf schief um auch den anderen Drachen nicht aus den Augen zu lassen. Es sah nicht danach aus, als würden sie sich alle gleich an die Kehle springen wollen. ,,Ich bin dem widerlichen Geruch hier gefolgt. Ich mag diese Dörfer nicht besonders, aber meine Neugier hat mich doch hier her getrieben um nach zu sehn”. Warum sollte sie nicht ehrlich sein? Was hier geschehen war, war ein Rätsel. Da die beiden Drachen noch immer keine Anstallten machten an zu greifen, entspannte sie sich nun völlig und presste die Flügel nun dicht an den Körper. Das Verwundbarste musste man selbst in solchen Sitwationen immer schützen, das könnte ansonsten später grosse Folgen haben. Nun neigte sie leicht den Kopf. ,,Darf ich die Frage auch an euch zurück stellen?”.
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#10 Beitragvon Phobos » Mo 21 Apr, 2008 18:02

Der andere Drache schien zunächst sehr verunsichert. Etwas davon schien auf Furia überzugreifen, doch sie wollte nicht umdrehen und davonfliegen. Ihre Neugierde war zu groß. Auf einmal vernahm sie eine Stimme: "Was machst du hier?" Nicht der Drache mit den auffällig gemusterten Flügeln hatte gesprochen, sondern zu ihnen war noch ein anderer Drache getreten, ein Wyvern. Er war noch nicht sehr alt, stellte Furia fest, aber er schien ziemlich kräftig. Nun antwortete der gemusterte Drache: "Ich bin dem widerlichen Geruch hier gefolgt. Ich mag diese Dörfer nicht besonders, aber meine Neugier hat mich doch hier her getrieben um nach zu sehn." Nun schien er zu entspannen, presste aber die Flügel an den Körper. "Darf ich die Frage auch an euch zurück stellen?", fragte er dann. Furia zögerte. Irgendetwas in ihr sagte ihr, sie sollte umkehren. Sie musterte die beiden Drachen genau. Keiner schien ihr feindlich gesonnt zu sein, und es war vermutlich auch bei ihnen die Neugierde die sie hier her getrieben hat. "Ich komme vom Gebirge...", meinte Furia zögernd. "Eigentlich bin ich hier her gekommen um Futter zu finden." Es war die Wahrheit.

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#11 Beitragvon OL_Champ » Mi 23 Apr, 2008 18:08

Sripex flog immer weiter nach Süden und die Vegetation veränderte sich immer mehr. Zuerst waren hier und dort ein paar Grasbüschel gewesen, mittlerweile bedeckte eine schier endlose Wiese den Boden, die oft von Büschen durchzogen war. Immer öfter nahm Sripex auch kleine oder größere Baumgrupen wahr. Warum kommt mir das alles so bekannt vor?, fragte er sich. Ich war doch noch nie hier. Mit den Pflanzen hatte auch die Tierwelt zugenommen und es war kein Problem mehr, etwas Fressbares zu finden. Die Nächte verbrachte Sripex im Schutz der Baumgruppen.
Nach einigen Tagen nahm er eine Veränderung im Landschaftsbild wahr. Wo zuvor das schöne, saftige Grün der Wälder und Wiesen nur durch Flüsse unterbrochen worden war, vernuziehrte nun ein hässlicher schwarz-grauer Fleck die Idylle. Feuer!, war Sripex' erster Gedanke. Und wo Feuer ist ist auch Tod. Er änderte seinen Kurs etwas und flog jetzt schräg auf den merkwürdigen Fleck zu. Sripex schupperte immer wieder, aber der Aschegeruch war kaum noch wahrnehmbar, vielleicht sogar bloß Einbildung. Obwohl er um Orte, an denen das Feuer gewütet hatte, immer einen großen Bogen machte, flog er weiter darauf zu. Er fühlte sich von diesem Ort nahezu magisch angezogen.
Als Sripex näher kam, sah er, dass dort kein Waldbrand gewesen war, wie er vorher angenommen hatte. Nein, da waren Ruinen. Verbrannte Überreste von Gebäuden. Dann erkannte er einen erstaunlich gut erhaltenen Turm aus den Trümmern aufragen. Sripex begann weite Kreise um diesen Turm zu fliegen und schraubte sich so immer näher an ihn heran.
Da nahm er plötzlich eine Bewegung wahr. Irgendjemand oder etwas war vom Turm gefallen. Er war also nicht allein. Er flog so leise wie er konnte und nährte sich vorsichtig dem Turm. Jetzt sah er mehere Drachen vor dem Turm stehen. Alle wahren noch jung und ihrem Verhalten nach zu urteilen kannten sie sich noch nicht. Er überlegte fiberhaft, was er jetzt machen sollte. Nur eines war klar: Er durfte sie nicht erschrecken, sonst würden sie ihn womöglich angreifen und das konnte er nicht riskieren. Aber anschleichen durfe er sich auch nicht, das wäre noch schlechter...
Jetzt war er dem Turm schon recht nahe, aber die Anderen schienen ihn nicht zu bemerken. Sripex beschloss, in der Luft zu verharren und schlug kräftig mit den Flügeln, damit er bemerkt wurde. Noch es geschah nichts. Vermutlich war er zu leise gewesen, um das jetzt aufkommende Gespräch zu übertönen. Also ging er noch etwas runter und schnappte eine Frage auf:"Darf ich die Frage auch an euch zurück stellen?" Darauf sagte eine graublaue Drachin: "Ich komme vom Gebirge... Eigentlich bin ich hier her gekommen um Futter zu finden."
Die Drachen sind sich wohl auch erst vor kurzem begegnet, schlussfolgerte Sripex. Dann ging er in den Landeanflug über und landete genau zwischen den Versammelten. Strategisch war das so ziehmlich das schlechteste, was er überhaupt hätte machen können, also sagte er schnell:"Ich tue euch nichts!" und zog den Kopf ein. Vorsichtig sah er die Anderen an.
~Great Great Britain~

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Selianth
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#12 Beitragvon Selianth » Do 24 Apr, 2008 18:58

Araelun schlich lautlos zwischen den Ruinen umher. Ab und zu durchsuchte sie die Überreste von Häusern nach Brauchbaren Dingen oder nach etwas Fressbarem, denn ihr Magen knurrte schon wieder. Doch zu finden gab es hier nichts. In Gewissheit das niemand mehr hier war ging sie weiter in Richtung eines großen Turmes. Doch plötzlich ertönte ein Geräusch...
Araelun verharrte plötzlich und stellte die Ohren auf. Es klang wie ein Flattern und gleich darauf hörte sie Stimmen.
Sie zog eine Grimasse, sie war nun doch nicht allein und das passte ihr gar nicht. Sie hasste jegliche Art von Gesellschaft.
Araelun machte kehrt und wollte so schnell wie möglich weg von hier um nicht entdeckt zu werden, als plötzlich ihr Magen wieder knurrte. Sie bliebt abrupt stehen und ging nun doch widerwillig in Richtung Turm, vielleicht war es sogar Beute die dort entlangflatterte. Araelun lief das Wasser im Mund zusammen und schlich zu den Mauern des großen Turmes. Nachdem sie angekommen war versteckte sie sich hinter einer halb abgebrannten Mauer. Durch ein kleines Loch in der Mauer konnte sie in den Raum sehen. Was sieh sah gefiel ihr gar nicht, da stand ein Wyvern der viel größer war als sie selbst. Als Beute völlig ungeeignet, entschied Araelun. Sie sah sich weiter um und erblickte nun zwei weitere Drachen. Beide blau, der eine etwas heller. Einer von den beiden, der hellere von beiden, war knapp ein Meter kleiner als Araelun. Das könnte klappen dachte sie sich, aber gefährlich war das trotzdem noch.
Plötzlich jedoch landete ein roter Drache mitten in der Menge. Araelun verzog das Gesicht und fletschte die Zähne das macht es jetzt noch schwieriger
Sie entschied in Ruhe abzuwarten und zu beobachten. Später würde sie dem kleinen blauen leise folgen und warten bis die anderen Drachen weit genug weg waren.
Sie lehnte sich gerade gegen die Mauer um sich etwas gemühtlicher hinzulegen als sich plötzlich ein Stein von der Mauer löste und krachend zu Boden fiel. Araelun drückte sich enger an die Mauer, fletschte die Zähne und war bereit auf jeden loszuspringen der sich ihr näherte....
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#13 Beitragvon Tilondrion » Mi 07 Mai, 2008 20:03

Tezro fragte sich gerade ob die anderen Drachen ihn wohl verstehen konnten als auch schon die erste Antwort vom gemusterten Drachen kam. Zuerst überlegte der gelbe Wyvern noch ob er der Antwort glauben schenken sollte, als das Weibchen die Frage auch gleich zurückstellte. Bevor er etwas sagen konnte hatte der andere Drache jedoch schon geantwortet. Tezro glaubte den beiden vorläufig. Er konnte seine Meinung immer noch ändern.
"Mich hat die Neugier hierher getrieben," sprach er gerade, was jedoch vom Geräusch des Flügelschlages eines weiteren Drachen unterging. Tezro sprang zwei Schritte zurück und fiel beinahe hin weil er sich immer noch nicht gut auf dem Boden bewegen konnte. Er musste heftig mit den Flügeln flattern um das Gleichgewicht wieder zu finden. Gleichzeitig holte er Luft um Feuer speien zu können. Als sich der neue Drache jedoch unterwürfig artikulierte, liess er dich Luft und zwei Rauchwölkchen durch seine Nüstern entweichen. "Erschreck mich noch einmal so sehr und ich garantiere nicht dass ich mein Feuer nochmals zurückhalten kann!"herrschte Tezro den Neuankömmling an. "Warum tauchen hier eigentlich immer mehr Drachen auf? Gibt es hier eine Versammlung?" fragte er in die Runde ohne jedoch eine Antwort zu erwarten. "Wie heisst ihr eigentlich?" schob er gleich nochmals eine Frage nach. Als niemand antworten wollte macht er auch gleich den ersten Schritt und erklärte: "Ich bin Tezro und komme von da." Mit einem seiner Flügel zeigte er in die Richtung aus welcher er zuletzt gekommen war. In welcher Himmelsrichtung sich die Behausung von seinen Eltern befand wusste er sowieso nicht mehr.
Ein Geräusch durchschnitt die kurze Pause die nach seiner kleinen Vorstellung entstanden war. Tezro war sofort wieder auf der Hut. Hatte man ihn in einen Hinterhalt gelockt? Argwönisch betrachtete er die anderen Drachen, entdeckte aber ebenfalls eher Furcht oder Erstaunen in ihren Gesichtern denn List.
Der Wyvern drehte sich kurz in die Richtung aus welcher das Geräusch gekommen war. Da war eine Mauer. Zögernd tat er drei Schritte zu der Mauer hin blickte sie genau an, überlegte es sich dann jedoch anders und kehrte zu den anderen zurück. Wenn er zu argwöhnisch war würde er die anderen Drachen nur entfremden und das wollte er eigentlich nicht. Viel eher hatte er die Absicht herauszufinden warum alle genau hier waren und wer sie waren und was noch wichtiger war, wie es weitergehen sollte.
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#14 Beitragvon Ragnorena » So 18 Mai, 2008 18:30

Jokareth wurde es in seiner Höhle immer mulmiger zu Mute. Warum konnten die nicht woanders reden, damit er sich aus dem Staub machen konnte? Alles in ihm schrie danach, wegzulaufen, aber er musste sich dazu zwingen, einfach regungslos stehen zu bleiben. Sein Verstand sagte ihm, dass er hier drinnen sicherer war, als wenn er versuchte, sich davonzustehlen.
Er lauschte ihrem kurzen Gespräch, als plötzlich das Geräusch eines herunterfallenden Steines zu vernehmen war. Es kam von einer Mauer in der Nähe der Drachen. Der Wyvern ging zögerlich ein paar Schritte auf die Mauer zu, überlegte es sich aber anscheindend nochmal anders und ging zu den anderen zurück.
Plötlich fiel Jokareth etwas auf. Irgendetwas hatte sich verändert. Als er merkte, was es war, stellten sich seine Federn vor Schreck kerzengerade auf. Denn der Wind blies nun nicht mehr zu ihm ins Versteck hinein, sondern in die entgegengesetzte Richtung.
Wenn ihn jetzt einer der Drachen witterte... Noch machte keiner der Drachen den Eindruck, als ob er seine Anwesenheit bemerkt hätte...
So leise er konnte, schlich er aus dem Turm...
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#15 Beitragvon Temeraire » Mo 19 Mai, 2008 19:51

(Ich werde es noch verbessern..die Rechtschreibung)

Seovir erschrack heftig als nun noch ein fremder Drache in die Runde platze. Nun entwich auch ihr ein warnendes Knurren. Der Drache der angeflogen kam, war nicht so gross wie sie was sie kurz etwas beruhigte. Aber der Drache schaffte das Rütteln (so nennt man das stehenbleiben mitten im Flug) Diese Art des Fliegens das oft zur Jagt verwendet wird, kosstet nicht nur viel Kraft sondern auch viel Ausdauer. Sie schluckte schwer, schaute sich flüchtig nach einer Wand um und erblickte die Rauchwölkchen der Wyvern. Nein das wird ja immer besser seufzte sie in Gedanken. Der Drache landete und zeigte jedoch sofort seine Unterwerfung. Seovir vernahm flüchtig die Unterwerfung, suchte sich jedoch eine Wand. Mit dem Rücken zur Wand dann hast du die besten Chancen Sie fand eine Wand, doch die Wyvern ging bereitz langsam darauf zu. Seovir hatte nicht so ganz zugehört als sich die Drachen untereinader unterhalten hatten, starrte nur verzweifelt die Wand an und trat langsam zurück. Sie fixierte einen Drachen nach dem anderen, rechnete sich flüchtig ihre Möglichkeiten aus und wollte soeben auf einen Felsbrocken springen, die Schwingen ausbreiten und so kräftig damit schlagen wie sie nur konnte, als ihr der Wind ein anderer Duft ausser Staub, Asche und Tod mit sich brachte. Sie stockte erschrocken und blickte sich verwirrt um. Ihr kamen die letzten Worte der Wyvern in den Sinn. ,,Eine Versammlung? Woh eher nicht". Sie glaubte nicht an eine Versammlung. Dazu waren die Verhalten zu verschieden. oder eine Verschwörung? Eine neue Jagtmethode? Alle arbeiten zusammen und verwirren so ihr Opfer? nee.. das ist doch wirklich zu weit her geholt Eine Flucht sah nicht gut aus und die Stimmung war zu angespannt. Ausserdem war da immernoch der Geruch der sie warnte. ,,Ich würde vorschlagen, wir besprechen das hier, an einem anderen Ort?", Schlug sie vor und blickte jeden Drachen einmal genau an. Wenn das Ganze eine Falle ist dann einfach immer die Augen offen halten nach was Nützlichem Seovir hatte die Gegen hier auch langsam Satt. Es schienen gerade zu anziehend zu sein und auf noch mehr Besuch freute sie sich momentan ganz und garnicht. Erst musste sie klar stellen, wie es zu einem solch ungewöhnlichen Massentreffen kam und ob sie hier wirklich alle so waren, wie sie sich gaben.
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